Beiträge von Sissymaus

    Nein, aber es ist die Krux an solchen flexiblen Zeiten.
    Wenn du eben 3 Stunden "Freizeit" hast und arbeiten willst, dann kannst du 2,5 Stunden Unterricht vorbereiten und dann zur Konferenz gehen.
    Ich sage nicht, dass es gut ist und mir gefällt. Ich sage nur, dass die Vor- und Nachteile des Jobs ganzheitlich gesehen werden müssen.
    Und du hast genug Einblick und Erfahrung woanders, um zu wissen: an dem Tag machst du eben 10 Stunden, am nächsten Tag weniger. So wie auch mal in anderen Jobs auch.

    Mache ich jetzt genauso. Ich achte auf meine Wochenarbeitszeit. Wozu mehr arbeiten, wenn der Dienstherr so schlechte Bedingungen vorgibt? Es ist nur eben über die ganze Arbeitswoche (bei mir Mo-Fr) verteilt.

    Nein, bei uns gibt es keine eigene FOS. Ist das nicht eine Bezeichnung aus Bayern?

    Bei uns heißt das Berufsfachschule, ist aber trotzdem am BK verrotte.

    Und wo habt ihr dann das berufliche Gymnasium angesiedelt? Und die ganzen Vorbereitungsbildungsgänge?

    Wenn du zwischen 7 und 14 Uhr keine Möglichkeit der Pause hattest: Remonstriere!
    und wenn du die Pause nicht genommen hast, die du zwischendurch hattest: "Pech", die 30 Minuten, die dir beim Arbeitsrecht zustehen, werden abgezogen. Du hast also nur 6,5 Stunden gearbeitet und 30 Minuten Pause gehabt.

    Mag sein, aber dass ich mir nur die 4 Stunden reine Unterrichtszeit anrechne, ist doch falsch!

    Ja, die gibt es. Was bei Lehrern oft vergessen wird ist die Tatsache, dass 1 Schulstunde nur 45 Minuten Arbeitszeit sind. Bei 8 Schulstunden bist du denn erst bei 6 Zeitstunden. Da machen 2-3 Konferenzstunden auch nicht viel aus.

    Nenenenene! Wenn ich um 7 in der Schule bin und um 14 Uhr gehe habe ich 7 Stunden gearbeitet! Auch wenn ich nur 4 U-Std hatte. Ich bin doch nicht zum Privatvergnügen in der Schule. Echte Pause hat man da nie.

    Als würde jemand im Büro seine 20 Min Zeit zwischen 2 Konferenzen von der Arbeitszeit abziehen, nur weil man da einen Kaffee getrunken hat oder ein Pläuschchen mit Kollegen gehalten hat.

    EDIT: Friesin hat es ja auch schon angemerkt.

    Viel Erfolg wünsche ich Dir!

    Wo im Ausland hast Du denn gearbeitet?

    In NRW findet man am BK Schüler*innen ohne jeglichen Abschluss nach 10 Schuljahren über Auszubildende, die nebenher studieren bis zu Fachschulen aus dem Bereich Weiterbildung. Hier sitzen dann Leute, die bereits reichlich Personalverantwortung sowie Familie haben.

    DAS Klientel gibt es daher mMn am BK nicht. Wenn die BKs an BW ähnlich sind wie in NRW, dann hängt es stark davon ab, wo Du eingesetzt wirst.

    Und auch in Berufsfachschulklassen findet man die, die keine Lehrstelle gefunden/gesucht haben neben denen, die das Fachabi machen wollen, um danach an der FH zu stuieren.

    Ich möchte noch mal klarstellen, dass ich es ausdrücklich für den normalen Unterricht auch meinte. Also auch für den Fachlehrer / Fachlehrerin. Nicht nur Fachleiter*in. Also auch für die 8 Wochen bis zum Examen.
    Denn: angenommen, du hattest nicht den furchtbarsten, schlechtesten Tag deines Lehrerlebens, dann musst du nicht nur an den Examensstunden arbeiten, sondern auch (und insbesondere) vorher. Dann machst du auch Fortschritte.

    Das möchte ich unterstreichen. Ich habe auch immer versucht, in meinen "normalen" Stunden kurz ein Stundenraster aufzuschreiben, einfach, damit diese Phrasierung besser in UBs klappt, weil man die Struktur einfach drin hat. Nach einigen Planungen hatte ich das verinnerlicht. Heute muss ich dazu nicht mehr viel aufschreiben.

    Aber sagt mal Sissymaus und yestoerty : Habt ihr denn keine Besprechungen in euren einzelnen Abteilungen und euren "Teams" (entsprechen bei uns den Fachkonferenzen)? Die finde ich wichtiger als die Gesamtkonferenzen, muss ich sagen.

