Beiträge von Sissymaus

    Erstmal ist es nicht ganz falsch, sich darüber Gedanken zu machen, ob man das ref mit kleinem Kind schaffen kann. Es ist wirklich nicht ohne. Ich habe es auch mit klein- und Großkind berufsbegleitend durchgezogen und kann ein Liedchen davon singen.

    Wenn du in dieser Hinsicht sorgen machst, solltest du evtl noch ein bisschen Zeit verstreichen lassen, bis deine Tochter größer ist. Du brauchst eine verlässliche ganztägige Kinderbetreuung. Diese muss zum Teil schon morgens um halb 7 da sein und in Krankheitsfällen einspringen können. Zudem muss dein Mann Zeiten an den Wochenenden und abends auffangen. Ansonsten wird es schwierig werden, wenn du nicht ein absolutes Grundtalent bist. Von daher finde ich es eigentlich nicht ganz falsch, wenn du aus finanziellen Gründen vielleicht vorher ohne 2. Staatsexamen eine Vertretungstätigkeit aufnimmst. So bekommst du Routine und kannst schon mal ansehen, wie es ist, mit kleinem Kind arbeiten zu gehen.

    Viel Erfolg bei deiner Entscheidung. Am Ende sollte in jedem Fall das Ref stehen. Alles andere ist Unsinn. Privatschulen können schließen. Und dann steht man ohne alles da.

    Der Spruch mit Hausfrau und Mutter ist auch echt anmaßend. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Hier macht sich jemand berechtigte Gedanken, ob noch genug Zeit für die Familie bleibt und muss sich sowas anhören. Bald fragt hier auch keiner mehr nach, so wie im Ref Forum.

    Ich verstehe die Diskussion auch nicht ganz. Hier möchte jemand, bevor er direkt in den Seiteneinstieg startet, in den Beruf hineinschnuppern. Warum stellen das alle hier in frage? Ein Seiteneinsteiger wird sofort mit 20 Stunden und z.T. Klassenleitungen und weiteren Verantwortungen ins Referendariat geschickt. Ohne jegliche pädagogische Ausbildung und ohne Zeit seinen eigenen Unterricht zu reflektieren. Und die durchaus vernünftige Absicht wird hier dermaßen in Frage gestellt, dass ich mich wundern muss.

    Auch bei einem Seiteneinsteiger ist die Betreuung oft nicht gegeben, da es sich in der Regel um Mangelfächer handelt und die wenigen verfügbaren Lehrer kaum Zeit haben, um sich intensiv um den Seiteneinsteiger zu kümmern. Also warum stellt ihr das alle so in frage? Ich finde das durchaus einen guten Weg. Und es gibt so viele schlechte Lehrer, die das ganze Lehramtsstudium hinter sich haben. Da werden es die Schüler schon verkraften, wenn sie einige Wochen mit jemandem zu tun haben, der nicht die nötige Erfahrung hat. Man merkt doch relativ schnell,ob der Beruf etwas für einen ist. Und wenn man dann den Seiteneinstieg schon begonnen hat und womöglich durchzieht, hat man evtl bis zur Pensionierung jemanden da sitzen, der nicht geeignet ist. Den wird man nämlich nicht wieder los.

    Also: ich finde die Idee gut. Versuch dich einige Wochen und schau in das System Schule hinein. Viel Erfolg!

    Zitat von Ehefrau

    Also nochmal meine Frage anders formuliert: muss man sich zu den regülären Schulzeiten "frei halten" auch in Hohlstunden?

    Komisch, dass habe ich jetzt aus dem ersten Post gar nicht herauslesen können. Irgendwie begreife ich jetzt gerade nicht, worum es eigentlich geht: Um den Nachteil, dass es eine Beförderung hätte geben können, wenn das Beurteilungsgespräch stattgefunden hätte oder um kurzfristig anberaumte Termine?

    Zudem verstehe ich nicht, warum das Gespräch nicht jetzt noch stattfinden kann. Mit den gemachten Notizen müsste das ja auch möglich sein, wenn Zeit vergangen ist. Und: wenn ich eine Beförderung will, dränge ich selbst auf das Gespräch und zwar so lange, bis es stattgefunden hat.

    ALso, ich habe in diesem Schuljahr meine komplette Schüler- und Kursverwaltung und auch einige Daten in mein Tablet integriert. Zur Schülerverwaltung nutze ich TeacherTool und zudem habe ich ein Office 365-Mac-Abo, das es mir erlaubt, Word/Excel etc aufs Tablet zu laden. Brauche ich Dateien im Unterricht, packe ich sie vorher in meine Cloud und lade sie aufs Tablet (zuhause, da unser WLAN in der Schule auch nicht immer das macht, was es soll).
    Zudem habe ich eine Festplatte mit den wichtigsten Daten dabei, die ich dann an den hoffentlich im Klassenraum vorhandenen PC anschließen kann. Ich sehe es nicht ein, mir besondere Adapter etc zu kaufen, damit ich mein iPad an die veralteten Beamer der Schule anschließen kann (kostet 50€!). Wenn es wenigstens HDMI wäre, aber so....Da nutze ich eben weiterhin den PC der Schule.

