Beiträge von Sissymaus

    Zitat von Landlehrer

    Sobald die Lehrkraft weg ist wird meist nichts mehr gearbeitet und entspannt Kaffee getrunken.

    Dann ist die Aufgabe nicht klar umrissen, nicht zum Selbststudium / Eigenarbeit geeignet, zu hoher / zu niedriger Schwierigkeitsgrad, keine Kontrollmechanismen eingebaut und und und.

    In der Berufsschule und meinem Bildungsgang (meist ab 3. AJ) absolut üblich: Schüler arbeiten mehrere Schultage alleine an einem klar umrissenen Projekt. Anhand des Projekttagebuchs kann ich genau ablesen, was sie in den Stunden 1-4 gemacht haben. Am Ergebnis und dem anschließenden Fachgespräch erkenne ich, ob sie es alleine oder mit Hilfe gemacht haben. Dabei ist es mir egal, ob sie in meinem Raum oder draußen arbeiten. Fragen dürfen sie natürlich immer stellen. Manche beantworte ich, bei anderen verweise ich auf die zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien.

    Mich kostet es im Vorfeld viel Arbeit. Nach jedem Durchlauf ändere ich was dran (bisher). Aber der Unterricht ist dann ein Selbstläufer.

    Zur TE: Ich glaube, dass das klappen kann, aber dann muss das Material mit viel Arbeit so erstellt sein, dass die S. alleine klar kommen.

    Ich muss mich doch sehr wundern, wie hier auf Kollegen herumgehackt wird, die im Auftrag der Schulleitungen auf gesunde Ernährung bei den Schülern achten. Da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Alle lachen sich über den Radiobeitrag kaputt, wo das adipöse Teenie-Mädel sich bei der Ernährungsberatung zum Affen macht: "Und was trinkst Du immer am Tag?" - "Na, Säfte und so" - "Ok, welche denn?" - "Ja, Fanta und Sprite und so" Aber hier wird plötzlich von Lehrern gemotzt, wenn es Schulen gibt, die das zum Thema machen.

    Also bitte!

    Ich selbst leide ziemlich darunter, dass der beste Freund meines Sohnes täglich morgens einen Pudding frühstückt, immer nur Fanta mit in der Schule hat und zudem sein Hanuta mit in die Schule bekommt und sonst nichts. Ich war der Lehrerin dankbar, dass sie das eigentlich unterbunden hat, aber anscheinend wird das nicht so durchgesetzt, wie bei Anja und Xiam. Ständig kämpfe ich mit meinem Sohn über diese "Ungerechtigkeit". Mir wäre es wirklich lieber, dass sich alle da ein bißchen dran halten. Das würde vielen Kindern sehr gut tun! Und gehört für mich auch ein bißchen zum Erziehungsauftrag.
    Die Eltern dieses Sohnes sind keineswegs ungebildet oder "Assis", sondern stinknormale Leute. Aber anscheinend haben sie sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. Dazu kommt die Bequemlichkeit, wenn man ein Kind hat, dass vieles an Essen verweigert. Und so ufert das eben aus.

    Und: wissen diejenigen, die sich hier echauffieren, eigentlich nicht, dass sich Glutamat und zuviel Zucker stark auf die Aufmerksamkeit und Konzentration auswirken können? Jeder von Euch weiß doch, was mit einem passiert, wenn der Blutzuckerspiegel plötzlich abfällt, wie es nach dem Genuss von Süßkram und Weissbrot mit Nutella passiert. Der Jieper nach Süßem ist doch auch bei Erwachsenen kaum zu kontrollieren. Wie mag es da einem Grundschüler gehen?


    Wir haben die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung für Schüler, die erst 9 Schulbesuchsjahre hinter sich haben. Da kann es ganz selten mal einen 14jährigen geben. Außerdem haben wir noch sogenannte PuSch-Klassen, die einen Tag in der Woche aus der Hauptschule zu uns kommen, aber auch hier sind die mindestens 14.

    Das was oben steht hört sich aber eher so an, als gäbe es reguläre achte Klassen mit 13jährigen am BK. Gibt es das wirklich irgendwo?

    An vielen Berufsschulen gibt es 13jährige Achtklässler, die sollten an diesem Tag nicht bis 16 Uhr Schule haben.

    Das wird beim Thema "Berufliche Schule" leider oft vergessen und hat mit Auszubildenden oder Oberstufenschülern nichts zu tun.

    Wo gibts das denn? In NRW jedenfalls nicht. Gibts das in anderen Bundesländern? Ich kenne zwar Unterricht am BK, der auf dem Niveau der 8. Klasse liegt, aber trotzdem müssen doch mindestens 10 Schuljahre an einer allgemeinbildenden Schule absolviert worden sein, bevor man zum BK darf. Ausnahme: 9 Jahre am G8-Gymnasium. Da darf man auch schon nach der 9. zum BK.

