Beiträge von Sissymaus

    Du solltest auch bei fehlender Berufserfahrung nach einer festen Stelle suchen. Denn Du kannst auch direkt an der Schule einsteigen und erst nach Erfüllung der Berufserfahrung in die OBAS gehen. Ich habe aktuell 2 an meiner Schule. Einer fängt im November mit OBAS an, ist aber schon über 2 Jahre an unserer Schule. Der andere hat grad keine Lust auf den Stress und bleibt zunächst Lehrer im Anstellungsverhältnis. Er ist unbefristet als Lehrer bei uns beschäftigt. Beide habe direkt nach dem Studium angefangen.

    Also: Nicht nur überbrücken, sondern im Grunde 2 Jahre lang schauen, bis die richtige Stelle da ist und dann "zuschlagen" bzw. immer wieder bewerben bei diversen Stellen. Im Ländlichen Bereich sieht das oft ganz gut aus, weil da die Absolventen aus der Großstadt (Studienort) keiner hin will. Für den Quereinstieg ist nämlich oft Glück erforderlich: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein/ die passende Stelle zu finden.

    Viel Erfolg!

    Muss mich auch anschließen. war mir zu zäh und langweilig, mich durch die ganzen Namen zu klicken. Als angehender Psychologe musst Du noch einiges über das Anlegen von Studien lernen, damit Du an aussagekräftige Antworten kommst.

    Sehr interessant, Zweisam!

    Kann nun auch noch jemand davon berichten, wie man VERHINDERN kann, dass jemand den SL-Posten besteigt? Das mit den gemeinsamen Versetzungsanträgen wäre ja vielleicht schon eine Möglichkeit. Ich habe nämlich Sorge, dass bei uns mit der Pensionierung unserer SL jemand auf die Stelle will. der jetzt schon gehörig Schaden anrichtet....

    Micky, schreib mir mal ne PN. Interessiert mich, was bei Dir abging/abgeht. Habe derzeit auch einige Storys....

    Ich kenne mich nur in NRW aus, aber da ist es so, dass die Leistungen an einer Uni erbracht worden sein müssen (auch der Master!). Wenn man den dann hat, leitet man aus dem Studium ein 2. Fach ab, das anteilsmäßig mit bestimmten SWS/Credit Points studiert wurde. Das ist in Maschinenbau oft Mathematik oder Fertigungstechnik. In E-Technik kann man die Mathematik sicher auch ableiten. Manchmal geht aber auch Informatik.

    Ist aus dem Hauptfach kein 2. Fach abzuleiten, kann auch durch Absolvieren von Modulen (ohne Studienabschluss) ein Fach abgeleitet werden. Eine Freundin hat SozPäd studiert und an der FernUni einige Kurse Mathematik belegt und hat nun die goldene Kombi SozPäd und Mathe am BK.

    Es liest sich bei Deinem Bericht so, als wäre das in NDS ähnlich. Aber vielleicht hat da noch jemand einschlägig Erfahrung.

    Work&Travel Australien schließt sich eigentlich aus: Meine Tochter ist aktuell da musste eine Kontoauszug vorweisen (3500 €), den dann aber keiner sehen wollte. Trotzdem hatte sie das Geld natürlich, da wir alle nicht wussten, ob und wie das nachgeprüft wurde. Visum kostete auch 400 Dollar = 300€, Flug mit erster Betreuung und Unterkunft und Regelung von Formalien wie Konto/Steuernummer etc in der ersten Woche 2000€. 30€ im Monat Krankenversicherung und und und. Läppert sich.Dabei ist noch nichts gegessen, nicht geschlafen und nicht gereist.So üppig bezahlt werden die Backpacker da auch nicht. Wenn sie wieder da ist (war dann 8 Monate), wird sie knapp 8000€ zusätzlich ausgegeben haben.

    EDIT: Das gilt anscheinend nur für berufliche Bildung, ich lasse es trotzdem drin. Vielleicht kann die Info ja auch noch jemand anderes gebrauchen.
    Ich würde also auch eher auf ERASMUS+ setzen und noch schnell nach GB, bevor das nicht mehr geht. Hier gibts Pool-Programme, die bereits genehmigt wurden und nun noch Teilnehmer suchen: https://www.machmehrausdeinerausbildung.de/dein-weg-ins-a…73fda9fa425e82c


    Oder eben während des Studiums ein Auslandssemester machen, das man sich dann auch über ERASMUS fördern lassen kann, die die Gebühren an den ausländischen Unis oft hoch sind.

