Beiträge von Sissymaus

    Hm - wirklich dafür oder nicht doch eher für sein sechsstelliges (vermute ich jetzt mal) Gehalt?

    Natürlich wird nicht wegen einer Weihnachtsfeier jemand von einem Tag auf den anderen nach China geschickt. Natürlich eher wegen seines Gehaltes (das übrigens noch lange nicht sechsstellig ist! Mittelstand auf dem Land! Deswegen rege ich mich über diese Vergleiche auch gern auf, denn das ist sicher nicht die Regel. Mein Vater als Geschäftsführer hatte am Ende 6-stellig und eine Tantieme, die über meinem Jahresgehalt lag. Leider war er aber auch schnell draußen, als er mal mit seinem Chef Probleme hatte.)

    Ich meinte eher, dass es viele Nachteile in der freien Wirtschaft gibt, da wiegt der eine Vorteil (Weihnachtsfeier) eben nicht auf. Ich jedenfalls verzichte gern auf die olle Weihnachtsfeier und nehme meine Vorteile im Lehrer-Dasein ;)

    Aber Sissymaus, es ist doch allgemein bekannt, dass viele (Gewis) bzw. fast alle (Wiwis) bzw. alle (Nawis außer Bio) Lehrer für ihren Job - den sie aus rein altruistischen Motiven ausüben - einen (Chemiker: mehrere) lukrativen Posten in der Wirtschaft ausgeschlagen haben. Mit Dienstwagen (Chemiker: mit Chauffeur), jährlichem (Chemiker: monatlichem) Bonus und Weihnachtsfeier im Drei (Chemiker: vier)-Sterne-Restaurant.

    Stimmt Fossi! Ich vergaß! Ich Bekloppte bin ja tatsächlich den anderen Weg gegangen! Als Ingenieurin an die Schule. Ich doof ich! Dabei könnte ich mittlerweile im Geld schwimmen....

    Also ich habe meinen Kollegen bei der letzten zweitägigen Fortbildung die Stadtführung abends spendiert, einfach mal um mich zu bedanken. Finanziell war das aber auch tragbar ;)

    Ich hab meinen engsten Kollegen auch schon mal einen ausgegeben. Aber
    1. nicht allen, da teuer bei 130 Kollegen
    2. nicht, weil sie so toll arbeiten, sondern weil ich sie mag. Eher ein Freundschaftsdienst. Ich habe null Funktion in der Schule, daher sehe ich das eher als Freundschaft. Da gibt man auch mal einen aus.

    Ich kann das als Schulleiter oder Abteilungs/Bereichsleiter auch verstehen, wenn jemand sagt: Ihr arbeitet so toll, das klappt alles so gut, wir sind ein super Team, ich bekomme viel Lob von weiter oben, weil alles so gut klappt und dafür bedanke ich mich. Aber im Rahmen! Und ich erwarte das auch nicht von meinem Bereichsleiter! Macht er es: schön. Macht er es nicht: es ist für ihn auch nur ein Job!

    Leute, erstmal hatten wir das hier schon 1000 Mal und dann frage ich mich wirklich, ob ihr die paar Führungs- und Managerposten echt mit uns Lehrern vergleichen wollt! Mein Mann ist Betriebsleiter. Klar, er wird einmal im Jahr zur Weihnachtsfeier eingeladen. Dafür erwartet seine Firma aber auch maximal Flexibilität. Das reicht von: Ab morgen ab nach China fliegen bis zu: Probleme mit der Anlage. Heute arbeiten bis Ende offen = 24 Uhr und morgen ab 7 Uhr weiter.

    Außerdem arbeitet er im Sondermaschinenbau. Da arbeitet die ganze Firma 1-2 Jahre an EINEM Auftrag. Was passiert, wenn da nicht der nächste Auftrag direkt schon zeitlich passend da ist oder grad mal wieder irgendwo auf der Welt wirtschaftliche Probleme vorliegen? Zuerst gibts Kurzarbeit und dann werden die Leute rausgeschmissen. Weil sonst der ganze Laden pleite geht.

    Dieser Stress, die Unsicherheit und diese Flexibilität. Für einmal im Jahr frei essen und saufen? Nein Danke!