    In den großen BiGa-Teams wird öfter mal getagt. In den Berufsschulklassen sind es aber immer nur so 2-3 Kollegen, die sprechen sich auf dem kurzen Dienstweg ab. Ich bin zB nur in einem BiGa, mit 3 Kollegen. Wir haben uns letzte Woche getroffen und das gesamte Schuljahr geplant. Bei einem netten Kaffee im Garten. Nun müssen wir während des Schuljahres nur noch nivellieren und das machen wir zwischendurch.

    Evtl. würde es dir auch helfen, eine Stunde bzw. eine Reihensequenz anhand einer zentralen Leitfrage aufzuziehen. Ein Beispiel aus dem Fachbereich Erdkunde: Stellt der Tourismus für Land xy eine zukunftsfähige Entwicklungsstrategie dar? Diese gilt es dann am Ende, hier in Form einer Beurteilung, zu beantworten.

    Natürlich sollte man schauen, durch welchen Impuls (Stichwort: Problemorientierung) die SchülerInnen möglichst auf die Leitfrage kommen können. Im Zweifel, d.h. sollten die SchülerInnen nicht auf die Fragestellung kommen, so damals die Aussage meiner Fachleiter, kann man auch die Leitfrage einfach anschreiben.

    Dieses Ratespiel finde ich ganz furchtbar. Entweder der Impuls ist glasklar, dass man direkt mit der Nase auf die Frage gestoßen wird oder man stellt die Frage einfach. Man muss auch bedenken, dass der Erfahrungshorizont der S. ein anderer ist und somit viele Fragen, die man sich selbst zu dem Impuls stellen würde, von den Schülern einfach nicht bedacht wird. manchmal ist auch Vorwissen erforderlich, um überhaupt auf eine Frage zu kommen.

    Bei euch fällt der komplette Nachmittagsunterricht aus, wenn ihr Konferenzen habt?! Das wäre bei uns undenkbar. Dann würden uns die Betriebe, für deren Azubis der Unterricht ausfällt, aufs Dach steigen (und über kurz oder lang ihre Azubis an eine andere BBS zur Berufsschule schicken). Das hat eine BBS, an der eine Freundin von mir unterrichtet, schon mal versucht, aber nach zwei Jahren wieder aufgegeben, eben weil die Betriebe ihre Azubis "abgezogen" haben und daher zwei Berufsschulklassen fast hätten "eingestampft" werden müssen.

    Wir machen das schon so, seit ich da bin (12 Jahre). Wir haben eigentlich keinen echten Nachmittagsunterricht, da wir keine Mensa haben. Zudem verwalten auch wir den Mangel, so dass weniger Unterricht erteilt wird, als laut Lehrplan erforderlich. Es geht auch lediglich um die 5 Mal pro Jahr, wovon ein Termin am letzten Tag der Sommerferien liegt. Im übrigen haben wir einen Konferenztag und an dem findet weniger Berufsschulunterricht statt. Wir haben bisher nicht gehört, dass das den Betrieben nicht von den Kram passt.

    Lehrerkonferenzen (alle 8 Wochen) beginnen zwar nicht abends, aber halt erst nach dem Nachmittagsunterricht (wie übrigens auch Elternsprechtage - auch dafür entfällt kein Nachmittagsunterricht und sie schließen sich zeitlich minutengenau nahtlos an die letzte Einheit an). Und ich habe dort noch keine LK erlebt, die unter 3 Stunden dauerte, weil TROTZ schriftlicher Vorentlastung alle möglichen Nichtigkeiten detailliert durchgekaut werden. Die ellenlangen Vorentlastungsmails zu lesen, ist reine Zeitverschwendung; wird eh alles wiederholt.

    Unglaublich! Sowas gibts bei uns Gottseidank nicht.

    Was gibts denn alle 8 Wochen zu bereden? Wir haben 5 Stück übers Jahr verteilt. Dauer: Maximal 2 Stunden. Selbstverständlich lassen wir den Unterricht in der 7. Std ausfallen, um eine angemessene Mittagspause für die Konferenz zu haben (ab 14 Uhr).

    Wenn es wirklich mal viel zu beschließen (!!) gibt, verkürzen wir unsere Mittagspause und starten eher.

    Kam bisher einmal vor in den letzten Jahren. Reine Info-Veranstaltungen gibt es glücklicherweise selten - nie. Finde ich auch unnötig. Da kann ich mir ne Mail durchlesen.

