Beiträge von Piksieben

    Ich hatte das ja auch schon geschrieben, dass ich es praktischer finde, vor der Schule am Testzentrum vorbeizufahren. Das habe ich am Montag gemacht, wir haben hier einen Drive-in, da kann man sich online anmelden und muss dann nur mit dem Wagen vorfahren und dumm gucken, dann kommt schon jemand, kontrolliert den Ausweis und schiebt einem ein Stäbchen in Nase oder Rachen. Bescheid war 20 Minuten später per Mail da, ich musste nicht warten.


    Am Dienstag habe ich dann trotzdem noch am Selbsttest meiner Klasse teilgenommen (ich musste nichts machen, das organisiert bei uns die Schulleitung). War beides ok, aber ich fand den Bürgertest bequemer.


    Naja, die Eltern drehen halt auch am Rad ... aber klar, deshalb auf die Lehrkräfte losgehen ist keine Lösung.

    Vermutlich wirst du bei der Auswahl nicht auch noch die Insel auswählen können. Da wäre es ratsam, ein bisschen flexibel zu sein.


    Ich würde ja als erstes Spiekeroog nehmen. Ich war dort zuletzt bei den Vogelzugtagen zu Besuch und habe viel gesehen und auch gelernt. Die beiden Enden sind ganz wunderbar für die Naturbeobachtung und alles ist sehr weitläufig, also, im Vergleich.


    Dann Wangerooge. Dann Juist. Warum man jetzt auf eine Insel will, wo es irgendwie städtisch ist, habe ich noch nie verstanden. Dann bleibt man doch besser gleich auf dem Festland.


    Die Inseln sind aber alle so übersichtlich, da findest du schnell heraus, was du dir ansehen solltest.

    Im Sommer all diese Touristen und im Winter ist es doch sehr zugig und finster. Wobei. Der Sternenhimmel ist einfach phantastisch.


    Wie die anderen schon schreiben, das ist keine leichte Entscheidung.

    Andererseits denke ich manchmal, einige meiner Träume hätte ich schon früher und hartnäckiger verfolgen sollen. Auch heute denke ich manchmal, so auf einer Hallig, das hätte was. Schafe und lesen und spazierengehen und seine Ruhe haben.

    Ja und wieder andererseits: Inzwischen reise ich lieber an die Ostsee nach Meck-Pom und finde es in meiner Stadt auch schön und sehe die Vorteile mehr als früher. Komisch ist das manchmal.


    Man muss auch sehen: Das Inselvolk ist speziell und es ist etwas ganz anderes, da zu Besuch zu sein oder dort zu leben. Ich habe mal in einem Dörflein gewohnt und nie dazugehört. Ich habe mich leichten Herzens wieder getrennt, trotzdem ist diese Zeit mir in schöner Erinnerung.


    Wollte dich nur ermuntern, deine Träume nicht zu vergessen :wink2:

    Mein Tipp 1: Das Händeschütteln ist nur noch ein belächeltes Relikt.

    Genau, das hatte ich vergessen, das Händeschütteln hatte ich schon vergessen, gut so, ich hoffe auch sehr, das kommt nicht wieder. Davon wurde auch früher schon infektionstechnisch abgeraten, aber keiner hat hingehört. Auch davon, sich ständig ins Gesicht fassen, ganz blöde Angewohnheit (heute rückt man die Maske zurecht, auch nicht gut).


    Man muss nicht jeden knuddeln, aber nicht dürfen und nicht wollen sind halt zwei Paar Schuhe. Die "stumme Umarmung", die Mitgefühl ausdrückt, wo die Worte fehlen - die fehlt. Stattdessen drängen sich so abstruse Gedanken auf wie "Wohin will die mit der großen Schüssel, ist das Kartoffelsalat für eine illegale Party?", das hat mir neulich gezeigt, wohin es mit uns schon gekommen ist. Und bei aller Einsicht und Geduld, an manches sollten wir uns nicht gewöhnen.

    Passt zu den Beobachtungen, die ich im Bekanntenkreis so gemacht habe. Da gab es einige, die zumindest die ersten Monate als Zeit des Luftholens erlebt haben, als Pause vom täglichen Wahnsinn und Stillstehen des Hamsterrades.


    Wie habt Ihr das so erlebt?

