Ok. Leitende Kriminalkommissarin. Abteilungsleiterin bei der Deutschen Bank. Nachrichtenredakteurin beim ZDF. Kapitänin. Kaufhauschefin.
Ärztin, Rechtsanwältin, Architektin...
Ok. Leitende Kriminalkommissarin. Abteilungsleiterin bei der Deutschen Bank. Nachrichtenredakteurin beim ZDF. Kapitänin. Kaufhauschefin.
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Wie es Chili schon sagt: Rücksicht auf eine Mama nehmen geht sicher problemlos, aber wenn es sich häuft (und jede Mama möchte da natürlich die gleiche Rücksicht haben), dann geht das zu Lasten der Vollzeit/kinderlosen/was-weiß-ich. Und da hapert es auf Dauer mit dem Verständnis.
ZitatDu solltest aber auch Berufe mit ähnlicher Qualifikation vergleichen. Einen Lehrer mit einer Friseurin oder Verkäuferin zu vergleichen hinkt schon gewaltig. Wenn wir nicht als Lehrer arbeiten würden, hätten wir als Akademiker doch sicherlich irgendwo einen Job mit Büro und dann würde man selbstverständlich im Arbeitsvertrag entsprechende Arbeitszeiten aushandeln.
Ts, Nele hat dankenswerter Weise noch Berufe ähnliche Quali herausgesucht, aber was mir da auf den Lippen brennt: Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Du im Büro Deine Arbeitszeiten aushandeln kannst! Es gibt nur wenige Betriebe, die flexibel sind. Wenige! Die meisten sind es nicht, da kenne ich etliche Beispiele und musste leider auch schon selbst sowas erleben wie: Sie wollen nicht Vollzeit wiederkommen? Dann suchen Sie sich was neues. Man hat nämlich in der freien Wirtschaft KEIN Anrecht auf Teilzeit nach der Elternzeit. Jedenfalls nicht, wenn der Arbeitgeber es nicht will. Es geht nämlich um eine einvernehmliche Vereinbarung. Spielt eine Partei nicht mit, hat man schlechte Karten.
Will man als Frau (auch als Mann natürlich) in einer Führungsposition wiederkommen, aber bitte nur von 8-13 Uhr dann ist es leider Praxis, dass das nicht geht! Ob das nun ok ist oder nicht, drüber kann man streiten. Es ist in 95% der Fälle nicht möglich. Und warum das bei Lehrern als so selbstverständlich gesehen wird, erschließt sich mir nicht.
ZitatWenn man eine halbe Stelle wählt, sollte man auch genau die Hälfte arbeiten, aber nicht unbedingt nachmittags, denn das nützt ja nichts. Keine Halbtagskraft im Büro etc. bleibt vormittags zu Hause und kommen von 13-17 Uhr arbeiten.
Wie gesagt: Sag das mal der halbtags arbeitenden Friseurin, Verkäuferin, Krankenschwester etc. Eigentlich alle, die Dienstleistungen betreiben. Und dazu gehören eben auch Lehrer.
Aber ich sehe schon, da gibts einfach 2 "Lager" und keine Chance auf Einigung ![]()
Mara:
ZitatEs kommt auch sehr darauf an, wieviel Nachmittagsunterricht üblich ist. Auch bei Vollzeit hat bei mir an der Schule niemand an 5 Tagen Nachmittagsunterricht - das höchste sind 2 (oder in Absprache 3) mal. Insofern fände ich es bei uns NICHT gerechtfertigt, wenn jemand mit halber Stelle zwei Nachmittage unterrichten muss.
Darüber gabs bisher keine Informationen. Wenn ich 4 Nachmittage arbeiten soll, weil ich Kinderbetreuung habe, während jemand anders nur einen Nachmittag arbeitet, weil er keine Betreuung hat (aus welchem Grund auch immer. Manchen ist das schlicht und einfach zu teuer, wir zahlen mittlerweile 650€). Und glaub mir, das ist manchmal wirklich eine Frage des sich-leisten-wollens, bei manchen Leuten. Fakt ist jedenfalls: Wer eine halbe Stelle hat, muss auch mindestens 20 Stunden arbeiten. Und da sich die Arbeitszeit der Lehrer an die Unterrichtszeiten koppelt, kann man nicht davon ausgehen, dass man nur vormittags eingesetzt wird, wenn es an der Schule Nachmittagsunterricht gibt. Das ist nun mal in diesem Job so. Verkäuferinnen werden auch schwerlich einen Job Mo-Fr von 8-13h finden.
