Beiträge von Piksieben

    Naja, du bist in der Ausbildung. Klar, dass nicht alles gleich klappt. Die Klassen merken sehr schnell, wenn man unsicher ist und sich noch nicht mit allem auskennt, und dann probieren sie halt, wie weit sie gehen können, lassen ihrem Frust/ihrer Langeweile/ihrem Schulverdruss irgendwie Luft. Das kenne ich sehr gut. Mit der Zeit wird es besser und manch einer ist nachher froh, das durchgestanden zu haben. Denn wenn man das Unterrichten erst mal im Griff hat, ist alles nicht mehr so stressig. Mit den Jahren hat man seine Unterrichtsmaterialien beisammen und kann etwas entspannter rangehen.

    Das ist die eine Seite. Dass du merkst, es greift dich psychisch an und du kannst dir nicht vorstellen, das für den Rest deiner Berufstätigkeit zu machen, dann ist das auch schon etwas, was du ernst nehmen solltest. Denn Schüler sind nunmal Schüler und man muss das schon irgendwie mögen und aushalten können. Dafür ist nicht jede/r gemacht. Und aus dem System Schule irgendwo anders hin ist nach meiner Erfahrung schwieriger als umgekehrt. Lehrkräftemangel wird es wohl noch eine Weile geben.

    Vielleicht wäre ein Weg, jetzt erst mal bis zu den Sommerferien irgendwie durchzuhalten und dann erst einmal zur Ruhe zu kommen und andere Optionen checken. Vielleicht denkst du mal Richtung Naturschutzbehörde und ähnliche Institutionen/Initiativen, studierst den Stellenmarkt, lässt dich beraten und guckst mal, wie sich das für dich anfühlt.

    Es wäre klug, zumindest das Ref abzuschließen, um die Option zu behalten, an der Schule zu bleiben oder später zurückzukehren.

    Aber man muss vor allem auf sich selbst hören und vielleicht noch auf Leute, die einen gut kennen und es gut mit einem meinen. Lebensläufe sind bunt. Ein Freund von mir hatte einen Job, den er furchtbar fand. Man riet ihm, 2 Jahre durchzuhalten, weil sich das irgendwie so gehört. Er hat gewechselt nach einem knappen Jahr - und das war richtig und hat funktioniert. Ich bewundere den Mut, die Reißleine zu ziehen, weil es nicht anders geht und ein Risiko einzugehen statt stumm zu leiden.

    Aber solche Entscheidungen sollte man nicht aus dem Stress heraus treffen (obwohl, so einen Fall kenne ich auch - wenn es einfach gar nicht mehr geht und man ganz plötzlich weiß: Nein. Stopp). Für manche funktioniert der Jakobsweg. Aber vielleicht reicht es, mal ein Wochenende allein wegzufahren. Irgendwas, was ein bisschen Abstand schafft.

    Ich hatte bei meinem ersten Pedelec sehr viele Reparaturen. Einige gingen auf Gewährleistung, aber das war dann auch irgendwann vorbei, und irgendwann haben sich die Reparaturen auch nicht mehr gelohnt.

    Jetzt bin ich glückliche Besitzerin eines Jobbikes über die Firma meines Partners und genieße den Wartungsvertrag (inklusive) und vor allem das neue Rad, das viel besser zu mir passt. Und nach 3 Jahren kann ich mir überlegen, ob ich das Rad behalte. Die Pedelecs entwickeln sich rasant. Ein Dienstrad ist wirklich eine Option, die man sich überlegen sollte. Wenn es denn mal so weit kommt. Ich erlebe, dass andere Firmen da schon viel weiter sind.

    Indem ich dem Schüler die sehr gute Note kommuniziert habe und nun klein beigeben musste: „Mh, ja, die Stufenleitung war misstrauisch und der Kollege XY hat auch nochmal drauf geschaut und die denken, dass es da unerlaubte Hilfsmittel gab. Tut mir leid, aber die Stufenleitung hat eine Feststellungsprüfung angesetzt. Muss ich nächste Woche leider mit dir machen.“

    Wie sieht das denn gegenüber den Schülern aus? Meiner Meinung nach doch so, dass ich dämlich/gutmütig etc bin und von der Stufenleitung und anderen Kollegen, die bei den Schülern als kritisch/kleinlich gelten, gejagt werde. Kurz: lieb, aber inkompetent.

