Beiträge von Piksieben

    ... ich kann mir nicht helfen ... ich lese hier immer "Hasenabitur" ... und das angeboten von einem übergroßen Meerschwein namens Nele, was für eine herzige Vorstellung :rofl:


    Ich stelle mir ein Meerschweinchen vor, dass einem Hasen was hinter die Löffel schreibt :flieh:

    Appelliert ihr an eure Schüler, sich vernünftig zu verhalten? Was man da so im Fernsehen sieht so in die Richtung "muss doch jeder für sich wissen" - und dann fröhlich zusammenzuglucken ist ja wirklich fürchterlich.


    Auf der anderen Seite möchte ich die Schüler auch aufmuntern. Ich höre sehr wenig von ihnen und mache mir Sorgen. Wie handhabt ihr das?


    Ich finde auch Videokonferenzen fragwürdig. Wisst ihr so genau, wie der Alltag in den Familien abläuft? Da können fixe Termine schwierig und auch unsinnig sein. Gegen einen Aufenthalt im Freien ist ja prinzipiell nichts einzuwenden, sofern, siehe oben, man sich vernünftig verhält, und dass man die Schularbeit dann in den Abend verlegt, macht Sinn. Abgesehen davon, dass es für die Schüler ja auch mal eine Chance ist, zu Zeiten zu arbeiten, in denen sie auch im Modus sind.


    Aber sich in den Arbeitsmodus zu versetzen ist nicht einfach. Mir hilft es ja sehr, um mich abzulenken. Aber für junge Menschen ist das etwas ganz anderes. Es ist auch eine Lernchance, gewiss. Aber darauf sind sie nicht vorbereitet.


    Diese Gedanken treiben mich im Moment viel mehr um als die Benotung.

    Vertretungen sind kein guter Start. Die Schüler nehmen einen nicht ernst, weil sie merken, dass man keine Ahnung hat. Das heißt nicht, dass der Seiteneinstieg nicht gelingen kann. Am BK sind sehr viele Quereinsteiger, die einen exzellenten Job machen.


    Primarstufe oder Sek I hätte ich mir als Seiteneinsteigerin auch nicht vorstellen können.

    Es ist eine Ausnahmesituation, auch für das Schulministerium. Was sollen die denn schon schreiben außer "versucht irgendwie was Sinnvolles draus zu machen"? Möchtet ihr in der Haut der Leute stecken, die im Moment all diese komplizierten, zeitkritischen Entscheidungen treffen müssen?


    In der Fachschule gibt es ohnehin eine Selbstlernphase, die kann man auch mal so mit Material versorgen, aber speziell die Abendschüler haben im Moment wahrscheinlich auch andere Probleme (Kinderbetreuung zum Beispiel). Ich habe zwei Kurse, denen ich relativ gut per Mail Material zukommen lassen kann, mit dem sie auch einigermaßen zurechtkommen sollten. Und ich kann die Zeit nutzen, um alles Mögliche zu machen, das im Alltagsgeschäft immer zu kurz kommt. So denke ich, ist diese Zeit auch eine Chance.


    Grundschülerinnen und Grundschüler sind keine Fernstudierenden. Wie schon geschrieben, da kann man den Kontakt halten, um zu signalisieren, dass die Welt sich weiterdreht. All die anderen Sachen, das soziale Miteinander, Sport, die individuelle Förderung, das funktioniert doch nicht per Mail. Und den ohnehin gestressten Eltern sollte man jetzt nicht auch noch vermitteln, dass ihre Kinder sich jetzt selbst unterrichten müssen - während die Eltern sich (im besten Fall) mit Homeoffice plagen und irgendwie eine Betreuung organisieren müssen, damit sie arbeiten können.


    Ich denke, auch bei uns werden Abitur und andere Abschlussprüfungen die Priorität haben. Alles andere wird sich auch irgendwie regeln lassen.

    Habt ihr vielleicht eine Schule mit Schwerpunkt Kunst/Gestaltung/Design in der Nähe? Wir hatten damals ein gemeinsames Projekt, bei dem Ideen für die Seite gesammelt wurden und Entwürfe entstanden, die sehr geholfen haben.


    Die Farbgebung ist sehr wichtig, aber wenn man sich damit nicht so auskennt, wird das nichts. Ich habe immer wieder gestaunt und mich gefragt: Warum gefällt mir das? Warum gefällt mir etwas anderes nicht?


    Auf jeden Fall vermeiden: Zu bunt, zu voll, zu dunkel, zu unübersichtlich, alberne Schriften. Lieber alles etwas einfacher und mehr Platz drumrum lassen. Im Grunde ist das wie zu Hause. Wenn alles rumsteht, ist man genervt.