    Ach wie schön es wäre, wenn das wirklich überall selbstverständlich wäre... und nicht Konferenzen grundsätzlich erst 30 Minuten nach dem Nachmittagsunterricht angesetzt würden 🤗

    Das ist übrigens ein Argument, was dann für mich tatsächlich auch gegen einen späteren Schulanfang spricht. Stelle ich mir vor, Lehrerkonferenzen dauern nicht mehr "nur" bis 19h und Fachkonferenzen nicht mehr "nur" bis 21h oder so, sondern noch länger, würde es mich vermutlich auch anfuchsen.

    Um Gottes Willen! Undenkbar in meiner Abteilung. Maximal 16 Uhr. Dann gehen alle heim. Unterricht fällt dann aus.

    EDIT: Die 16 Uhr Konferenzen sind dann Ausnahmen! Meistens sind wir um 15 Uhr fertig und konferieren sowieso nur höchst selten. Hoch lebe das BK!

    Du hast natürlich Recht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass bei irgendeinem Schulleiter der lange auf z. B. die Mathe Französisch Besetzung gewartet hat, keine "Freude aufkommt", wenn die Kandidatin bereits schwanger ist und wahrscheinlich gar nicht eingesetzt werden kann.

    Nicht Schulleitungsproblem, wenn die Personaldecke durch den Dienstherr unter 100% liegt, obwohl sie bei 110-120% liegen müsste. Ist ein Mangel wie jeder andere. In unserem männlich geprägten Kollegium fallen ebenfalls öfter mal welche lange Zeit aus (Sportverletzungen, Elternzeit, Abordnungen, Herzinfarkt....). Das muss der Dienstherr einpreisen. Macht er aber nicht, von daher sind SL es gewohnt, den Mangel zu verwalten. Dann ist eben auch mal eine Mutter dabei. What shalls?

    Schulleitungen, die damit "ein Problem" haben, empfinde ich als umprofessionell. Und die Diskussion, ob schwangere Frauen eine Planstelle annehmen dürfen ebenso! Und auch ein bißchen widerwärtig.

    Interessant bei der Diskussion finde ich, dass ich immer einen falschen Begriff von Lerche und Eule hatte. Mir war wirklich nicht bewusst, dass es Menschen gibt, die gern erst um 1-2 Uhr nachts schlafen gehen und nach 22 Uhr Sport machen. Da ich auch sehr schlecht rauskomme, hab ich mich immer zu den Eulen gezählt, zwar keine extreme Form, aber eher Eule als Lerche. Aber eindeutig bin ich das dann nicht. Ich muss um 5:45 Uhr meine Wecker stellen (Folter) und stehe dann gg 6 Uhr auf. Neuerdings kann ich auch wieder am Wochenende länger schlafen. Bis 10/11 Uhr war noch vor einigen Jahren dank Kindern undenkbar. Nun schläft der Teenie auch lange und wir genießen es, am WE auszuschlafen.

    Trotzdem würde ich mich nach Euren Schilderungen hier nun eher zu den Lerchen mit Tendenz zur Eule zählen.

    Trotz allem: Ich fange gern früh an, erledige alles in Windeseile und bin früh fertig. Kann aber auch verstehen, wenn man es auf Jugendlich ausrichtet und später anfängt. Jedoch wird das auf gar keinen Fall geschehen. Dazu sind die Bediensteten aller Art an Schule sicher nicht bereit. Und die Jugend hat keine Lobby.

    Und: An unserem technisch geprägten BK haben wir viele industrielle Berufe, die morgens um 6 starten. Je nach Witterung (Hitze) auch schon um 5. Da ist der Schulanfang um 07:50Uhr schon nahezu ausschlafen.

    Man müsste dann halt eine Betreuung VOR Unterrichtsbeginn einrichten.

    Was ja dann wieder heißt, dass die Kinder früh raus müssen. Also unsinnig, dann kann man auch direkt mit dem Unterricht starten.

    Als Quereinsteiger hat man normalerweise eigentlich bei voller Stundenzahl ein Gehalt, von dem sich leben lässt. Oder ist das in Sachsen-Anhalt anders? Am Rande, ich hatte schon Quereinsteigerkolleginnen und -kollegen, die noch einen Nebenjob hatten, einfach um den Kontakt in die alte Berufswelt zu halten, sollte das Lehramt nix sein. Meine Empfehlung geht auch dahin als Quereinsteiger mit vielleicht der halben Stundenzahl einzusteigen und die Brücke zum alten Berufsleben nicht abreißen zu lassen. Selbst wenn man keinen Nebenjob hat, sollte man nur mit ca. 2/3 der Stundenzahl einsteigen und im Laufe des Berufslebens langsam steigern. Ich halte es mitnichten für eine Frage der Organisation, 26 bis 28 von jetzt auf gleich gewuppt zu bekommen. Als Quereinsteiger wird man ja auch selten an Schulen mit entspannter Personaldecke entsandt, plötzlich darf man sich als unmusikalischer Klotz noch mit Musikstunden für 1a und die 3b plagen und für Werken in der 4c hatte man auch noch niemanden. (Später erfährt man dann, dass niemand Werken in der 4c machen will und alle mit Kündigung drohten, sollte man dort eingesetzt werden.) In solche Strukturen muss man hineinwachsen.

