Beiträge von Sissymaus

    Hat jemand Erfahrungen mit dem Livescribe gemacht? Ich bereite mich gern schriftlich auf meinen Unterricht vor, finde es aber schade, dass ich dann meistens zu unorganisiert bin, um das Ergebnis digital zu archivieren. Deswegen wäre der Livescribe ideal für mich. Aber bevor ich so viel Geld ausgebe, interessiert mich ein Erfahrungsbericht.

    Gibts hier jemanden, der das nutzt?

    Mach das! Das ist eine tolle Sache! Vor allem am "Tag der richtigen Berufswahl" ;)

    Spass beiseite: Ich arbeite natürlich hauptsächlich, um Geld zu verdienen. Wenn dieses Übel nun mal sein muss, dann gerne in einem Job, der mir Spass macht. Und wenn Du aus der Wirtschaft kommst, wirst Du für einiges dankbar sein, für anderes nicht. Der Beruf hat, wie jeder andere auch, seine Schattenseiten. Es nervt mich zB unheimlich, dass ich mittlerweile in einigen anderen Ländern ins System schnuppern durfte und die das so viel besser hinbekommen, als wir. Es läuft da schon einiges schief. Aber in der freien Wirtschaft auch, durfte ich wieder kürzlich bei meinem Mann erleben. Und da überwiegen beim Lehrerberuf eindeutig die Vorteile, jedenfalls für mich.

    Das liegt an dir: du scheinst mit realistischen Vorstellungen den SE wagen zu wollen. Da gabs hier schon andere.

    Das was mimimaus schreibt, sehe ich genauso. Ich bin mittlerweile richtig angekommen. Der Unterricht geht mir so leicht von der Hand. Ich arbeite im IT-Fachbeirat mit, organisierte EU-Schulaustausche und mache noch einiges anderes. Das ist einfach toll und macht Spaß. Es hat bei mir einige Jahre gedauert, aber ich habe es niemals bereut.

    Danke, dererwin, dass du mal mit den Gehalts-Mythen aufräumst. Hier gibt's nämlich einige jammerer, die meinen, Lehrer ist der schlechtbezahlteste Job ever. Das kann ich für das BK nun wirklich nicht behaupten.

    Mein Mann ist auch Ingenieur. Er ist noch Diplomer. Da sieht es etwas besser aus. Aber trotzdem kann ich, insbesondere mit den Beamten-Vorteilen, noch gut mithalten.

    Das mit den Kernseminaren kann ich bestätigen. Da wurde uns deutlich gezeigt, wie man es im Unterricht am besten NICHT macht. Nie vorbereitet, blödes rumgelaber um nichts, thematisiert wurden die Farben, mit denen Plakate beschrieben werden *gähn*

    Fachseminare: gibt's auch gute und schlechte. Manchmal passt es einfach. Ich hatte eine ganz tolle. Den anderen konnte man vergessen.

    Insgesamt gilt: Mitnehmen, was gut für einen selber passt. Den Rest vergessen.

    An welches Seminar du kommst hängt vom Regierungsbezirk und vom Einstellungstermin ab. Beispiel Arnsberg: es gibt 2 BK-Seminare. Hagen und Dortmund. OBAS in do. startet am 1.11. In Hagen startet es am 1.5.

    Achja: Am NRW-BK gibts auch das berufliche Gymnasium, wenn Du Dich inhaltlich mal auf höherem Niveau bewegen willst. Ich bin für das kommende Schuljahr in den Leistungskurs Maschinenbau reingerutscht und freue mich schon sehr darauf. Wenn Du an sowas Interesse hast, müsstest Du allerdings nachschauen, denn das gibt es nicht an allen BKs, da der Bedarf nicht so groß ist.

    Also ich bin Ingenieurin und habe in NRW den Seiteneinstieg (OBAS) gemacht. Und ich darf sagen: noch nie habe ich so abwechslungsreich gearbeitet und ihm Rahmen der Vorgaben (Lehrplan, Stundenplan) auch so frei gearbeitet. Ich darf mir die Lernsituationen selbst ausdenken, darf Klausuren schreiben wie ich das für richtig halte, darf Projekte machen und die bewerten, mache Exkursionen in andere Firmen (SEEEEEHR lehrreich für alle!), arbeite im Prüfungsausschuss mit usw usf Könnte da noch einige Punkte mehr anführen.

