Beiträge von Sissymaus

    Als eine, die grad Projekte in Industrie 4.0 durchführt, mische ich mich mal ein:

    Die Arbeitswelt verändert sich gerade schon. Miss Jones hat Recht: Alles, was automatisiert werden kann, wird bald von Maschinen ausgeführt. Dadurch gibt es weniger Arbeit für weniger Menschen. Das war doch schon immer so, seit der Industrialisierung.

    Wie es dann in der Arbeitswelt aussehen wird? Wir werden weniger arbeiten müssen, da wir die Arbeit auf mehr Schultern verteilen müssen. Wir werden viele hochqualifizierte Jobs haben, die die ganzen Technologien beherrschen. Diejenigen, die da kognitiv nicht mitkommen, muss man natürlich irgendwie "beschäftigen" und "bezahlen". Nicht ohne Grund wird daher über das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert.

    Ob man das gut findet, kann dann jeder selbst entscheiden.

    Wer einen interessanten Vortrag hören muss, wie sehr Deutschland schon abgehangen wurde und wie sich alles in den nächsten 10 Jahren verändern wird, schaut mal bei YouTube rein unter Jörg Heynkes. Er ist mir manchmal etwas too much, vor allem was die Zeitschiene angeht, in der das alles ablaufen soll, aber im Kern hat er mMn reale Zukunftsvisionen.

    https://youtu.be/5B1IJqK7_S0


    Ist aber OT und sollte evtl in einen separaten Thread.

    Das ist echt eine Merkwürdigkeit in NRW. In Hessen gibt es so ein geschissen nicht. Da gibt es Metalltechnik und darunter ist alles subsummiert.

    In der Unterrichtspraxis ist das in NRW auch so. Bei der Einstellung sind die manchmal pinselig.

    Hängt von der Not ab. Ich habe mich auch auf Fahrzeugtechnik beworben und die Stelle bekommen. Bin aber Maschinenbauerin. Und arbeite heute auch nicht in der FZT.

    Ne. Also Dein erstes Fach wird aus dem Studienfach abgeleitet. In Deinem Fall also Maschinentechnik. Deswegen wirst Du da auch nur Chancen am BK haben.

    Das zweite Fach leitet sich aus Deinen weiteren Studienleistungen ab. Mathematik geht, aber dazu musst Du dann auch mathematische Leistungen aufschreiben. Nur weil in "Produktentwicklung" gerechnet wird, kannst Du da keine Mathematik als Unterrichtsfach ableiten. Dazu musst Du dann Mathe I, II, III und so weiter auflisten. Das muss dann mindestens 33SWS (? korrigiert mich, wenns nicht stimmt) ergeben, sonst wird's fürs 2. Fach düster.

    Du könntest als 2. Fach auch eine kleine berufliche Richtung wählen, falls das Deinen Studieninhalten entspricht. ZB Fertigungstechnik.

    Stimmt: Hanser hab ich auch mal welche bestellt für lau.

    Ich habe viele Schulbücher. Manche selbst angeschafft, viele aber auch aus der Schule.

    Ich nutze selten bis nie ganze Vorlagen, passt fast nie.

    Ich gestalte meine Arbeitsblätter und auch Aufgaben zum großen Teil selbst. Aktuell viel Arbeit, aber irgendwann profitiere ich auch davon.

    Ganz genau! So habe ich es auch gemacht.
    In diesem Jahr ist das erste Mal ein Buch für die ersten 2 Lehrjahre meines Berufes erschienen. Das kann ich in Teilen ab kommenden Schuljahr verwenden. Komplett geht es trotzdem nicht. Passt nicht zu meinem Unterrichtsstil.

    Ich habe natürlich auch Schulbücher, die Teile meiner Inhalte darstellen. Wirklich nur Teile. Die kann ich nehmen und abwandeln, allerdings nur für das erste Lehrjahr. Abwandeln ist deswegen nötig, da das Material nicht für den speziellen Beruf gedacht ist, sondern für einen anderen. Ich schätze, dass ich da ca 50% des Materials verwenden kann, allerdings nur den Lernträger. Die Aufgaben dazu müssen anders sein, passend zum Beruf.

