Beiträge von Sissymaus

    Mein Vater hat es geschickt gemacht, er hat eine Frau geheiratet, die 10 Jahre jünger ist."

    Weiß ich nicht. War in der Verwandtschaft auch so (Unterschied 12 Jahre). Er ist nun gestorben, mit grad 80. Sie ist mit 68 aber grad erst in Rente und wollte noch viel erleben.

    Aber: Man weiß doch nie, wie es kommt. Ich stelle grad fest, dass im Freundeskreis der ein oder andere stirbt. So alt wie ich. Es ist doch völlig unklar, ob man die Rente überhaupt erreicht. Daher ist meine Devise: Nichts aufschieben. Möglichst früh in Rente/Pension. Zeit genießen.

    Zum Topic: Doof sind Zeugniskonferenzen und Zeugnisse

    Wieso Frechheit? Ich sehe es eher kritisch, wenn zentral nach gleichem Schema F gesteuert wird....dann nicht selten am konkreten Bedarf der einzelnen Schulen vorbei.

    Und Du findest es nicht merkwürdig, dass Schulen zwischen Personal und Fortbildungen entscheiden müssen? Klassenfahrten gehören ja auch noch dazu, die ich in der SEK I auch durchaus wichtig finde, in der Berufsbildung eher nicht, also könnten berufsbildende Schulen ihr ganzes Budget für die FoBis und Personal ausgeben, aber die SEK I muss das dritteln/ anders priorisieren.

    Ich finde das nicht gut gelöst.

    Und wenn es einmal sehr kurzfristig war und man länger für den Weg brauchte, wurde die Klasse so lange mitgeführt oder aufgeteilt, bis die Vertretung kam. Dem Telefonanruf entkam man normalerweise nicht. Als noch nichts digitalisiert war, wusste man nicht, wer anrief.

    Vertretungen gab es schon immer! Normalerweise wird versucht, dies einigermaßen gerecht unter dem Kollegium aufzuteilen.

    Nur weil es etwas schon immer gab, muss es nicht ok sein! Lehrpersonen fangen seit Jahrzehnten auf, was Dienstherren versäumen: Ausreichend Personal (120%) einzustellen und für ordentliche Zeiterfassung / Arbeitsplätze in der Schule zu sorgen.

    Das man vetreten muss ist mir schon bewusst. Mach ich ja auch aber innerhalb von meinen Arbeitszeiten. zB statt Förderstunden oder in meinen "Freistunden". Ich würde aber am Montag wenn ich regulär 4 Stünden habe, keiner in der 5 und 6 Stunde spontan eine Vertretung einplanen. Es ist zwar vorgekommen, dass mich sie SL gefragt hat ob es möglich wäre weil gerade an dem Tag so viele gefehlt haben aber rein theoretisch wenn ich zB zur 2 Unterrichtsbeginn habe und ich eine Mail um 20 am Vorabend bekomme muss ich sie doch nicht zwingend gelesen haben.

    Nö. Würd ich auch nicht machen. Ist Deine Freundin fest angestellt oder verbeamtet? Oder im Seiteneinstieg/Vertetung?

    In Niedersachsen bekommen Schulen eine Zuweisung vom Land und eine vom Träger (also der Gemeinde) aus denen die jeweiligen Aufgaben finanziert werden. Wie sie dann die jeweiligen Budgets daraus bilden ist ihnen seit der eigenverantwortlichen Schule freigestellt. Aus den Zuweisungen des Landes sind alle Kosten zu zahlen, die das Lehrpersonal betreffen, also Fortbildungen, Reisekosten, etc. , außerdem zusätzliches Personal (pädagogische Mitarbeiter). Diese Posten konkurrieren also letztlich um das gleiche Geld. Besonders paradox ist es, dass man auch noch Lehrerstunden kapitalisieren kann um die Landeszuweisung aufzustocken. Das kann dazu führen, dass eine Schule auf Lehrerstunden verzichtet um von dem Geld mehr Fahrtkosten bezahlen zu können. (Gedacht ist die Regelung zur Finanzierung von MPs).

    Das ist ja eine Frechheit, den Schulen die Verantwortung für die Priorisierung aufzuerlegen!

    BK ist einfach völlig anders als das Gymnasium. Stell Dir ganz viele verschiedene Bildungsgänge wie das Gymnasium unter einem Dach vor. Dabei reicht die Bandbreite von Schülern, die in 10 Jahren keinen Abschluss erlangen konnten bis zu Fachschülern, die auf Bachelor-Niveau unterrichtet werden. Daneben noch Schüler in duales Ausbildung, die gleichzeitig dual an der FH studieren. Da kommen nochmal andere Fragestellungen auf.

    Korrespondenz mit Betrieben ist auch herausfordernd, aber ich denke mir persönlich, dass das einfacher ist, als mit Eltern.

    Hospitiere gern mal oder noch besser: mach Dein Praxissemester an einem BK.

    Nun, ich möchte gerne in einem vertrauensvollen Umfeld arbeiten und würde es begrüßen, wenn meine Vorgesetzten mich und meine Kollegen nicht unter irgendeinen Generalverdacht stellen würden. Meine Motivation sinkt erheblich, wenn man mir nicht vertraut.

    Verstehe ich. Als Schulleitung fand ich es aber nicht förderlich für meine Motivation, wenn man mich nicht einfach mal auf Dinge hinweist, die man nicht ok findet, anstatt vor sich hin zu brodeln.


    Der Begriff der Kernarbeitszeit (der im übrigen nur sinnvoll ist, wenn ansonsten Gleitzeit herrscht)

    Eigentlich haben wir das doch und die Kernarbeitszeit ist mein eigener Stundenplan. Ich finde daher, dass der Begriff schon auch passend ist.

    Meistens fragt keiner nach einer Änderung,

    man findet den Fehler selbst irgendwann und wundert sich.

    Wir hatten schon: falsche Berufe, falsche Noten, falsche Fehlzeiten, Geburtsorte, Namen falsch geschrieben, falsche Geschlechtsbezeichnung.

    Das weiß ich natürlich nur, weil sich die Leute dann melden und dann ein neues Zeugnis bekommen. Wieviele das nicht machen, wissen wir natürlich nicht.

    Aber bei einem System mit 2000 SuS und 120 KuK und 5 Verwaltungskräften passieren eben Fehler. Wir haben gestern 7000 Noten importiert. Da kann nicht alles glatt gehen. Ist doch alles kein Thema, wenn die Personen sich melden. Dann wird eben neu ausgedruckt. Ich unterschreibe im Nachhinein bestimmt nochmal 10 Zeugnisse.

Werbung