Ich muss mich doch sehr wundern, wie hier auf Kollegen herumgehackt wird, die im Auftrag der Schulleitungen auf gesunde Ernährung bei den Schülern achten. Da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Alle lachen sich über den Radiobeitrag kaputt, wo das adipöse Teenie-Mädel sich bei der Ernährungsberatung zum Affen macht: "Und was trinkst Du immer am Tag?" - "Na, Säfte und so" - "Ok, welche denn?" - "Ja, Fanta und Sprite und so" Aber hier wird plötzlich von Lehrern gemotzt, wenn es Schulen gibt, die das zum Thema machen.
Also bitte!
Ich selbst leide ziemlich darunter, dass der beste Freund meines Sohnes täglich morgens einen Pudding frühstückt, immer nur Fanta mit in der Schule hat und zudem sein Hanuta mit in die Schule bekommt und sonst nichts. Ich war der Lehrerin dankbar, dass sie das eigentlich unterbunden hat, aber anscheinend wird das nicht so durchgesetzt, wie bei Anja und Xiam. Ständig kämpfe ich mit meinem Sohn über diese "Ungerechtigkeit". Mir wäre es wirklich lieber, dass sich alle da ein bißchen dran halten. Das würde vielen Kindern sehr gut tun! Und gehört für mich auch ein bißchen zum Erziehungsauftrag.
Die Eltern dieses Sohnes sind keineswegs ungebildet oder "Assis", sondern stinknormale Leute. Aber anscheinend haben sie sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. Dazu kommt die Bequemlichkeit, wenn man ein Kind hat, dass vieles an Essen verweigert. Und so ufert das eben aus.
Und: wissen diejenigen, die sich hier echauffieren, eigentlich nicht, dass sich Glutamat und zuviel Zucker stark auf die Aufmerksamkeit und Konzentration auswirken können? Jeder von Euch weiß doch, was mit einem passiert, wenn der Blutzuckerspiegel plötzlich abfällt, wie es nach dem Genuss von Süßkram und Weissbrot mit Nutella passiert. Der Jieper nach Süßem ist doch auch bei Erwachsenen kaum zu kontrollieren. Wie mag es da einem Grundschüler gehen?