    Bis jetzt fahre ich gut damit. Zum einen schleppe ich nicht mehr meinen teuren Lappi mit und zudem nimmt mir die Schüler - und Kursverwaltung per Tablet einiges ab (zB Checklisten, wer was abegegeben hat, Fehlzeitenstatikstik etc) Ich finde es super und bin froh, dass ich umgestellt habe.


    @Sissymaus

    Du sprichst mir aus der Seele! Genau so ist es. Ich weiß nicht, ob das was mit dem Grundmodell "Mann-Frau" zu tun hat, ich sehe es - für mich - eher als Grundmodell "Lehrer-kein Lehrer". Ich habe im Moment ständig mit der Gefahr zu kämpfen, selbst davon auszugehen, dass 2 Kinder und 10 Stunden ja "nix" sind. An einer ähnlichen Sichtweise bin ich letztes Jahr kaputt gegangen und in eine Depression gerutscht. Auch die Ferien sind so ein Thema - klar ist es spitze, nicht auf eine Ferienbetreuung angewiesen zu sein, weil ich ja zuhause bin, da haben es andere schlechter. Luxus. Aber meine Klausuren korrigieren sich nicht alleine, abgesehen davon, dass ich in den Ferien noch andere Dinge mache. Daher heißt es ja "unterrichtsfreie Zeit".

    So ist es. :(
    Ich bin da auch manchmal überfordert. Depression?? Das ist ja schon übel. Konnte sie denn erfolgreich behandelt werden?

    Vielleicht musst du ihn dann "umerziehen". Mir fällt gerade kein anderes Wort ein. Aber wenn du dich selbstverständlich auch in diese Rolle gefügt hast bzw. sie von Anfang an eingenommen hast (vielleicht hast du auch ein eher konservatives Rollenbild? Soll kein Angriff sein), ist das ja auch kein Wunder, wenn er dann seinen Part so ausfüllt, wie du es vielleicht erwartest.

    Fairerweise muss man nämlich auch sagen, dass viele Frauen häufig auch Sachen nicht gerne abgeben. Wenn der Mann dann z.B. irgendwas bügelt, wird dann nachher gemeckert, dass die Falttechnik falsch ist usw. anstatt das so einfach hinzunehmen, dass es auch andere Falttechniken gibt.

    Mag sein, das bin ich aber nicht. Es gibt schon einiges, was er im Haushalt übernimmt, wie zB die Wäsche nahezu komplett. Ich finde es auch insgesamt ok, dass ich den größeren Teil mache, wie alle Termine mit den Kids und kochen/einkaufen. Er ist oft im Ausland und wir haben da schon unsere Einigkeit, dass das der Job nun mal verlangt, während meiner beständiger ist, da fester Stundenplan etc. Aber es ist die Selbstverständlichkeit, die mich nervt. Aber nicht so, dass ich ihn "umerziehen" möchte ;) Er hat schlechte Eigenschaften (das ist eine davon), aber die habe ich auch. Es kracht dann zwischendurch mal, aber dann ist es auch gut. Da gibt es wirklich schlimmere Fälle (in meinen Augen!)

    gewisse Absprachen sollten unter Partnern doch wohl möglich sein :ohh: Wird hier vielleicht auf hohem Niveau geklagt?

    Klar, sollten die möglich sein. Bei meinem Mann ist das aber nicht immer der Fall.
    Auf hohem Niveau klagen? Kann sein, aber ich kümmere mich wie selbstverständlich hauptsächlich um Kinder und Haushalt und das seit nun 18 Jahren! Ich kann ihn immer fragen: Kannst Du da, holst Du ab etc, es ist nicht so, als würde er dann nein sagen, aber auf eigene Ideen kommt er nicht. Er sagt auch nicht Bescheid, wenn er erst spät von der Arbeit kommt. Frauchen managt ja daheim alles, während ich immer Himmel und Hölle in Bewegung setzen muss, wenn ich nicht pünktlich bin. Mag an meinem Mann liegen, weil er ein konservatives Rollenbild hat, aber ich kann ja auch nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

    Klingt irgendwie so, als sei es eine Strafe und eine schreckliche Last, mal einen Tag zuhause bei seinem kranken Kind am Bett zu sitzen und es zu umsorgen, statt irgendeiner Arbeit nachzugehen.

