Seiteneinstieg an freien Schulen in Sachsen

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    • Seiteneinstieg an freien Schulen in Sachsen

      Hallo zusammen,

      ich habe mal eine Frage zum Seiteneinstieg an freien Schulen (in Sachsen).

      Was haltet ihr davon? Ist das sinnvoll oder gehen damit Probleme einher, die es an staatlichen Schulen nicht gibt?

      Gibt es da eine andere Bezahlung (ich lese bei Stellenausschreibungen immer "in Anlehnung an TVL-L ...")

      Ist ein Wechsel an eine staatliche Schule bei Nichtgefallen möglich?

      Meine Idee bzw. der Hintergedanke ist gerade:
      - mir missfällt die Art und Weise des Umgangs des Lasub mit uns
      - flexibleres Arbeiten an einer freien Schule (kein öffentlicher Dienst)
      - somit auch evtl. schnellerer Wechsel, falls Schule doch nicht die Erwartungen trifft (statt Versetzungsanträge stellen zu müssen)

      Ihr seht evtl., dass es wirklich nur Ideen sind - tiefgreifendes Wissen habe ich nicht - deshalb meine Frage hier im Forum.

      Viele Grüße,
      HansB.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HansB ()

    • die private schule kann dir zahlen, was sie möchte oder auch nicht. allgemein wird jemand ohne passenden abschluss immer weniger bekommen als jemand mit passendem abschluss. hier zahlen privatschulen i.a. deutlich schlechter als staatliche, alleine schon, weil du nicht verbeamtet wirst, meist auch schlechter, als der staat im angestelltenverhältnis zahlen würde. entsprechend groß ist bei vielen privaten die fluktuation. es gibt ausnahmen, die bilden dann aber meist selber aus, was du als arbeitnehmer dann zu finanzieren hast (z.b. teils bei monte) und/oder nehmen fast nur leute mit passendem regulären abschluss. kirchlich ist i.a. fair, was das geld angeht, aber halt auch überzeugungssache, zudem mit sehr strikten (!) auflagen versehen (katholisch: konfession, lebenwandel).

      eine einstellung bei staatlichen schulen ist für nicht-erfüller (leute ohne passendes lehramt) unabhängig von vorigem engagement an einer privatschule, soweit ich weiß.
    • Hallo Keckks,

      danke für Deine Antwort. Ja, damit hatte ich schon gerechnet, dass freie Schulen generell schlechter bezahlen. Soweit ich weiß, sind diese (Montessori u.a.) derzeit jedoch ziemlich unter Druck, da durch die potentielle Verbeamtung von Lehrern viele in den sicheren Hafen der staatlichen Schule wechseln.

      Was mich noch interessiert ist die Frage, ob ein Seiteneinstieg, also die Kombination "Schule+Ref+TU-Dresden" auch dort funktioniert bzw. geht oder ob dieser Weg nur an staatlichen Schulen geht.

      VG,
      HansB
    • HansB schrieb:

      Gibt es da eine andere Bezahlung (ich lese bei Stellenausschreibungen immer "in Anlehnung an TVL-L ...")
      Also für Lehrer gilt: mindestens 80% des tariflichen Gehalts. Mehr können die Schulen im Allg. auch nicht zahlen.


      HansB schrieb:

      Was haltet ihr davon? Ist das sinnvoll oder gehen damit Probleme einher, die es an staatlichen Schulen nicht gibt?
      Ich weiß nicht, ob man den Quereinstieg an privaten Schulen so vollziehen kann, wie an einer staatlichen. Referendariat ist m.W. möglich. Müsstest du bei Interesse die konkrete Schule fragen. Im Zweifel gibt's aber eher einen Honorarvertrag für Kunst oder Musik oder was du eben machst und das ist kaum eine realistische Perspektive für einen Akademiker schätze ich. Kommt sicher auch auf die Größe der Schule an. Das Bischöfliche Montessorischulzentrum hat natürlich mehr Geld als die gestern gegründete Elterninitiative...


      HansB schrieb:



      Ist ein Wechsel an eine staatliche Schule bei Nichtgefallen möglich?
      Der Staat wirbt sogar ab. Wenn du allerdings keine Lehrbefähigung hast, kommst du in 5 Jahren nicht besser unter als jetzt.


