Beiträge von Sissymaus

    Anderes Thema bei der Verbeamtung ist das Gehalt: ich hab erst nach drei Monaten wieder Geld gesehen, das war eine sehr unangenehme Sache ohne nennenswerte Rücklagen zu der Zeit. Hoffe, es läuft bei Euch glatter!

    Grüße von Brasstalavista!


    In dem Fall bekommen die täglich Mails von mir und auch gern einen Brief vom Anwalt. Ich arbeite nämlich nicht, weil ich nix besseres zu tun habe.

    Ich muss aber sagen, dass es von einem befristeten Vertrag zum nächsten völlig reibungslos geklappt hat, also habe ich Hoffnung ;)


    Ich habe mich zu kompliziert ausgedrückt. BEI NICHTVERBEAMTUNG: Gibt es einen Gehaltsunterschied zwischen jemandem mit Quereinstieg und jemandem der das Referendariat absolviert hat?

    Ich spreche mal für NRW: JA! Hier gibts die sogenannte OBAS. Man wird befristet angestellt und bekommt E13. Das ist nahe an der A13, wobei es natürlich wegen des Angestelltenstatus weniger netto bedeutet. Trotzdem ist es ganz gut bezahlt, wenn man mit ein bißchen Berufserfahrung aufwarten kann. Anschließend ist man den "normalen" Studienräten gleichgestellt und kann sich auch auf Funktionsstellen bewerben.
    Aber: ein universitärer Master ist Voraussetzung. Und das ist nicht verhandelbar.

    Zitat

    So weit ich weiss müssen Quereinsteiger nicht mal ein Ref durchmachen, oder täusche ich mich?


    Und wieder für NRW: Du täuscht Dich. Das Ref macht man berufsbegleitetnd. Und das ist genauso, wie es sich anhört: Man arbeitet ganz normal als Lehrer und darf einen Tag in der Woche für Seminararbeit aufwenden, der natürlich mit reichlich Veranstaltungen gespickt ist. Unterrichtsverpflichtung sollte 19 Stunden betragen, geht aber oftmals drüber. Zudem hat man oft Klassenleitungen, Zusatzaufgaben etc. Eben wie ein "echter" Lehrer. In der ganzen Zeit haben mich immer mal wieder Kollegen gefragt: Wie, Du machst Lehrproben? Warum, Du arbeitest doch ganz normal?

    Der Stress ist enorm und nicht zu unterschätzen.

    Wipäd Master würde ich eigentlich nur machen um wirklich auch verbeamtet zu werden. Anderenfalls würde es wohl besser sein nicht auf das Gehalt zu verzichten, zu arbeiten, nebenbei einen Master zu machen und dann in den Schuldienst als Quereinsteiger einen Versuch zu starten.


    Das verstehe ich nicht: den Master brauchst du, um überhaupt den seiteneinstieg machen zu können. Ohne geht's Nicht. Ob du verbeamtet wirst oder nicht, hängt von anderen Faktoren wie Gesundheit und Alter und Bundesland ab.

    Gibt es einen Unterschied vom Gehalt her, ob ich als Quereinsteiger(mit Master) anfange ODER ob ich trotz eines Wipäd-Studiums und einem anschließenden Referendariat ohne verbeamtet zu werden arbeite?


    Du willst nach dem wipäd Master das normale ref machen? Auch das hat keinen Einfluss auf die Verbeamtung. Wie der seiteneinstieg in Bayern funktioniert, weiß ich nicht.

    Und ich hab noch nicht ganz verstanden, ob du dann auf den Schuldienst verzichtest, wenn du nicht verbeamtet wirst. Dann wären das für mich falsche Motive.
    Irgendwie ist mir nicht klar, was genau nun dein Problem ist. Vielleicht versteht es ja jemand anderes.

    Glaub ich irgendwie nicht - ich war nämlich beim Amtsarzt VOR meiner Einstellung im Januar - und die gute Dame hat einen kompletten 1,5 Stunden Checkup gemacht. Meine Kollegen lachen mich regelmäßig aus, da deren Amtsarzt aus einmal pinkeln, einmal Blut abnehmen und einmal auf den Rücken klopfen bestand. :(

    Muss ich das verstehen? Ist das evtl Sache der BR? Bei uns waren alle erst gegen Ende der OBAS da. Auch beim Jahrgang vorher.

    Nun hab Ichs hinter mir, da stelle ich mir die nächste Frage: wir hat bei euch fertigen OBASlern der Anschluss zur Verbeamtung geklappt? Gab's Probleme, würdet ihr im Nachhinein sagen, hätte ich mich mal selbst gekümmert etc?

    Ich würde mich über Erfahrungsberichte freuen :) ich werde nämlich in 2 Monaten 40. da sollte die Klamotte über die Bühne sein. 8)

    Der Post ist schon alt, aber als ich ihn damals gelesen hab, war ich so neidisch.

