Beiträge von Sissymaus

    Ich habe einen Azubi aus einem Betrieb der Waffen herstellt. Schönes Thema für den Maschinenbau/Reli-Kollegen.

    Wirtschaft ebenso: Nicht alles, was Profit bringt, ist auch ethisch/christlich vertretbar.

    Ich stelle fest: Du vermutest und denkst Dir vieles, weißt aber wenig.

    Also, Du verallgemeinerst Deine aktuelle Welt ganz schön. Es gibt in jedem Prüfungsausschuss Graupen. Es gibt Prüflinge, die wenig lernen. Es gibt Betriebe, die wenig beibringen. Kenne ich alles. Du musst mich da nicht belehren. Deswegen stellt man doch nicht das System Berufskolleg in Frage, ohne es zu kennen.

    Nennt sich Umnschulung. Geht 1 1/2 Jahre. Theorie/Fachwissen-Teil beim Umschulungsträger. Praxis im Praktikum. Durchfallquote bei uns in diesem Sommer deutlich über 50%. Warum?

    Falsche Beratung durch die Arge (Ungeeigneter Azubi, müsste eigentlich was praktisches machen, geht aber gesundheitlich nicht). Betrieb macht es, um eine billige Arbeitskraft zu bekommen. Auf Besuch des Unterrichts wird verzichtet wegen des Alters. Usw.

    Ich meine hier nicht einmal fachliche Inhalte. Ich meine organisatorisches! Die BS-Lehrer sitzen im Prüfungsausschuss der Kammern, richtig?

    Und deswegen sind die Lehrer (die übrigens als Lehrer nicht in Funktion des PA im Unterricht sitzen) diejenigen, die sie über das organisatorische aufklären sollen? Meinen Meinung nach sind das die Kammern. Schließlich stellen die ja auch die Prüfungen.

    Die Diskussion entwickelt sich hier zu sehr zum BK-bashing. Da diskutiere ich nicht mit jemandem drüber, der das System nur von außen kennt. Es krankt an vielen Ecken, aber nicht an denen, die Du hier vermeintlich ausmachst.

    m Zweifel über eine Lehrwerkstatt oder ähnlichem.

    Wenn Du glaubst, dass für alle 324 Berufe in D jeweils für fehlende Fachinhalte eine Kammer oder ein anderer Träger eine überbetrieblichen Lehrgang geschaffen hat, lebst Du leider im Wolkenkuckucksheim.

    Die BS in meinem Kammerbezirk macht auch eine hervorrangende Prüfungsvorbereitung. Eine andere ist da
    sehr, sehr unterirdisch und macht von ihrem "Recht" gebrauch.

    Die BKs sollen keine Prüfungsvorbereitung machen, sondern in eine ganz andere Richtung qualifizieren. Schade, dass Du es

    1. in dieser Variante, bei die BS eine Prüfungsvorbereitung macht, als besser empfindest und

    2. nicht erkennen kannst, dass die andere Berufsschule womöglich einen besseren Job machst, als Du denkst.

    Reine Prüfungsvorbereitung kann ich Dir auch liefern. Dann brauche ich aber keine 3,5 Jahre. Das schaffe ich in einem halben Jahr! Da dort nur Wissen reproduziert wird: Kein Problem für mich.

    Und für die Praxis ist ja dann der Betrieb zuständig.

    Sorry, so funktioniert die duale Ausbildung in D nicht. Zum Glück. Dieses System wird aus andern Ländern hoch angesehen.

    Sorry, das siehst Du falsch! Nur weil Du einen Azubi im Betrieb "unterrichtest", kannst Du noch lange nichts über die Arbeit am BK urteilen. Genau das nervt einen auch: jeder meint, einem den Beruf erklären zu können.

    Nur soviel: Es geht nicht um reine Fachinhalte! Da könnte man jeden ausgelernten Facharbeiter aus der Praxis nehmen. Die Arbeit in der Schule ist um Längen vielschichtiger, als Du es glaubst! Du kannst mir das abnehmen: Ich habe eine Ausbildung gemacht, danach FH-Studium absolviert und dann noch an der Uni studiert. Und erst das Ref hat mir fundiert das Praxiswissen für die Schule gebracht. Von dem ganzen drumherum mit Bezirksregierung und Ministerium fange ich mal besser gar nicht erst an.

    Und trotzdem: Natürlich muss das BK Fachinhalte auch liefern! Beispiel Industrie Metall: Da gibts einen Betrieb, der nichts anderes macht als an einer CNC-Fräsmaschine Teile für Windräder zu fertigen. Der Azubi wird aber als Industriemechaniker ausgebildet und muss weitaus mehr wissen, als den Umgang mit einer CNC-Fräse.

