Hallo zusammen,
ich musste bezüglich meiner Lehramtstätigkeit noch kein Praktikum machen.
Aber zu Zeiten meines Studiums, und ich dachte damals genau wie ihr. Wofür brauche ich bitte ein Maschinenbaupraktikum, ich habe rein gar nichts mit Metall zu tun. Ich bin Holzerin!!!
Tja, und dann hab ich es eben doch gemacht. Bin bei der Firma Bosch untergekommen, wo es richtig toll war. Auch wenn niemand so richtig wusste, was sie mit mir machen sollte. "Was will eine Holzerin bei uns?"
Ich habe an Fertigungsstraßen für VW mitmontiert, Schweißen gelernt, ich war in der Materialprüfung und in der Galvanik.
Alles Bereiche, die ich ohne dieses Pflichtpraktikum nie kennengelernt hätte.
Und ich bereue es überhaupt nicht.
Auch wenn ich im Vorfeld mit dem Gedanken gespielt hatte, mir auch nur eine Bestätigung zu holen und gut.
Nützt es als Chance. Macht das, was euch interessiert. Vielleicht ein Praktikum bei einem Schreiner (na gut, aus der Branche bin ich), wie von Mohaira angedacht? Oder einfach in einen großen Betrieb reinschnuppern, z.B. auch in einen Verlag. Man nimmt immer etwas mit.
Entweder es gefällt, oder es ist so schlimm, dass ihr froh seid, Lehrer geworden zu sein.
Die Schulzeit wird noch lange genug sein.
Bei uns in der Berufsschule ist es übrigens sogar üblich, dass wir Lehrer freiwillig ein Praktikum zur Weiterbildung in den Ferien machen.
Und ja, es ist schön, auch mal etwas anderes als das Schulleben zu sehen.
Außerdem hat man dann viele schöne Geschichten, die man seinen Schülern erzählen kann. Da hängen sie an den Lippen.
Viele Grüße
Super-Lion