Beiträge von Ummon

    Was ist denn das für ein Deal? :schreck: das ist kein TeamTeaching, sondern Ausbeutung. Ihr hättet sozusagen eine 50-Unterrichtsstundenwoche, wenn ihr immer doppelt gesteckt wäret?

    Wie man das Teamteaching umsetzt, ist den Kollegen selbst überlassen.

    Beide Kollegen sind halt für die entsprechenden Stunden eingetragen, ob da immer beide drin sind oder ob einer das ganze Jahr Freistunde macht und der andere unterrichtet durchgehend, ist der Schulleitung letztlich egal.

    Teamteaching mit zwei Kollegen in einem Raum ist in jedem Fall ein schlechter Deal, deputatsmäßig.

    Die Klasse hat das Fach 4 Stunden, beide Kollegen bekommen jeweils 2 Stunden, sind aber alle vier Stunden zusammen drin.

    Hatte ich mal, würde ich nie wieder machen.

    Und auch so ist es immer anstrengend.

    Absprachen kosten Zeit und es braucht viele Absprachen. Ohne Absprachen ist es noch schlimmer.


    Die positiven Aspekte:

    Man kommt zusammen auf kreative Ideen, man guckt sich etwas andere Unterrichtsstile ab, man tauscht sich mehr aus - letzten Endes aber auch alles Aspekte, die ich mit netten Kollegen auch ohne Teamteaching machen kann.

    Und bei Mischfächern kann man die Aspekte unterrichten, die einem liegen und im Idealfall liegen dem Teamkollegen andere Aspekte, die einem selbst nicht so gut gefallen.

    In BW soll in den letzten beiden Wochen der Sommerferien das Konzept der Lernbrücken durchgeführt werden:


    https://km-bw.de/,Lde/Startsei…ecken+in+den+Sommerferien


    In kurz: Schüler, die durch das Homeschooling besonders benachteiligt waren, sollen hier vor allem in Mathematik und Deutsch Lernangebote durch ihre Schule bekommen.

    Die beteiligten Lehrkräfte sollen mit 40€ pro Stunde oder 0,5 Deputatsstunden entschädigt werden.


    Was ich nirgends finden konnte:

    Sind das 40€ netto oder werden die noch versteuert?

    Ist zwar jetzt nicht direkt eine Antwort auf die Frage, aber ich habe nie verstanden, wieso viele Lehrer ihre Termine explizit in einen Lehrerkalender eintragen, der entkoppelt vom privaten Kalender ist.

    Ich trage Nachmittagsveranstaltungen wie GLKs und Fachkonferenzen in meinen Kalender ein, in dem auch Zahnarzttermine, Geburtstage und TÜV-Termine stehen.


    Ansonsten habe ich eine Dreiteilung:

    - eine (Excel-)Stoffverteilungstabelle mit Wochentagen und Datum zur mittel- und langfristigen Unterrichtsplanung (in die ich auch Vormittagstermine eintrage)

    - Noten in verschlüsselte Tabellen (auch wieder Excel, nachdem ich kein Apple mehr nutze; Teachertool war gut, aber ich war nicht ganz zufrieden damit)

    - Materialpool in der Cloud

    wir sollten möglichst umgehend für den besagten Zeitraum eine Klassenfahrt in Deutschland buchen.

    Ich wäre auch vorsichtig.

    Wenn ihr vom Jetzt-Zustand und dem potenziell angesagten Zustand mit Wegfall der Abstandsregeln nach den Sommerferien aus jetzt irgendwelche Buchungen vorzunehmt, kann euch das ganz schnell um die Ohren fliegen, wenn doch wieder was kommt.

    Ich für meinen Teil habe jetzt gerade (s.o.) genug zu tun mit abgesagten Klassenfahrten, die ich damals in Unkenntnis der Zukunft geplant habe.

    Jetzt lässt sich zumindest erahnen, dass es eine zweite Welle oder zumindest lokale Peaks geben kann - Grund genug, die Füße erstmal still zu halten, auch wenn's für die Schüler schade ist.

    Das Bundesland übernimmt die Stornierungskosten, das, was der Anbieter (in meinem Fall keine kleine Jugendherberge, sondern einer der großern "Reisebüro für Klassenfahrten"-Anbieter) noch zurückbehalten hat. Wobei die Stornierungskosten schon 75% der Anzahlung sind, was ich echt heftig finde.

    Es wurden ja sämtliche Klassen- und Studienfahrten abgesagt und storniert, teilweise wurden schon ordentliche Vorzahlungen geleistet.


    Habt ihr da euer Geld bereits wieder erhalten?

    Ich kann da beide Seiten verstehen:

    Auf der einen Seite sind die Anbieter der Klassenfahrten, die gerade keine Einnahmequelle haben und mit den Vorzahlungen ihre Mitarbeiter bezahlen wollen. Je länger sie die Vorzahlungen behalten können, desto besser.

    Auf der anderen Seite sind da Eltern, denen es vielleicht finanziell nicht so gut geht und das Geld auch wieder gut brauchen können - es steht ihnen schließlich auch zu.

    Und gerade bei Schülern, die in wenigen Wochen die Schule verlassen, kann ich umso mehr verstehen, dass die so langsam ihr Geld wieder sehen möchten.


    Macht ihr den Anbietern da Druck oder wartet ihr noch ab?

    Ich schreibe mal hier rein, weil die eigentlich lächerliche Frage keinen eigenen Thread wert ist:


    Wie teilt ihr mit den Abstandsregeln Arbeitsblätter aus?

