Beiträge von Sissymaus

    Trotz allem weißt du nicht, ob du überhaupt eingestellt worden wärest. Genauso wie jemand, der darauf setzt, dass er auf jeden Fall eine Stelle im quereinstieg findet und daher kein Lehramt studiert. Ds ist nämlich eine Menge richtiges Timing im Spiel.

    Würde man Refs einen Arbeitsplatz garantieren, müsste das Auswahlverfahren vorher durchlaufen werden. Somit würde nicht jeder einen Ref-Platz bekommen, sondern nur so viele, wie Planstellen da sind. Ob das besser ist, sei mal dahingestellt.

    Unterm Strich denke ich aber auch, dass die Lehrerausbildung dringend reformiert gehört. Aber das ist nicht das Problem der OBASler und ich hab auch keine Lust mir immer anzuhören, wie privilegiert ich war. Ich und meine Familie haben viel auf uns genommen, damit ich die fehlende Qualifikation aufholen kann und grundständigen Lehrern gleichgestellt bin.

    @plattyplus
    Das Thema hatten wir ja schon zig Mal, aber ich kann das so nicht einfach stehen lassen.
    In den allermeisten Fällen ist es doch so, dass die Stelle, die durch einen OBASler besetzt wurde, ansonsten NICHT besetzt worden wäre. Und in fast allen Fällen MUSS der grundständige Lehramtler dem Seiteneinsteiger vorgezogen werden. Warum das bei Dir mit einem Mangelfach nicht geklappt hat, kann ich nicht beurteilen. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es sich herumspricht, wenn man im Ref seiner Schulleiterin eine Klassenarbeit gezeigt hat, als sie sich zum Besuch angekündigt hat. SchulleiterInnen kennen sich in der Regel untereinander und das kam sicher nicht gut an. Ich tippe, dass Du im Ref nicht immer geschickt agiert hast und Du Dir dann die Chance auf eine feste Stelle teilweise selbst verbaut hast. Jedenfalls schließe ich das aus Deinen Schilderungen hier im Forum.
    Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck.

    Ich hab jedenfalls langsam über, Dein OBASler-Bashing zu lesen. Du hattest Pech, das ist nicht allen anderen anzukreiden, sondern könnte vielleicht auch an Dir gelegen haben. Das System OBAS ist ein Gutes, denn Schulen auf dem flachen Land bekommen nicht mal das Fach Deutsch besetzt, weil keiner da hin will. Wir haben davon schon stark profitiert und ohne diesen Erlass wäre die Lage weitaus prekärer. Wie willst Du den jemanden mit fester Stelle aus der freien Wirtschaft in den Schuldienst locken, wenn nicht mit annehmbarer Bezahlung und anschließender Arbeitsplatzgarantie?
    Ich habs ja auch schon oft erwähnt: Das Risiko ohne diese Vorteile durch OBAS wäre ich jedenfalls nie eingegangen mit meiner unbefristeten Stelle im ÖD.

    @Buntflieger In welchem BL machst Du nochmal das Ref?



    Da wurden Mini-Kleinigkeiten kritisiert (z.B. wenn ein Schüler mit dem Nachbarn getuschelt hat und man das nicht sofort disizipliniert/wahrgenommen hat) oder die Schrift an der Tafel nicht ganz nach Schönschrift aussah oder/und Folien mal nicht so gut lesbar waren oder oder oder...

    Leider muss ich Dir sagen, dass das keine Mini-Kleinigkeiten sind, denn unleserliche Schrift an der Tafel und auf einer Folie sowie tuschelnde SuS können den Unterricht sprengen. Deswegen ist es zu Recht angebracht, diese "Kleinigkeiten" anzusprechen. Würde ich als Mentorin ebenso machen. Wie würdest Du im Seminar reagieren. wenn ein Fachleiter eine unleserliche Folie auflegt?

    Ansonsten tut es mir natürlich leid, dass Du so an der Situation leidest. Ich habe auch damals unter diesem Druck gelitten. Als Seiteneinsteigern hatte ich zudem auch noch ein großes Programm "nebenher" (beruflich und privat). Trotzdem möchte ich die Zeit nicht missen. Ich habe mich gezwungen (nur für mich), meine Stunden Seminar/UB-tauglich zu halten. Das hat mir im Nachhinein wirklich viel gebracht. Nur die UBs in dem Stil zu halten, hätte mich in der Prüfung umgeschmissen. Ich brauchte die Übung. Mit knapp 40 ist man nicht mehr so lernfähig ;) Deswegen empfehle ich Dir, alle Stunden so zu planen (wenn auch nur stichwortartig auf dem Papier), als sollte es eine UB-Stunde sein. Also deutliche Phasierung, durchdachte Reihe, Materialien für SuS gut aufgearbeitet und vorbereitet. Das hilft. Glaub es mir.

