Beiträge von Sissymaus

    Vielleicht an meinem BK? ;)

    Davon gibts schon ein paar Threads, schau mal in der Suche.

    Ansonsten: Über die Schule informiert sein (Schulprogramm, Bildungsgänge, besondere Projekte etc), mal Gedanken darüber machen, in welchen Bereichen Du gerne unterrichten würdest, über das anstehende Studium in Wuppertal informiert sein, damit die wissen, dass Du Dich mit der ganzen Thematik schon auseinandergesetzt hast.

    Ansonsten lief es bei mir wie ein normales Bewerbungsgespräch.
    Viel Erfolg.

    Wenn das so korrekt ist, dann frage ich mich schon, wie du dir das, auch ohne Probleme in Schwangerschaft und bei Geburt, vorgestellt hast. Wie wolltest du denn mit einem Stillkind deutlich mehr als 10 Stunden arbeiten? Was war ursprünglich, bevor der Arzt die Überlastung gekappt hat, dein Plan B, wenn dich jetzt 2 Stunden mehr an den Rand des Machbaren bringen?

    Bitte entschuldige, wenn das böse klingt. Als junge Mutter hast du grundsätzlich ganz viel Verständnis von mir, besonders, wenn es dir/Kind oder beiden nicht gut geht.

    Andererseits verstehe ich nicht, wie man sich vorstellt, mit Säugling ganz schnell wieder (viel) arbeiten zu wollen, um dann festzustellen, dass es nicht klappt. Dafür ist die Elternzeit ja gemacht worden! Und Plan B wäre dann, dass der Partner oder die Oma den Säugling übernimmt und das Stillen eingeschränkt oder ganz aufgegeben werden muss.

    Na, das geht uns hier ja wohl alles nichts an! Vielleicht ist sie alleine mit Kind, vielleicht hat der Vater keine Arbeit, vielleicht ist ihr Einkommen deutlich höher als das des Vaters, vielleicht möchte sie einfach arbeiten und und und. Es gibt 1000 Gründe, warum eine Mutter direkt nach dem Mutterschutz wieder arbeiten geht. Warum wird sowas direkt verurteilt?

    Stillen während der Arbeitszeit ist nicht so selten. Das hat immerhin der Gesetzgeber schon verankert.


    Zitat

    Das findest du ernsthaft praktikabel? Den Spaß an mehr als drei Tagen in der Woche? (Wir reden ja von eben mahr als 10 Stunden in der Woche).
    Hinzu kommt, dass mein Mann mich erschossen hätte - zwei Mal am Tag mit Baby in die Stadt hinein, Staus, kein Parkplatz vor der Schule (bei uns Mangelware), Kind einpacken (Winter! Kind auspacken, Kind spuckt und kackt unterwegs im Auto (unserem Junior war oft schlecht, auch als ganz Kleiner schon), Kind hat keine richtigen Schlafphasen. Meine Mutter hätte das nie mitgemacht, die kann gar nicht Auto fahren

    Auch das sind alles Punkte, die auf DICH zutreffen. Das kann bei der TE ganz anders aussehen. So wie Susannea das beschreibt, ist das doch wirklich machbar.


    Zum eigentlichen Problem haben ja schon genug Leute geantwortet. Natürlich darfst Du nicht mehr arbeiten! Schulleiter gibts....

    Das stimmt natürlich.

    Ich hatte dabei auch eher Leute vor Augen, die das nötige Fachwissen haben, beispielsweise BWLer und dann vor eine Klasse gestellt werden, weil sie sagen, dass man Schüler nur richtig angehen müsse.

    Oder dass sie einfach Ihren Stoff, den sie ja kennen kurz vermitteln und sich dann mittags an Pool legen usw.

    Mich würds unabhängig von dem Erfolg interessieren, wie gut nicht gelernte Lehrer mit einer Klasse und dem Pensum klarkommen.

    Aber tatsächlich Find ich weiterhin nichts, oder such mit den völlig falschen Wörtern :)

    Such mal nach Reportagen über Quereinsteiger. Da hab ich mal eine 37 Grad Reportage gesehen. Es ist nämlich so, wie Traktor sagt: Man wird direkt von der Strasse vor die Klasse gestellt. Und da gibt es viele, die merken, dass sie das nicht können. Am BK gibt es sehr sehr viele Seiteneinsteiger. Wir haben ganz tolle Leute, aber ich hab auch Dinge gesehen....die kann man kaum erzählen.

    Einige sieht man aber auch, die geborene Lehrer sind. Ich hab selbst den Quereinstieg gemacht und in den ersten Jahren reichlich Lehrgeld bezahlt. Nach meinem 6. Berufsjahr fühle ich mich mittlerweile als gestandene Lehrerin. War ein langer Weg. Ich bin also kein Naturtalent :) Und will meine ersten Unterrichtsversuche lieber niemals sehen.

    Allerdings würde ich sagen, dass es Referendaren auch oft nicht anders geht...

