Beiträge von Sissymaus

    Also der SE ist nicht eingestellt. Es gibt ja die OBAS und da hat jeder Schule die Möglichkeit, ihre STellen für SEs zu öffnen, wenn sie befürchten, dass sich keine Regelbewerber melden. Die OBAS ist einfach eine Ausbildungsordnung, die bleibt bestehen, da muss nichts eingestellt werde oder so. Insbesondere in NRW auf dem Land schätze ich die Chancen am BK ganz gut ein. Wir haben jedenfalls seit Jahren nur noch SEs.

    Am BK sind jedoch die besten Chancen, allerdings ist Sport da wirklich etwas, was nicht unbedingt gebraucht wird. Im dualen Bereich wird gern auf Sport verzichtet. Da haben die Azubis max 1 Std in einem Halbjahr. In den Vollzeit-Bildungsgängen ists dann etwas mehr.

    Chemie oder Bio muss in einigen Bereichen sein, aber auch das ist nicht grad mega gefragt. Die Chancen stehe da schon besser als mit Sport, denke ich. Aber wie schon oben bescrhieben: Mit Glück kann man unterkommen.

    Wichtig für das Nachstudium ist, dass Dein master ein universitärer ist! Auch FHs haben den Master. Und die nennen sich dann nicht mal mehr FH. Sind aber keine Unis. Und da haben wir selbst einen Fall gehabt, dass die Stelle nicht vergeben werden durfte, da der Master an der FH absolviert wurde. Ich würde mich genau erkundigen, sonst fällst DU evtl auf die Nase.
    Was ist denn mit der Möglichkeit, einfach dein Lehramtsstudium zu beenden und ins Ref zu gehen? Oder fehlt DIr da zuviel?

    @madeleine:
    Leider kenne ich mich in Österreich nicht aus mit dem Ref. bei uns war Portfolioarbeit konkret folgendes: Ausarbeitung von drei selbstgewählten Themen, die aus der Praxis kommen können und dann theoretisch aufgearbeitet werden. Dazu kam noch das ein oder andere aus der Personenorientierten Fallberatung (Coaching), Lerntagebuch und alles, was so an Formularen während des Refs angefallen sind + natürlich die Entwürfe der Unterrichtsbesuche.

    Das kann bei Euch aber anders aussehen.

    Zu der Unterstützung aus dem Kollegium: Ich würde nicht sagen, dass es keine Unterstützung gibt, aber ich hab viele "ältere" Kollegen, die eben unterrichten, wie vor 30 Jahren. Und da wars so, dass man frontal den Schülern alles dahingeschmissen hat und allein in seinem Klassenzimmer umhergewurschtelt hat. Die Kollegen haben ihren Unterricht ausgearbeitet und weichen davon nicht ab. Wenn man fragt, bekommt man sicher Hilfe, aber die oben beschriebenen Rahmenbedingungen

    Zitat

    Planungsuebersicht fuer das vorige Schuljahr und detaillierte Notizen ueber jeden Schueler


    gibts bei uns nicht. Wer wissen will, was vorher unterrichtet wurde, schaut ins Klassenbuch oder in den Lehrplan. Und Notizen über jeden Schüler gibts nur in Notenform.
    Ist eben so.

    Ich sehe aber auch grad einen Umbruch, da viele Kollegen in den Ruhestand gehen und die jüngeren schon eher als Team zusammenarbeiten.

    Das spiegelt aber nur mein Umfeld ab, nicht, dass jemand meint, ich wolle pauschalisieren ;)

    Da Du innerhalb der ersten 3 Monate Dein EPG hast, kann ich mir nicht vorstellen, dass Du 3 Wochen keinen Kontakt zur Schule hast. Eigentlich solltest Du schnell ins Schulleben eingebunden werden und Kontakt zu Schülern bekommen. Weihnachten steht ja dann auch vor der Tür, das ist alles ne knappe Kiste.

    Aber das Seminar anzurufen, kann natürlich nicht schaden.

    Zitat

    "Ich muss gestehen, ich finde diesen anscheinenden Mangel an Kooperation und Informationsuebergabe bei euch recht erstaunlich (und auch ziemlich unorganisiert). Als ich an meiner derzeitigen Schule anfing, hatte ich saemtliche Daten fuer meine Klasse, Planungsuebersicht fuer das vorige Schuljahr und detaillierte Notizen ueber jeden Schueler bereits vor den Sommerferien. Genauso hab ich mich auch mit unserem neuen Kollegen hingesetzt und wir haben die Klasse, die er von mir uebernahm, besprochen. Nach den Ferien bekommen wir eine neue Kollegin. Sie hat ebenfalls bereits alle Infos und sogar 2 Tage vor den Ferien mit ihrer neuen Klasse verbracht um sie kennenzulernen."