    Und was man alles so als Otto-NormalMensch in der freien Wirtschaft bekommt, kann ich auch aus eigener Erfahrung schildern: in meinem Ausbildungsbetrieb (Mittelstand, Familienunternehmen, Inhaber sitzt im gleichen Gebäude) gab es 17,50 DM für die Weihnachtsfeier pro Kopf. Die Abteilung durfte das ausgeben oder auszahlen. Und da waren auch einige Akademiker dabei, da Konstruktionsabteilung. Das Klima war mies, keiner hatte Bock auf gemeinsame Aktivitäten, also bekam jeder die Kohle so. In späteren Zeiten wurde auch das gestrichen. Und da ich jetzt oft Azubis in der Firma habe weiß ich: Daran hat sich nichts geändert. Und auch von Berichten meiner Schüler bekomme ich oft mit: Ja, es gibt manche Firmen, die machen noch eine Weihnachtsfeier, aber längst nicht alle und nicht alle völlig umsonst. Bildet doch mal die breite Akademikermasse ab und nicht immer die Leute, die wer weiß was für Posten haben! Das muss doch mal vergleichbar bleiben.

    naja... in der Wirtschaft ist sowas Standard. Hab genau das schon erlebt, Chef lädt die ganze Abteilung zum Nobelrestaurant ein. Der war zwar Abteilungsleiter, hatte aber sicher auch kein Millionengehalt.

    Lass mal die Kirche im Dorf: Die Rechnung wird später an höherer Stelle eingereicht und beglichen.


    Ich finde es unterirdisch, dass hier wirklich einige meinen, dass (egal ob Schule oder Industrie) die Vorgesetzten aus eigener Tasche den Mitarbeitern einen ausgeben sollen. Wir stellen unsere Arbeitsleistung zur Verfügung und bekommen dafür Geld. Ob das angemessen ist oder nicht, ist ein anderes Thema. Dafür möchte ich doch nicht, dass ein Schulleiter oder Abteilungsleiter (NICHT Inhaber der Firma oder so) mir von seinem Geld einen ausgibt und vor Dankbarkeit über mich uns meine Arbeitsleistung auf den Knien rutscht!

    Wenn du bereits eine abgeschlossene Ausbildung hast, empfehle ich dir, das Berufsschullehramt in Betracht zu ziehen. Welcher Bachelor an einer FH passt dazu? Das Studium kannst du in 3 Jahren schaffen. Anschließend an eine Uni. Dort müssen evtl noch Teile des Bachelors nachgeholt werden, aber das hält sich in Grenzen. Danach kannst du den Master ed. machen, das Ref absolvieren und bist dann voll ausgebildeter Lehrer.


    Alternative: Unis haben immer einige Plätze für Leute ohne Abitur und mit Berufserfahrung. Diese werden speziell ausgewählt. Da hast du bestimmt auch Chancen.

    Mich würde es schon ziemlich stören, dass ich bei einem Notebook-Kauf auf Windows-Basis zunächst erstmal wieder alles mögliche installieren müsste. Schon allein das würde mich abhalten....

    Wobei witzigerweise die meisten mir persönlich bekannten Mac-User Microsoft Word auf ihrem Mac benutzen.

    Ja! Unfreiwiiligerweise!
    Ich habe mein MacBook auch geschenkt bekommen. Ich wäre wirklich zu geizig gewesen. Leider hat mir das Mac Textverarbeitungsprogramm alle meine Arbeitsblätter durcheinander gehauen. Nach einem 3/4-Jahr hab ich dann aufgegeben, da ich meine erste Revisionslehrprobe hatte und meine toll formatierte Vorlage aus dem Examen nutzen wollte. Da hab ich dann office für mac gekauft. Und damit mehr Abstürze in einer Woche als mit dem Mac in 3 Jahren. Sagt für mich einiges aus.

    Microsoft hat es in frühen Jahren schlau angestellt, indem sie nie gegen Raubkopien von Windows und office vorgegangen sind. Nun sind wir alle abhängig davon.

    Ich habe mittlerweile komplett auf Mac umgestellt. Und würde nie mehr auf was anderes zugreifen.

    Für mich sind die Vorteile:
    - lange Akkulaufzeit meines MacBooks ohne nennenswertem Verlust nach 3 Jahren
    - nahezu kein Leistungsverlust auch nach 3 Jahren täglichem und vielem Arbeiten am MacBook
    - Störungsfreier Lauf aller Programme (außer Office für Mac ;))
    - gutes Zusammenspiel zwischen Programmen und Apps auf verschiedenen Geräten iPad/MacBook/iPhone
    - alle für mich notwendigen Programme sind bereits im Betriebssystem enthalten

    Die wichtigsten Vorteile sind für mich 1 und 2. Mein Acer Notebook war nach 3 Jahren wirklich "auf". Obwohl es kein schlechtes war. Trotz Neuinstallation und diversen optimierungs-Versuchen war das Ding nicht mehr zum Arbeiten zu gebrauchen. Und die Akkulaufzeit war nach 3 Jahren nicht mehr nennenswert vorhanden. Ohne Ladegerät bin ich nirgendwohin gegangen. Jetzt nehme ich das Ladegerät nie mit.