    Aktuelles Beispiel: ich habe heute ein Projekt angestoßen, dass insgesamt 19 Unterrichtsstunden dauern soll. Das sind ca. 4 Unterrichtstage, wenn man mal Klassengeschäfte und ähnliches berücksichtigt. Für das Einstielen habe ich tatsächlich ca. 6 Unterrichtsstunden benötigt, die teilweise frontal, teilweise mit kleinen Übung- und Arbeitsphasen abgelaufen sind. Vorbereitet (Zuhause) habe ich das ganze Projekt ungefähr 5 Stunden lang. Nun sind die Schüler in der Lage, das Projekt (bis auf Nachfragen oder Klären von Schwierigkeiten, die bei der Bearbeitung auftreten etc) alleine zu bearbeiten .

    Ich behaupte (und NEIN, ich kann es nicht empirisch belegen, mir reichen die ca. 4/30 Kammerbesten, davon in der Regel ein Landesbester- und einmal ein Bundesbester-Absolvent), dass die Schüler bei dieser Arbeitsweise den höchsten Lernertrag haben. Wie Mrs. Pace schon sagte: Sicher gibt es Schüler, die durch guten Frontalunterricht viel lernen. Umso mehr sind es jedoch, die es erst begreifen (und auch behalten), wenn sie es selber tun. Sonst wären an der Unis Übungsgruppen, Repetitoren, Tutorien etc überflüssig, da jeder durch die Vorlesung den Stoff beherrscht.

    Ich bin mit dieser Mischung meines Unterrichts absolut zufrieden und an dem Arbeitseifer der Schüler sehe ich, dass ihnen das auch viel bringt. Natürlich wird da auch mal ein Kaffee getrunken oder über privates geredet. Das gehört absolut dazu. Dann wird aber wieder weitergearbeitet. Und das sind keine kaufmännischen Schüler, sondern welche aus dem Metallbereich. Es geht: man muss es wollen und akribisch vorbereiten. Dann bringt es was und zwar allen.

    @Sissymaus
    Völlig in Ordnung dass du mit dieser Lehrmethode zufrieden bist. Ich bevorzuge dagegen klar strukturierten Frontalunterricht. Mit deiner Methode wäre ich nicht authentisch. Mit meiner dagegen gelingt mir die Erfüllung meiner Lehrpflicht und zwar den SuS die notwendigen Kenntnisse für ihre Abschlussprüfungen zu vermitteln.

    Vielleicht ist es bei deinen Kollegen ähnlich und sie sind nicht einfach nur faul? Demgegenüber könnte ich plakativ zurückwerfen, dass diejenigen, die ständig Gruppenarbeit, Stationenlernen und all die anderen modernen Methoden anwenden, damit fehlendes Fachwissen und fehlende Lehrerpersönlichkeit überspielen. Ein bisschen billig, oder?

    Da habe ich eine andere Meinung. In der SekII sind die Kompetenzen Selbstständigkeit und Problemlösungskompetenz eine Basis der Berufsfähigkeit. Die Schüler müssen in hohem Maße ohne Anleitung fachliche Probleme lösen. Dazu gehört natürlich Fachwissen, was sie teilweise auch frontal serviert bekommen, aber zunehmend (und zum Schluss nahezu ausschließlich) selbst erarbeiten müssen. In den Betrieben will der Chef nämlich nicht erst erklären müssen, wie das Problem zu lösen ist, sondern er benötigt Mitarbeiter, die selbstständig wissen, wo und wie sie sich informieren und wie sie an ein Problem herangehen müssen, um es lösen zu können.
    Gleiches gilt eigentlich auch für die Studierfähigkeit.

    Daher empfinde ich reinen Frontalunterricht in der SekII als überholt und gefährlich, da es die Selbstständigkeit hemmt. Ich bin aber auch nicht der Meinung, dass der Unterricht nur in dieser Form des Selbstlernens / Projektarbeit stattfinden sollte. Wie immer liegt die "Wahrheit" in der goldenen Mitte.

    Zitat von Yummi

    Berufsschüler kenne den beruflichen Alltag. Bei denen hast du ganz andere Druckmittel. Spätestens bei dem Ausbildergespräch werden da die Karten auf den Tisch gelegt. Und in den meisten (kaufmännischen) Berufen haben die Ausbilder auch eine entsprechende Erwartungshaltung an ihre Auszubildenden. Und in einigen Ausbildungsberufen erfolgt die Präsentationen in Betrieben und vor verschiedenen Ausbildungsleitern. Teilzeit und Vollzeit da zu vergleichen ist völliger Nonsens.

    Öhm, ich hab das durchaus auch schon bei meinen VOLLZEIT-Bildungsgängen gemacht! Ist ja jetzt nicht so, als gäbe es am Berufskolleg nur duale Ausbildung. Wie gesagt: Kontrollmechanismen und (noch viel wichtiger) astrein vorbereitete und durchdachte Aufgaben sind Voraussetzung. Dazu sind jedoch viele meiner Kollegen schlichtweg zu faul. Dauert nämlich ne Weile, bis man sowas vorbereitet hat.

    Zitat von Landlehrer

    Sobald die Lehrkraft weg ist wird meist nichts mehr gearbeitet und entspannt Kaffee getrunken.