    Jetzt darf ich es auch endlich sagen: OBAS ist überlebbar. Und nicht nur das: die FH-Maßnahme mit anschließender OBAS ist überlebbar. Ich bin der Beweis. :) es war hart. Aber nun realisiere ich es langsam: ich bin fertig!!!!!!!

    Ich weiß nicht, wie es in bw aussieht, aber in NRW könntest du mit dem Abschluss soweit ich weiß nicht an einer allgemeinbildendem Schule landen, sondern nur am BK als fachpraxis Lehrer, wie schon oben erwähnt.
    Fachpraxis bedeutet mehr Stunden und schlechtere Bezahlung. Muss man abwägen, ob das für inen selbst ok ist.

    Ich sehe auch nicht, dass bei Euch die Kinder noch Kinder sein dürfen. Stattdessen werden ihnen Entscheidungen auferlegt (Sitzordnung, Allgemeine Probleme im Schulbetrieb --> Welche sind das eigentlich?? Und was wird dann da entschieden?), die sie eigentlich noch nicht treffen können. Und genau das ist das Problem: Im Kindergarten- und Grundschulalter müssen Erwachsene viele Entscheidungen für die Kinder treffen, weil sie es einfach besser wissen. Kinder sollten NICHT völlig frei entscheiden dürfen, was sie morgens frühstücken oder wohin der Ausflug gehen sollte. Zuviel Entscheidungsfreiheit überfordert sie eher, als dass es weiterhilft.

    Und leider erlebe ich im privaten Umfeld oft Kinder, die Sachen entscheiden dürfen, obwohl das unpassend ist, wie zB welche Klamotten sie anziehen. Da sieht man tatsächlich Kinder in Sommerkleidern bei 5 Grad über 0. Weil das Kind ja so einen Willen hat. Nee, is klaa!

    Die Wahl zwischen Alternativen zu geben, die ein Erwachsener ausgewählt hat, finde ich völlig ausreichend. Und zwar bis in die Sek II. Meine Schüler dürfen einige wenige Dinge selbst bestimmen. Aber ich gebe ihnen einiges vor, da ich erfahren musste: Zuviel Entscheidungsfreiheit geht schief, da die SuS einiges einfach nicht wissen können.

    Meine Bedenken sind bei beruflichen FR immer: Wenn man nicht selbst mal diesen Beruf erlernt hat, steht man wirklich wie Ochs vorm Berge. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, da man manchmal in Berufen unterrichtet, die zwar noch zu dieser beruflichen Richtung gehören, aber niemals selbst gemacht hat. Da machen einem die Azubis schnell einen vor. Das was ich im Studium in der beruflichen Richtung gelernt habe, hat wirklich nullkommanix mit dem Ausbildungsberuf zu tun.
    Das sollte man immer bedenken. Ich stelle immer wieder fest, dass die Anerkennung der Azubis in meinem eigenen erlernten Beruf wirklich sehr groß ist. Und da stelle ich es mir schwierig vor, wenn man die berufliche Richtung "nur" studiert hat und dann zB an Maler und Lackierer gerät. Das ist nicht das einfachste Klientel...

    Nur so als Denkanstoß!

    Ich gebe Elternschreck Recht und empfehle allen, mal die Bücher von Winterhoff zu lesen.

    Jersey, mich wundert es auch nicht, dass Deine Schüler immer mit solchen Äußerungen kommen, denn genau das beschäftigt sie. Was genau erwartest Du Dir denn konkret für Antworten?

    Ich bin keine Expertin, aber die FR Gestaltung am BK beinhaltet schon etwas mehr als das Fach Kunst. Du bildest dann Steinmetze, Maler und Lackierer, Raumausstatter etc. Ich finde nicht, dass das mit dem Gymnasialfach Kunst zusammenpasst. Von daher wirst Du wahrscheinlich viel von der Fachwissenschaft nachholen, könnte ich mir denken.

    Ansonsten: verlässliche AUskunft kann Dir nur die Studienberatung geben.

    Es ist ein Unterschied, ob man durch zwei Lehrkräfte "ausgebildet" wird, die beide kurz vor der Pensionierung stehen und so unterrichten, wie sie es seit dreißig Jahren tun oder ob man die Möglichkeit hatte, bei etwa zehn Kollegen, die eine große Bandbreite an Unterrichtsstilen abbilden, zu hospitieren.


    Ach so! :)
    Wobei das bei mir so aussieht: Alle 35 (!) Kollegen, die mein Fach unterrichten, sind Deiner ersten beschriebenen Kategorie zuzuordnen. Auch wenn viele noch nicht kurz vor der Pension stehen. ;) Ich möchte behaupten, dass mein Ausbildungslehrer schon nach ein bis zwei Besuchen keine Ratschläge mehr erteilen konnte. Das schließe ich aus der Art der Korrektur meiner Entwürfe: Es wurden Rechtschreibfehler korrigiert. Mehr nicht.

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