    Es ist schade, dass das Grundproblem hier nicht verstanden wird.

    Mich würde eher interessieren: Gibt es auch männliche Lehrer hier, deren Frauen voll in der freien Wirtschaft arbeiten und bei denen es genauso zugeht wie oben? Ich hab immer das Gefühl, dass der Grundsatz: "Frau bleibt beim Kind" nicht ausstirbt.

    Ich ärgere mich gerade wieder über meinen Mann. Gestern war unsere Tochter krank und konnte nicht in den Kindergarten. Ich hatte keine Schule, daher war klar, dass ich zuhause bleibe. Klar? Ich hatte eine lange Liste, Mails, did.Jahresplanung, U-Vorbereitung. Zudem hatte es ich auch erwischt und ich bekam Fieber. Erholung null, weil die Kleine erst nörgelig war und nachmittags dann nur rumtollte. Ich habe nichts für Schule oder Haushalt getan.

    Wie macht ihr das, wenn euer Kind krank ist? Eigentlich müsste man den Tag doch teile, auch wenn der "Lehrer-Part" keinen Unterricht hat. Wie macht ihr das?

    Ich verstehe Deinen Unmut! Bei uns ist es auch ganz selbstverständlich, mich für meinen freien Tage/Stunden als Handwerkertage oder Botendienst zu "missbrauchen". Da heißt es dann: "Da hat meine Frau frei" oder "hat später Unterricht", "kommt eher heim" etc
    Das macht mich wütend, denn ich habe nicht frei. Ich habe den Tag frei, weil die übrigen Woche so voll ist, dass inichts erledigen oder vorbereiten kann und dementsprechend viel von dem Orgakram an diesem Tag erledigt werden muss.

    Ist mein Sohn krank, ist es aber selbstverständlich, dass ich das dann übernehme. Das ist für mich noch etwas anderes. Aber die oben genannten Dinge passieren eben auch bei uns und daher kann ich das Problem grundsätzlich verstehen.

    Mir wurde auch schon gesagt, dass ich ja eigentlich keine Betreuung für meinen Sohn in den Ferien brauche. Das ist eben nicht so. Ich kann selten alles so schaffen, dass ich in ALLEN Ferien wirklich frei habe und bin auch auf die Ferienbetreuung angewiesen. Sieht nur ein anderer so! :(

    Susannea: Naja, die TE wollte wissen, was man für Kinder in der PKV zahlt, nicht, dass man in der Familienversicherung der GKV nichts zahlt.

    Und da meine Kinder erst seit einigen Monaten in der PKV sind, empfinde ich es schon als einen Unterschied. Einiges, was ich vorher privat gekauft habe, bekomme ich nun ersetzt (Globuli, bestimmte Medikamente etc). Auch mit den Terminen habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass ich schneller einen bekomme bzw. nicht so lange warten muss. Das ist MEINE Erfahrung, Deine kann natürlich anders aussehen ;)

    Hab mich vielleicht falsch ausgedrückt: wenn du dein zweites Staatsexamen hast und angestellt bist, wird das natürlich angerechnet. Die Zeiten, wo du noch in Ausbildung bist, nicht. Also zB das ref. Oder OBAS oder was es eben in deinem Bundesland ist.

    Üblicherweise wird man doch als Seiteneinsteiger direkt nach Abschluss des Ref verbeamtet. Da gibt's doch keine Zeiten dazwischen, oder ist das in BW anders?

    Bei mir wurde als Seiteneinsteigerin alles anerkannt, was sogenannten einschlägige Berufserfahrung war. Das ganze wurde tagesgenau ausgerechnet, so dass ich fast mit 8 Jahren Berufserfahrung gestartet bin. In nrw bedeutete das stufe 7 und in die nächste Stufe kam ich bereits nach einigen Monaten.

    Ich muss sagen, dass sich mein zuständiger Sachbearbeiter viel Mühe gegeben hat, mir alles mögliche anzurechnen.

    Allerdings wird nur angerechnet, was du VOR Beginn des seiteneinstiegs an Berufserfahrung gesammelt hast. die Zeit an der Schule zählt dann nicht mehr dazu.

    Ich arbeite an einem BK gewerblich-technisch. Habe mir einen Kleidungsstil angewöhnt, der zwischen schick und bequem liegt. Insbesondere achte ich darauf, dass ich bei Shirts Stoffe kaufe, bei denen man nicht unbedingt sieht, dass ich schwitze (manche Farben/Stoffe sind da super anfällig). Man kann es nämlich nicht vermeiden, dass man schwitzt und wenn man dann etwas an die Tafel schreibt und alle sehen die Schwitzflecken *schüttel* Ist mir nur einmal passiert.