    Der Seiteneinstieg war für mich ziemlich hart, aber im Nachhinein bin ich immer noch froh, dass ich es gemacht habe. Ich habe auch mal eine Weile meine Wochenstunden aufgeschrieben und muss sagen, dass ich mich wirklich nicht überarbeite (obwohl es mir manchmal so vorkommt, der Schul-Alltag ist doch manchmal sehr nervenaufreibend und anstrengend). Trotzdem ist mir niemals ein Arbeitstag langweilig vorgekommen. Ich gehe rein in die Schule und plötzlich sind 8 Stunden um und ich gehe heim. Niemals ist mir mein Schreibtischjob-Tag so schnell vorbeigedüst. Korrekturen hasse ich jedoch wie die Pest. Ich muss mich immer dazu zwingen. Aber das gehört nun mal dazu.

    Zu Deinen Fragen:
    - Soweit ich es erkennen kann, sind die Moeglichkeiten als Maschinenbauingenieur gar nicht mal schlecht in NRW. Ist die Entwicklung absehbar, ob der Bedarf auf diesem Niveau bleiben wird?
    Ja, die Möglichkeiten sind und bleiben sehr gut! Vor allem in ländlichen Bereichen! Vielleicht erzählst Du mal per PN, in welchem Regierungsbezirk Du wohnst, dann kann ich Dir evtl. sogar konkreter was sagen.

    - Ist es korrekt, dass die Faecherkombination Maschinenbautechnik und Fertigungstechnik moeglich ist? Ich habe sehr viele Veranstaltungen besucht, die sich auf beide Faecher aufteilen lassen. Bewertet meine Kombination und die zugehoerigen Veranstaltungen die Schule, bei der ich mich bewerbe oder wird meine Fachkombination irgendwo zentral bewertet?

    Ja, die gibt es. Liegt daran, dass Maschinentechnik ein so großes Feld darstellt, dass man (wenn man es ernsthaft unterrichten will), kaum Zeit für ein weiteres Fach hat. Und selbst mit einem vollen Maschbau-Studium wird es immer noch viele Bereiche geben, mit denen Du nie Berührung hattest und in die Du Dich eben einarbeiten musst (zB Steuerungstechnik, CNC, CAD etc).
    Die zweite Frage verstehe ich nicht ganz. Für das zweite Fach musst Du CPs nachweisen. Soweit ich weiß müssen für ein Fach 33 CPs nachgewiesen werden (müsste ich in OBAS-Verordnung nachlesen, aber das kannst Du ja auch tun ;). Also wäre es zB so: 1. Fach Maschinenbautechnik (abgeleitet aus Studienfach). 2. Fach Fertigungstechnik (leichter Nachweis der 33 CPs) oder auch Physik oder Mathe (je nachdem, was Du so alles belegt hast im Studium).

    - Und was mich natuerlich am meisten interessiert: Ich wuerde mich wahnsinnig ueber eure Erfahrungen freuen! Besonders wenn ihr selber Maschinenbauing seid: Ist die Arbeit erfuellend? Wuerdet ihr den selben Weg nochmal einschlagen? Wie zufrieden seid ihr?

    Siehe oben. Ich bin seeeeeeehr zufrieden und empfinde es am BK wirklich als stressfrei mit diesen Fächern (kaum Korrekturzeit, wenn man seine Klausuren geschickt anlegt!)