    Daher müsste es doch eigentlich so gut wie nie vorkommen, dass jemand mit 13 am BK landet. Jemand, der verfrüht eingeschult wurde und eine Klasse überspringt, ist wohl eher selten und dann ein Gymi-Kandidat.

    EDIT: Sorry, Trantor. Jetzt erst Deins gelesen.

    Also, ich kenne ja den Weg eines Seiteneinsteigers in Sachsen nicht, aber insgesamt sind das echt unmenschliche Dinge, die da von dir verlangt werden. Auch das Verhalten im Kollegium finde ich gelinde gesagt unterirdisch.

    Ich habe so gestrampelt am Anfang. Es stürmte so viel auf mich ein. Wenn ich da jede Stunde detailliert hätte hinschreiben müssen, hätte ich hingeschmissen. Bei mir war die Unterstützung auch nicht besonders groß. Hatte zB vom ersten Tag an ohne Hospitation oder sowas eine Klassenleitung. Aber es wurde nicht mehr erwartet, als die Unterrichtsstunden. Da habe ich sicher viele Fehler gemacht, aber immernoch besser als ausgefallener Unterricht. Und niemals hat mir jemand das Gefühl gegeben, dass er mehr wert ist als ich. Vielleicht ist das am BK anders. Der quereinstieg ist da Alltag.

    Schantalle hat es schon gut auf den Punkt gebracht: du musst eine Grenze ziehen. Wenn du das alles leisten sollst ohne Seminar und in kurzer Zeit, dann soll dir einer zeigen, wie es geht. Wenn du es selbst versuchst herauszufinden, dauert es sehr viel länger.

    Ist es denn in Sachsen immer so mit dem quereinstieg? Machst du auch noch Fortbildungen, um eine Lehrbefähigung zu erhalten?

    Hier klaffen Selbstwahrnehmung und Realität mal wieder sehr auseinander. Leider bist Du auch nicht in der Lage, Deine Schreibe zu reflektieren. Außerdem gebe ich meinen Vorschreiben recht: Hier wurden massenweise Tipps gegeben, aber entweder liest / verstehst Du sie nicht oder Du willst sie nicht verstehen. Sachliche Diskussionen hast Du selber unterbunden, indem Du Leute, die hier für Dich ihre Freizeit opfern, anpampst, der Lüge oder der fehlenden Lesekompetenz bezichtigst.

    An allem haben die anderen Schuld und warum bezahlt die Allgemeinheit nicht dafür, dass ich das Falsche studiert habe? Kann ja nicht sein, dass die Menschheit nicht vor mir auf die Knie fällt, weil ich bereit bin, ein 2. Studium zu machen

    Alles in allem: Im Schuldienst wirst Du es sehr schwer haben mit dieser Einstellung, von daher lautet nun mein Tipp (nach Lektüre aller Deiner Beiträge): Lass bloß die Finger davon. Du bist ein Fall, den keiner gern im Kollegium haben will. Bitte bleib in der Sozialarbeit.

    Ich überlege weiterhin, das im Zuge einer wissenschaftlichen Arbeit mal aufzugreifen, evtl. mit einer Kollegin aus den Bildungswissenschaften, weil ihr viele ehemalige Studenten von ähnlichen Vorgehensweisen von Seminarleitern berichtet haben und das könnte man ja mal deutschlandweit erforschen und veröffentlichen....bringt ja vlt dann was für die Verbesserung der tatsächlichen Qualität :D

    Das finde ich eine gute Idee und würde es eventuell mal wissenschaftlich untermauern oder belegen, wie der Zustand in der Lehrerausbildung in Deutschland ist. Ich wäre auf jeden Fall dabei, wenn Du einen Erfahrungsbericht benötigst.

    Ich hatte da Glück: Hatte eine tolle Fachleiterin. Der andere war dagegen nicht so gut. Vor allem die Kriterien der Vornoten waren sehr intransparent. Trotzdem hab ich viel gelernt und hatte glücklicherweise nie den Eindruck, dass man mir (trotz Seiteneinstieg) das Leben schwer machen will.

    Nun ja, ich war ja beim Facharzt und der bestätigte, dass keine organische Ursachen dahinter stehen, sondern dass es wohl in die Richtung Psychosomatik gehen könnte.

    Also, wenn mir ein Facharzt wie zB ein Urologe diagnostiziert, dass das alles psychosomatische Ursache haben muss, wäre ich skeptisch. Bei dem menschlichen Körper können Beschwerden viele andere Ursachen haben, die der Facharzt nicht überblicken kann. Eine echte Diagnose kann doch eigentlich nur ein Psychologe liefern. Oder sehe ich das falsch?

    Ich hab nur manchmal das Gefühl, dass solche Diagnosen schnell gestellt werden, wenn der betreffende Arzt nichts findet.

    Die einzige, die es hier nicht versteht, bist du.


    Zitat

    Es geht hier nur darum, ob es eine Möglichkeit gibt, neben dem Zweitstudium mehr als 450 Euro zu verdienen. Ich frage das deshalb, weil es dann finanziell für mich leichter zu bewerkstelligen wäre.

    ja, die gibt es.
    Arbeiten gehen und Lebenshaltungskosten minimieren.

