Noch eine Anekdote. Ich war in der Aula, in der wenig später eine Zeugnisverleihung stattfinden sollte. Von der Veranstaltung vorher (es wurden Speisen gereicht) lagen noch Krümel am Boden. Ich sprach die Hausmeisterin an, ob ich einen Besen bekommen könnte. Sie aber telefonierte mit dem Reinigungspersonal, sie möchten bitte die Reihenfolge ihrer Aktivitäten anpassen und bitte in die Aula kommen. Ich hätte noch genug anderes zu tun, da solle ich mal machen. Fürs Fegen gebe es Fachleute.
Läuft bei uns genauso. Und zwar bei Hausmeistern, Schulverwaltungspersonal vom Kreis und Reinigungspersonal.
Ich möchte auch noch mal betonen, dass ich natürlich auch mal aus dem Klassenzimmer auf dem Weg zum Lehrerzimmer einen kleinen Packen Altpapier entsorge, aber ich trage nicht kistenweise Zeug durch die Gegend und ruiniere mir meinen ohnehin schon ungesunden Rücken.
Wenn das Schulbüro nicht besetzt ist und ich grad da stehe, nehme ich auch Post an, statt den Postboten blöd stehen zu lassen. Darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass hier eindeutig Tätigkeiten auf Lehrkräfte übertragen werden, die nicht zu deren Aufgabenbereich gehören und wo versicherungstechnisch eine Schwarzzone besteht! Egal, wer es angewiesen hat. Ich bin mir sicher, dass es zu erheblichen Problemen kommt, wenn man sich bei einem Umzug und dem dazugehörigen Möbelschleppen den Rücken ruiniert, so dass man nicht mehr arbeiten kann. Ich glaube kaum, dass das Versorgungsamt (oder wer das ist) das ohne Theater als Dienstunfall einstuft und eine Pension zahlt, auch wenn es angewiesen wurde. Behörden machen nicht immer alles richtig und ich würde in jedem Fall remonstrieren, wenn ich sowas gesagt bekäme.
Aber anscheinend ticken die Uhren anderswo anders, wenn man in der Schule nicht mal Unterricht vorbereiten darf. Absurd.