    Machen sie ja auch eher nicht. Nicht nie, aner eher nicht. Aber DB und Bewerbungsmappen werden verglichen. DB auf Richtigkeit geprüft. Es werden übrigens auch öfter mal welche an SL zurückgeschickt, mit der Weisug, die zu überarbeiten. Kommt öfter vor als man denkt.
    Der Punkt ist: die Sache mit dem "nach Gutdünken Stellen vergeben" und "mauscheln" ist deutlich schwieriger als man sich das so in der Lehrergerüchteküche denkt. Nicht unmöglich, aber es hängt doch an mehr Stellen und geht über diverse Hürden und da müssen schon viele Beteiligte - Personalrat, SL, Sachbearbeiter, Dezernent - böswillig zusammenarbeiten. Gibt es wohl auch, aber nicht flächendeckend. Was aber schon flächendeckend ist, ist die These, dass es immer an solchen Konstellationen lag, wenn einer eine Stelle nicht bekommt.
    Ich war ja nun bei einigen Auswahlen/Überprüfungsverfahren dabei. Und kann zum Thema Fremd/- und Selbstwahrnehmung mittlerweile einen Roman schreiben :)

    Deshalb halte ich es für kontraproduktiv, auch für einen selbst, sich mit diesen ggf. halbverschwörerischen Thesen nervlich aufzureiben und würde raten: wenn ich's wirklich wissen will, ob ich einer von diesen Einzelfällen bin, lege ich gegen meine DB Widerspruch ein und klage zur Not. Dann muss der SL endlos Stellungnahmen schreiben und ggf. haarklein vor Gericht erläutern, wie er dazu kommt.

    Es gibt, niederschwelliger, auch die Möglichkeit, sich - ggf. in Anwesenheit des PRs - die DB erläutern zu lassen und ganz konkret zu fragen, was exakt man machen muss um an die gewünschte Punktzahl zu kommen. Das protokollieren (lassen) und dann im Folgejahr genau so machen und (zumindest in Hessen möglich) um eine neue DB bitten. Die müssen auch auf Anfrage erstellt werden.

    Ja, sehe ich auch so. Deswegen mein Einwand, dass wahrscheinlich wirklich einer besser war. Ich denke auch, dass in den meisten Fällen wirklich ein geeigneter Kandidat befördert wird. Und wenn man mehrmals in Folge nicht berücksichtigt wird, ist eine Nachfrage sicher angebracht. Ich jedenfalls würde meine SL fragen, woran es denn liegt und was ich tun kann, um eine Funktionsstelle zu erhalten, wenn ich eine haben will. Denn ich gebe zu, dass ich da typisch Frau bin: Die Ursache erstmal bei mir suchen. Und dann erst bei den anderen.

    Trotzdem glaube ich: Sind 2 nahezu gleiche Kandidaten da und die SL kann persönlich mit dem einen besser, wird der auch die Beförderung erhalten. Benotung und Beurteilung ist nicht immer objektiv. Wissen wir alle.

    Verschwörungstheorien glaube ich aber trotzdem nie. Das Ref hat mir auch gezeigt, dass diejenigen, die schlechte Noten hatten, diese auch zu Recht hatten. Jedenfalls in den Fällen, die ich erlebt habe. Wie das bei Beförderungsstellen ist, weiß ich nicht. Da beschäftige ich mich erst seit kurzem mit.

    Aber kann ja sein, dass in NRW keine Sicherungsnetze da sind und SLen Beförderungen direkter vergeben können?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei uns A14-Stellen nur über die dienstliche Beurteilung der SL vergeben werden. bei A15 dagegen kommt der Dezernent vorbei.

    EDIT: Und es ist tatsächlich so, dass die ausgeschriebenen Aufgaben für bestimmte Personen ausgeschrieben werden. Somit kann es tatsächlich sein, dass derjenige ohne dieses Profil keine Chance hat, weil er die Voraussetzungen nicht mitbringt. Das Szenario, was der TE schildert, kann ich mir durchaus vorstellen. Erlebe ich an unserem BK oft. Aber ob das mit persönlichen Animositäten zu tun hat, weiß ich nicht / kann ich nicht beurteilen.

    an den TE: Was für Aufgaben übernimmst Du denn? Ich frage deshalb, weil wir einen Kollegen hatten, der sich um die Getränke im Kühlschrank des Lehrerzimmers gekümmert hat und dann beleidigt war, dass er jahrelang bei Beförderungen übergangen wurde.