    :wink_1:

    Toll!!! Ich hab ehrlich noch keinen getroffen (wenn ich jetzt mal von den beruflichen Richtungen ausgehe, wie Metall/Holz/Bau/Elektrotechnik und was es da so gibt). Bei uns gibt es 4 grundständige Lehrer mit klassischem Lehramtsstudium. Alle ohne Ausbildung. Davon halte ich in dem Bereich nüscht!


    Sissymaus: Gerade im Berufsschulbereich würde ich noch am ehesten, aufgrund deiner berechtigten (!) Einwände, Zugeständnisse machen, auch wenn ich persönlich 80% deutlich zu viel finde. Man sollte guten Berufsschulabsolventen noch stärker als jetzt die Option des Berufsschullehramtes ans Herz legen, da es jetzt inzwischen auch mehr Studienmöglichkeiten in die Richtung gibt, die vor 10-20 Jahren noch nicht in dem Ausmaß bestanden. Wenn es jedoch um die anderen Lehrämter geht, finde ich die Stärkung des klassischen Ausbildungsweges jedoch wichtig, um Schmalspurpädagogen und damit Masse statt Klasse zu vermeiden. Natürlich macht ein Studium jemanden nicht automatisch zu einem guten Lehrer, da neben dem Fachwissen auch gewisse menschliche Fähigkeiten dazugehören, aber jemand, der bereits das gewisse Potential hat, kann durch ein Studium zu einem noch besseren Lehrer werden und das sollte im Sinne eines hohen Bildungsniveaus an unseren Schulen (nicht nur gefordert von unseren Schülern, sondern auch gefordert von ihren Lehrern) das Ziel sein.

    Dein Ernst? Ich muss Dir leider sagen: Ein Studium des Maschinenbaus ist sehr sehr umfangreich. Daneben noch ein anderes Fach und die Pädagogik zu studieren ist mMn kaum möglich. Da kann nur was auf der Strecke bleiben. Ähnlich sehe ich es bei anderen Richtungen, das kann ich aber natürlich nur laienhaft beurteilen. Ich halte es durchaus für sinnvoll, dass man in diesen Fächern das klassische fachwissenschaftliche Studium vorrangig macht und anschließend noch Pädagogik und Didaktik draufsattelt. Und das ist dann eben ein Quereinstieg.

    Und dass Du 80% zu viel findest, kann ja wohl nur ein Scherz sein. hast Du überhaupt jemals ein Berufskolleg besucht? Wie kannst Du das denn beurteilen? Ich kann wirklich sagen, dass die meisten meiner Kollegen einen besseren Weg gemacht haben als Schule - Uni - Schule! Davon halte ich nämlich wenig. Es kann nicht schaden, wenn man diese Bereiche mal verlassen hat. Sonst nehmen einen die Schüler nämlich nicht für voll!

    @Lehramtsstudent: im Grundsatz hast Du recht, aber das Berufsschullehramt besteht zu 80% aus Quereinsteigern. Und das ist auch gut so. Nichts ist schlimmer als ein Theoretiker, der noch nie eine Maschine gesehen hat oder eine Schweißnaht gesetzt hat und der den Jungs dann erzählen will, wie es funktioniert!
    Natürlich gibt es auch Lehrer, die nach einer Ausbildung dann Berufsschullehramt studieren, aber davon habe ich bisher noch keinen gesehen.

    Wollsocken hat recht: Keine Vorgaben zu haben ist auch durchaus reizvoll!

    Ich weiß, dass das eine schwierige Situation ist, aber glaube mir, man übersteht das. Und es ist wirklich an vielen Schule so, dass man einfach froh ist, dass irgendjemand irgendwas mit den Schülern macht, was sie ansatzweise weiterbringt. Dass das wirklich keine ideale Situation ist und es eigentlich anders laufen müsste, ist den jahrelangen Sparmaßnahmen geschuldet. Dafür können wir alle nichts, aber wir können das beste daraus machen, allerdings ohne uns aufzugeben.

