Beiträge von Sissymaus

    Eine Gruppe beginnt, die anderen ergänzen nur noch. Gefahr: Alle anderen Gruppen sagen: haben wir auch so. Hängt stark von der Leistungsfähigkeit und von der Motivation der Klasse ab.

    Moderation: Wenn Deine SuS es können, lass die einen aus der Schülergruppe moderieren. Meine besten Stunden waren die, in denen ich nahezu nichts gemacht habe (obwohl mir das komisch vorkam).

    Ich muss weder was abwehren noch was diskutieren. Ich suche einfach 1 oder 2 Ziele aus, die mir passen. Fertig. Reisen planen macht mir sogar Spaß.

    Meine Kollegen planen njcht für mich und suchen auch njchts aus für mich. Mit meinem Co stimme ich mich ab.

    Ist bei mir genauso. Ich plane nur noch nicht mal: das machen die SuS. Auch das Geld eintreiben machen sie. Und ich unterschreibe erst, wenn das Geld zusammen ist (wir buchen meist bei einem Reiseveranstalter). gab noch nie Probleme.

    Nein, dafür nicht. Nur für die Belastungen, die er anderen für seinen Spaß aufbürdet. Dazu gehört dann auch die Verschiebung von Maßstäben, die hier im Thread schon erwähnt wurde, den Angesprochenen aber trotz Hinweis nicht auffällt. Klassenfahrten übers Wochende, Flugreisen nach Barcelona oder Malta dürfen es schon sein. Das weckt Begehrlichkeiten. Da hat man im Zweifelsfall zu tun, um abzuwehren, dass die Ausnahme zur Selbstverständlichkiet wird. Ich mahne zur Vorsicht.
    Zwei Übernachtungen auf einer Zeltwiese mit Trocketoilette und Zähneputzen an der Quelle, spielt dann keine Rolle mehr. Das bringt zwar etwas für die Klassengemeinschaft und für die Persönlichkeitsentwicklung, riecht aber nicht genug nach dem Urlaub, in den die Parallelklasse in der Schulzeit fliegt. Da muss es schon eine große Stadt im Ausland oder irgendetwas mit Strand sein.

    Ich bürde keinem irgendetwas auf. Bei uns fährt keiner irgendwohin, wenn er/sie nicht will. Und: ich fahre auch gern als Tagesausflug mal in solche "Heime", wo dann Teambuildingspiele gemacht werden. zB 2 Gruppen müssen ein Floß bauen. Macht irre Spaß, ist nur ein Tagesausflug und die Klasse arbeitet nachher völlig selbstständig --> Frau Sissymaus muss nur ne ordentliche Aufgabe hinwerfen und kann die Füße hochlegen. Ähnlichen Effekt habe ich nach einer Klassenfahrt. Ich liebe die Stimmung nach solchen Fahrten, weil wirklich alles von alleine läuft und ich ein wesentlich besseres Leben habe.

    Und bzgl. der Unterkunft: Wir waren zuletzt immer in A&O-Hotels. Einzelzimmer für die Lehrer. Da übernachte ich auch im Urlaub. Völlig ok.

    Krank nach einer Klassenfahrt: Ja, kann passieren. Aber davon ist man generell nicht geschützt: Mein Mann hat sich von einer Geschäftsreise nach Asien eine AB-resistente Lungenentzündung mitgebracht. Das war schon ein hartes Dingen. Er bekommt trotzdem nun nicht gesagt, dass er nie wieder nach Asien reisen muss. Gehört zum Job. Ansonsten ist er weg und jemand anderes macht ihn gern.

    Man hätte euch aber auch entsprechend für diesen aufgebrachten Aufwand angemessen bezahlen können, oder? Auch wenn ihr das Beste aus der Situation für euch gemacht habt...

    Ja, absolut! Sehe ich genauso. Werde ich aber nicht. Und in der freien Wirtschaft wird man auch nicht immer für alles bezahlt. Das Urteil zeigt deutlich (wie es auch bei meinem mann Praxis ist), dass man eine Dienstreise mit Anfahrtsweg 12 Stunden haben kann und nur 8 angerechnet bekommt. Ist Praxis in der Industrie (insbesondere im Mittelstand).

    Insgesamt ist die Situation unbefriedigend, da gebe ich Euch allen Recht. Trotzdem bin ich nicht der Typ für den Klageweg. Ich versuche mich mit den Umständen zu arrangieren. Und vieles mache ich auch gar nicht, weil ich nicht einsehe, immer draufzusatteln. Aber trotzdem arbeite ich gerne und versuche das Beste aus den Bedingungen zu machen. Am BK gehts mir ja auch vergleichsweise gut, wenn man uns mal mit den Grundschulen vergleicht.