    Das deutest du so. Gejagt werden! Was sind das denn schon für Ausdrücke! "Klein beigeben" - bist du in einem Duell?

    Ich hätte es anders kommuniziert, nämlich so: "Freundchen, das hast du doch nicht selbst gemacht. Findet die Stufenleitung auch, deshalb gibt es nächste Woche eine Feststellungsprüfung."

    So beugt man nämlich möglichen Beschwerden vor: Man hat Rückendeckung "von oben".

    Wenn du den SuS die Noten vorher mitteilst, bloß weil sie ungeduldig sind - selbst schuld. Kann man dann auch mal zugeben. Etwa mit "mir sind im Nachhinein Zweifel an deiner Eigenleistung gekommen. Und das fand Kollege X auch."

    Kreidemeister, wieso beziehst du das alles so persönlich auf dich? Ich sehe das ganz anders. Ein Schüler, den du ohnehin unter "KI-Verdacht" hast, gibt eine für seine Verhältnisse viel zu gute Klausur ab. Da liegt der Verdacht nahe, dass er es während der Klausur geschafft hat, KI zu verwenden. Technisch ist das längst möglich. Nur lässt es sich meistens nicht nachweisen. Das ist für uns Lehrkräfte ziemlich doof und es ärgert mich, dass es da keine offiziellen Ansagen gibt, wie damit umzugehen ist. Ich hätte nicht selten Lust, so eine Feststellungsprüfung im Nachhinein zu machen. Rückendeckung durch die Schulleitung fände ich da ganz prima.

    Das Überprüfen durch einen Kollegen finde ich auch etwas sonderbar, aber musst du das wirklich als Schikane sehen? Man darf auch mal unterschiedlicher Meinung sein und man darf auch seine Meinung mal ändern oder einen Fehler einsehen. Vielleicht stützt seine Bewertung sogar den KI-Verdacht?

    Meine Standardantwort: "Das ist nicht mein Problem. Wenn du fehlst ist es deine Aufgabe dir von deinen Mitschülern die Inhalte und Unterlagen zu besorgen"

    Natürlich habe ich auch solche Antworten. Ich sage zum Beispiel: Würden Sie sich von einem Arzt operieren lassen, der sagt: "Blinddarm kann ich nicht, da war ich krank"?

    Es sind halt auch immer dieselben, die mit solchen Ausflüchten kommen, es ist so leicht durchschaubar, sie haben einfach keine Lust zu lernen. Da bin ich dann auch sowieso froh, wenn ich die nicht sehen muss.

    Das Problem immer wieder mit der Schulleitung und in Konferenzen thematisieren. Im Fachraum Aushänge machen ("nicht berühren" o.ä.), nach Schränken o.ä. fragen, zwischendurch immer mal gucken, wie es aussieht, ggf. Fotos machen ...

    Versuchen muss man es halt, es sind nicht immer nur die Lernenden, die nicht wissen, was sich gehört ...

    Das kann und soll ja auch jeder halten, wie er möchte.


    Ich stelle momentan irgendwie ständig fest, dass ich offensichtlich doch spießiger bin, als ich eigentlich von mir selbst denke 🤔

    ... wenn du's denn einsiehst ...

    Ich habe umgedacht

    - als ich zuletzt bei C&A war. Alles voller Hosen, die ich Jogginghosen nennen würde (in denen ich mich nicht wohlfühlen würde, aber darum geht's ja nicht).

    - nachdem ich wirklich adrette und auch noch schneeweiße Hosen an Schülerinnen und Schülern gesehen habe, die bei mir immer noch unter "Jogginghose" laufen

    - als mir eine junge Frau sagte, dass sie es gut findet, dass bequeme Hosen trenden (ich gehöre zu denen, die sich früher in viel zu enge Jeans gequetscht habe - saublöd eigentlich)

    Außerdem gibt es auch hochgradig schmuddelige Jeans. Überhaupt - alles kann schmuddelig aussehen.