    Lege niedrige Maßstäbe an. Steigern kannst Du Dich immer. Und schneller werden auch. Befasse Dich mit Ihnen, denn oft genug hat das in ihrer Schullaufbahn bisher niemand getan. Und hab Respekt vor ihnen. Sie mögen vielleicht bisher nicht viel geleistet oder geschafft haben, aber oftmals können sie gar nichts dafür und verdienen es, als normale Personen behandelt zu werden. Sie haben in jedem Fall ganz feine Antennen und merken es sofort, wenn man sie für blöd hält. Und geben das dann auch gerne zurück (würde ich auch so machen....)

    Ich hab schon Quereinsteiger mit einer Arroganz in diese Klassen gehen sehen, dass sie alles sind und die Schüler nichts sind. Das haben die schnell zu spüren bekommen, was die SuS davon halten. zu Recht.

    Viel Erfolg. Ich finde, Du hörst Dich positiv und engagiert an. Das solltest Du Dir bewahren, trotz aller Umstände.

    Wie sieht denn die voraussichtliche Note in dem anderen Fachseminar aus? (siehe mein Gedankenspiel oben)

    Und eigentlich müsste man der FL doch da einen Strick raus drehen können: Der Lehrplan ist ja nicht eine Soll- oder Vielleicht-Verordnung, sondern man muss sich daran halten. Und wer zur Hölle soll denn wissen, welche Themen ihr in dem Lehrplan fehlen? Das kann ein Ref doch auch gar nicht beurteilen, mangels Erfahrung! Refs müssen sich doch an den LP halten.

    Also an meinem Seminar hätte der Seminarleiter der guten Frau aufgezeigt, wo der Hammer hängt. Der war sehr stringent und hätte sowas niemals durchgehen lassen.

    Hat sie Protokolle der ganzen Nachbesprechungen der UBs?

    Ja dann: selbst schuld. Es wird doch möglich sein für eine überschaubare Anzahl von Monaten sich dementsprechend zu organisieren, wenn es um alles oder nichts geht.
    Davon unabhängig kann sie, wenn sie nicht zur UPP zugelassen wird, einen Antrag beim Seminarleiter stellen auf Wechsel eines, zweier oder aller Fachseminare.

    Genau: Nimm deine Familie und zieh für ein halbes Jahr an einen anderen Ort!
    Also manchmal....Keiner weiß doch, wie die Situation genau aussieht? Vielleicht ist ein kleines Kind da oder eine pflegebedürftige Mama. Hier geht es doch um was anderes: Eine FL bildet nicht aus, sondern diktiert den Referendaren ihren evtl falschen (da am Lehrplan vorbei!) Stil auf. Und das mit einer unmenschlichen Art und Weise. Wenn man immer den Weg des geringsten Widerstands gegangen wäre und unangenehmen Situationen vermieden hätte, dürften wir Frauen heute immer noch zu Hause sitzen und Wäsche waschen.

    Hier geht es darum: Wie kann sich ein Referendar bei anscheinend ungerechten Bewertung wehren? Welche Möglichkeiten hat er?

    Ich weiß es leider nicht, aber ein Gedankenspiel: Sie befürchtet, mit 5 vorbenotet zu werden. Kann passieren. Was ist mit dem anderen FL? Wenn die Ref (so wie Dein Eindruck ist) eigentlich guten Unterricht macht, kann die Note in dem anderen Fach doch gar nicht so schlecht ausfallen. Und selbst, wenn es nicht spitze ist: eine 3 müsste doch rauskommen. Heißt: Die beiden müssen sich auf 4 einigen. Oder sogar auf 3,5 (habe Noten gehen auch!).

    Damit wäre sie zugelassen. Die FL ist nicht mit in der Prüfung. Die Kommission kennt die Vornoten nicht und einem erfolgreichen Examen steht nichts im Wege.

    Ist jedoch das andere Fach ähnlich schlecht bewertet, liegt es nicht mehr alleine an der Fachleiterin.

    Die wenigsten Menschen bekommen Kinder aus rein emotionalen, sondern vor allem aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen. Sonst wären wir alle wohl schon längst ausgestorben.

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    Da spricht wieder der große Erfahrungsschatz.
    Etwas OT, aber Lehramtsstudent, mich würde soooo interessieren, ob Du Dich in Deinem Freundschaftskreis genauso gibst wie hier. Erzähl doch mal, wie Deine Mitstudenten so reagieren?

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