    Wie lange hast Du noch?

    Wir finanzieren unserer Tochter das Wohnheimzimmer und den Lebensunterhalt (300€). Zudem bezahlen wir Versicherungen, eine BahnCard50, diverse Zug-Heimfahrten und den Semesterbeitrag. Alles, was sie sonst haben will, bezahlt sie selbst. Dafür jobbt sie nebenher. Einrichtung für das Zimmer kam größtenteils aus der Familie, die dann zB doppeltes Küchengeschirr abgegeben haben. Zudem gab Drucker, Staubsauger etc zu Weihnachten.
    Bafög bekommt sie nicht, dafür verdienen wir zuviel.

    Sie geht sehr verantwortungsvoll mit unserem Geld um. Dafür "verlange" ich ein ernsthaftes Studium. Sie war da schon immer sehr sparsam und geht gut mit dem Geld um. Mir ist es wichtig, dass sie nicht für Essen und Wohnen jobben muss, sondern eher jobbt, um zB erste berufliche Erfahrungen zu sammeln/Kontakte zu knüpfen und sich mal einen urlaub zu verdienen.

    Ich hätte es auch gern gesehen, wenn sie eine Ausbildung gemacht hätte (im technischen Bereich halte ich das für essenziell), aber man glaubt es kaum: trotz gutem Abi hat sie keine Stelle in dem Wunschberuf gefunden. Ich hab mir nur gedacht, dass die Firmen blöd sein müssen, denn sie ist sehr fleißig und zuverlässig, aber eben eher introvertiert und zurückhaltend. Begründungen waren zT absurd: Ihnen hat das Glänzen in den Augen gefehlt. Ich denke auch, dass das daher kam, dass sie das nie richtig wollte, sondern das eher auf meine Initiative versucht hat. Daher denke ich: Man kann den Kindern vieles raten, aber ihren Weg müssen sie alleine gehen (bezugnehmend auf den anderen Thread) und ich bin dazu verpflichtet, sie finanziell zu versorgen und das mache ich auch. Ich finde nicht, dass ich sie übermäßig verwöhne, wenn ich ihr grundsätzliche und lebensnotwendige Dinge bezahle! Ich zahle auch "nur" etwas mehr, als für den Kleinen an Kindergartengebühren fällig wurden. Da sehe ich eigentlich mein Geld im Studium besser "angelegt".

    Ich wurde von 11/4 auf 13/3 höhergruppiert. Habe erfolgreich mit Hilfe des Gesamtpersonalrates Widerspruch eingelegt. Damit bekam ich diese Vorweggewährung von Stufen. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob ich dagegen auch Einspruch eingelegt habe, weil das in meinen Augen heißen würde, dass ich länger auf Stufe 5 warten muss. Aber da ich 2 Jahre später verbeamtet wurde, hab ich es evtl nicht mehr gemacht. Ist schon eine Weile her.

    es Ist für mich einfach nicht nachvollziehbar. Sie sollen sich das Studium selbst finanzieren, womöglich unter widrigen Bedingungen studieren und bekommen zur Belohnung ein fettes Depot? Da würde ich anschließend fragen (wenn ich selbst gutes Geld verdiene) WARUM musste ich die ganze Zeit jobben und hatte kaum Freizeit und ihr gebt mir jetzt Geld, wo ich allein zurecht komme?

    Für mich wäre das ein Grund, meinen Eltern einen Vogel zu zeigen. Das Verhältnis wäre wahrscheinlich stark abgekühlt.
    Aber vielleicht wollt ihr später ja auch weniger Kontakt. Nicht, dass die Kinder noch Arbeit machen, wenn Sie sonntags zum Essen kommen, wo sie finanziell nichts mehr dazu beitragen.

    Ich muss jetzt aussteigen. Das regt mich nur auf und bringt sowieso nichts.