    Bloß weil der überaus hochnäsige Kontrolle-über-das-Leben-verloren-Spruch sich so verbreitet hat, muss er noch lange nicht wahr sein, egal wie oft man ihn wiederholt.

    "Eine Sünd und Schande für uns" "früher hätte man sowas verbrannt".

    Es geht um (männliche) Jugendliche mit langen Haaren.

    https://www.ardmediathek.de/video/rbb-retr…DkyNF9nYW1tbGVy

    *Lach* das hatte ich mir auch schon mal angeguckt. Ich habe mal von einer Erzieherin einen Ansch* bekommen, weil ich ein langes Hemd trug, das unter dem Pullover hervorschaute. Das fand sie schrecklich, "unhygienisch", unmöglich. Heute heißt das "Lagenlook". Auch die Jogginghose hat längst ihr Schmuddelimage verloren. Auch über Jeans hat man sich mal aufgeregt.

    Kappen haben so eine Abschirmungsfunktion. Ich verstehe das inzwischen. Ursprünglich war es die Sonne (da schätze ich Kappen inzwischen auch), aber es sind mitunter auch Leute, deren Blicke man "abschirmt" - in beide Richtungen. An meiner Schule gab es tatsächlich mal ein Kappenverbot im Unterricht. Mei, was hatte man mal für Probleme :rotfl:

    Ich kann die Leidensgeschichte nicht bestätigen. Seiteneinstieg war stressig, ja. Aber ich wurde vom Kollegium zu jeder Zeit unterstützt. Und finanziell ist das natürlich attraktiver als das Referendariat.

    Wir haben viele Seiteneinsteiger, die auch an der Schule schnell Karriere gemacht haben und Teil der Schulleitung sind.

    Generell von etwas abzuraten finde ich "zu weit aus dem Fenster gelehnt". Gerade am BK sind berufserfahrene Lehrkräfte sehr geschätzt.

    Ich halte das Gehabe von "Verordnungen" und von "Gendergeboten" für Hysterie und für einen absoluten Strohmann.

    Genau das. Man sucht irgendwas, worüber man sich ereifern kann, statt die wirklichen Probleme anzugehen. Man sucht etwas, die "Linksgrünversifften" anzugehen und sie in irgendeine Ecke zu stellen und "igitt" zu finden. Erinnert ihr euch, wie Merz ganz stolz gesagt hat, es gäbe keine Linken mehr (weil er jetzt Kanzler ist)? Das ist Teil eines Kulturkampfs, der bestimmte Dinge sagbar macht und Rechten den Weg ebnet.

    Ich kann mich an das "Fräulein" auch noch sehr gut erinnern, wurde selbst noch so angesprochen und wehrte mich (im Studium). Dinge, Wahrnehmungen, Sprache: All das ändert sich ständig. Ich finde es total faszinierend, wie einfach und problemlos man beim Sprechen gendern kann. Ich kriege das nicht so hin wie mancher Podcaster, finde es auch nach wie vor umständlich und und kann jetzt auch nicht jede Tabellenüberschrift passend machen und dann muss es halt der Kunde sein - aber: Ich mache Frauen sichtbar. Und das ist ja das Anliegen, um das immer noch gerungen wird.

    Wenn man manche alte Fachbücher liest und da ist vom "Fachmann" die Rede (Fachfrauen kommen nicht vor), dann fühle ich mich ausgeschlossen. Wenn da nur steht: "Lieber Leser", dann fühle ich mich nicht angesprochen. Heute schreibt man das anders. Das nenne ich Fortschritt.

    "Mitmeinen" ist eine andere Sichtweise als "sich angesprochen fühlen". Die Sicht der Person, die meint, das bestimmen zu können.

    Mein Mann ist aber morgens schon längst weg, wenn ich aufstehe. Dann müsste ich ihm quasi eine Whatsapp schreiben, dass er bitte anrufen soll und dann darauf hoffen, dass er es auch rechtzeitig schafft, denn entweder sitzt er gerade im Auto oder ist am arbeiten und kann dann nicht gleichzeitig telefonieren bzw. meine Whatsap lesen. Nützt ja auch nichts ,wenn er um 8..12 anruft, aber schon um 8 Uhr eine Vertretung nötig gewesen wäre.

