Beiträge von Piksieben

    Jepp, das war eben bei mir damals auch die Überlegung: Lohnt sich das überhaupt? Es lief da gerade nicht so rund und die Möglichkeit, die Ausbildung nach einem Jahr zu beenden (wäre bei mir damals so möglich gewesen), war verlockend.


    Auch die individuelle Stressbelastung und familiäre Situation ist unterschiedlich. Von daher würde ich auch nicht "auf jeden Fall OBAS" schreien wollen.


    Andererseits eben: Keine Prüfungen abnehmen dürfen, das ist schon komisch. Das ist ja gerade das, was einen letztlich anspornt. Jede Abschlussfeier ist so ein Schlusspunkt: Geschafft! Super! Und auch die Entwicklungsmöglichkeiten sind eingeschränkt. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe.


    Das muss man selbst wissen. Man muss gar nichts, auch nicht Karriere machen.

    Was machst du denn im Moment? Willst du noch studieren? Wie hat dir das Studieren bisher gefallen? Und was sollte es denn überhaupt werden, Sport und -?


    Irgendwie klingt das chaotisch und als seist du ernsthaft gefährdet, weil du keinen Stress vertragen kannst. Wie kann man denn so geschafft sein von etwas, was man gut kann und gerne macht? In welcher Weise warst du im FSJ überfordert, wenn du alles im Griff hattest, so wie du es schilderst? Wie reagierst du erst, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll?


    Für etwas talentiert sein heißt doch eigentlich, dass es einem nicht schwer fällt, hm? Und trotzdem dann der Absturz, dieser ständige Stresszustand? Ich versuche es zu verstehen, fällt mir aber schwer. Ich glaube auch nicht, dass dir ein paar Tipps zur Stressbewältigung helfen. Ich denke, da solltest du dir professionelle Hilfe suchen. Ich glaube, dass da deine Selbstwahrnehmung nicht mit der Wahrnehmung anderer übereinstimmt. Was sagen denn andere zu dir? Raten sie dir, Lehramt zu studieren?


    Ich schätze an Leuten, die anderen etwas beibringen, vor allem die innere Ruhe, die Geduld, die Zuversicht. Nicht die tausend kreativen Einfälle und das Sichnichtaufhaltenlassen. Du hältst dich für "sehr gut darin" - finden das die anderen auch? Von einem Nervenbündel möchte ich nicht unterrichtet werden. Du kommst aber so rüber, sorry. Das ist kein Ratschlag, etwas zu tun oder zu lassen. Ich kenne dich ja nicht. Nur meine Wahrnehmung.

    OBAS lohnt sich, weil du mehr Geld bekommst und auch befördert werden kannst. Ich habe damals ein Jahr PE gemacht und auch überlegt, es damit gut sein zu lassen. Ich habe weitergemacht, weil ich noch mehr lernen und nicht als "Lehrkraft zweiter Klasse" dastehen wollte. Verbeamtet bin ich nicht, wurde dann aber nach einiger Zeit befördert. Ich weiß, die Verbeamtung wird immer als alleinseligmachend verkauft und tatsächlich sind die angestellten Lehrkräfte in mancher Weise benachteiligt. Aber ich fühle mich als Angestellte ganz wohl. Was soll's. Gibt auch viele an meiner Schule, die "nur" angestellt sind. Warum soll sich das nicht lohnen?


    Du kannst die Ausbildung auch in Teilzeit machen, das habe ich damals gemacht mit dem Minimum an Stunden, die ich für die Ausbildung brauchte, so um 75% glaube ich. Ich hatte aber auch schon etwas Unterrichtserfahrung. Von daher ging das auch mit zwei Kindern - die allerdings schon ein bisschen älter waren.


    Kommt halt drauf an, was du auf lange Sicht willst. Wenn du dich mit weniger Gehalt zufrieden gibst und dir den Stress mit den Prüfungen nicht antun willst, mach halt nur PE. Aber es könnte sein, dass du dich später ärgerst.