    Zu schick vermeide ich, da meine Jungs aus Metallberufen kommen. Also: Jeans (allerdings schon eine etwas bessere), auch mal Turnschuhe, sonst Ballerina, Stiefelletten. Dazu T-Shirts mit Cadigan wie es grad modern ist. Ich vermeide Röcke (es sei denn, ich bin an einem Tag nur in meiner fast-100%-Mädelsklasse eingesetzt) und hohe Hacken, weil ich darin nicht so gut laufen kann und man auch mal schnell was kopieren muss.

    Ich muss auch dazu sagen, dass sogar die Jungs mittlerweile echt modebewusst und markengeil sind. Die freuen sich tierisch, wenn man Marken trägt, die sie selber gern anziehen :) Damit kann man ihnen eine Freude machen.

    Bei Besuchen von Betrieben etc hole ich dann aber auch mal die Bluse und den Blazer raus.

    Bei uns werden auch gerne die Kinderlosen bei allen geplanten und spontanen längerfristigen Ausfällen eingesetzt; als jetzt Väter in Elternzeit gingen oder Kurse von Schwangeren vertreten werden mussten, hatte ich quasi ein Abo - und zwar immer ich.
    Aber was das Meckern angeht - das scheint gar keine doofe Idee zu sein: Bei uns haben es einige geschafft, so vehement zu verkünden, dass sie keine Klassenleitung in der 5 wollen oder nicht in die Oberstufe in dem einen oder anderen Fach (A14!!), dass sie dort auch nicht eingesetzt werden.

    *seufz* genau das ist das Problem. Es geht mir genauso, dabei habe ich 2 Kids. Nur merkt es keiner, weil ich ja immer da bin. :_o_(

    Wie gesagt: solange sich das in Waage hält, unterstütze ich gern ALLE Kollegen, egal aus welchem Grund! Und ich muss sagen: bei uns klappt es bestens und das bei so viele Kollegen. Vielleicht auch, weil so viele Kollegen da sind. :flieh:

    Achja: Den Begriff "Abschieben" in Bezug auf Kinderbetreuung empfinde ich auch den dort arbeitenden pädagogischen Fachkräften gegenüber als sehr respektlos! Wenn ich meinen Sohn jeden Morgen ansehe, wie er freudestrahlend in die Gruppe rennt (und das seit 5 Jahren!!) und mir vorwirft, dass ich zu früh komme, wenn ich um 15:30h, statt um 16:00h zum Abholen komme, kann von "verwahren" keine Rede sein. Er wird dort optimal gefördert und wenn in 1 Woche für ihn die KiTa-Tore schließen, werde ich mir ein Tränchen verdrücken.

    Sissy, du hast vergessen, deinem Mann abends zu erzählen, dass du dich stundenlang in einem lehrerforum rumtreibst. ;) *duck und weg*

    kl. gr. frosch

    :) Das muss ich eindeutig nicht mehr erwähnen. Zu anderen Zeiten in einem Forum für Geburten etc hab ich mich wesentlich länger rumgetrieben! :) Dagegen ist die Länge des Aufenthalts hier eher vernachlässigbar.

    Mein Fazit zum Ausgangspost: Ich habe Kinder, ich versuche trotzdem, meine Kollegen nicht über Gebühr zu belasten. Ich benötige dank meiner durchorganisierten Kinderbetreuung, die aus vielen Leuten besteht (Netzwerk!) keinerlei Sonderbehandlung, denn viele Kollegen sagen oft: Wie, Du hast Kinder? Merkt man gar nicht. Was daran liegt, dass ich genau wie Singles/Kinderlose Vollzeit arbeiten kann (auch vor 8 oder über 16 Uhr hinaus).

    Genau diese Haltung ermöglicht es mir aber tatsächlich, dass ich zwischendurch ohne Probleme mal eine Stunde tauschen kann, um mit meinem Sohn eine Kindergartenveranstaltung zu besuchen. Da habe ich noch nie Probleme bekommen.

    Ansonsten verstehe ich meine Arbeitszeit, dass sie innerhalb der Kernarbeitszeit von 7:30 - 17:00 Uhr liegt. Habe ich mal eher unterrichtsfrei, freue ich mich, habe ich später Unterricht, dann auch. Alles andere ist für mich ok, da ich mein Netzwerk so ausgerichtet habe, dass es diese Kernzeit in jedem Fall erfüllen kann.

    Und mich stört es einfach, wenn es KollegInnen gibt, die mit den Kindern auch direkt einen bestimmten Stundenplan bekommen wollen. Ich habe Lücken im Plan, wie jeder andere auch. Es gibt mal gute und mal schlechte Pläne. Das ist eben so und solange sich das die Waage hält, beschwere ich mich nicht!

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