    Ansonsten sich immer fragen (genau wie zu Hause): Wo würde ich was suchen? Und entsprechend das Menü aufbauen. Wenn der IT-Mensch ein bisschen Erfahrung hat, wird er auch wissen, was gerade angesagt ist. Vor allem muss es für euch pflegeleicht sein. Die Seite soll ja immer aktuell sein.


    Viel Spaß!

    Unsere Referendare schreiben nicht mehr SuS, sondern Lernende und Lehrende in den Entwürfen.

    Uns wurde gesagt, SuS geht gar nicht. Ich finde es auch gruselig. KuK noch schlimmer, und am schlimmsten LuL.


    Da kann man auch gleich lol und rofl schreiben, das ist wenigstens lustig :rotfl:


    Warum nicht Lernende, Studierende hat sich ja auch schon durchgesetzt.

    Ich verstehe diese Argumentation auch nicht. In einer Ausbildung muss ich nicht lernen, keine Prüfungen machen? Hä? Machen eure Schüler eigentlich kein Praktikum? Das würde ich dringend empfehlen. Und auch das mit der Hochschule haben diese Leute wohl nicht so richtig verstanden. Da ist nämlich niemand, der einen durch die Prüfung winkt, weil "meine Katze war krank". Tun wir an der Schule auch nicht, klar, aber es fühlt sich doch manchmal so an. Da ist auch niemand, der einem Arbeitsblätter hinterherträgt und einen ermuntert, dass man es doch besser kann, wenn man nur will. Ganz im Gegenteil. Man muss die Liebe zum Studienfach gegen viele Widerstände verteidigen und die Verantwortung dafür trägt man ganz allein. Das würde ich denen sagen.


    Es ist immer wieder dieses "ja, aber dann ...". Das nächste Quartal läuft grundsätzlich besser als das letzte, da geb ich mal Gas und lerne - ach, das habe ich letztes Quartal auch schon gesagt, ups.


    Es mag sein, dass einige der Schulmüden später eine gute Entwicklung machen. Wäre interessant zu erfahren, wo die Leute letztlich so landen. Häufig hört man aber auch, dass das doch nicht so das Wahre war mit dem Studium. Wie soll man das auch durchstehen, wenn einem schon das Abitur zuviel war. Aber Reisende soll man nicht aufhalten.

    Wir haben eine Zeitlang mit lo-net gearbeitet, aber das hat sich nicht bewährt. Jetzt für zwei Wochen etwas aus dem Boden zu stampfen ist unrealistisch. Einige Schüler haben tatsächlich nur ihr Handy. Und warum sollte so etwas funktionieren, wenn die IT in der Schule schon nicht ausreichend betreut wird?

    Und ja, wenn, dann bleiben alle zu Hause. Die Lehrer können mal in Ruhe ihr Unterrichtsmaterial aufbereiten und die Schüler die Hausaufgaben machen, die sie seit Sommer vergessen haben. Dann sind die zwei Wochen schnell rum. Müssen Kindergartenkinder eigentlich auch aus der Ferne erzogen werden, wenn die Einrichtung dicht ist?

    ... und vor allem hör auf, dir düstere Szenarien auszudenken. Es kommt doch anders, als du denkst. Warum wohl heißt es Orientierungspraktikum? Weil du ausprobieren sollst. Und bitteschön denke auch nicht, dass andere Leute daran schuld sind, wenn etwas nicht so klappt, wie du dir das vorgestellt hast. Wenn sich Leute raushalten, ist das auch nicht einfacher.


    Mach, wie du es für richtig hältst, und schau hinterher in Ruhe, was daraus geworden ist. Ohne Verurteilungen. Nur mit Interesse und Neugier: Ups, was war denn das?


    Ich würde niemand anderem vorher irgendwelche Anweisungen erteilen. Lass es auf dich zukommen. Viel Erfolg und berichte, wie es war!

    Muss man immer Noten geben? Kurze Lernstandskontrollen bewerte ich einfach nur mit Punkten, ohne Noten, manchmal mit + oder -, manchmal mache ich auch Gesichter drauf, da lachen zwar die größeren Schüler, aber natürlich möchte jeder einen Smiley haben.

    Letztlich sind so kurze Überprüfungen doch eher dafür da, sich ein Bild zu machen und den Schülern zu zeigen, dass man sieht, ob sie mitarbeiten. Ich habe auch einfach keine Lust, mich wegen einer kleinen Lernstandskontrolle auf Notendiskussionen einzulassen. Das führt auch nur zu sinnlosen Rechenspielchen.

    kodi hat schon Recht. Du musst dich ein bisschen umstellen und dir das Vertrauen, das du dir schon erworben hattest, noch einmal neu erwerben. Für mich klingt es auch etwas übertrieben, dass du mehrere Varianten desselben Artikels schreibst. Was ist das Problem, wenn du ihr die Sachen einmal hinlegst, bevor du sie außer Haus gibst? Ich kann verstehen, dass du dich ein bisschen gekränkt fühlst. Aber jetzt den Posten ganz abgeben wäre doch übertrieben.