    Im Katalog hast du doch sicher schon geschaut, oder? Sind da die Bücher, die dich interessieren, zu finden?


    Ich leihe mir auch oft Bücher online (Städteverbund) aus, sind immer mehr verfügbar als ich lesen kann. Das ist sogar besser als bei den "echten" Büchern. Seit man die online verlängern kann, sind die öfter ausgeliehen. Also jedenfalls wenn ich von mir auf andere schließe. Gerade nicht griffbereit, was ich zurückbringen wollte? Klick - nochmal vier Wochen verlängern. Bei der elektronischen Ausleihe ist nach einigen Wochen Schluss, und man kann auch vorzeitig zurückgeben, was natürlich auch viel bequemer ist als zur Bücherei zu laufen. War ja in letzter Zeit auch schwierig.


    Mal abgesehen davon, reizt es dich denn nicht, mal wieder stundenlang in einer größeren Bibliothek herumzustöbern? An deiner Stelle würde ich Dortmund eine Chance geben :wink2:

    1. Überquellende Ordner mit Arbeitsblättern im Lehrerzimmer, gefühlt aus den 90ern, aus denen Jahr für Jahr eifrig kopiert wird (Wie kann man immer das Gleiche machen?)

    Oh, man macht nicht immer dasselbe. An den Schnipseln am Kopierer sehe ich: Man kopiert sich jedes Jahr eine neue Kombi zusammen. Wird jedes Jahr fleckiger und grauer? Na wurscht.

    Die Kontaktnachverfolgung ist ohnehin reine Augenwischerei.

    Das habe ich auch gedacht, als ich gestern die Sitzpläne schredderte, die ich so sorgfältig geführt habe. Im Ernstfall hat man, wenn überhaupt, die betroffenen Schüler gefragt, wer mit wem Kontakt hatte. Die saßen in so vielen verschiedenen Räumen, und alles wurde mit solcher Verzögerung nachverfolgt, das war ziemlich sinnlos.

    Auf Island gibt es auch überall Schilder, dass man sich vor dem Baden bereits mit Duschgel waschen soll. Und auch in BW habe ich schon in mehreren Schwimmbädern entsprechende Schilder im Duschraum gesehen. Ich dachte eigentlich, das sei Allgemeinwissen, auch wenn sich viele aus verschiedensten Gründen nicht daran halten.

    Ja, das ist nicht nur in Island so. Das steht eigentlich überall und sollte selbstverständlich sein. In meinem Lieblingshallenbad habe ich mich mal trocken dem Beckenrand genähert, weil ich etwas ablegen wollte. Da wurde ich direkt angesprochen, ich wollte doch nicht etwa ...?!


    Manchmal ist es echt ein bisschen eklig, was da nach einem Tag, vor allem wenn viele Schulklassen da waren, so an Schwebteilen im Wasser ist :uebel:

    Wenn es nur das Formelumstellen wäre! Ich finde das mangelnde Textverständnis noch viel schlimmer.

    Wenn man auf die FHR vorbereiten soll und jemand versteht einfach den Aufgabentext nicht, wo soll man denn da noch ansetzen?


    Ich frage mich aber, wenn doch diese Klage so allgegenwärtig ist, warum passiert eigentlich nichts? Warum wird weiter durchgewunken, jetzt in Coronazeiten erst recht? Was läuft da schief?


    Oder ist das eine Frage der Wahrnehmung? Der Klientel z. B. am BK in den Vollzeitklassen, wo viele sitzen, die nicht so recht wissen, wo sie denn sonst sitzen sollen und die für das, was sie bei uns lernen sollen, weder geeignet sind noch sich dafür interessieren? Sind die schlauen Kinder vielleicht einfach woanders? Es gibt sie ja.


    Ich sehe nicht, dass ich in Sek II für Bruchrechnen zuständig sein soll und meinen Unterricht in "einfacher Sprache" abhalten soll. Und mich schlecht fühlen soll, weil sich Schüler nicht konzentrieren können (vielleicht ist mein Unterricht langweilig?), sich nicht benehmen können (vielleicht kann ich mich nicht durchsetzen) oder schlechte Noten bekommen (wahrscheinlich war die Klausur "nicht fair").