    Es gibt eher introvertierte Menschen, die es angenehm finden, wenn andere endlich mal Abstand halten müssen (wobei, es gibt Leute, die sind im Wortsinn distanzlos und schaffen das auch in Pandemiezeiten nicht) und sie vermissen auch die Feiern und Ausflüge nicht. Bei mir ist das auch ein bisschen so. Speziell die vielen Feiern vor Weihnachten, die sonst immer so anstanden, habe ich nicht wirklich vermisst. Auch andere "Massenveranstaltungen" muss ich nicht haben.


    So lange man gesund ist und seine Lieben um sich hat, ist das ja eine Zeitlang ok. Aber es ging halt auch die Leichtigkeit dahin, mit der man einfach jemanden spontan umarmen durfte - in einer Zeit, die schon sehr lange her zu sein scheint. Wir werden vermutlich erst in Jahren wissen, was das wirklich mit uns macht. Und ob wir auf Dauer "verbunden" bleiben? Da habe ich große Zweifel. Das sind wir ja jetzt schon nicht mehr (wenn es denn jemals so war), das kann man bestens an diesem Forum studieren.

    So ist es. Ich glaube, es sind hier (fast) alle in der Lage zu unterscheiden: Welche Kröte schlucke ich? Wann wehre ich mich? Das Beispiel, das du anführst, hat mit dem normalen Alltag nichts zu tun, Frechdachs.

    Was ist das denn für ein Argument?? Leider ist das für Eltern schwerkranker Kinder Alltag. Es ging darum, welche Zumutungen noch tragbar sind. Und dass man Menschen, die schwer krank sind oder sterben, wegen Corona nicht begleiten durfte, ist an der Grenze des Erträglichen. Und da wurde protestiert. Zu Recht.


    Und das muss diskutiert werden. Wer sagt, dass es nur um Schuhekaufen geht?

    Vollkommen korrekt. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass in manchen Situationen Tests wohl kaum alltagstauglich sind. Dass man einen Weg findet, ist klar, man darf aber dennoch genervt sein und es sch... finden. Ich bestelle genau deswegen online, auch Kinderschuhe.

    Ja, du darfst genervt sein.

    Das ist ja wohl das Mindeste, was einem in dieser Situation zusteht, oder?

    Es kann auch sonst nicht jeder überall hin. Alles Diskriminierung (bestimmt wieder von Familien)? Ist es diskriminierend, wenn ein armer Mensch sich die Reise nach Thailand nicht leisten kann? Was tust du dagegen?

    Tja, das Argument wird ja tatsächlich gebracht, wenn es um die Besteuerung von Flugbenzin geht. Weil Oma Hilde soll ja auch fliegen dürfen. Und aus demselben Grund darf das Fleisch nicht teurer werden. Usw.


    Diese Diskussion rund um Corona weckt wirklich düstere Befürchtungen, was den Umgang mit der Klimakrise angeht. Eigentlich könnte man draus gelernt haben: Die Wissenschaftler warnen nicht zum Spaß. Aber ... "die Menschen..."!

    Es ist menschlich und in psychologischen Experimenten nachgewiesen, dass sich Menschen schlechter fühlen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Auch wenn mir nichts weggenommen wird, wenn jemand anders essen geht und ich nicht, so fühlt es sich irgendwie blöd an.


    Ich hatte dieses Gefühl, als ich meinen Urlaub an der Ostsee stornieren musste, aber genau wusste, andere Leute fliegen nach Malle. Und mit diesem Gefühl war ich nicht die Einzige.


    Man sollte da nicht so streng mit sich und anderen sein: Man darf auch mal missgünstig sein, kein Verbrechen der Mensch tickt so.


    Allerdings sollte man niemandem missgönnen, nach dem Impfen wieder mehr zu dürfen als man selbst. Natürlich sind die Impfungen genau dazu da, dass alle bald wieder alles dürfen. Die schon Geimpften sind nicht umsonst schon früher geimpft worden. Die alten Menschen haben gar nicht mehr so viel Zeit, essen zu gehen. Und das medizinische Personal hätte von ein paar früher erteilten Freiheiten auch deutlich mehr als vom Klatschen auf dem Balkon.


    Wobei ich das Argument, dass man Freiheitsrechte nur mit triftigen Grund einschränken darf und entsprechend wieder zurückgeben muss, wenn der Grund entfällt, noch überzeugender finde. Das andere sind ja eher "Befindlichkeiten". Wurde ja auch schon geschrieben, Diskriminierung ist was anderes.