    Ab dem 2. Lehrjahr musste ich mir wirklich alles neu ausdenken. Ich habe 2014 von einem Kollegen den Bildungsgang übernommen, der 2011 neu geordnet wurde. Der Kollege hatte jedoch sein Material einfach so weiter verwendet. Passte nur einfach nicht mehr zur Neuordnung. Ich war alleine im Bildungsgang, also musste ich das alles neu erstellen. Damit hab ich im Ref schon angefangen, denn da erwartet man in meinem Bereich selbst ausgedachte komplexe Lernsituationen.

    Seit ca 2017 hab ich alle Lehrjahre komplett. Das Material steht. Ich denke mir pro Halbjahr eine neue LS aus. Die bietet Stoff für ca 5 Wochen. Damit habe ich mittlerweile einen großen Pool an Material. Außerdem kam ein weiterer Kollege dazu, der Material erstellt.

    Verneigen musst du dich wirklich nicht. Aber viel Arbeit ist es natürlich. Gehört aber auch zum Job dazu.

    Ich kaufe übrigens nichts mehr. Am Anfang hab ich das auch gemacht. Mittlerweile hab ich verstanden, dass die Schule ein Budget für Bücher hat. Also kaufe ich die über die Schule. Dann hat Springer die Möglichkeit, dass man 2 Fachbücher im Jahr kostenlos bekommt, wenn man sie bewertet. Das nutze ich auch ganz gern. Die Inhalte müssen natürlich didaktisch aufbereitet und auf das Niveau runtergebrochen werden. Ansonsten recherchiere ich auch mal kurz im Internet. Finde ich nicht das richtige, muss ich es selbst zeichnen.

    Ich gebe Euch beiden ja absolut Recht mit: der Dienstherr muss Lehrer ausstatten (Schüler übrigens auch! Schulbücher werden ja auch gestellt, bis auf einen Eigenanteil. Aber das ist ein anderes Thema).

    Aber womit ich Euch unrecht gebe: Die Förderschule hat nicht das Monopol auf heterogene Schülerschaft. Kommt mal ans BK, da sitzen Gymnasialabbrecher neben Schülern mit FöSchwerpunkt Geistige Entwicklung.

    Im dualen System genauso: Innerhalb einer Berufsschulklasse findet man Schüler*innen, die gleichzeitig ein duales Studium absolvieren und den Schüler mit Lernbehinderung.

    Material gibts da auch nicht. Ich zeichne teilweise ganze Getriebe selbst, weil der Schulbuchmarkt das nicht hergibt, was ich vermitteln will. Also: Materialerstellung ist wirklich kein alleinstellungsmerkmal der Förderschulen. Ich gebe dahingehend @Wollsocken80 recht: Das gehört zu meinem Job. Und kann natürlich immer wiederverwendet werden, genauso wie Basteleien aus Tonpapier.

    Die Dienstaufsichtsbeschwerde würde an mir abperlen wie Wasser an Entenfedern. Die geht doch nie durch. Bzw da werden hübsch Gerüchte verbreitet. Und die merkwürdige Angst vor der SL finde ich ja spooky.

    Wie ich mir meine persönliche Arbeitszeit in der Corona-Zeit einteile, geht den SL erstmal gar nichts an. Ich arbeite wie Kiggie auch gerne außerhalb von Stoßzeiten. Also: what shalls wo er tagsüber so abhängt?

    Dein Vater lässt sich ganz schön gängeln. Was soll ihm denn passieren? Entfernung aus dem Dienst? Nach vielen Jahren Beamter im Landesdienst? Na sicha!

    Das handschriftlich ergänzte Datum hab ich schon oft auf solchen Schreiben gesehen. Wahrscheinlich wird das gedruckt und dann Herrn Richter zur Unterschrift vorgelegt. Und die Unterschrift kommt nicht immer taggleich drauf, so dass das dann ergänzt werden muss.

    Deine Eltern lassen sich zu viel von Ihren Schulleitungen gefallen. Keiner kann gezwungen werden, seine private Handynummer oder Mail-Adresse preiszugeben.

    Dafür hat er weniger Kinder in der Gruppe. Das war die Ansage des SL.

    Okay ist es trotzdem nicht.