    ARC7L, man kann Dinge erst wirklich, wenn man sie auch im Ernstfall und unter Stress kann. Das gilt nicht nur für Rettungssanitäter und Feuerwehrleute, auch für Pianisten und Fußballspieler.

    Ein System mit nur zwei Werten ist ein Schalter. An, aus. Läuft, läuft nicht. Zweimal drücken ist wieder aus. So wie nach 7 Wochentagen wieder der erste dran ist. In diesen Systemen addiert man halt "im Kreis". Eigentlich gar nichts Besonderes.

    Klingt als hätten sich die Abiturienten etwas Lustiges ausgedacht.

    Die Abistreiche sind ja so oder so. Manche sind einfach nur dämlich.

    Ich habe aber auch einen erlebt, da wurden wir Lehrer*innen zu einem Wettspiel herausgefordert und hatten wirklich viel Spaß.

    Diese Haltung, man hätte frei, wenn man keinen Unterricht hat :gruebel:

    Und man müsste sich nicht mühen, sich an die Schule zu bewegen, wenn die Abiturient*innen, die es nun wirklich schwer hatten in den letzten 1,5 Jahren, ein Anliegen haben :gruebel:

    Hinfahren, Humor beweisen, mitmachen, das wäre das Richtige.

    Schule kann doch Bestimmungen für die Bekleidung setzen: Nur helle Sohlen in der Turnhalle, zusammengebundene lange Haare,


    Ebenso könnte die Schule vorgeben, welche Schwimmbekleidung angemessen ist.


    Zur Schwimmbekleidung in öffentlichen Bädern hat eines in Koblenz vorgegeben, Burkinis seien nicht statthaft, die Regelung wurde von einem Gericht kassiert.

    Eben. Ich würde mich da auf keine individuellen Lösungen einlassen - das muss für den Schwimmunterricht einheitlich geregelt werden. In diesem Fall würde ich zur Schulleitung gehen und eine klare Ansage einfordern.


    Das Problem wird ja nicht zum ersten Mal aufgetreten sein und wird weiterhin auftreten.


    Was ich finde, ist ja nicht so entscheidend. Ich sehe durchaus beide Seiten. Aber wenn ich Schulschwimmen sehe, tun mir diese Mädchen immer sehr leid, die sich von oben bis unten verhüllen müssen.


    "Gaffen" ist ja keine ehrenwerte Tätigkeit, und man wird ja für alles nur Erdenkliche angestarrt - zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu viel an, zu wenig ... Aber manchmal schaut man ganz automatisch, kann man gar nicht verhindern. Wenn mir diese Gedanken durch den Kopf gehen, wie sich dieses Mädchen fühlen muss z. B., dann habe ich das vielleicht gerade gar nicht unter Kontrolle.


    Wenn man immerzu wegschaut, ist es ja auch nicht recht ... manchmal ist es schwer, stets das rechte Maß zu finden.

    Tja, tatsächlich schwer zu beurteilen, aber das ist ja ein Problem, dass generell auch später bestehen bleibt: Kinder kommen nicht mit jeder Lehrkraft gleich gut klar. Wer welchen Anteil daran hat, kann man nicht so einfach beurteilen.

    Ich habe immer vor allem versucht, meinen Kindern den Rücken zu stärken - Schule ist halt Schule und eben kein Ponyhof, und man muss sich oftmals arrangieren - und "aussitzen" ist nicht immer die schlechteste Lösung.

    Andererseits klingt das, was du da schreibst, Kopfschloss, tatsächlich besorgniserregend.

    Vielleicht drum bemühen, das Kind in den Vordergrund zu stellen und nicht das Lehrerverhalten. Damit er keine Gelegenheit bekommt, sich angegriffen zu fühlen.

    Und wenn es nicht besser wird, nächste Eskalationsstufe ...