    Danke an meine Eltern, dass sie so nicht waren. :rose:

    Sind Deine Kinder schon im Ausland, in Ausbildung oder im Studium? Ansonsten berichte doch mal, wie es Deine Kinder dann tatsächlich machen. Ich stelle mir grad vor, wie Du Dein Kind ins Flugzeug setzt und zu einem Auslandsjahr zwingst, das aber gar nicht weg will. :( Edit: Deine Antwort oben kam später und klingt auch anders als: ein Auslandjahr ist Pflicht.

    Meine Eltern mussten sehr knapsen. Meine Großeltern konnten nichts zusteuern. Sie mussten sehr haushalten. zB haben wir in einer Wohnung ohne Kinderzimmer gelebt. Ich hatte das Schlafzimmer und meine Eltern eine Schlafcouch im Wohnzimmer. Nur war ich nicht mehr so klein, sondern schon ein Schulkind auf der weiterführenden Schule. Immer gab Geldsorgen, wenn die Waschmaschine kaputt ging oder so. Meine Mama hat tagelang geheult, weil in den Nachrichten von einer Erhöhung irgendwelcher Gebühren gesprochen wurde. Dann hätte es nicht mehr gereicht, es war alles bis auf die letzte Mark verplant.

    Das wollten sie für mich nicht. Sie haben mir das Studium finanziert, weil sie nachher durch ihr Studium gute Gehälter hatten und trotzdem bin ich nebenher arbeiten gegangen. Das war aber mein persönliches Ding und hat mir auch für das Studium genützt. Ich weiß nicht, wie ich es gefunden hätte, wenn sie gesagt hätten: Studium finanzieren wir Dir nicht. Mach ne Ausbildung und spare die ganze Kohle. Von uns darfst Du nichts erwarten. Wir hatten auch nichts.
    Und dann mit ihren guten Gehältern eine Sause gemacht hätten.
    Bäh!

    Du kannst Deinen Kindern doch nicht Deine Vorstellung eines Lebenslaufes aufzwingen? Ich komme grad aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus.
    Auslandsschuljahr ist Pflicht? Ausbildung ist zwingend? Wie genau zwingst Du sie dazu?

    Ist aber auch eine müßige Diskussion. Ich hab da völlig andere Vorstellungen von der Entwicklung meiner Kinder. Ein bißchen tun mir Deine leid, die wegen geld in die Welt gesetzt wurden und dann auch noch so zu funktionieren haben, wie Du Dir das vorstellst.

    Wenn Du aber so rational Deine Entscheidung für Kinder triffst, muss ich Dich aber noch was fragen: Du hast aber keine Kosten/Nutzen-Realtion aufgestellt, oder? Wir zahlen derzeit ca. 1000€ an Unterhaltskosten für Sohn in Betreuung und Tochter im Studium. Und Sohnemann hat zwischendurch uns mal 600€ Kindergartengebühren gekostet. Was nützen mir da die 70% Beihilfe und der Kinderzuschlag? Ist unterm Strich ein Minusgeschäft.

    Ich bin‘s nochmal: Ich stehe vor meinem Regal, habe schon ordentlich was herausgeholt, aber es steht da immer noch zu viel. Ich habe neben dem Lehrwerk, das wir im Unterricht benutzen, noch für jeden Jahrgang ca. 4 andere Bücher von anderen Verlagen stehen, mit dem Gedanken „Da sind ja auch gute Reihen oder Texte drin, brauchste vielleicht mal“. Wie geht oh damit um - geht ihr die Bücher durch, scannt die potenziell brauchbaren Reihen und dann weg damit? Auch aus den vergangenen Jahren mit den Pflichtlektüren habe ich massenhaft Material hier stehen, pro Leküre oder Thema bestimmt ein Stehsammler voll. Ich weiß nicht, ob ich das je mal wieder brauche. Höchstens vielleicht mal im Vergleich mit anderen Lektüren. Mich macht diese Wand wahnsinnig. Ich habe die ganzen Arbeitshefte oder dünneren Sachen schon in Stehsammler gepackt. Aber wie der Flut Herr werden?

    Buchrücken abschneiden und ab durch den Scanner jagen. Dann auf dem PC eine sinnvolle Ordnung überlegen und das Regal ist leer.