    Ansonsten eben wie schon vorgeschlagen: Au Pair.

    Ich bin weiterhin bei cubanita und schantalle. Man kann Schüler wirklich mitziehen und begeistern, wenn man eine Beziehung zu Ihnen aufbaut. Und ich hatte eigentlich nur einen Lehrer, der mich so richtig begeistert hat (dessen Nachfolge ich nun auch angetreten habe) und der hat durch seine Persönlichkeit einfach alle Schüler mitgezogen und zum Arbeiten "gekriegt". Dabei hat auch er uns uns 2-3 Anekdoten aus seinen Urlaubsreisen erzählt und damit zu uns seine Beziehung über die Schule hinaus erweitert. Es mag noch an weiteren Rahmenbedingungen wie Klassengemeinschaft etc gelegen haben, aber wir haben alle an einem Strang gezogen. Er hat es geschafft, dass wir uns alle selbst angestrengt und zu Erfolg verholfen haben. Das hätte sicher nicht so funktioniert, wenn er strammen Schrittes rein gekommen wäre und uns mit Inhalten bombardiert hätte.

    Ich selbst stelle das auch immer wieder fest: Klassen, mit denen die Chemie einfach stimmt, da läuft es einfach. Und dann hat man auch mal Zeit für ein Pläuschchen oder ein paar private Worte. Das bringt insgesamt einen Schub und dadurch werden alle mitgezogen.

    Außerdem finde ich diese Schwarzseherei hier echt traurig. Der TE hat eigentlich nach Organisation und rechtlichen Rahmenbedingungen gefragt. Warum darf denn jemand diese Möglichkeit nicht mal ausschöpfen? Dass Reisen die Persönlichkeit bildet, ist jawohl unbestritten. Lasst ihn doch. Ich glaube, da gibt es wirklich schlechtere Lehrer, die unmotiviert und ohne den Schüler zu sehen ihren Stiefel durchziehen.

    Ich kann zwar nichts "sachliches" zum Thema betragen, aber ich finde die Idee interessant und verfolge gerne Deine Erfahrungen. Insgesamt klingst Du so, als wärst Du der Typ dafür und könntest diese Wechsel gut verkraften. Ich befürchte zwar auch, dass die Genehmigung zum Teil schwierig wird, aber wenn man vielleicht eine Schule gefunden hat, die sich darauf einrichten kann: Warum nicht? Schließlich profitiert auch die Schule davon, zB mit Kontakten zu anderen Schulen.

    Also, ich finde es gut, dass Du das so hier mal darstellst. Ich selbst habe es für mich auch mal festgehalten (möchte das aber nicht ganz so offenlegen, wie Du es tust). Und ich stelle fest: ich fühle mich sehr gestresst, dürfte es aber nicht sein, denn ich arbeite wirklich nicht zu viel. Also mehr als die "normalen" Beamtenwochen mit 42 Std hatte ich nie. eher liege ich drunter, obwohl ich in diesem Schuljahr wirklich viel "nebenher" mache. Und auch ich arbeite Vollzeit und bereite meinen Unterricht (so wie ich finde) gewissenhaft vor. Trotzdem stelle ich fest, dass ich nach den Jahren einen großen Fundus habe und vieles wirklich nur noch feintune. Ich muss auch sagen, dass ich in einigen Klassen Projekte mache, die auch so um die 20 Unterrichtsstunden dauern. Was für mich heißt, dass ich zwar als Ansprechpartnerin anwesend bin, aber nicht mehr so aktiv unterrichten muss, wie vielleicht in einem 1. Ausbildungsjahr. In dieser Zeit bleibt mir Raum für diverse andere Sachen. Und ich nutze jede Freistunde.

    Alles in allem zeigt mir die Aufzeichnung, dass die Anforderungen im Lehrerjob härter sein müssen. Ich fühle mich gestresster, als ich es war, wenn ich in meinem alten Job 50 Std gearbeitet habe. Und ich arbeite weniger als die Stunden, die ich eigentlich müsste.