Sieht die Situation so aus, wie die TE grad beschrieben, ist das natürlich anders. Ich würde auch nicht so ganz einsehen, gleich viel nachmittags zu unterrichten, wie eine Vollzeitkraft, da ich ja dann auch nur die Hälfte verdiene. Trotzdem sieht es so aus, als müsste die TE da nun durch.
ZitatIch finde es immer wieder unglaublich wie Kinderlose argumentieren und wie wenig Rücksicht manche nehmen. Niemand hat lange kleine Kinder - die Zeit geht vorbei. Kann man den Eltern in den wenigen Jahren nicht etwas entgegenkommen?
Ich kann aber auch verstehen, dass manche Kollegen keine Rücksicht mehr nehmen wollen, da die Geduld manchmal einfach überstrapaziert wird. Wenn ständig jemand kommt mit: "Ich kann dies und jenes wegen meiner Kinder nicht" und das über Jahre (denn es kommen ja immer wieder neue Kolleginnen dazu), dann ist bei manchen Kollegen auch irgendwann mal der Punkt da, wo er sagt: Ne, jetzt nicht mehr. Traurig dann für die, die es grad trifft.
Ich hab einen Kollegen, der direkt neben der Schule wohnt. Ständig wurde er angerufen, bekam doofe löchrige Pläne, da er so nah dran wohnt. Irgendwann sagte er: "Ne, jetzt nicht mehr! Ich sehe es nicht ein." Und nun haben eben auch die weiter fahrenden Kollegen mal ungünstige Pläne und nicht unbedingt einen Tag frei. Was es da für Meckerei gab....Ich konnte den guten Mann voll verstehen.
ZitatViele können es wohl nicht verstehen, dass ich so "gluckig" bin,
Hat damit eigentlich auch nix zu tun. Ist ja Dein eigenes Bier, warum Du halb arbeitest. Ob Du Dich um Deine Kinder kümmern willst, putzen oder auf dem Sofa liegen willst. Da musst Du Dich nicht rechtfertigen. Trotzdem wirst Du das wohl jetzt hinnehmen müssen.
Zitatjeder ist sich eben selbst der nächste.. da kommen dann eher so sprüche, dass man sich das halt vorher überlegen soll, wenn man wieder anfängt zu arbeiten mit kindern... oder man sei selbst schuld, dass man kinder hat ect.. könnten ja schließlich nicht immer nur die anderen betroffen sein ect...
Ok, solche Sprüche sind nicht wirklich hilfreich. Aber warum ich als Vollzeit arbeitende Mama, die ihre Betreuung bis halb 5 gesichert hat und sehr teuer bezahlt, erheblich mehr Nachmittage unterrichten soll, während jemand anders in Teilzeit das nicht macht, erschließt sich mir auch nicht. Ich finde 2 Nachmittage von 5 bei Teilzeit mehr als gerechtfertigt.
Trotzdem sehe ich natürlich ein, dass man seine Betreuung auf bestimmte Regelungen abgestimmt hat und wenn die dank neuer SL plötzlich geändert werden, ist das auch nicht einfach drin. Dass man als Mama da nicht so flexibel reagieren kann, dürfte auch jedem klar sein. In NRW muss man im Januar seinen Bedarf für August bis zum August nächsten Jahres festlegen. Das hat mit Flexibilität nun nix zu tun. Wieso findet denn mitten im Schuljahr eine Änderung statt?
Nunja, warum sollte es bei einer Halbtagsstelle eine Rechtsgrundlage geben, dass man nachmittags nicht arbeiten muss, wo doch der Betrieb auf Ganztags läuft? Nele
Sehe ich auch so.
Hat denn nun schon ein Gespräch stattgefunden?
ist in NRW auch so.
Ich schließe mich Super-Lion an: Eine Ausbildung erscheint mir am sinnvollsten. So kann er sich orientieren und meist platzt dann der Knoten (wenn er denn da ist). Hat er denn "Vorlieben"? Denn etwas kaufmännisches zu finden, erscheint mir in diesem Fall aussichtslos.
Alles andere ist eher nicht zu empfehlen, da er mit einem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 (erreicht er ihn?) am BK zunächst in Klassen mit sehr niedrigem Niveau kommt (Berufsorientierung, dann Berufsgrundschuljahr...).
Ein Beratungstermin am BK kann aber dennoch nicht schaden (die werden aber sicher auch eine Ausbildung empfehlen).
Eventuell möglich: Quereinstieg am BK mit der beruflichen Richtung "Recht" oder ähnlichem. Aber das wird wohl nicht so ganz einfach sein.
Am Gymi: Nahezu aussichtslos mit diesen Fächern.
Viel Erfolg.
Bundesland?
Meine laienhafte Antwort wäre, dass Du demnächst zum Amtsarzt musst, der Dich evtl dienstunfähig schreibt, da Du auch mit reduzierter Stundenzahl nicht wieder unterrichten kannst.
