Sehr schwierig. Mit der Privaten kann man sich ganz schön rumzanken, wenn die sich weigern, etwas zu erstatten. Dann geht das hin und her und dauert manchmal ewig. Wenn man chronisch krank oder schon sehr alt ist, kann das sehr belastend sein. Da kenne ich üble Geschichten.
Das mit den längeren Wartezeiten versucht der Gesetzgeber ja gerade zu ändern. Man weiß es nicht. Und es hängt ja offenbar auch von den einzelnen Arztpraxen ab.
Von Preissteigerungen sind sowohl gesetzliche als auch private Versicherungen betroffen. Irgendwie ist das auch kein Argument für irgendwas.
Ich weiß nicht, warum ich als privatversicherte Angestellte manchmal gefragt werde, ob ich Beihilfe beziehe. Bei einigen Ärzten sehe ich Dollarzeichen in den Augen. Bei anderen wird einfach kein Unterschied gemacht. Interessant ist jedenfalls, besonders bei Zahnärzten, wie unterschiedlich die Rechnungen ausfallen. Meine Zahnärztin ist billig. Andere sind teuer, auch für einfache Vorsorge. Ich habe deshalb auch andere Ärzte schon öfter gewechselt. Orthopäden, die gerne operieren, andere, die sagen: Das entscheiden Ihre Beschwerden, nicht das MRT.
Ich glaube, jedes "mach es so" wäre fahrlässig. Ich weiß einfach nicht, welche Entscheidung für mich die richtige gewesen wäre. Jetzt lässt es sich nicht mehr ändern. Das ist ja ohnehin ein zweifelhaftes Modell mit der "Zweiklassenmedizin" - ebenso wie die "Zweiklassenlehrer", das kann man ja hier oft genug nachlesen (nur eben so: "Ohne Verbeamtung wäre ich nicht Lehrer geworden" - wie sich das für angestellte Lehrkräfte anfühlt, wird gar nicht erst erwogen).