    Dann ist die Aufgabe nicht klar umrissen, nicht zum Selbststudium / Eigenarbeit geeignet, zu hoher / zu niedriger Schwierigkeitsgrad, keine Kontrollmechanismen eingebaut und und und.

    In der Berufsschule und meinem Bildungsgang (meist ab 3. AJ) absolut üblich: Schüler arbeiten mehrere Schultage alleine an einem klar umrissenen Projekt. Anhand des Projekttagebuchs kann ich genau ablesen, was sie in den Stunden 1-4 gemacht haben. Am Ergebnis und dem anschließenden Fachgespräch erkenne ich, ob sie es alleine oder mit Hilfe gemacht haben. Dabei ist es mir egal, ob sie in meinem Raum oder draußen arbeiten. Fragen dürfen sie natürlich immer stellen. Manche beantworte ich, bei anderen verweise ich auf die zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien.

    Mich kostet es im Vorfeld viel Arbeit. Nach jedem Durchlauf ändere ich was dran (bisher). Aber der Unterricht ist dann ein Selbstläufer.

    Zur TE: Ich glaube, dass das klappen kann, aber dann muss das Material mit viel Arbeit so erstellt sein, dass die S. alleine klar kommen.

    Ich muss mich doch sehr wundern, wie hier auf Kollegen herumgehackt wird, die im Auftrag der Schulleitungen auf gesunde Ernährung bei den Schülern achten. Da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Alle lachen sich über den Radiobeitrag kaputt, wo das adipöse Teenie-Mädel sich bei der Ernährungsberatung zum Affen macht: "Und was trinkst Du immer am Tag?" - "Na, Säfte und so" - "Ok, welche denn?" - "Ja, Fanta und Sprite und so" Aber hier wird plötzlich von Lehrern gemotzt, wenn es Schulen gibt, die das zum Thema machen.

    Also bitte!

    Ich selbst leide ziemlich darunter, dass der beste Freund meines Sohnes täglich morgens einen Pudding frühstückt, immer nur Fanta mit in der Schule hat und zudem sein Hanuta mit in die Schule bekommt und sonst nichts. Ich war der Lehrerin dankbar, dass sie das eigentlich unterbunden hat, aber anscheinend wird das nicht so durchgesetzt, wie bei Anja und Xiam. Ständig kämpfe ich mit meinem Sohn über diese "Ungerechtigkeit". Mir wäre es wirklich lieber, dass sich alle da ein bißchen dran halten. Das würde vielen Kindern sehr gut tun! Und gehört für mich auch ein bißchen zum Erziehungsauftrag.
    Die Eltern dieses Sohnes sind keineswegs ungebildet oder "Assis", sondern stinknormale Leute. Aber anscheinend haben sie sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. Dazu kommt die Bequemlichkeit, wenn man ein Kind hat, dass vieles an Essen verweigert. Und so ufert das eben aus.

    Und: wissen diejenigen, die sich hier echauffieren, eigentlich nicht, dass sich Glutamat und zuviel Zucker stark auf die Aufmerksamkeit und Konzentration auswirken können? Jeder von Euch weiß doch, was mit einem passiert, wenn der Blutzuckerspiegel plötzlich abfällt, wie es nach dem Genuss von Süßkram und Weissbrot mit Nutella passiert. Der Jieper nach Süßem ist doch auch bei Erwachsenen kaum zu kontrollieren. Wie mag es da einem Grundschüler gehen?


    Wir haben die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung für Schüler, die erst 9 Schulbesuchsjahre hinter sich haben. Da kann es ganz selten mal einen 14jährigen geben. Außerdem haben wir noch sogenannte PuSch-Klassen, die einen Tag in der Woche aus der Hauptschule zu uns kommen, aber auch hier sind die mindestens 14.

    Das was oben steht hört sich aber eher so an, als gäbe es reguläre achte Klassen mit 13jährigen am BK. Gibt es das wirklich irgendwo?

    An vielen Berufsschulen gibt es 13jährige Achtklässler, die sollten an diesem Tag nicht bis 16 Uhr Schule haben.

    Das wird beim Thema "Berufliche Schule" leider oft vergessen und hat mit Auszubildenden oder Oberstufenschülern nichts zu tun.

    Wo gibts das denn? In NRW jedenfalls nicht. Gibts das in anderen Bundesländern? Ich kenne zwar Unterricht am BK, der auf dem Niveau der 8. Klasse liegt, aber trotzdem müssen doch mindestens 10 Schuljahre an einer allgemeinbildenden Schule absolviert worden sein, bevor man zum BK darf. Ausnahme: 9 Jahre am G8-Gymnasium. Da darf man auch schon nach der 9. zum BK.

    Daher müsste es doch eigentlich so gut wie nie vorkommen, dass jemand mit 13 am BK landet. Jemand, der verfrüht eingeschult wurde und eine Klasse überspringt, ist wohl eher selten und dann ein Gymi-Kandidat.

    EDIT: Sorry, Trantor. Jetzt erst Deins gelesen.

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