Diese Selbsteinteilung der Arbeitszeit, die yestoerty meint, ist ein Segen und ein Fluch zugleich.
Es verführt dazu, seine Arbeit zu minimieren. Junge Kolleg*innen arbeiten sich einen Wolf, haben wenig Routine, können nicht auf Unterlagen zurückgreifen, wollen auf Lebenszeit verbeamtet werden, danach eevtl. befördert werden etc. Sie sind oft über Gebühr belastet. Eigentlich müsste man in den ersten Berufsjahren weniger Deputat haben und sei es nur 2-3 Stunden weniger.
Dann gibt es das andere Extrem: Altgedienten Kolleg:innen haben oft erkannt, dass es keinen Cent mehr bringt, wenn man Zusatzaufgaben macht, auch wenn sie laut ADO zur Dienstpflicht gehören (Unterrichtsentwicklung, Didaktische Jahresplanung, Bildungsgangkonferenzen...). Sie haben daher ihre Arbeitszeit minimiert. Und das führt tatsächlich zu VZ-Kräften, die kaum mehr als ihre Unterrichtsstunden + maximal die Gesamt-Lehrerkonferenzen machen und alle Ferien komplett frei haben. Wir haben Bildungsgänge am BK, wo das problemlos funktioniert (Duales System). Da werden Klausuren extrem korrekturfreundlich und immer gleich konzipiert und im Unterricht korrigiert! Was faktisch bedeutet, dass man mit einer Vollzeit-Stelle kaum mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet und 13 Wochen frei hat.
Und es ist auch eine Typ-Sache: Für mich ist es ein Segen, da ich extrem effizient in meiner Unterrichtsvorbereitung und in allem drumherum bin. Ich erledige alles schnell und hab dann frei.Ich mache auch viel während der Arbeitsphasen meiner Schüler. Für andere, die sich in dem Suchen nach dem perfekten Bild im Internet verlieren, ist es dagegen ein Fluch.