Aussichten Gymnasiallehramt Chemie und Geschichte

  • Vorsicht bei den sozialwissenschaftlichen Fächern und Geschichte: Da werden die Lehrkräfte in der Sek I gerne hin und her geschoben: Der Politiklehrer unterrichtet Geschichte und umgekehrt. Wirtschaft ist zudem an den meisten Schulen kein ordentliches Unterrichtsfach, was die Auswahl an Schulen weiter einschränkt.


    Chemie ist da weitaus "sicherer": Das unterrichtet kaum keiner (aus Sicherheitsgründen) fachfremd, auch nicht in der Sek I. Ich würde zu einem Kurzfach wie Chemie aber immer ein Langfach empfehlen, alleine um den Vorbereitungsaufwand zu reduzieren ebenso wie die Zahl der Lerngruppen. Mathematik bietet sich in Kombination mit Chemie an. Damit wirst du früher oder später mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Stelle finden.


    Und Wollsocken: Du hast ja selber erkannt, dass man sich (in Deutschland) mit dem Lehramtsstudium einseitig festlegt. Elbschiffer hat hier völlig Recht: Mit dem Lehramtsstudium legt man sich auf einen quasi monopolistischen Nachfrager fest, nämlich den Staat. Alle anderen Beschäftigungsmöglichkeiten für Lehrer sind mit DEUTLICH schlechteren Konditionen verbunden (Ausnahmen bestätigen die Regel...). Das ist in vielen anderen Studiengängen nicht so. Mein Lieblingsbeispiel: Ein Humanmediziner. Der kann sich nach dem Studium (das vom Aufwand durchaus vergleichbar mit einem Lehramtsstudium inkl. Referendariat ist, wenn man die Facharztausbildung ignoriert), aussuchen, ob er zum Staat geht, in ein Krankenhaus, sich als Freiberufler eine Praxis aufbaut, in die Industrie geht (als Forscher oder Pharmareferent) oder ins Ausland. In praktischen allen diesen Bereichen hat er gute Chancen und verdient angemessen. Das sieht bei Lehrern ganz anders aus.


    Gruß !

  • Elbschiffer hat hier völlig Recht: Mit dem Lehramtsstudium legt man sich auf einen quasi monopolistischen Nachfrager fest, nämlich den Staat.

    Ich habe nichts anderes behauptet.

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