    Bei mir geht es am Montag wieder mit Präsenzunterricht in den geteilten Klassen los, d.h. ich werde in ein Zimmer kommen, in dem ~15 Schüler an ihren Plätzen sitzen, vorher jedem Schüler ein Blatt auf den Tisch legen geht also nicht.

    Laufe ich mit Maske rum und lege jedem ein Blatt hin? Das ist ja letztlich die beste praktikable Möglichkeit, oder?

    Dass das nichts für ein Bewerbungsgespräch ist, sollte klar sein oder zumindest mal thematisiert werden.

    Das ist halt der springende Punkt.

    Solche Sachen "mal" zu thematisieren, verankert sie nicht in den Köpfen der Schüler.

    Ein Bewusstsein, dass man in bestimmten Situationen bestimmte Umgangsformen braucht, schafft man nur über Gewöhnung an diese Umgangsformen.

    Wenn man sich in der Schule anders kleidet und benimmt als in der Freizeit, schafft man damit auch eine bestimmte Geisteshaltung.

    Ist es möglich, auf Beschluss der Schulkonferenz bestimmte Marken zu verbieten? In der Hausordnung oder so?

    Um darauf mal direkt einzugehen (habe ich im Thread eigentlich kaum gesehen):

    Mit einer Schulordnung, die ja eine Art von Hausordnung ist, schränkt man Menschen ein.

    Wenn ein Schüler auch noch so gerne Kaugummi kaut, muss er das in der Schule unterlassen, wenn das so in der Schulordnung steht.

    Bei uns steht in der Schulordnung, dass im Unterricht keine Mützen getragen werden dürfen.

    Ist jetzt doof für die Schüler, die den ganzen Tag ihre Basecap tragen, aber in der Schule dürfen sie das halt nicht bei uns. Die fühlen sich vielleicht auf den Schlips getreten, weil sie ihren Style nicht ausleben dürfen, müssen das aber ertragen.


    Ich sehe nicht, wieso das bei den genannten Marken nicht auch gehen sollte.

    Für den Fall, dass ein Schüler argumentiert, dass er wirklich keine andere Kleidung hat, legt ihr ein paar weiße Shirts im Sekretariat aus, die die Schüler dann leihweise tragen dürfen :zahnluecke:

    Wichtig ist, das nicht einfach nur in die Schulordnung aufzunehmen, sondern dass auch alle dahinter stehen und auch entsprechend Verstöße ahnden und melden. Nichts ist nerviger als ein Verbot, bei dem jeder weg sieht und nur noch auf dem Papier existiert, so dass die ein, zwei Kollegen, die die Schulordnung diesbezüglich durchsetzen möchten, die Spießer sind (Stichwort Handyverbote...).

    Genau deshalb ziehe ich auch in den Jahren vor dem Abi in den Klausuren immer Punkte ab, wenn ich mich über Dinge ärgere, die die Schüler im Abi nicht machen sollen.

    Ich kenne viele Kollegen, die sich ärgern, dann aber zu gutmütig sind, um Punktabzug zu geben.

    Alibikorrektur

    Weil's dieses Jahr eine ist ^^

    Nein, ernsthaft:

    Ich frage mich, wie oft dieses Jahr entweder direkt Absprachen getroffen werden oder Zweitkorrektoren deshalb milde korrigieren, weil...

    ...man weiß, dass der Erstkorrektor aus der eigenen Schule kommt und keinen verärgern möchte

    ...man den Schnitt der eigenen Schule heben möchte

    ...man an die Sondersituation denkt ("Die armen Schüler haben dieses Jahr eh so sehr zu kämpfen").


    Ich prognostiziere jedenfalls so milde Zweitkorrekturen, dass man sie auch gleich hätte weglassen können - Alibikorrektur.

    q.e.d.

    Ich würde es inhaltlich werten (ich habe von solchen Fällen gehört, es ist auf jeden Fall zulässig), aber etwas abziehen.

    Im Gesamten liegen hier drei Fehler/Unsauberkeiten vor:

    1) Verwenden des Konzepts statt der Reinschrift

    2) vergessen der Markierung, wo im Konzept der Korrektor lesen soll

    3) schlechte Lesbarkeit durch viele Durchstreichungen.

    Wieviel du dafür abziehst, kannst du du kannst selbst entscheiden, du kannst bis zu 3 Notenpunkte wegen der äußeren Form abziehen.

    Sind feste Sprechstunden der Lehrkräfte tatsächlich ein festgelegtes "Verfahren" an vielen Schulen?

    Sorry, falls diese Frage doof klingt, aber ich kenne das von berufsbildenden Schulen und auch aus meiner eigenen Schulzeit überhaupt nicht.

    Bei uns gibt es am Schuljahresanfang auch einen Wisch, bei man eine Hohlstunde angeben muss, die die offizielle Sprechstunde darstellt.

    Allerdings wird auch allen Eltern immer kommuniziert, dass es kein guter Stil wäre, einfach zu dieser Stunde unangemeldet auf der Matte zu stehen - weil man da auch eine Vertretungsstunde haben könnte, aber natürlich auch, weil man völlig unvorbereitet viel weniger über einen Schüler sagen kann als mit Vorbereitungszeit. Bei mir haben sich Eltern auch immer gemeldet und mit mir einen Termin vereinbart (der zu 90% der Fälle nicht in dieser offiziellen Stunde war :zahnluecke:).

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