    Übrigens nutzen mein Kollege und ich die Zeit für eine ausgiebige Bildungsgangkonferenz (wir sind im Fachunterricht nur zu zweit). Wir unterhalten uns über ganz viele Dinge, die sonst im Schulalltag keine Zeit haben und für die wir uns extra treffen müssten. Warum das ganze nicht nach Hamburg, Barcelona, Prag verlegen? Wir saßen dieses Jahr sehr entspannt an der Hamburger Alster und haben bei einem Kaffee ganz viele Sachen besprochen und für das nächste Schuljahr festgelegt.
    Wir hätten uns natürlich auch zuhause treffen können. So gefiel es mir aber besser :)

    Irgendwie wusste ich, dass ich dafür hier gesteinigt werde.
    Ich habe es erläutert: Ich fahre auch zu meinem Privatvergnügen, denn ich habe bisher Städte für lau gesehen, die ich noch nie besucht habe. Auch die Besichtigungen sind für mich eher ein Zugewinn als eine Last. An meiner Schule wird keiner gezwungen, ganz im Gegenteil. Die meisten fahren nicht. Einige machen Skifreizeiten, die auch von Freitag bis Freitag gehen. Das ist bei uns aber nicht als Zwang zu sehen. Es ist tatsächlich auch so, dass die Plätze für die Lehrer eher zu wenig als zu viel sind. Von keinem wird ERWARTET, dass er fährt und auch das Wochenende mitnimmt. Eher ist es so: Wer fährt dieses Jahr, darf ich auch mal?

    Ich fahre (wie schon betont), weil ich es gern mache und es eher als Zugewinn sehe. Wer das nicht will, fährt eben nicht. Keiner muss. Um eine europäische Stadt zu sehen, sollten es aber schon 4 Tage sein, die ich im dualen System nun mal nicht habe. Ich kann mir also aussuchen, ob ich gar nicht fahre oder mit einer geeigneten Klasse mir ebenfalls eine schöne Zeit mache. Ich fahre übrigens auch nur mit volljährigen Schülern.

    Nanu, das macht ihr aber ganz schön aus dem Handgelenk mit eurer Anordnung von Sonntagsarbeit.

    Das verstehst du falsch. Ich fahre grundsätzlich nur, wenn die Klasse (und mein kollege und ich) sich zu diesem Modus freiwillig bereiterklären. Schert einer aus, weil er sagt, ich will lieber am Wochenende mit meiner Freundin am See liegen, ist die Sache gestorben. Ich finde es legitim, wenn das jemand nicht will, aber dann gibt es eben keine Klassenfahrt. Deswegen gibt es nur wenige Klassen, mit denen ich gern fahren will und die bereit sind, Ihre Freizeit zu opfern. Schließlich opfere ich auch meine Freizeit.

    Die Herabstufung ist eigentlich aus folgendem Grund im Tarifvertrag verankert worden: Wenn man Höhergruppiert wird, erweitert sich normalerweise das Arbeitsfeld. Somit ist die Erfahrung nicht mehr so wie vor der Höhergruppierung. Nun ist hier aber eine andere Sachlage: Die Höhergruppierung hat keinerlei Einfluss auf das Arbeitsfeld und die Tätigkeit, sondern ist allein auf diesen Sonderfall (Beginn OBAS) zu begründen. Damit darf die Erfahrungsstufe nicht heruntergestuft werden.

    So habe ich damals argumentiert, als ich von 11/4 auf 13/3 gestuft wurde. Erfolgreich. Ich würde es in jedem Fall versuchen, denn verlieren hast Du nichts.

    Ich bin an eine andere Dienststelle teilweise abgeordnet. Da mein Weg zur Schule ca. 5 Minuten beträgt, ich dann aber an der Schule vorbeifahre und weitere 30 Min länger zur nächsten Dienststelle fahren muss, ist das natürlich für mich Dienstzeit. Ich habe also eine Stunde Fahrtzeit mehr, die ich als Dienstzeit berechne.

    Schön, dass das nun auch rechtlich geklärt ist, auch wenn ich es schon immer so gehandhabt habe.

    Klassenfahrten: Da wird's natürlich jetzt interessant. Auch wenn as Urteil nicht direkt Klassenfahrten genannt hat, ist der Dienstherr jetzt am Zug, einen Erlass oder ähnliches zu verfassen, wie mit den Überstunden umgegangen werden sollte. Am BK ist es zum Teil so, dass man über das Wochenende fährt, da die Schüler nur 2 Schultage haben. Da planen wir gern, dass wir zB Donnerstag losfahren und Sonntag zurückkommen. Das liegt also eindeutig außerhalb der normalen Dienstzeit. Ob wir das demnächst nicht mehr genehmigt bekommen?

    Ich fahre in dieser Konstellation übrigens nur mit ausgewählten Klassen, mit denen ich einen guten Draht habe. Bisher war ich in 8 Jahren 3 Mal weg. Jedesmal hat es mir viel Spaß gemacht und ich habe viel gesehen, also auch ein bißchen Privatvergnügen gehabt, auch wenn andere das hier anders sehen. Zudem hat man in solchen Klassen erfahrungsgemäß bessere Ergebnisse in den Abschlussprüfungen. Die Orga wird komplett von der Klasse übernommen und ich fahre mit einem Kollege, mit dem ich privat auch einen guten Draht habe. Für mich ist das also in Ordnung, wenn ich ein Wochenende opfere, aber wie gesagt: Da muss es mit der Klasse einfach passen.

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