    Es soll getestet und geimpft werden, und das mit Vollgas. Warum nicht in den Schulen? Warum soll das nicht gehen? Es gibt Impfzentren und Testzentren, wieso kann man nicht mal ein paar Leute in den Schulen vorbeischicken, statt einfach nur ein paar Selbsttests vor der Schule abzuladen?

    Genauso wie man uns die Computer hinstellt: Macht doch mal.

    Nee, wenn Testpflicht, dann unter unseren Augen oder im Testzentrum mit Beglaubigungswisch.

    Wenn ich das hier so lese mit den Selbsttests, dann würde ich selbst auch lieber in ein Testzentrum gehen und mir das Ergebnis bestätigen lassen. Und wenn man eh nur zweimal die Woche testet, dann kann man das ja auch nachmittags machen. Ich hätte gar keine Lust auf das Gefummel mit den Röhrchen und alles.


    Bei uns kann man sich jetzt wirklich an vielen Stellen schnelltesten lassen, auch in der Apotheke mit Voranmeldung. Das können die Schüler auch und dann geht auch keine Unterrichtszeit bei drauf. Und der Müll wird fachgerecht entsorgt. Und es wird auch richtig gemacht. Was spricht eigentlich dagegen, das verpflichtend zu machen?


    Selbsttests zu Hause verpflichtend ... nee, dann kann man es wirklich auch lassen.

    Überhaupt KuK, die in ihrer "Hilfsbereitschaft" für neue Kollegen oder Referendare ihren Habitus und/oder Duktus, den sie gegenüber Schülern pflegen, nicht ablegen können.


    Gilt auch und besonders für Seminarleiter/innen. Zum Speien, mit welcher Attitüde da manch einer Erwachsenen gegenüber auftritt.

    Das hast du fein ausgedrückt. Ich habe auch so manchmal das Gefühl, betreut zu werden :pfeif:


    Ich hatte allerdings auch Seminarleiter, denen diese Besserwisserattitüde völlig abging. Die haben gesagt (ja, es waren tatsächlich mehrere), sie könnten zwar die eine Sache besser. Aber das sei gerade in dieser Rolle so, in anderen Bereichen könnte es ganz anders sein. Und entsprechend bescheiden waren sie im Auftreten. Sehr angenehm.


    Fällt einem aber auf. Einige Lehrer kommen ja aus dem Belehren nicht hinaus. Da muss man nur nach der Uhrzeit fragen und bekommt einen Vortrag :doc::doc::doc:

    Wisst ihr wirklich so genau, was ihr gerade dürft?


    Wir brauchten was aus dem Baumarkt. Keine Ahnung, wie man das aktuell macht. Und tatsächlich: Man muss erst mal googeln, was in welchem Markt gerade möglich ist, das unterscheidet sich sehr. click&meet oder wie das heißt mit/ohne negativem Test, oder nur Abholen?


    In den Gartenteil hätte man so reinkönnen. In den Baumarkt nicht. Und gehe ich mich testen lassen, weil ich ein paar Platten aus dem Baumarkt brauche? Ach herrje.


    Nun gut, ich will ja schon gar nicht mehr. Bestellen wir halt online und holen es dann ab.


    Man möchte sich wirklich die Decke über den Kopf ziehen und warten, bis das alles vorbei ist. Nutzt leider auch nicht: Heute nacht träumte ich, ich wäre im Schwimmbad. 300 Meter habe ich geschafft, auf 50-Meter-Bahnen.


    Und dann wachte ich auf und sehnte mich so sehr nach diesem wunderbaren Gefühl nach 1500 Meter Kraul :heul:


    Im Schwimmverein kreist ein Bild: "Ich habe meine Symptome gegoogelt: Ich muss nur schwimmen gehen."


    Seufz. Irgendwann wird das vorbei sein.


    "Und was für eine Freude wird das sein" :tanz::tanz::tanz:

    Dann ist es ja gut, dass du nicht Schulleiterin bist, samu.

    Bei uns gehört es zum kollegialen Miteinander, dass man Lösungen findet, wenn es mal irgendwo klemmt.

    Wie schon oben erwähnt, gilt dabei die Weisheit, dass man sich immer zweimal sieht.

    Ich springe ohne Zögern ein, wenn es nötig und mir möglich ist. Im Gegenzug wird auch mir geholfen, wenn ich mal ein Problem habe.

    Klar kann man stets mit Paragraphen herumwedeln. Muss man aber nicht - und tut man ja meist auch nur, um jemanden zu ärgern.

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