Eure Meinung zu Gym vs. BK

  • Guten Tag zusammen!


    Ich würde gerne mal eure Meinungen hören, da ich nicht viel Erfahrung habe:


    Ich habe mein Ref (D/E) am Gym gemacht und habe dann meine erste Stelle am 1.2. am BK angenommen. Die Gründe waren folgende: Die Gymnasien, die mich "wollten" waren viel weiter weg, lang verkehrsungünstig, außerdem hat das BK mir viel versprochen, was 1-2- freie Tage in der Woche (reduzierte Stelle, haben einen kleinen Sohn), Mitbestimmung bei den Unterrichtszeiten (z.B. immer erst zur 2.o.ä.) angeht. Ich dachte mir, ich versuch's mal. Jetzt nach erst 6 Wochen überlege ich, ob die Entscheidung so richtig war und ob ich vllt zurück ans Gym gehen sollte (zumindest Bewerbungen schreiben und auf ein Angebot hoffen). Was mich so sehr frustriert, ist das niedrige Niveau des Unterrichts (vor allem E, aber auch D in Vollzeitschulform wie Berufsschule) und die für mich irgendwie nicht interessanten Themen der Berufsschule. Ich dachte, ach ich arbeite mich da schon hinein, was ich auch getan habe, da es auch alles andere als schwierig war, aber ich finde es schon öde.
    Ich zeige euch einmal auf, was meine Überlegungen aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen bzw. meines Empfindens sind:


    Gym: hohes Niveau, aber auch dadurch mehr Arbeit/ BK: geringes Niveau und dafür weniger Arbeit
    Gym: viel Arbeit durch Elternarbeit/ BK: keine Elternarbeit
    Gym: mehr Erziehungsarbeit / BK: weniger Erziehungsarbeit (dafür hier eh ohne Erfolg)
    Gym: mehr Holschuld des Lehrers/ BK: weniger Holschuld, ich kann aber einfach keine "Mir-egal-was-aus-denen-wird-Mentalität" an dem Tag legen
    Gym: große Klassen/ BK: kleinere Klassen, dafür sehr viele Klassen (z.T. ja nur 1 Std pro Woche), also jeweils gleich viele Korrekturen

  • So, wie Sie das beschreiben, kann es kein Fehler sein, sich an einem "Gym" zu bewerben, was immer das sein mag.


    Viel Erfolg.

  • Du hast gerade erst angefangen. Du hattest Gründe, an das BK zu gehen. Wurden die Versprechungen denn eingelöst?


    Bevor du wechselst, solltest du auf jeden Fall mal mit der Schulleitung/ den Abteilungsleitern sprechen. Vielleicht kannst du in anderen Bildungsgängen eingesetzt werden, in denen es für dich ein bisschen interessanter ist. Habt ihr keine gymnasiale Oberstufe?


    Die Klientel am BK ist sicher gewöhnungsbedürftig, aber man hat auch viele Vorteile. Vor allem die Vielfältigkeit. Ich genieße es sehr - einige Schüler sind jünger, aber in der Fachschule ist es eher Erwachsenenbildung, was ich mache.


    Letztlich aber hängt doch viel vom Kollegium und der Schulleitung ab. Ich würde jetzt nicht hektisch wegwechseln, vor allem so lange dein Sohn noch klein ist und es soweit alles passt.

  • Die Versprechungen wurden nicht eingehalten und das Kollegium ist leider auch nicht wirklich toll, vielleicht aber auch, weil ich mit meinem Alter (30) und meinen Fächern eine Exotin bin.
    Wir haben eine gymnasiale Oberstufe, aber in die komme ich nicht rein, weil die von anderen Kollegen "besetzt" werden. Ich habe das bekommen, worauf die anderen keine Lust haben. Das wird sich sicherlich irgendwann ändern, aber wann irgendwann ist, ist fraglich.

  • Oje. Da verstehe ich den Frust. Das mit dem "besetzt" kenne ich. Das ist tatsächlich schwierig. Da wünsche ich dir viel Glück für einen Wechsel - ob innerhalb des BK oder eben wo anders.


    Aber das geht ja ohnehin nicht von heute auf morgen. Vielleicht legt sich dein Unbehagen auch noch und du findest doch noch die guten Seiten oder freundest dich mit Kollegen an. Man braucht ja auch eine Weile, um so ein Kollegium und all das, was da so unterirdisch vor sich geht, zu verstehen.


    Dir aber was zu versprechen, was dann nicht gehalten wird, ist ja wirklich X(:cursing::thumbdown:

  • Mit solchen Versprechungen ist das immer eine Sache. Wenn es hart auf hart kommt, steht halt oftmals nur eine vage mündliche Vereinbarung im Raum. Ich würde in Deinem Fall Andran zustimmen: Ein bisschen bleiben und dann verabschieden. Gruß !

  • Mit solchen Versprechungen ist das immer eine Sache.

    Ziemlich sicher wurde da nichts _versprochen_. Vielmehr wurde wohl etwas in Richtung: "Wir werden Sie zunächst schwerpunktmäßig $hier und $da einsetzen." Das ist dann die Stelle, an der man darüber nachdenken kann, warum im Futur nicht zwischen Indikativ und Konjunktiv unterschieden wird.


    Versprechen kann sich eine Schulleitung gar nicht leisten.


    L. A

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