    Toll! An unserem BK leider Wunschdenken. :(

    Ich hab jetzt keine konkreten Tipps, aber ich möchte dir Mut zusprechen: vieles wird schief gehen, deine Erwartungen werden nicht (voll) erfüllt und das ist völlig normal! Mit jeder eigenverantwortlich gehaltenen Stunde wirst du ein Gespür bekommen. Ganz viel erfolg! Ich bin vor einigen Jahren auch ins kalte Wasser geschmissen worden und erinnere mich noch gut daran!

    Und wie schafft mit 11 Kursen mit mangelhaft (weniger als 5 Punkte) noch einen Schnitt von 2,2???
    Ich hab nicht am "klassischen" Gymi mein Abi gemacht, daher klärt mich auf: Wieviele Kurse hat man denn? Meine Tochter hat derzeit 13, soweit ich weiß. Und sie kommt nun in die Q1, da werden es weniger.

    EDIT: Ich habs verstanden. Hier wird jeder Kurs pro Kurshalbjahr über Q1 und Q2 gezählt. Dann werden es natürlich ein paar mehr :)

    Vielleicht will die BR auch feststellen, ob es in Deiner Schule Gründe für Deinen Ausfall gibt. So manches Mal gibt es mobbende Kollegien, unfaire Schulleitungen, gesundheitsgefährdende Bodenbeläge oder Dächer etc. Da ist es richtig, dass die BR nachfragt.

    Wäre toll, wenn Du mal erzählst, um was es ging.

    Grundsätzlich: Warum denn nicht? Ich war noch älter, als ich das Studium des 2. Faches absolviert habe. Und es war ne tolle Zeit!

    Nur: wähle sinnvolle Fächer. Wenn Du Allerweltsfächer wie Deutsch und Geschichte nimmst, wirst Du es schwer haben, überhaupt eine Stelle zu bekommen, erst Recht, wenn Du mit Deinen wesentlich jüngeren Mit-Absolventen verglichen wirst.

    Und: welche Schulform schwebt Dir vor? Auch da kann es mitunter schwer werden, Stellen zu finden. Das alles muss daher überlegt werden, bevor man umsattelt.

    Was hast Du denn bisher gemacht und was bewegt Dich, diesen Schritt zu gehen?

    Eine berufliche Richtung ist kein Muss, aber es erhöht die Chancen.

    Und da Du bereits eine Ausbildung hast: Käme denn da für Dich das Studium einer beruflichen Richtung in Betracht? Welche Ausbildung hast Du denn gemacht? Es wäre ja ideal, wenn du diese Berufsschüler dann auch unterrichten könntest.
    Der Unterricht ist wirklich immer ein ganz anderer, wenn man diesen Beruf auch selbst gelernt hat, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

    Ah, der Kalle als mein Mitstreiter :) Danke für Deine Ausführungen, finde es recht interessant, wie es anderswo läuft.

    Wie habt ihr die Ausbildung empfunden? Stressfaktor von 1(easy)-10 (unerträglich)
    Für mich wars im Schnitt auch zwischen 6-7. In den üblen Zeiten der UBs wars viel. Da man aber 10 UBs in 1 Schuljahr und ein bißchen machen musste, gab es kaum eine Zeit ohen UBs. Im Seminar haben manche 3-4 in 2 Wochen gemacht. Da waren die Abstände natürlich geringer. Da ich als Mama aber da anders planen musste (Nachtschichten gehen da einfach nicht, wenn man den Familienbetrieb am Laufen halten muss), habe ich eine regelmässige Verteilung angestrebt. Hinsichtlich des eigenen Lernerfolgs war das auch gut!

    Gab es Unterschiede zu den grundständigen LAAs bzgl. Bewertung im Seminar?
    Ich hatte im (Fach-)Seminar keine, daher kann ich nur nach meinem Eindruck bewerten: Es gab mMn keine Unterschiede. Insgesamt nicht, bei der Benotung nicht usw.

    Wie waren Eure Fach- und Kernseminare? Gewinnbringend? Zeitverschwendung?
    Teils Teils! Ich würde sagen insgesamt waren 50% äußerst effektiv, der Rest eben nicht. Ich hab mir immer das rausgepickt, was ich brauchen konnte.

    Wie war die Unterstützung im Kollegium?
    Mittelmäßig. Ein Kollege hat sich richtig reingehangen.

    Wie war das Verhältnis zu Ausbildungslehrern / Mentoren?
    Ganz gut :) Finde ich wichtig!

    Wie hat Euch die SL unterstützt?
    Unterstützt? Nunja, das direkt nicht, aber mir wurden auch keine Steine in den Weg gelegt.