    Mache ich doch gar nicht! Ich vergleiche meine damals 9-jährige und meinen heute 9-jährigen. Und daraus interpoliere ich sein Verhalten, wenn er älter ist. Er wird niemals so viel machen wird wie sie es ohne Ansage gemacht hat! Also muss ich früh damit anfangen, ihn dazu zu erziehen oder glaubst Du, er wird fröhlich seinen eigenen Kram erledigen, wenn ich ihm mit 15 sage: Übrigens, das ist die Waschmaschine und die funktioniert so und so.

    Bin selbst keine grundständige Lehrerin, sondern Ingenieurin. Mann ist es auch. Habe eine große Tochter aus einer Beziehung in Studienzeiten. Und ein gemeinsames Kind mit meinem Mann, der sehr viel arbeitet. Die Ferien verbringe ich mit dem Kleinen und unternehme/reise mit ihm. Wie das wird, wenn er das nicht mehr will, weiß ich auch nicht. Davor graut es mir ein bißchen.

    Ich habe (für mich) auffällig viele Kolleginnen ohne Kinder. Die Kolleginnen mit denen ich mich treffe (derzeit ist ein Grüppchen von 4) haben alle keine Kinder. Das finde ich schon viel, dafür, dass wir mehr nicht sind in unserer Abteilung. Bei den Männern weiß ich es gar nicht so genau. Aber viele haben zuhause eine Vollzeit-Hausfrau, die ihnen alle Steinchen aus dem Weg räumt.

    Ich habe den ersten Auszug gerade hinter mir. bzw. es ist schon 2 Jahre her, dass meine Große für ein Jahr nach Australien ging. Ich weiß nicht, was ich ihr Spezielles beibringen hätte "beibringen" sollen. Ich sehe es eher so: Im Moment fragt sie mich, wenn Bestimmtes auftritt. Mini-Job-Verträge, Steuern einreichen etc. Hätte ich ihr das vorher erzählt, wäre das doch in ein Ohr rein und anschließend wieder raus gegangen. Sowas ist doch erst wichtig, wenn man es konkret benötigt.

    Putzen etc: Da sehe ich einen generellen Unterschied zwischen meinen beiden Kindern. Es kann daran liegen, dass es sich um Junge und Mädchen handelt, aber das kann man natürlich nicht verallgemeinern. Nur soviel: Die Große war und ist sehr selbstständig und macht vieles, was der Kleine nur unter mehrfacher Androhung erheblicher Konsequenzen macht. Das nervt mich sehr, denn ich arbeite viel, der Mann noch mehr und der 9-jähroge trägt seinen Teil überhaupt nicht dazu. Eher im Gegenteil: Wegen ihm hab ich die meiste Arbeit.

    Aber wie ich ihm das mal mit auf den Weg geben soll, weiß ich auch nicht. Im Moment bin ich einfach nur froh, dass er irgendwann mal sein Geschirr in die Spülmaschine räumt und nach dem Sport duscht. Auch wenn ich bis dahin schon reden musste, bis mir der Mund fusselig wird.

    Was es aber gar nicht gibt: Dass ich später noch die Wäsche wasche und ihm seinen Laden putze, wenn er ausgezogen ist und auch schon vorher nicht! Meine Große hat seit sie 13/14 ist ihre Klamotten selbst gewaschen und bügeln und zusammenlegen ist eine Gemeinschaftsarbeit am Sonntag Abend. Da macht auch der Kleine mit, auch wenn er versucht, sich absichtlich doof zu stellen. Ich habe nicht vor, den Kram für ihn zu machen, bis er auszieht.

    Eine weise Userin hier, die ich sehr schätze, schrieb vor Jahren einmal, dass sich Intelligenz eben auch bei der Berufswahl zeige.
    Somit sind wir doch ganz gut dabei, oder?

    nachdem ich mich in den ersten Jahren über blöde Kommentare geärgert habe, ist das jetzt auch immer meine Antwort. Ich freue mich dann über die Gesichter :) ich rechtfertige mich schon lange nicht mehr.

    Und bald ist auch wieder der Tag der richtigen Berufswahl. In NRW in genau einer Woche.

    Wir haben auch den teureren Handwerker genommen, der eine Strasse weiter sein Geschäft hat. Hat mir leider außer Ärger und kaputten Fenstern auch nichts gebracht.
    Leider hatte ich mich dahingehend auch noch meinem Mann gegenüber durchgesetzt (komm, wir nehmen den. Dann wissen wir wenigstens, dass es gut gemacht wird,. Der ist hier nebenan. usw usw.).

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