    Lass der neuen SL ein bisschen Zeit. Sie wird schon sehen, was sie an dir hat. Man muss auch Menschen in leitenden Positionen zugestehen, Erfahrungen zu sammeln und sich zu entwickeln. Ich habe schon mehrfach erlebt, wie sich die Zusammenarbeit nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch eingespielt hat, weil man sich aufeinander eingestellt hat und die Qualitäten des Gegenüber zu schätzen gelernt hat.

    Es ist so wichtig, auf sich zu achten und sich nicht zu übernehmen. Du wirst da noch für Jahrzehnte gebraucht. Ich betrachte Kolleginnen und Kollegen als allzu bequem, die nach 10 Jahren noch immer dieselben schlechten Kopien zusammenschnipseln, im Unterricht ständig Filme zeigen, zu spät in den Unterricht kommen, aber dafür früher gehen ... und ganz nervig finde ich Unzuverlässigkeit und Jammerei.


    Hört sich bei dir alles nicht danach an. Warum glaubst du, dass du zu gemütlich bist?

    Haubsi, ich finde deinen Umgangston hier auch stellenweise etwas befremdlich. Bevor du dich ständig vernachlässigt fühlst und Unterstützung einklagst, versuche doch bitte mal, dich auch in andere hineinzuversetzen. Du bist nicht die Einzige im Kollegium mit einem kleinen Kind. Kannst du dir vorstellen, dass andere auch so ihre Probleme haben? Die tragen sie auch nicht unbedingt vor sich her, aber von kranken Kindern/pflegebedürftigen Angehörigen, schwierigen Klassen, persönlicher Überlastung, Krankheit, Stress jedweder Art etc. ist so ziemlich alles dabei. Neben dem Unterricht haben gerade die Kolleginnen und Kollegen, die schon länger dabei sind, viele Aufgaben, die irgendwie so nebenher zu erledigen sind. Davon sieht man nicht immer etwas. Und auch nicht davon, wie viele Teams an so einer Schule damit beschäftigt sind, den Laden am Laufen zu halten. Natürlich in Teamarbeit. Dieser Zeitmangel ist keine böse Absicht, der ist einfach da. Es dauert seine Zeit, bis man da seinen Platz gefunden hat und bestimmte Reaktionen versteht. Manche Dinge nerven übrigens ein ganzes Lehrerleben lang.

    Die Frage "Was haben wir gemacht?" ist viel zu allgemein. Vielleicht ist das der Punkt. Da kommen dann so vage Antworten, und außerdem ist es halt auch eine langweilige Frage. Stress dich nicht damit. Frag lieber ganz konkret nach einem neu gelernten Begriff oder stelle eine Aufgabe, um wieder ins Thema zu finden.

    Ansonsten mag ich "Versteckspiele" nicht. In Mathe schreibe ich das Thema an die Tafel, damit jeder weiß, wo wir dran sind. Aber manchmal ist es auch eine Problemstellung, aus der sich das Thema erst ergibt. Kommt eben drauf an. Ist ja ein eigenes Thema, Einstiege.

    Ich würde mich niemals per Whatsapp über einzelne Schüler austauschen.

    Die Antwort kann man auch nicht in einem Satz geben. Wohl aber gibt es an der Schule Regeln. Bei uns läuft das ungefähr so: Störungen werden im Klassenbuch dokumentiert. Der Klassenlehrer führt zunächst ein Gespräch. Ggf. werden die Eltern informiert. Wenn das nichts ändert, wird die Abteilungsleitung hinzugezogen und es gibt einen schriftlichen Verweis. Danach geht es weiter mit Schulleitung, Teilkonferenz, Ordnungsmaßnahmen. Das wirst du schon alles noch lernen.


    Was du jetzt im Einzelnen tun kannst, kommt eben drauf an. Klassenlehrer können auch nicht alle Probleme lösen. Es wird immer Schüler geben, die stören und dich ärgern (so wie es auch Kollegen gibt, über die man sich ärgert - vorschnelle Verallgemeinerungen sind nicht hilfreich). Letztlich hilft tatsächlich nur Erfahrung und Kooperation mit den anderen Lehrern - aber auch: Sich darüber nicht zu sehr aufregen, die eigene Psyche schonen und sich klar machen, dass nicht immer alles rund laufen kann.

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