    Angenommen es ist so- man kennt ja den Chef und die Kollegen und wer welche Rolle einnimmt. Was kann der TE dann tun? Warum sollte die SL den TE bei Beförderungen berücksichtigen, dann hat sie noch mehr mit ihm zu tun. "Wegloben" kann ich vielleicht jemanden, in dem ich ihn ans Studienseminar schicke aber nicht, in dem ich ihn in die Abteilungsleitung stecke oder mir auf dem nächsten Schulleitertreffen die Breitseite geben zu lassen. Immerhin ist der TE einer, der anstrengend sein kann. Oder vielleicht will der TE über kurz oder lang die SL-Position an der aktuellen Schule und die SL hat Ängste? Oder sie will ihm einfach nur eins auswischen und lehnt alle Anträge kategorisch ab, um zu nerven?

    Ich habe es so verstanden, dass die Konrektorenstelle an einer anderen Schule ist. Und da kann man den Bewerber wegloben. Mein Statement bezog sich daher nicht auf die vermeintlich ungerechte Beurteilung, sondern auf die Sorge, dass die SL mit Hilfe des Dezernenten die Bewerbung auf die Stelle blockieren kann.

    Naja, an den Regularien kann ich ja nun nichts ändern. Dass aber ein "schlecht" unterrichtender Kollege unbedingt besser in Verwaltungsaufgaben und besonders in Leitungsfunktionen ist ja auch nicht sicher. Woran soll man es also ausmachen? Und wie soll man testen, ob jemand in der Leitung/Verwaltungsfunktion besser aufgehoben ist?

    Wir haben aktuell eine Kollegin, die man weder in der einen noch in der anderen Ebene gebrauchen kann. Sie ist trotzdem da irgendwie gelandet. Es geht also auch mit schlechtem Unterricht. Es darf nur kein besserer Bewerber da sein.

    Besonders bewährt war früher ein sehr gut, gibts aber heute nicht mehr. Schau mal bei Tresselt. http://www.tresselt.de/dienstliche_beurteilung.htm

    Verwechselst Du da etwas? Was steht denn nun in Deiner Beurteilung?

    Meine persönliche Meinung: Es kann sein, dass die SL versucht, Dir das Leben "schwer" zu machen, aber warum sollte sie? Wenn sie Dich nicht mag, sollte sie doch froh sein, wenn Du weg bist. Bei uns war es jedenfalls schon mal so, dass ungeliebte Kollegen "weggelobt" wurden.

    Zum anderen kann es aber auch so sein: Dein UB war eine 2 und andere waren besser. Solls ja geben. Oft weiß man ja gar nicht, was andere alles so machen über ihre Unterrichtstätigkeit hinaus. Wenn dann noch ein gut strukturierter UB mit hohem Lernertrag dazukommt, hat der Andere bessere Karten.

    Es geht, aber es erfordert viel Organisation. Insbesondere, wenn die Kinder mal krank sind. Aber wenn Du da ein Netzwerk hast, dann geht das schon.

    Es geht m.E. auch bei Dir nicht darum, dass Du harte Arbeitswochen nicht gewohnt bist, sondern um die Belastungssituation. Ich empfand es als sehr stressig, ständig und immer beobachtet zu sein (habe mein Ref mit 38 gemacht und 1 Kleinkind und einem Pubertier). Nach über 10 Jahren in meinem alten Job war ich es nicht mehr gewohnt, ständig begutachtet zu werden. Aber alles andere ist Organisation und die Mithilfe der anderen. Wenn die alle wissen, was auf sie zu kommt, dann ran!

    Das sehen die Kommissionen dann schon selbst, dass zwar die Voraussetzungen noch nicht da sind, aber eben in Kürze erfüllt werden können. Heißt für die Schule: Der Mangel wird wenigstens teilweise schnell gedeckt
    Beispiel Berufskolleg:
    - Jahr 1: 18,5 Stunden --> Pädagogische Einführung
    - Jahr 2: 25,5 Stunden --> volle Stelle
    - Jahr 3 & 4 OBAS mit 19 Stunden
    - nach 4 Jahren 2. Staatsexamen und volle Stelle mit 5-10 Jahren verpflichtet an der Schule

    Heißt die Schule hat für mindestens 12 Jahre eine geeignete Lehrkraft in einem Mangelfach. Und wenn man einen Bewerber hat, der voraussichtlich nicht wechseln will, weil er zB nahe der Schule wohnt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er auch danach noch bleibt. WinWin-Situation!

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