    Evtl. ist es nicht nur "nicht okay", sondern rechtswidrig. Trotz Attest arbeiten zu gehen, würde mir im Leben nicht einfallen. Wieso macht Dein Vater das?

    Mal ein anderer Gedanke: Vielleicht teilt er auch Deine und die Panik Deiner Mutter nicht und sieht, dass die Ansteckungsgefahr in einigen Landkreisen einfach sehr gering ist. Vielleicht macht er sich auch überhaupt keine Sorgen vor einem schweren Verlauf. Und vielleicht empfindet er das Einmischen von Dir und Deiner Mutter als übergriffig und unternimmt deshalb nichts.

    Also, ich bin mir da sehr unschlüssig, wie ich das handhaben soll/will: Ich habe die Klassen in A und B aufgeteilt. Jede Woche kommt eine andere Gruppe. Ich unterrichte die jeweils Anwesende. Was mache ich mit der anderen Hälfte? Die kann ich nicht auch noch zusätzlich per Teams etc unterrichten. Jeder, der das ordentlich macht, weiß, wieviel Arbeit das ist. Da ist Präsenzunterricht ein Fliegenschiss gegen.

    Außerdem frage ich mich, wie ich vermeide, dass ich Sachen in Gruppe A sage, die ich in B nicht erwähne, weil sie zB als Frage dort nicht aufgetaucht sind, aber vielleicht trotzdem wichtig wären? Lasse ich einen Schüler protokollieren?

    Wie macht ihr das? Bin grad ratlos.

    Liest du auch, was hier geschrieben wird?

    Wenn keine Zeit mehr für das elterngespräch ist, dann führst du es nicht und verschiebst es auf später. Natürlich sagst du das den Eltern auch und nennst einen neuen Termin.

    Glaubst du wirklich, dass du daraufhin versetzt wirst? :lach: Sorry, aber das kann nur ein Scherz sein.

    Davon abgesehen: wie lange dauern denn deine Gespräche so? Ist dein Tag ohne Unterricht so ausgefüllt, dass du keine 20 min für ein Telefonat übrig hast? Dann machst du was falsch.

    Kl'r das mit deiner Schulleitung.

    Da ist eher der Dienstherr am Zug. Meine SL ist sehr verantwortungsbewusst und plant uns in der Präsenz weniger ein als unserem Deputat entspricht. Aber da der Erlass/die Verordnung so offen formuliert wurde, geht sicher auch der anderen Weg: Volles Deputat vor Ort, zusätzlich noch Betreuung digitaler Angebote. Sich da zu wehren geht nur in einem geschlossen handelnden Kollegium. Und wie uns die Erfahrung zeigt, können SL in gespaltenen Kollegien oft machen was sie wollen und tun es dann auch. Da werden die Kollegien an der Front zu wenig geschützt.

    Sicherlich nicht :uebel: Ich empfange meine Anweisungen von der SL, wann ich wieder zur Schule muss. Das entscheidet dann wohl Herr Lügschet... äh Laschet. Aber davon bekomme ich ja nichts mit.

    Abschlussklassen schon, aber die bekommen keine Arbeiten mehr zurück - jedenfalls nicht von mir. Inzwischen auch andere Klassen wieder. Aber das der nächste Shutdown kann ja kommen. Die Eltern bereiten sich sicherlich darauf vor. Es geht mir um ein Gesetz, wonach ich mich richten muss. Es herrscht hier Krieg zwischen den Eltern und Lehrern. Ich möchte nichts falsch machen, dann würde ich ja meinen Job verlieren oder zwangsversetzt, etc. Wenn ich jetzt ein Gesetz finde, wo drinsteht: Klassenarbeiten muss man per Brief verschicken, dann tue ich das. Finde ich ein Gesetz, indem steht, Klassenarbeiten muss man nicht verschicken. Dann tue ich das nicht. Aber so ganz einfach und direkt ist das ja nirgends notiert. Mir scheint es manchmal, als wenn die Regierung diesen Fall gar nicht geplant hätte. Aber dann gibt es doch Auffanggesetze, die dann globaler formuliert sind. Irgendwo nach wird sich ja der Richter dann orientieren. Wonach, das ist die Frage.

    Ach Gott. Hier noch so ein Thread.