    Interessant! Danke für den Anstoß! Und da Du ja auch am BK bist: Vielleicht ist in der SEK II auch einfach weniger: weniger drumherum.

    Ich bin auch am BK. Und komme nach nun 7 Jahren wirklich mit sehr viel weniger Unterrichtsvorbereitung aus.Eher ist es ein Optimieren von vorhandenen Unterrichtsmaterialien. Mittlerweile habe ich auch einige Zusatzaufgaben übernommen (z.B. einen Leistungskurs, 2 Bildungsgangleitungen, ERASMUS+-Projekte, Gründung einer Regionalkonferenz, IHK-Prüfungen usw usf.) In den ersten Jahren war ich wirklich bei den beschriebenen 60Std, allerdings war ich Quereinsteigerin und habe mich anfangs ziemlich schwer mit der Vorbereitung getan. Jetzt habe ich einiges an Sachen im Unterricht gemacht und die Vorbereitung minimiert. Korrekturzeiten sind da, aber damit lebt jeder Lehrer. Auch diese Zeit habe ich rationalisiert (Auswertung von Zeichnungen machen die Schüler und ansonsten wird viel gerechnet = schnelle Korrektur).

    Horrorstories kann ich also nicht berichten ;)

    Ich war auch 2 Jahre vor der Einschulung bei so einem Elternabend. Es geht darum, dass man Hinweise bekommt, was das Kind ungefähr "können" muss, wenn es in die Schule kommt. Also sowas wie: kein Problem bei Trennung von den Eltern usw. Es gab einen Katalog an Kriterien, die die Schulreife aufzeigen. So wie dieser hier: http://www.uni-magdeburg.de/didaktik/proje…lfaehigkeit.pdf

    Ich fand es hilfreich für mich. Es wurde in keinem Satz erwähnt, dass wir die Kinder trainieren oder vorbereiten sollen. Es war eine reine Informationsveranstaltung.

    Fachdidaktik ist sinnvoll. Gesunder Menschenverstand und in der Lage vor einer Gruppe zu stehen ebenfalls. Der Rest an Pädagogik war unnötig.


    Fachdidaktik drauf zu haben, ist natürlich enorm wichtig und gesunden Menschenverstand sollte jeder Berufszweig haben. Aber die Pädagogik ist für mich trotzdem nicht überflüssig. Die Kenntnis darüber macht mir das Lehrerleben um einiges leichter. Da bin ich schon froh, dass ich im Ref (nachdem ich bereits 2 Jahre ins Blaue unterrichtet habe), einiges dazugelernt habe.


    Puh, wenn das so ist, hätte ich mir ja den Master of Education sparen können.

    Nö. Es sei denn, Du hast Mathe oder irgendwas ähnlich seltenes studiert. Der SE ist nicht dafür da, dass man das Lehramt umgeht (obwohl im Maschinenbau mittlerweile genau das gemacht wird). SE ist dann möglich, wenn es keine oder zu wenige grundständige Lehramtler auf dem Markt gibt. Das ist nicht in allen Fächern und erst recht nicht zu allen Zeiten der Fall. Da gehört Glück und Timing dazu. Wir haben in den letzten Jahren ca 15 SEs eingestellt. Aber jetzt ist der Bedarf erstmal gedeckt. Und wenn in den nächsten Jahren keiner weggeht (Versetzung, Krankheit o.ä.) benötigen wir sicher keine neuen mehr. Das heißt, sogar in unserem Bereich Maschinenbau ist an unserer Schule erstmal Schluss für einige Jahre.

    Und wenn man Leute in wirtschaftlich guten Zeiten an die Schule locken will, klappt das nicht immer mit den normalen Bedingungen im Lehramt. Also muss man Anreize wie eine Stellengarantie schaffen. Ich hätte doch meinen unbefristete Job nicht aufgegeben für eine eventuelle Arbeitslosigkeit. Ich wüsste sowieso nicht, warum man Seiteneinsteiger ausbilden sollte, wenn man sie nachher nicht braucht. ?!?