      HansB schrieb:


      - mir missfällt die Art und Weise des Umgangs des Lasub mit uns
      - flexibleres Arbeiten an einer freien Schule (kein öffentlicher Dienst)
      - somit auch evtl. schnellerer Wechsel, falls Schule doch nicht die Erwartungen trifft (statt Versetzungsanträge stellen zu müssen)
      flexibel heißt auch schlechter bezahlt. Allerdings: wenn du eine Schule findest, an der du glücklich bist, ist das viel wert. Im Staatsdienst an einer Schule sein, an der du unglücklich bist- da nützt dir auch das viele Geld nichts.

      Also wenn du kein Sicherheitsfanatiker bist, eher kreativ, ambitioniert etc. kannst du an einer Schule mit gutem Konzept zufrieden arbeiten. Große Sprünge machst du finanziell aber nicht. Eher mehr Arbeit, da viel Engagement erwartet wird. Wenn du Pech hast, kannst du auch dort in ätzende Strukturen geraten. Eltern haben so viel Mitspracherecht, dass der Schulleiter am Ende gehen muss o.ä.

      Schwierig, ich würde es von der konkreten Schule abhängig machen, ob Quereinstieg überhaupt dort geht, ob du dort willkommen bist usw. Ansonsten vielleicht eher umgekehrt? Ausbildung beim Staat mitnehmen und bei Nichtgefallen hinterher nach privaten Schulen umgucken...
    • An einer freien Schule kannst du schneller wechseln, also gehen, wenn es dir dort nicht gefällt, aber du fliegst auch leichter raus, wenn du denen nicht passt.

      "In Anlehnung an..." ist sozusagen die nette Umschreibung für weniger Geld, aber vielleicht nimmst du das ja gerne in Kauf, wenn die Bedingungen stimmen.
    • Ich hatte an einer freien Schule letztes Jahr ein Vorstellungsgespräch, da lief das mit der Qualifizierung so ab: in 2 Wochen Herbstferien war der Kurs, das wäre es gewesen. An staatliche Schulen hätte ich so nicht wechseln können, zumindest nicht ohne auch da nochmal das komplette Programm zu absolvieren. Nach einigen Jahren Lehrtätigkeit gibt's da glaube ein Hintertürchen, bin mir da nicht sicher.

      Und Urlaub hätte ich normal einreichen müssen, da dies eine Ganztagsschule war, also auch mit Arbeiten in den Ferien.
    • Ich hatte ein Gespräch mit einer freien Schule.

      Man sagte mir, dass es ähnlich, aber nicht ganz so wie beim Seiteneinstieg an staatlichen Schulen läuft.

      Der erste Punkte war, dass man kein zweites Fach benötigt. Sofern man sein studiertes Fach vom Lasub anerkannt bekommt, beginnt man nach der 3-monatigen didaktischen Schnelleinführung mit dem Unterrichten (erst begleitend, dann mehr und mehr alleine). Das stellt dann auch das Ref dar. Am Ende hat man Lehrproben und Prüfungen und schlussendlich die Lehrbefähigung für das Fach.

      Vorteil sehe ich derzeit:
      - sehr flexibel
      - keine/kaum Lasub-Gängeleien ;)
      - nur ein Fach notwendig (ich muss nicht unbedingt Mathe, Physik o.ä. studieren)

      Nachteile:
      - wahrscheinlich weniger Gehalt

      Mal sehen, was noch so kommt.
      Viele Grüße,
      HansB.
    • Also das würde ich mir schriftlich geben lassen. Irgendwie unterrichten, irgendeine Prüfung, dann hat man automatisch Ref und und Lehrbefähigung? Das muss ja irgendwo stehen, wie der Ablauf ist.

      Dass du auf die Weise z.B. in einer Waldorfschule unterrichten kannst mag zwar sein, aber "weniger Gehalt" hieße 80% von einem Grundschullehrergehalt also von E11 oder sowas.

      Beim Staat musst du übrigens auch kein 2. Fach machen. Nur wenn du an der A13 interessiert bist machts perspektivisch halt Sinn.

      Aber wenn dich das Zähe, Bürokratische und Lustlose in der Schulbehörde jetzt schon ankotzt, dann ist das schon ein Zeichen, das ich ernst nehmen würde.