    Wieviele Stunden habt ihr im Schnitt eigenverantwortlich durchgeführt?
    19-20

    Gab es Hospitationsstunden oder angeleiteten Unterricht? Wenn ja, wieviel?
    Keine Hospitation, angeleitet: ein Kollege sass bei 1 Stunde mit drin. War aber keine Anleitung.

    Wie war die Qualität des angeleiteten Unterrichts? Gab es eine Vor/Nachbereitung und eine Reflexion?
    Nein, gabs beides nicht!

    Welche außerunterrichtlichen Tätigkeiten habt ihr gemacht?
    Exkursionen, Ausbildertreffen, Einführung neuer Lehrplan, Klassenleitungen....

    Würdet ihr das Ganze nochmal machen?
    Na klar! Ein toller Job! Abwechslungsreich und zwar täglich! Einschränkung: Der Seminar-Druck macht mich fertig. Ich bin einfach froh, wenn dieser Druck weg ist, das belastet mich schon ziemlich.

    Welche Verbesserungsvorschläge habt ihr?
    Einige. Wäre da evtl ein neuer Thread angebracht? ;)

    Hallo zusammen,

    ich befinde mich auf der Zielgeraden: im September steht der große Vortanz an! ;) Da ich nicht 10 Stunden am Stück an meinen Entwürfen sitzen kann, brauche ich Pausen, in denen ich mich mit einem anderen Thema beschäftigen kann. Daher würde ich gern eine Diskussion über die OBAS-Ausbildung in NRW starten und habe dazu einige Fragen, die mich ohnehin interessieren. :) Wer mag kann ja zu einigen mal seinen Senf dazutun.
    Habs mal so formuliert, als wäre die Ausbildung schon abgeschlossen, würde mich aber freuen, wenn sich auch Leute melden würden, die derzeit "dran" sind.

    Wie habt ihr die Ausbildung empfunden? Stressfaktor von 1(easy)-10 (unerträglich)
    Gab es Unterschiede zu den grundständigen LAAs bzgl. Bewertung im Seminar?
    Wie waren Eure Fach- und Kernseminare? Gewinnbringend? Zeitverschwendung?
    Wie war die Unterstützung im Kollegium?
    Wie war das Verhältnis zu Ausbildungslehrern / Mentoren?
    Wie hat Euch die SL unterstützt?
    Wieviele Stunden habt ihr im Schnitt eigenverantwortlich durchgeführt?
    Gab es Hospitationsstunden oder angeleiteten Unterricht? Wenn ja, wieviel?
    Wie war die Qualität des angeleiteten Unterrichts? Gab es eine Vor/Nachbereitung und eine Reflexion?
    Welche außerunterrichtlichen Tätigkeiten habt ihr gemacht?
    Würdet ihr das Ganze nochmal machen?
    Welche Verbesserungsvorschläge habt ihr?

    Mehr fällt mir grad nicht ein. Evtl. ergänze ich das noch. Oder jemand anderes, wenn Euch noch Fragen einfallen. Meine Antworten gibts natürlich auch: in meiner nächsten Pause 8)

    Mein Ref beginnt im September und ich bin Quereinsteigerin (Master Informatik) und daher überrascht, dass ich so ohne alle didaktischen Vorkenntnisse eine 6. in Mathe bekomme (Gymnasium) und den achten Jahrgang im sogenannten Profilunterricht (vermutlich "Forschen und Dokumentieren").


    Du schaffst das schon! Quereinsteiger springen oft ins kalte Wasser. Das ist am Anfang unangenehm, aber später kommt es Dir zu gute! Viel Erfolg beim Einstieg. Meiner ist nun 4 Jahre her und ich stehe kurz vor dem 2. Staatsexamen :)

    In NRW gibt es die von Trantor erwähnten Fachpraxis-Lehrer oder auch Werkstatt-Lehrer. Meist sind das Meister oder Techniker. Ob ein normaler Berufsabschluss reicht, weiß ich nicht. Ich kenne diese Lehrer auch nur in Verbindung mit Hauswirtschaft (Koch), Metall/Holz/Bau-Werkstätten, Kosmetik/Friseure oder in der Bekleidungstechnik (Schneidermeister). Ob es Fachpraxis auch für Informatik gibt, bezweifle ich, da ja in diesen Fächern Theorie und Praxis nah beieinander liegen und daher üblicherweise von den Theorielehrern abgeleistet werden. Jedenfalls ist es bei unseren Informatikern und informationstechnischen Assistenten so.
    Zu berücksichtigen ist aber auch, dass es da (meines Wissens) nicht über Entgeltstufe 10 hinaus geht und das Deputat 30 Std beträgt.

