[NRW] Berufsbegleitender Vorbereitungsdienst (OBAS) realistisch ?

  • Hallo,


    NRW bietet seit Anfang dieses Monats eine neue Form des Direkteinstiegs an, nämlich einen sog. berufsbegleitenden Vorbereitunsdienst. Wenn ich es richtig verstanden habe, unterrichtet man bei nahezu voller Bezahlung die volle Stundenzahl (im Falle von BBS ca. 24 h) und nimmt parallel an den Seminaren teil (hierfür werden einem 6 h angerechnet, also verbleiben wohl 18 h selbständiger Unterricht). Nach 2 Jahren legt man das ganz normale 2. Staatsexamen ab.


    Haltet Ihr das für machbar ? Nahezu volles Unterrichtsdeputat und quasi nebenbei das Ref zu absolvieren ?


    In NDS, Baden-W. und Rheinl.-P. gibt es ebenfalls die Möglichkeit eines Direkteinstiegs mit berufsbegleitenden pädagogischen Zusatzmaßnahmen. In diesen Ländern dauert das ganze aber 3 Jahre und der Abschluß ist auch nicht dem 2. Stex gleichgestellt.


    Wieso kann man in NRW in 2 Jahren das machen, wofür man in anderen Bundesländern 3 Jahre benötigt ? Klingt für mich arg riskant ....



    P.S.: http://www.schulministerium.nr…neinstiegBeruf/index.html

  • Hallo,


    kurz zusammengefasst:


    Ist machbar. Ich habe es geschafft, viele andere haben es geschafft. Es ist hart, keine Frage, aber absolut zu schaffen. Aber: Nebenher bzw. nebenbei erledigt man das Referendariat parallel zu den 18 Stunden nicht!


    Der Seiteneinstieg in RLP (so heißt diese Variante dort) dauert auch zwei Jahre, der Abschluss ist dem 2. Staatsexamen gleichgestellt, was die Einstellung in RLP angeht. Man bekommt halt nicht garantiert, dass es in anderen Bundesländern anerkannt wird.
    Die dreijährige Ausbildung betrifft nur die Seiteneinsteiger, die kein zweites Fach haben. Da aber die aktuellen Seiteneinsteiger fast alle Ingenieure sind, wird hier als zweites Fach dann meist Mathe oder Info anerkannt, daher ist die Dauer von zwei Jahren eigentlich Standard.


    Der große Vorteil des Seiteneinstiegs ist sogar, dass die direkte Verbeamtung vertraglich festgeschrieben ist; Voraussetzung: Bestehen der Prüfung und die sonstigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen.


    Ich weiß jetzt nicht, wo du die Infos über RLP her hast, aber sie entsprechen nicht der Realität :)
    Hier ist der Seiteneinstieg nicht untypisch, denn wie will man sonst einen Ingenieur aus der Wirtschaft in die Schule locken? Mit 1000 € netto?


    Also: 2 Jahre ist die typische Ausbildungsdauer und absolut zu schaffen. OK, zwei Jahre übler Stress.


    Zum Vergleich des normalen Einstiegs und des Direkt-/Seiteneinstiegs:
    hier Infos


    Nur Mut!
    Golum

    Einmal editiert, zuletzt von golum ()

  • Hallo golum,


    ich plane diesen neuen Seiteneinstieg als berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst.
    Ich plane ihn als Teilzeitvariante, da ich bereits ein Kind habe (4).


    Machbar?


    Danke und Gruß, illubu

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