    Andere Beispiele kannst Du Dir selber für Deinen Beruf ausdenken oder auf jeden beliebigen Beruf abwandeln.

    Und bitte: Keine Arroganz gegenüber den Lehrer*innen am BK! Das nervt am meisten.Wer einen Beruf ergreifen möchte, muss die Anforderungen erfüllen. Und die sind in NRW: Master Ed. und Referendariat. Wer die Anforderungen nicht erfüllt, muss sie nachholen. Gottseidank ist das so! Die Schüler*innen haben ein Anrecht auf Unterricht durch Leute, die gut ausgebildet sind.

    Bei uns haben auch Leute eine A14 für Tätigkeiten, die andere ohne alles machen. Ist schon etwas ungerecht, da die SL das völlig eigenständig festlegen können.

    Blöd ist einfach, dass da nie mal Änderungen kommen, wenn sich zB Aufgabenbereiche ändern. Die Überprüfung der A14er liegt bei uns seit 2 Jahren auf der To Do Liste.

    Am BK in NRW ist der Stellenkegel anscheinend etwas besser. Wir haben 10+2 in der SL/erweiterte SL. Schüler ca 2500

    Ich komme dann nur immer auf gaaaanz dooofe Ideen. 2023. Sommer.

    OWL - Sauerland - Neckar - Bodensee - Königsee - Donau - Main-Donau-Kanal - Fulda - Leine-Heide-Radweg - Hamburg - Sylt - Flensburg - Kiel - Fehmarn - Wismar - Berlin - Brandenburg - Havelberg - Lauenburg - Wolfsburg - Hameln - OWL

    Und nein. Ihr wollt gar nicht wissen, wie viele Kilometer das sind. Ganz doofe Ideen halt. Gut dass die Schule wieder losgeht.

    Ach ja ... ich freue mich drauf. ;) Auf die Radtour 2023.

    Na, da kommst Du evtl bei mir vorbei. Ich lade Dich herzlich auf ein frisch gepressten Fahrradfahrer ein. Oder einen Kaffee. Oder Wasser. Oder was auch immer.

    Es gab neulich auch mal eine Studie zu dem Thema. Der Anteil echter Arbeitszeit ist erschreckend gering und liegt wohl tatsächlich weit unter 50%. Das liegt aber sicher nicht an (einzelnen) Menschen, sondern am System.

    Liegt auch an den 40 Std im Monat, die man auf der Arbeit verbringen muss, wenn man zB stempeln muss. Gibt ja genug Beispiele wo zB StartUps die Arbeitszeit auf 25 Std begrenzen und in dieser Zeit alle konzentriert arbeiten und so viel schaffen, wie vorher in 40 Std. Es ist eben auch utopisch zu glauben, dass jemand 8 Std am Tag konzentriert arbeiten kann.

    ja, positiv

    Dann ist ja alles klar.

    Du willst nicht, dass jemand aus deinem Umfeld krank wird.

    Du willst nicht selbst krank werden.

    Du willst nicht Deinen Ferienstart isoliert verbringen.

    3 wichtige Gründe für Dich, der "Freundin" zu sagen, dass sie gefälligst zuhause zu bleiben hat.

    Nächster Schritt: "Freundschaft" überprüfen.

    Tut mir so leid für Dich, dass Du in so eine Situation gebracht wirst :heul:

    Ich habe auch jemanden in der Verwandtschaft, der ausnahmslos alle möglichen privaten Sachen im Büro macht. Wir suchen nach einem schönen Ferienhaus. Zitat: "Das mache ich morgen im Büro, da habe ich Zeit für sowas"

    Ich verteidige da auch nichts, aber das ist die Realität. Und wie immer gilt: Das ist nicht zu pauschalisieren, kommt aber in nicht unerheblicher Anzahl vor. Manchmal fliegt man deswegen raus. Manchmal passiert nix. Manchmal wird das geduldet, weil eben alles andere stimmt. Hängt stark vom Unternehmen und der restlichen Arbeit ab.

    in die schaut keiner rein...jedenfalls nicht sonderlich oft

    Wenn die Schülerschaft kapiert, dass dort wichtige Mitteilungen erscheinen, dann werden sie auch reinschauen.

    In meinem Fall am BK: Wer nicht öfter mal bei Teams (gegen beliebiges Kommunikationsmittel austauschbar) reinschaut, sieht eben nicht, dass die erste Stunde ausfällt und steht dann eine Stunde eher vor der verschlossenen Tür. Das passiert nur einmal.

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