    Danke für Deine Infos.
    Der Makerbot steht bei mir auch grad ganz oben auf der Liste, da ich einen Referendar habe, der im Studium damit gearbeitet hat. Die Uni hat davon 5 Stück seit Jahren im Einsatz und bestellt gerade neue. Kann also nicht ganz schlecht sein. Außerdem ist der Makerbot völlig autark und muss nicht erst ans Schulnetz angeschlossen werden oder so.


    Zitat

    Im BK habt ihr im Fräsbereich ja eh oft die Profigeräte zur Verfügung.

    Schön wärs Leider nicht. Die Praxis wird in NRW seit Jahren immer mehr abgespeckt. Aber wir haben eine kleine Tisch-Fräsmaschine von Stepcraft. Nur irgendwie waren erst alle euphorisch und jetzt kümmert sich keiner mehr drum. Es gibt es keinen sicheren Raum dafür und nun verstaubt sie im Büro des Stellvertreters. Schade.


    Ich habe einen Raum für meinen 3D-Drucker, da ich zusammen mit meinem Kollegen nahezu alleine diesen Raum nutze. Da sind wir mittlerweile gut ausgestattet.

    Budget? Naja, ich weiß es nicht, aber ich werde mal einen Drucker und 2 Druckköpfe sowie einiges an Material beantragen. Ich habe nur null Ahnung, wie ich die durchschnittlichen jährlichen Verbrauchskosten berechnen/veranschlagen soll.
    Da Du ja im privaten was machst: Hast Du da auch noch Tipps?

    Brauche mal euer Schwarmwissen. Hat jemand an der Schule einen 3D-Drucker in der Schule? Wenn ja, welchen und wie hoch sind die Verbrauchskosten? Und wie zufrieden seid ihr?

    Ich möchte einen Antrag stellen und würde gern Erfahrungswerte haben.

    Mache dir keinen Stress wegen möglich fehlender Pädagogikscheine von der Uni. Habe ich meinen Lebtag nicht gebraucht.

    Dein Ernst? Dann bist du vielleicht ein Naturtalent, hast genug bei Deinen eigenen Kindern gelernt oder hast nur Klassen, die bereits einfach begriffen haben, dass sie für sich selbst lernen und nicht für Dich.Klassische Anfängerfehler bei Refs/Seiteneinsteiger, die ich beobachtet habe (auch bei mir selbst!), basieren auf der fehlenden Kenntnis der pädagogischen Grundlagen. Und alle Threads, die hier von Problemen mit Schülern handeln, können mit einfachen Pädagogischen Regeln vermieden werden.

    Trotzdem will ich dem TE Mut machen: das kann man sich natürlich (als Akademiker, die wir ja nun alle hier sind) schon gut selbst draufschaffen. Wer da an einem Gymnasium (insbesondere in den Klassenstufen 5-9) ohne Pädagogik auskommen will, dürfte sich schwer tun. Die SekI-Lehrer mögen mich berichtigen.

    Ich habs auch geschafft, aber das Lesen einiger Pädagogik-Bücher hat mir nicht geschadet. Es hilft, wenn man die Ratschläge im Ref annimmt und sich darauf einlässt. Manches erkennt man ohnehin erst im späteren Berufsleben. Lass Dich nicht von den vielen negativen Berichten beeindrucken. Versuch macht kluch und wenn Du es wirklich willst, ist das zu schaffen.

    Firelilly, so wie Du hier immer rüberkommst, dachte ich nicht, dass Du Abendtermine anbietest ;)

    Also, wenn mich ein Betrieb sprechen will, dann nur zu Zeiten, wo ICH kann! Würde ich mit Eltern auch nicht anders handhaben. Und in der Regel wird das in der Zeit von 8-16 Uhr sein, denn auch der Ausbilder will mich nicht am Abend sprechen, sondern hat dann auch Feierabend. Dass man Eltern auch mal andere Termine nennen kann, sehe ich grundsätzlich ein, aber für einen Termin wegen meiner Kinder würde ich auch vormittags bzw. früh nachmittags zur Schule kommen und mit der Lehrerin reden. Ich muss mir dann eben mal frei nehmen oder eher Feierabend machen.

    EDIT: Zur Ausgangsfrage: Ich sehe mich da auch nicht als Dienstleister, denn dann könnte ich tatsächlich unliebsame Schüler schneller loswerden ;)

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