Entweder soll die Frau Vollzeit arbeiten oder die Care-Arbeit (bei Teilzeit?) gleichberechtigt aufteilen?
Ja! Beide arbeiten zB 25 Std oder 30 oder was auch immer. Warum steckt der eine immer mehr zurück als der andere?
Bei uns bleibt derjenige zuhause (krankes Kind etc) oder nimmt Termine wahr, die Kinder betreffen, der beruflich grad abkömmlich ist. Das sind wir beide zu gleichen Teilen, da wir beide Vollzeit arbeiten. Ist doch auch möglich, dass beide 10 Std weniger arbeiten anstatt einer 20 Std weniger. Ich verstehe nicht, wieso das nicht geht. in der IG Metall wären das zB nur 5 Std weniger. Muss doch gehen, wenn man will (!).
Aber ich wiederhole mich: Soll jeder machen wie er/sie will. Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Ich hätte nur ein Problem damit, wenn es ein Modell wäre, dass mich in großem Maße benachteiligt (Geld, Rente, Karriere). Das wäre nichts für mich. Andere können das gern machen, dürfen sich nur nachher nicht beklagen, wenn sie nicht anderweitig vorgesorgt haben.
Ich bin in einer Gruppe für Frauen. Dort geht es um finanzielle Unabhängigkeit. Die Geschichten, die man da von den Frauen liest, die sich immer um Kind und Haushalt gekümmert haben und deren Mann plötzlich in die Midlife-Krisis kommt, sind richtig fies. Im Schnitt liest man alle 2 Tage eine neue Geschichte, da >130.000 Mitglieder, immer zum Nachteil von Frauen.