    Letztlich lernt man aus solchen Situationen ja auch immer wieder, wie schwierig das manchmal ist mit Lehrern... für Lehrer natürlich auch ...

    Klingt nicht gut.

    Als meine Kinder noch jünger waren, war ich noch nicht Lehrerin und fand diese Verständnisheischerei und Insidergerede von Müttern, die Lehrerinnen waren, echt nervig. Später habe ich nicht gesagt, dass ich selbst Lehrerin bin. Wozu?

    Bist du mit anderen Eltern im Gespräch? Wie nehmen die diesen Lehrer wahr? Gibt es da prinzipielle Probleme, die mal angesprochen werden sollten in größerer Runde? Da du ja nicht so richtig voran gekommen bist mit dem Gespräch, wäre das ein nächster Schritt.

    Dabei eine Schere im Kopf zu haben, weil du selbst "Kollegin" bist (darauf wird ja auch unter Ärzten sehr viel Wert gelegt), ist unangebracht. Es geht um dein Kind. Du bist in einer anderen Rolle.

    Also wir haben in der Ausbildung durchaus darüber diskutiert, wie man Menschen wahrnimmt und welche Effekte dazu führen, dass man Schülerinnen und Schüler oft nicht objektiv einschätzt. Anders herum ist das natürlich genauso, nicht nur bei äußerlichen Merkmalen. Kommt da eine kleine, zierliche Person daher, erwartet man nicht so viel "Gefahr", wie wenn da jemand groß, breit und muskulär dahinschreitet.


    Was hier eigentlich gesagt werden sollte, war: Natürlich kann man auch unter 1,70 m Körpergröße Lehrer werden.


    Was aber nicht gesagt werden sollte, ist: Es ist völlig wurscht, wie man aussieht. Das ist es nicht. Ob uns das gefällt oder nicht. Manchmal beschreiben Schüler Lehrer, deren Namen sie nicht kennen. Das ist immer sehr aufschlussreich :rofl:Was die Leute anziehen, was sie für Taschen haben, für Frisuren - natürlich sehen die Schüler das.


    Ich bin selbst nicht klein. Ich erinnere mich, ich hatte mal so einen riesengroßen Schüler, wenn der vor mir stand, musste ich den Kopf in den Nacken legen - völlig ungewohnt und sonderbar war das. Kann mir niemand erzählen, dass es kein Unterschied ist, ob man rauf- oder runterguckt.


    Es ist halt ein Aspekt von vielen. Groß und laut sein ist sicher nicht das Patentrezept. Ich kann mir den von Hannelotti geschilderten Lehrer lebhaft vorstellen. Aber klein sein heißt ja noch lange nicht, auch energisch und präsent zu sein.

    Ich möchte meine Hobbys und Interessen nicht als "Ausgleich" verstehen. Eigentlich ist es eher umgekehrt: Schule hält mich davon ab, das zu machen, was ich am liebsten tue :pfeif:


    Nein, stimmt nicht ganz. Was ich sagen möchte, ist: Einige Dinge lassen sich nicht wirklich beschleunigen. Der Einstieg in den Lehrerberuf dauert halt etwas. Es ist am Anfang viel auf einmal, und es dauert, bis man Routine und innere Gelassenheit entwickelt hat.


    Zu Beginn sollte man gelassen sein in Bezug auf: Es wird nicht so bleiben. Es gibt gelegentlich stressige Phasen, aber die gehen vorbei, und man erwirbt immer mehr Sicherheit.


    Und ich würde jetzt auch nicht Yoga machen, damit ich besser funktioniere. Sondern weil ich mich dabei und dadurch wohler fühle.


    Nur vielleicht eins: Bewegt zur Schule kommen. Rad oder zu Fuß oder wenigstens einen Teil. Von vor der Haustür bis auf den Parkplatz und dasselbe rückwärts - habe ich zwar lange gemacht, aber seit ich ein E-Bike habe, weiß ich, was daran falsch war. Kann man sich leider nicht immer aussuchen.

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