    Und ich würde dringend davon abraten, Stunden zu reduzieren (wenn es nicht aus familienpolitischen Gründen geschieht). Als Lehrer muss man als erstes lernen, sich zu organisieren und zwar in der Stundenzahl, die einem wöchentlich zur Verfügung steht (+evtl. Vorarbeiten für Ferienzeiten, wobei ich tatsächlich kaum Ferien hatte, während meines Quereinstiegs).

    Beispiel vom BK: Ich erlebe immer wieder Leute, die Stunden für die Erzeugung eines Arbeitsblattes benötigen, das nur Lückentexte beinhaltet und in 15 Minuten ausgefüllt werden kann. Das ist unnötige Arbeit und lässt sich auch nicht für Vertretungsstunden oder ähnliches verwenden. Ertrag und Aufwand stehen in keinem Verhältnis.

    Auch die Suche nach dem perfekten Bild muss man nach 5-10 Min aufgeben, sonst verliert man sich.

    Ich rate dringend dazu: Volle Stelle und Pareto-Prinzip.

    Der Verdienst ist in NRW-Programmen ausreichend, um damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, aber es gibt natürlich auch BL, bei denen man ins normale Ref einsteigt. Das könnte natürlich etwas wenig sein, dürfte aber auch mit weniger Stundendeputat einhergehen, was einem Luft zu Nebenjobs lässt.

    Hast du eine genaue Quelle, mich interessieren die Stufen. Wann soll es für uns "Alte" so weit sein? Mich interessiert vor allem die Anrechnung für die Pension. Man muss ja (als Grundschulklehrerin) mindestens 2 Jahre A 13 bekommen, bevor es Grundlage für die Pension ist. Ich habe nur noch ein paar Jahre... Aber wahrscheinlich gibt es für uns sowieso Sonderregelungen.

    Gilt das nicht nur für die Tarifangestellten? Ich bin jedenfalls von A13 auf A14 in der Stufe geblieben.

    Ich habe gegen meine Rückstufung erfolgreich Widerspruch eingelegt. Ich wurde zunächst von 11/4 in 13/3 eingestuft. Da sich meine Tätigkeit ja nicht geändert hat, sondern nur der Sachgrund für E11 weggefallen ist, wurde dem stattgegeben. Allerdings nur durch die Vorweggewährung von Stufen. Ich hab auch kurz überlegt, ob hier ein weiterer Widerspruch Sinn ergibt, hab es aber dann nicht gemacht, da ich auf die Verbeamtung gepokert habe. Hat dann auch geklappt.

    Ehrlich gesagt finde ich die Rückstufung in diesem Fall eine Unverschämtheit! Als würde sich die Berufserfahrung plötzlich in Luft auflösen. Neue Verantwortungsbereiche hat man auch nicht. Also womit ist hier die Rückstufung begründet, wenn keine Beförderung im klassischen Sinne vorliegt?

    ich finde, gerade das Unterrichtsgespräch ist wirklich eine Höchstschwierigkeit. je diffuser oder offener die Frage, desto größere Schwierigkeiten in der Auswertung. ich kann auch nur dazu raten, immer vorher die Fragen aufzuschreiben und selbst auszuprobieren, welche Antworten Du geben würdest. wenn es nicht die sind, die Du hören willst, dann ändere die Frage/ den Impuls ab. Die Komplexitiät des Ganzen wird hier ein bisschen deutlich: Gesprächsführung (rlp.de) Für mich hat es sich bewährt, die Anforderungsbereiche hintereinander abzuklappern; so kann jedeR was beitragen und die schwächeren SuS haben zumindest eine Chance im AFB3 mitzudenken. dieses Vorgehen hat zudem den Vorteil, dass die Beiträge schon irgendwie geordnet ankommen.

    Das wollte ich auch gerade vorschlagen. Oft bemerkt man dann an der Fragestellung schon Stolpersteine.

    Ich hatte Probleme mit unklaren Aussagen. Ich habe mir daher meine Formulierungen vorher notiert. Im Grunde habe ich das zu erwartende Unterrichtsgespräch und den Verlauf aufgeschrieben und währenddessen fallen einem Dinge auf, die die Schülerschaft nicht sagen kann, weil die Frage dafür falsch gestellt wurde.

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