    Du meine Güte. Man kann sich aber auch Probleme herbeikonstruieren. Da muss doch alles zusammenkommen. Eine Sprechunfähigkeit, die sich morgens ganz plötzlich anbahnt, der Mann, der nicht erreichbar ist (es gibt auch Kollegen, Freundinnen ... auch früh am Tag ...) Man kann auch beim Nachbarn mit einem Zettelchen klingeln ... Zusammengefasst: Wenn man krank ist, sorgt man dafür, dass die Schule rechtzeitig Bescheid bekommt und dringende Sachen regelt man, so gut es eben geht. Das ist bei jedem anders und manche Leute haben kein Whatsapp und manche Schulen wollen angerufen werden ... so what. Erwachsene Menschen finden da einen Weg.

    Man kann es auch mal auf einer Konferenz thematisieren, wenn einem das Verfahren nicht passt. Nur so ein Gedanke.

    Bei uns ist die telefonische Krankmeldung schon seit einer Weile gar nicht mehr gewünscht. Da erwischt man ja im Zweifel den Hausmeister, der dann rennen muss. Und das Vertretungsteam kann das auch viel einfacher per Mail abarbeiten. Also Telefon ist zweite Wahl, falls es nicht anders geht.

    Aber wenn anrufen halt gewünscht ist und ich könnte nicht sprechen, dann würde ich jemand anders bitten, für mich anzurufen. Dafür kann es ja auch andere Gründe geben außer Halsentzündung. Irgendwen wirst du schon finden, oder?

    Ich habe so ein Lernszenario versucht, Material hochgeladen und ein paar Sachen gefragt. Und dann zu Mittag gegessen. Danach war alles futsch. Da fange ich doch nicht noch mal von vorne an. Habe mich dann umgehört: Anderswo ähnliche Erfahrungen.

    Ok, dann nicht. Ich bleibe ich bei Perplexity.

    Wie ist denn eure Erfahrung?

    Mich hat das Thema tatsächlich auch schon beschäftigt. Das waren meine Lösungen: Ich nehme einen Karton, in den stelle ich gleich große Bücher, so dass er ganz ausgefüllt ist. Das ist auch in der Mitte des Bücherregals praktisch, damit es da nicht rumkippelt, wenn ich was rausnehme. Eine kleine Holzkiste passt dafür auch. Dann habe ich noch eine Konstruktion mit einem alten Buch, dass ich auf einem stabilen Stück Pappe "aufrecht liegend" befestigt habe - eine Buchstütze "mit zwei Seiten". Das funktioniert auch gut. Und: stabile Stehsammler oder kleinere Behälter mit Gewichten (Steine, Metall o.ä.). Oben auf dem Regal, wenn es keine Begrenzungen gibt, helfen auch Ziegelsteine (Vorsicht :schreck:). Einige Bücher mit Lesebändchen stelle ich so hin, dass das Lesebändchen unten rausguckt und ich es daran aus dem Regal ziehen kann (manchmal hilfreich, wenn das Regal nicht so hoch ist).

    Aus Zeiten, in denen man noch mehrbändige Lexika benutzt hat, habe ich auch noch so eine Umrandung aus Plexiglas. Das ist auch praktisch. Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich interessante Bücherregale :lach:

    Kostet alles nix und man muss auch nicht bis Mittwoch warten (Klausiu, das ist ein Insider) :rofl:

    Es war ja doch ein ziemlicher Kraftakt, Distanzunterricht überhaupt zu ermöglichen. Nun bin ich doch sehr froh, dass es auch genutzt wird und wir sogar rechtzeitig Bescheid kriegen. Nachdem jetzt eine NINA-Warnung nach der anderen auf meinem Handy landet, bin ich froh, dass ich nicht morgen früh rumrätseln muss, ob und wie ich zur Schule komme, wer zur Klausur überhaupt da ist etc. Und kann in Ruhe umdisponieren. Wir hatten schon mehrere "Übungs"-Distanztage. Bei uns ist das kein Problem.

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