    Es schadet aber ja nicht, dass Du mal nach Stellen Ausschau hältst. Das entsprechende Portal ist dieses hier: https://www.schulministerium.nrw.de/BP/AndreasAngebote

    Am BK gibt es das Unterrichtsfach "Rechtswissenschaften". Jedenfalls in NRW. Ich denke, dass das auch viele brauchen werden: Immobilienleute, Rechtsanwaltsfachräfte evtl auch Industriekaufleute (das ist aber nur meine laienhafte Meinung). Sicher muss es da auch was in Hessen geben.

    Für NRW: Einfach regelmässig unter https://www.schulministerium.nrw.de/BP/LOISAngebote nach Stellen schauen. Im Moment ist da nichts drin, das ist alles gelaufen, aber im Oktober müsste es wieder losgehen.

    Wenn Du so unzufrieden bist, kann ich das sehr verstehen. Ich habs aus demselben Grund gemacht und bereue es keine Minute! Wäre es denn evtl möglich, Rechtswissenschften nachzustudieren? Da müsstest Du doch einiges anerkannt bekommen. Und das 2. Fach: Tja, evtl Sozialwissenschaften? Für den Quereinstieg brauchst Du nur einige SWS, nicht mal einen Abschluss. Ich kenne Leute, die haben einfach einige Sachen an der FU Hagen belegt und kommen dann zu nicht ganz alltäglichen Kombis wie: SozPäd und Mathe

    ICh kenne mich nur mit NRW aus und ich denke, dass da grundsätzlich ein Quereinstieg möglich wäre. Du könntest dann an einem Berufskolleg mit dem Unterrichtsfach Rechtswissenschaften einsteigen. Das zweite Fach muss man dann aus dem Studium ableiten, da weiss ich so direkt nicht, was das sein könnte. Hast Du Jura mit einem Schwerpunkt studiert?
    Dazu müsstest Du natürlich für die Zeit (2 Jahre) irgendwo in NRW ansässig werden und sicherstellen, dass es Dein Fach auch irgendwo in der Nähe von Kassel gibt. Ich denke aber, dass Rechtsanwalts-Fachkräfte sicher an einigen BKs ausgebildet werden.
    Der Quereinstieg in NRW ist stressig, aber man hat seine Stelle anschließend sicher und wird auch schon ganz gut bezahlt.

    Insgesamt stimme ich den Vorpostern zu: Bevor Du nicht sicher bist, ob Du mit Deiner gewählten Kombi eine Stelle bekommen kannst, solltest Du nicht überstürzen.

    Viel Erfolg.

    Der Faden ist nun schon einige Zeit alt, trotzdem noch meine Erfahrungen:

    Ich hab ein Kind während des Studiums bekommen und eins vor dem Ref. Dazwischen lagen 11 Jahre (bin Quereinsteigerin und habe dazwischen gearbeitet). Die Zeit mit der Großen im Studium war easy-peasy, was aber auch daran lag, dass wir bei meiner Schwiegermama gewohnt haben, die uns rundumversorgt hat. Ich hatte nichts mit Haushalt, Wäsche etc zu tun, sondern konnte mich (fast) voll auf mein Studium konzentrieren. Ich habe abends gelernt und das hat super geklappt!
    Dann bekam ich meinen Sohn. Als er 1 Jahr alt war und die Tochter 12 gabs die Chance zum Seiteneinstieg. Das bedeutete für mich (FH-Abschluss) zunächst nachstudieren bei 13 STunden Unterricht und nach 2 Jahren berufsbegleitendes Referendariat. Mittlerweile waren wir beim Haus angekommen. Und ich muss sagen: es ist wirklich sehr viel anstrengengender als bei de rGroßen. Warum? Ich bin 11 Jahre älter geworden (nicht zu unterschätzen!!), ich hab ein ganzes Haus zu versorgen (Mann arbeitet viel und oft im Ausland), Tochter ist eher pflegeintensiver geworden (Lernen, Schulschwierigkeiten, Anpassung Gymnasium, Hormonschübe dank Pubertät...). Ich habe mich in der Zeit megagut organsisiert, bin aber trotz 45 STunden Kita-Platz auf Hilfe darüberhinaus angewiesen. Und wir führen seit praktisch 4 Jahren kein Familienleben, da nahezu jedes WOchenende drauf geht mit Ubs. Und wenn da mal ne Pause ist, dann ist soviel liegengeblieben im Haushalt und Garten, dass man da erstmal rödelt. Und es kostet eben wirklich Überwindung, wenn man sich abends nochmal hinsetzen soll.

    Einen Tipp kann ich nicht geben, das muss nun wirklich jeder selber wissen. Ob ichs nochmal so machen würde, diese Frage stelle ich mir nicht. Ich habs so gemacht und freue mich auf die Zeit im September, wenn ich die UP hinter mir hab. Eine richtige Zeit gibt es nie, da kann ich voll zustimmen!

Werbung