Sachaufgaben

  • Irgendwie verzweifeln meine Schüler und ich grundsätzlich an Sachaufgaben. ;(
    Ich hab versucht, das Verständnis für Sachaufgaben im ersten Schuljahr anzubahnen und hatte gehofft, dass es nach entsprechender Übung jetzt im 2. Schuljahr schon etwas besser klappt.
    Aber bis auf etwa 4 Kinder verstehen die anderen größtenteils nur Bahnhof. So ist zumindest mein Eindruck.


    Wir arbeiten mit der Neufauflage von Welt der Zahl.
    Dort werden Sachaufgaben mit dem "Ampelsystem" gelöst.
    Rot = Frage, gelb = Lösung, grün = Antwort


    Aber es scheitert ja in der Regel schon an der Frage!!!
    Müssen die Kinder zu Beginn der 2. Klasse schon die Frage selbst formulieren können? Oder gebt ihr die Fragen vor?


    Für viele Kinder ist es außerdem schon ein großes Problem, dieses Frage-Rechnung-Antwort Schema in ihr Heft zu übertragen.
    Das nimmt ihnen natürlich total die Lust an Sachaufgaben.


    Könnt ihr mir irgendwelche Tipps geben?
    Wie geht ihr mit Sachaufgaben um???
    Danke schonmal! :)

  • Hallo Shadow,


    also bei mir haben das auch ganz viele in der 2. Klasse noch nicht kapiert und scheiterten vor allem an der Frage.
    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, dass die Kinder eine kleine Skizze zu der Aufgabe gemalt haben.
    vielen wurde dann klar, was sie denn eigentlich wissen wollen und es ging etwas einfacher mit der Frage. Im 2. Schuljahr haben wir aber noch oft die Fragen vorgegeben - und auch dann war es für manche noch ein Problem, trotz richtiger Rechnung, auch wirklich auf die gestellte Frage zu antworten!


    Ich habe auch öfter mal Arbeitsblätter genutzt, auf denen das Frage-Rechnung-Antwort-Schema schon vorgegeben war - dann fiel das mühsame (war Anfang 2. Klasse noch mühsam) Übertragen ins Heft weg.
    Ansonsten habe ich lieber häufiger ein oder zwei Sachaufgaben gerechnet - wenn nur Sachaufgaben Thema waren, verloren sie ganz schnell die Lust.
    Spaß machten ihnen auch Sachaufgaben, die sich irgendwie aus der Klassensituation ergeben haben: Wie viele Tage bis Weihnachten o.ä. - (mir fällt gerade nichts Besseres ein...)


    LG

  • Hallo Wassersprung,


    vielen Dank für deine Antwort! :)


    Das beruhigt mich jetzt ein klein wenig. Ich denke, ich werde auch dazu übergehen, die Fragen größtenteils erstmal vorzugeben.
    Zumindest so lange, bis wir auch konkret in Deutsch das Thema Frage und Fragezeichen hatten, denn ich glaube, manche Kinder können damit einfach kaum was anfangen.


    Die Idee mit der Skizze ist gut, werde ich den Kindern auch mal raten.
    Wobei bei den letzten Sachaufgaben schon ein Bild dabei war, allerdings in Wimmelbild-Form... Und trotzdem oder gerade deswegen war es sehhhhhhhhhhr schwer für die Kinder.
    Vielleicht mache ich einmal die Woche so ne kleine "Sachaufgaben-Viertelstunde" oder sowas, muss ich mir mal noch genauer überlegen.
    :-)

  • Ich beginne immer damit, dass ich mit en Kindern erarbeitet was überhaupt eine Frage ist. Daran hapert es in der Regel schon. Kinder in dem Alter haben oft noch Schwierigkeiten, auf der formalen Ebene zu abstahieren. Fragen werden von den Kindern oft vom inhaltlichen Aspekt her wahrgenommen und nicht vom formalen. Genau das gleiche zum Begriff 'Antwort' Also einfache Frage Antwort Spielchen (fächerübergreifend in Deutsch)
    Dann gebe ich Fragen vor und Antworten müssen gefunden werden. Welche Antworten passen nicht usw. Erst dann kommen rechnungen dazu. Dann arbeiten die Kinder systematisch mit Sachrechnen in sieben Schritten von Wolfgang Schmidt.

  • Ich habe Sachaufgaben ganz oft gespielt ... Das könnt ihr doch auch. Die Situation wird klarer und dann purzeln die Fragen, die man stellen könnte plötzlich von selbst. Dann zwei drei der gleichen art hinterher und schon gehts besser.
    Wir haben einkaufen, bestellen im Cafe, springen, etc pp gespielt.
    Skizen sind auch eine gute Idee, aber ich denke, da es ja Sachverhalte aus den Leben sind, sollten die ins Leben zurück, wenn die Abstraktion noch nicht möglich ist.

    8) LG cubanita1


    Achte gut auf deinen Körper. Er ist der einzige Ort, in dem du leben kannst.

  • Also ich erinnere mich noch gut wie meine Kinder in der zweiten so ihre Probleme mit dem Fragen finden hatten, aber wir haben es einfacj regelmäßig trainiert und nun klappt es gut, Anfang Klasse 3.
    Fragen sind ja so ein Problem: Es gibt Lesefragen (beantworten sich durch Lesen des Textes) und Rechenfragen (dafür muss man rechnen). Habe das auch so mit den Kindern besprochen.
    Villeicht hast du die Gelegenheit dir mal eine Denken und Rechnen Buch anzuschauen, die machen das ganz gut. Manchmal gibt es Übungen, wo die Kinder aus drei Fragen die richtige zur Rechengeschichte auswählen müssen.

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