    Du solltest schon mitbekommen, was der Herr Laschet so entscheidet. Betrifft Dich nämlich direkt. Meistens führt das Frau Gebauer dann noch etwas genauer aus. Alles zum nachlesen (es ist Deine Dienstpflicht, Dich über geltende Gesetze, Verordnungen und Erlasse zu informieren) findest Du öffentlich auf den Seiten des Ministeriums. Müsste dann nur auch von Dir gelesen und verstanden werden.

    Gesetze möchtest Du haben für jeden Schiss? Dann ab mit Dir in die USA. Die haben reichlich Gesetze, die unsinnig sind. https://www.americandream.de/unsinnige-gesetze-aus-den-usa/ Sowas wie:

    • Piloten ist es in Arizona verboten, während des Fluges zu gurgeln.

    Ich bin froh, dass unsere Politiker das beschließen, was notwendig ist und nicht Sachen regeln, die wir durchaus selbst entscheiden müssen und wollen! Wir leben nicht im Polizeistaat! Und Du benimmst Dich wie ein Kleinkind, das alles reglementiert haben will. Gottseidank ist das nicht so.

    Keine Sorge, das ist schon passiert. Bis das auffällt, dauert das aber. Und bis dahin gab dann lockere 7 Wochen Eierschaukeln. Das dauert schon in der Präsenz lange, aber im HO noch länger.

    Um das Elend gleich zu verteilen, kann ich aber nicht das bißchen Lehrer, was noch da ist, in die Überlastung treiben. Wie gesagt: Der Rest der Arbeitswelt lässt auch nicht alle zuhause, weil sie hohen Blutdruck haben. Es wird schon viel getan, aber es kann doch nicht möglich sein, dass wir unter diesen Bedingungen (Hardware etc, Risikogruppen zuhause) noch 2 Jahre so weitermachen.

    Nun ja, ich habe leider Kollegen, die einmal ein Arbeitsblatt versendet haben und danach nichts mehr. Das willst Du ja wohl nicht Distanzunterricht nennen? Meine "Unterstellung" beruht auf persönlichen Erfahrungen. Sie ist daher anekdotisch zu sehen, aber sicher kein Einzelfall!

    Auch bei uns werden besondere Maßnahmen ergriffen, wie Abstandsregeln, kleine Gruppen, Schüler bleiben im Raum in der Pause etc. Ich komme keinem Schüler näher als 2 Meter, wenn ich es nicht will. In der freien Wirtschaft sind auch nicht alle Risikogruppen zuhause. Das kann sich kein Arbeitgeber leisten! Selbstständige mit kleinen Läden wie Friseurinnen schon mal gar nicht. Und HO ist nun mal nicht in allen Berufen möglich.

    Richtig! Gut ausgebildeter Nachwuchs ist aber auch eine Investition in die Zukunft. Damit waren wir mal Vorreiter. Der Zustand unserer Schulen zeigt ein anderes Bild. Dass sowas Geld kostet, dürfte klar sein. Was wir aber grad an Summen für die TUI raushauen, die dann trotzdem Leute rausschmeißen, ist für mich ein Unding!

    Dass Kollegen sich auf was einlassen müssen: Ja. Isso. Ist bei jedem Arbeitgeber so. Leider muss ich in der Behörde einen Windows-PC nehmen, obwohl ich das nicht will. Da ist übrigens die Ausstattung von abgeordneten Lehrkräften fürs HO auch kein Problem, wenn sie so viel abgeordnet sind, dass sie rechnerisch zur Behörde gehören. Ist man nur so ein paar Stündchen da, verfährt man wie mit allen anderen Lehrkräften.

    Stichwort freie Wirtschaft: Es ist jedoch auch nicht so, dass plötzlich alle, die im HO sind, eine Hardware bekommen haben. So viele Laptops auf einmal waren nicht beschaffbar. Auch da wurde gesagt: HO ja, aber Hardware musst Du stellen. Habe ich im Freundeskreis erlebt. Nur die Führungspositionen haben das in der Regel bekommen bzw. Schon gehabt. Von denen erwartet man ja ohnehin eine Selbstausbeutung weit über die gesetzlichen Arbeitszeiten hinaus.

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