Amoklauf - wie verhalten als Lehrer?

    • Offizieller Beitrag

    Wow....


    Das, was ich geschrieben habe ist sozusagen Anordnung von irgendeiner Fortbildung, die wohl in Zusammenarbeit mit der Polizei diese Regeln ausgearbeitet hat.


    Geübt wird bei uns gerade nicht, um nicht das Panikgefühl zu mehren. Umgekehrt finde ich es schwierig, dass die Schüler bisher eigentlich keine Ahnung über diese Verhaltensregeln haben und ich mich eben frage, wie ich im Ernstfall meine 30 Süßen dazu bekomme schnell genau das zu tun, was mir dann hoffentlich auch alles auf der Stelle einfällt.

  • Verbarrikadieren ist nur dann eine gute Idee, wenn der Täter keinen Sprengstoff hat...


    Polizei bei uns sagte auch: Bauchgefühl...
    Ohne umfasende Information über die Bewaffnung des Täters hat man eine 50:50 Chance richtig zu liegen, wenn man zwischen Evakuieren und Verbarrikadieren entscheidet.

    • Offizieller Beitrag

    Das war auch mein Eindruck bei den Fortbildungen - dass es zu jeder "Regel" eine Ausnahme oder eine Situation gibt, in der genau das dann das Falsche ist. Ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass es bei der Polizei jahrelangen Spezialtrainings bedarf, wenn es um Amokläufer geht.
    Das werden wir uns kaum aneignen können, also bleibt am Ende nur hoffen, dass man das Richtige tut. Was nicht heißt, dass man sich über diese Dinge gründlich Gedanken machen muss um überhaupt irgendwelche Strategien außer beten und bibbern zu haben.


    Der Fokus muss trotzdem auf der Prävention liegen...

  • Zitat

    Original von Panic
    Verbarrikadieren ist nur dann eine gute Idee, wenn der Täter keinen Sprengstoff hat...
    .


    Gab es schon Schul-Attentate mit Sprengstoff in Deutschland? Waffen sind viel leichter zu beschaffen als Sprengstoff - oft liegen die ja zu Hause rum. Daher würde ich im Zweifel zum Verbarrikadieren tendieren.


    Andererseits:
    Statistisch werden mehr Menschen vom Blitz als von einem Attentäter getroffen .... also :cool: bleiben

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

    Einmal editiert, zuletzt von alias ()

    • Offizieller Beitrag

    Zur Handy-Frage:
    - sie sollen das Netzt nicht für Notrufe überlasten und wie von vielen Eltern gefordert erstmal zu Hause anrufen und sagen "Hier ist ein Amoklauf."


    - sie sollen sich still verhalten und es soll nicht die Möglichkeit geben, dass durch ein klingelndes Handy ein möglicher Amokläufer darauf aufmerksam wird, dass das Klassenzimmer besetzt ist und dieses stürmt, weil die Wahrscheinlichkeit, wenn er nichts von drin hört, höher ist, dass er weiter geht.


    Mir ist so, wie wenn es noch einen Grund gegeben hätte, er fällt mir aber nicht ein...

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Original von Dalyna
    Zur Handy-Frage:
    - sie sollen das Netzt nicht für Notrufe überlasten und wie von vielen Eltern gefordert erstmal zu Hause anrufen und sagen "Hier ist ein Amoklauf."


    - sie sollen sich still verhalten und es soll nicht die Möglichkeit geben, dass durch ein klingelndes Handy ein möglicher Amokläufer darauf aufmerksam wird, dass das Klassenzimmer besetzt ist und dieses stürmt, weil die Wahrscheinlichkeit, wenn er nichts von drin hört, höher ist, dass er weiter geht.


    Mir ist so, wie wenn es noch einen Grund gegeben hätte, er fällt mir aber nicht ein...


    Ach so. Danke. :)


    Nuki: Nein, dürfen sie nicht. Aber man kann ein Handy ja schnell anmachen, wenn man es z.B. am Körper trägt.

    • Offizieller Beitrag

    Ich kontrollier sie nicht alle ständig. Viele haben es sicher nur lautlos. Sie wissen aber auch, dass ich es einkassiere, wenn sie sich daran zu schaffen machen und es nicht sehr schnell wieder weg packen. Im Wiederholungsfall hilft da auch schnell sein nicht.


    Da es an unserer Schule aber nkicht nur ums Klingeln, sonder nauch um die Strahlung geht, dürfte es nicht an sein... Unlogisch, dass dann als erstes erklärt wird, wir sollen die Schüler die Handys ausmachen lassen. wird also von jedem, sprich auch der Schulleitung so zur Kenntnis genommen...

  • Zitat

    Original von alias


    Gab es schon Schul-Attentate mit Sprengstoff in Deutschland? Waffen sind viel leichter zu beschaffen als Sprengstoff - oft liegen die ja zu Hause rum. Daher würde ich im Zweifel zum Verbarrikadieren tendieren.


    ja, Emsdetten, der Sprengsatz kam nur nicht mehr zum Einsatz.

  • Bastian B. hatte im Emstetten mit Schwarzpulver gefüllte Rohrbomben dabei - eine normale Klassentür sollte davor genügend Schutz bieten. In einer Menschenmenge gezündet, gäbe es jedoch durch herumfliegende Metallspitter viele Verletzte. Derartige Rohrbomben zu basteln ist in der Tat keine Kunst. Aber SPRENGstoff ist kaum aufzutreiben. Ich bleibe dabei: Verbarrikadieren.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

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