Promotion?

  • Hallo allerseits,
    ich beende diesen Herbst mein Studium und kann dann direkt ins Ref einsteigen.
    Oder aber noch promovieren.
    Ich überlege, ob ich in Biologie promoviere und erst dann mit dem Ref beginne.


    Jetzt meine Fragen hierzu:
    Ist dies sinnvoll? In BW sind die Einstellungschancen im Moment anscheinend ganz gut, das könnte sich in den drei Jahren, in denen ich promoviere, aber ändern (oder?)


    Bringt eine Promotion, sprich, ein Doktortitel, irgendwelche Vor- (oder gar Nach-)teile? Beispielsweise als Vorteil, dass man eventuell besser/schneller höhere Positionen wie Oberstudienrat o.Ä. erreicht, als Nachteil, dass man halt drei Jahre älter ist oder vielleicht als überqualifiziert gilt oder so.
    Das sind jetzt nur Mutmaßungen, vielleicht kann mir hier ja jemand weiterhelfen :)


    Ich hoffe, das Thema ist hier richtig, die anderen Unterforen sprachen mich hierzu nicht so richtig an.

  • Ups, ja, habs gefunden.
    Ich hatte vor meinem Beitrag schon mal vergeblich "manuell" gesucht, die Suchfunktion hab ich wohl übersehen (oder kann es sein, dass man die nur als registrierter Nutzer hat).


    Aber eine Teilfrage sehe ich noch nicht beantwortet (falls sie überhaupt beantwortbar ist):
    Wie sind die Prognosen, werden die Einstellungschancen in 3 Jahren gravierend schlechter sein als jetzt?

  • Das ist im Hinblick auf das Gymnasiallehramt schwer zu entscheiden - zumal es ja die schulscharfen Ausschreibungen gibt. Die Marktlage ist unübersichtlich.

  • Das sind in verschiedenen Bundesländern Ausschreibungen, die nicht zentral sondern durch die Schulen erfolgen; die Schulen entscheiden selbst über ihren Bedarf.

  • Aha und man bewirbt sich für die Ref-Stelle dann direkt bei der Schule?
    Oder als "fertiger" Ref um eine feste Stelle?


    (wurde bestimmt auch schon in irgendeinem Thread erklärt, aber jetzt ist ja eh schon zu spät)

  • Referendariatsstellen werden zentral durch das Land (respektive die Bezirksregierungen, zumindest in NRW) vergeben.


    Schulscharfe Stellen beziehen sich auf Stellen nach dem Referendariat.


    Liebe Grüße
    Katta
    (die selber ein Angebot zur Promotion samt (halber) Stelle ausgeschlagen hat)

    "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle

  • Hallo Katta,


    fiel es dir schwer, das Angebot auszuschlagen? Was hat dich letztendlich dazu bewogen, es nicht anzunehmen?

  • Ehrlich gesagt, viel es mir nicht schwer.


    In meinem Umkreis promovieren recht viele (Geisteswissenschaften - läuft da ja etwas anders als in den Naturwissenschaften) und von daher wusste ich recht gut, was auf mich zukommen würde.
    Die Staatsarbeit hat mir zwar großen Spaß gemacht, aber ich weiß auch, dass ich ein Mensch bin, der am besten mit Termindruck arbeitet. Bei einer Promotion muss ich mir den selber setzen und das geht bei mir meistens in die Hose.


    Außerdem kam hinzu, dass ich nicht genug Durchbeißer-Qualitäten besitze (bzw. den Willen dazu), um mich im Uni-Djungle durchzubeißen und ein Leben, in dem ich mich von einer mies bezahlten halben Stelle zur nächsten durchschlage (denn ich hatte zwar ein Angebot für eine Stelle, aber die ist befristet... was kommt danach?) und ständig unter dem Druck stehe, einen Aufsatz nach dem anderen zu veröffentlichen, ist für mich einfach nicht reizvoll.
    Und eine Promotion nur um der Promotion willen kam für mich einfach nicht in Frage.
    Ich möchte auch gerne in absehbarer Zeit mal Geld verdienen, das jahrelange herumkrebsen mit wenig Geld hab ich einfach langsam satt.
    Außerdem finde ich den Beruf des Lehrers um einiges reizvoller für mich persönlich. Ich gehe gerne mit Menschen um... ich alleine am Schreibtisch... och nöö... lieber immer viel Abwechslung von einer Klasse zur nächsten, gefordert werden, viele junge Menschen kennen lernen, sie hoffentlich ein Stück lang begleiten etc..


    Und der letzte ausschlaggebende Punkt war schließlich, dass ich zu dem Zeitpunkt das Angebot hatte, für ein Jahr nach Südafrika zu gehen, dort (bzw. hier - habe das Angebot ja angenommen) einen weiteren Studienabschluss zu erwerben und nebenher Deutsch als Fremdsprache an einer Uni zu unterrichten.
    Mein Plan war schon lange, nach dem Staatsexamen noch mal ins Ausland zu gehen - und da war Südafrika um einiges reizvoller, als das Promotionsangebot.


    Zugegeben, ich war anfangs, als das Angebot kam, überrascht, geschmeichelt und auch im ersten Impuls versucht, es anzunehmen - aber das hielt nicht lange, aus oben genannten Gründen.


    Viel Erfolg bei deiner Entscheidung!
    Katta

    "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle

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