Wenn es darum ginge, dass nur das jahrelange Behüten von Mama oder Papa ein selbstbewusstes, kluges, glückliches Kind schaffen würde, müssten die Kinder in einigen Schichten ja prächtigst entwickelt sein ... habe ich bisher nicht den Eindruck
Das unterschreibe ich einfach mal. Ich finde auch, dass es schlechtere Vorbilder gibt, als Eltern, die arbeiten. Meine Tochter weißt jedenfalls, dass es normal ist, dass die Mamas arbeiten und das finde ich wirklich nicht allzuschlecht, wenn ich den Rückschritt einiger Frauen in meinem Umfeld erleben muss (à la: ich hab Kinder, ich gehe nie wieder arbeiten und wenn dann nur stundenweise an einer Supermarktkasse). Nach den vielen Jahren, der Zeit und dem vielen Geld, das in meine Ausbildung gesteckt wurde, möchte ich wirklich nicht jahrelang daheim "Wie das Fähnchen auf dem Turme" singen. Das reicht auch ab 14 Uhr.
Im Moment erlebe ich es, wie es ist, wenn man zuhause ist (Ferien), ohne dass eine Staatsprüfung lauert. Und ich muss sagen: Ich hab nun alles erledigt, was liegengeblieben ist und auch einen großen Teil dessen, was zum neuen Schuljahr vorbereitet werden muss. Ich langweile mich zwar nicht, aber ich wüsste in einem Jahr wirklich nicht mehr, was ich meinem Mann abends erzählen sollte, außer: ich hab die Fenster geputzt und den Müll rausgebracht.