Was wurde denn zur Genesung unternommen? Nur zu Hause zu sitzen, löst ja das Problem nicht. Denn anscheinend hast Du ja ein Problem mit der Schule und dem Unterricht.
ZitatAlso eine Kombi quasi aus sozialer Arbeit und Lehramt.
Damit bist Du an einem Berufskolleg genau richtig!
Frag einfach noch mal deine Fachleiterin.
Bei uns musste vor 4 Jahren (Primarstufe) die Methode reflektiert werden, wenn sie dein Stundenziel war. Ich hab damals auch einen UB zu einer Methode durchgeführt.
Natürlich muss die Methode reflektiert werden., auch wenn sie nicht um der Methode willen gemacht wird. Es muss ja überprüft werden, ob die Methode zur Erlangung des Stundenziels richtig war oder ob etwas geändert werden muss oder gar eine andere Methode angewendet werden muss.
Verstehe ich das denn falsch, dass es hier darum geht, was genau nun die SuS lernen sollen: Methode oder Inhalt des Textes? Und ich finde immer, das reine Methodenpauken unnötig. Die Kinder sollen lernen lernen und dazu bekommen sie verschiedene Methoden an die Hand. Meiner Meinung nach ist es unsinnig, die Kinder zB eine Mind Map machen zu lassen zu einem beliebigen Thema. Man hat doch Sachinhalte, die vermittelt werden sollen und da sucht man sich eine passende Methode aus. Zunächst ist aber doch der Sachinhalt zu sehen. Ist das denn in der Primarstufe anders?
Mh, bin keine Primarlehrerin, aber willst Du, dass die SuS die Inhalte des Sachtextes kennen? Dann ist die Methode nur ein Hilfsmittel dazu.
Ansonsten: Reine "Methodeneinübestunden" kenne ich als No-Go. Keine Methode ohne Inhalt, so habe ich es gelernt. Und ich denke, das ist unabhängig vom Alter der SuS. Deswegen würde ich eher den Text in die Sachanalyse packen.
Was da zählt, ist nicht die Erkrankungswahrscheinlichkeit, die ist ja statusunabhängig, sondern die zu erwartenden Versorgungskosten, und die laufen bei Angestellten ja über die Sozialversicherung.
Das ergibt schon eher Sinn
Danke für die Aufklärung.
Uneingeschränkte Eignung als Angestellte - 80% Erkrankungswahrscheinlichkeit als Beamte.
Was für ein Unsinn! Als wäre die Wahrscheinlichkeit abhängig vom Beamtenstatus.
Aber für Dich ist natürlich die uneingeschränkte Eignung gut!
Wünsche Dir wirklich viel Glück dabei! Und natürlich, dass Du gesund bleibst. Halt uns mal auf dem Laufenden.
ZitatUnd auch wenn ich mich für einen guten Menschen halte, zeige ich jeden an, der mir an die Wäsche will. Klaro. Aber ich empfinde die Autofahrt zu Schule gefährlicher als eine Klassenfahrt mit meinen.
Auch, wenn Du einen Schüler dabei hast, der vorher -wie auch immer- auffällig wurde? Ich denke, dass man da sein Risiko minimieren muss.
Also keine Statistik.
Aber wieviele Lehrer in deinem Umfeld kennst du denn, die auf Klassenfahrten Opfer von gewalttätigen Übergriffen wurden?
Ich glaube Elternschreck meint eher die Zeitkomponente: in 24 Stunden kann mehr passieren als in 6 Stunden.
was mich immer ein bisschen wundert, ist:
wenn man weiß, dass man ein schulisches Mangelfach studiert, wieso studiert man dann nicht gleich auf Lehramt, sondern bemüht sich um den - deutlich umständlicheren - Seiteneinstieg?
Manchmal kommt die Erkenntnis spät: Hab auch erst einige Jahre als Ingenieurin gearbeitet, bevor ich in den Lehrerberuf quereingestiegen bin. Direkt nach dem Diplom hab ich da keinen Gedanken dran verschwendet.
Geht es bei der Diensthafpflicht nicht auch um Absicherung während Klassenfahrten und so? Ich meine, sowas gelesen zu haben.
Das ist wirklich eine sch** Situation! Aber ich denke auch, dass Dir ein unbeabsichtigter Autounfall (auch wenn Du Schuld bekommst) nicht als Dienstvergehen anhängen können. Red mit einem Anwalt und lass Dich beraten. Nur so bekommst Du Sicherheit!
Und: noch bist Du ja nicht verurteilt! Auffahrunfälle passieren nun mal. Drücke die Daumen, dass es gut ausgeht!
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