    Das haben Dir hier schon alle mehrfach gesagt. Und das einzige was du dazu sagst ist, dass wir zu blöd sind, Dich zu verstehen.

    Sissymaus: Du schreibst doch selbst, dass du nicht einmal die Ausgangsfrage verstanden hast. Du scheinst gar nicht zu wissen, worum es hier geht.

    Ne, ich verstehe wirklich nicht, wo das Problem liegt. Studenten müssen arbeiten nebenher, wenn sie sonst kein Geld bekommen (Eltern, Bafög). Egal, ob das das erste oder zweite Studium ist. Und sie müssen auch eine KV bezahlen. Du bist nicht die einzige, aber du siehst es als Problem: dann lass es.

    Insgesamt finde ich dein Auftreten hier ziemlich frech, dafür dass so viele versuchen, dir zu helfen. Ich habe wirklich keine Lust, meine Freizeit zu verschwenden, deshalb bin ich raus.

    Zitat

    ier ging es nicht darum, genau im Bereich SA Arbeit zu finden, sondern dass man wenn man im Zweitstudium ist und Vollzeit studiert, nicht über 450 Euro verdienen darf und wenn extra KV versichert werden müsste. Außerdem muss der Artbeitgeber dem Studium zu stimmen und 2. wirst du kaum einen Job finden, der dich nur 2 1/2 Wochen beschäftigt. Wenn man auf 450 Euro Basis mit 8,50 Euro Stundenlohn arbeite, müsste man das aber.

    Ok, und was genau willst Du dann von den Usern des Forums hören, wenn Du schon weisst, dass das alles nicht geht? Dass einer von uns Dir das vorstreckt? Langsam werde ich auch ungeduldig, so wie Du, weil Du die Antwort, die Du hören möchtest, nicht bekommst und alle der Lügnerei, Unwissenheit und der Leseschwäche bezeichnest.


    Zitat

    Wo soll das denn gehen, mit Master parallel zu unterrichten? In meinem Bundesland darf man erst unterrichten, wenn man im Referendariat ist?

    In NRW geht das. Ich habe es selbst gemacht und mittlerweile gibt es ein fertiges Angebot an der Uni Wuppertal, wo die Präsenztage fest sind, so dass man 2 Mal da erscheinen muss und die restliche Zeit frei für die Schule ist. Google nach FH-Erlass, wenn Du es nicht glaubst.

    Wenn Du in der Sozialarbeit keinen Arbeitgeber findest, der Dir flexible Arbeitszeiten bieten kann, die dann mit einem Präsenzstudium vereinbar sind, musst Du Dich wohl in anderen Branchen umsehen. So wie es zig Studierende immer machen. Also: Gastronomie oder sowas. Was man eben so machen kann, wenn man in seinem gelernten Umfeld nichts findet oder noch nichts gelernt hat. Irgendwie verstehe ich jetzt gerade nicht, was Du von uns willst?

    Es ist richtig: Ab einem gewissen Einkommen und einer Stundenzahl, verlierst Du den Studierendenstatus, da Du ja de facto nicht studieren kannst! Trotzdem wird Dir die Uni nicht untersagen, Dich zu immatrikulieren und Vorlesungen/Seminare/Übungen zu besuchen und Prüfungen zu absolvieren. Es dauert dann eben dementsprechend länger, wenn Du nicht alle vorgesehenen Module eines Semesters absolvieren kannst.
    Studentenstatus heißt in dem Zusammenhang übrigens nur, dass Du Dich als Studie in der KV versichern kannst und teilweise nicht sozialabgabenpflichtig bist, weil Du übers Jahr gesehen oft nur in den Semesterferien arbeitest. Das heißt nicht, dass man dann nicht mehr eingeschrieben bist.

    Wir haben einige Lehrer, die halbtags unterrichten und währenddessen den Master studieren. Dafür haben sie 3 Jahre Zeit. Der Master dauert aber in Regelstudienzeit nur 2 Jahre. Also besuchen meine Kollegen die Veranstaltungen, die sie eben schaffen. Das erfordert sicher viel Orga (auch im Vorfeld! Einige Module werden nur alle 2 Semester angeboten) und eigenes Zeitmanagement, aber es ist doch Alltag an deutschen Unis.

    Also: schreib Dich ein, lass Dir so viel wie möglich anerkennen und für die restliche Zeit geh jobben. Oder bleibe in der Sozialarbeit.


    Zitat

    Ich bin staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und habe Interesse an einem Lehramtsstudium als Zweitstudium.
    Gelten für mich dann andere Bedingungen, was die Einkommensgrenze im Nebenjob angeht?

    Warum sollte es? Es ist nur mit einem erlernten Beruf so, dass Du mit weniger Stunden auf das gleiche Geld kommen kannst als jemand, der völlig ungelernt ist.

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