Anerkennung 1. Staatsexamen in Berlin

  • Hallo,


    wer hat sich fuer das Referendariat in Berlin beworben und vorher sein Erstes Staatsexamen dort anerkennen lassen hat?
    Ich moechte das gern tun, aber weiss nicht genau wie ich vorgehen soll. Ich weiss, dass es ein komisches Verfahren gibt mit Gebuehren(!!), aber ob man einen formlosen Antrag stellt oder ob bestimmte Unterlagen noetig sind, weiss ich nicht. Ich habe schon zwei E-mails an der zustaendigen Stelle geschickt, habe bis jetzt keine Antworten. Ich koennte zwar anrufen (befuerchte, es wird mir nichts anderes uebrig bleiben), aber aus dem Ausland anrufen bei Sprechzeiten von 9 bis 12 Uhr bedeutet es fuer mich, mitten in der Nacht anrufen.


    Danke fuer jede Antwort!

  • Hi,


    ich habe mein 1. StE außerhalb Berlin gemacht und mich in Berlin (erfolgreich) beworben. Eine Anerkennung kostet offiziell Gebühren, die werden aber nicht erhoben (jedenfalls war's letztes Jahr noch so, aber in Berlin weiß man ja nie, Haushaltsnotlage und so weiter....). War alles problemlos, hab's einfach hingeschickt. Allerdings gibt's manchmal Stress mit der Fächerkombination.


    Ruf auf alle Fälle da an, auch wenn's mitten in der Nacht aufstehen heißt, nur die bei der Senatsverwaltung können Dir richtige Auskunft geben. GEW ist auch prima, die sind sehr freundlich und kompetent, aber ich würde zur Sicherheit wirklich nochmal bei der zuständigen Stelle direkt nachfragen (mit Notizen, mit wem Du gesprochen hast).


    Viel Glück


    SB

  • Hallo SillyBee,


    was fuer Faecherkombination hast Du? Wie hast Du es geschafft, einen Platz zu bekommen. Viele sagen, es sei sehr schwierig und man muss ein Superexamen gemacht haben. Ich habe Franzoesisch und Englisch fuer Gymnasium, ich habe Angst, dass es nicht reicht, 1,9 im 1. Staatsexamen bekommen. Wie bist Du vorangegangen mit der Anerkennung? Hast Du sie sehr frueh beantragt, oder einfach alles fuer die bewerbung zusammen geschickt? Wie lange hat es gedauert? Ich moechte mich fuer August 2005 bewerben.


    Gruesse

  • Hi Laura,


    ich habe Englisch / Politik studiert und mit 1 abgeschlossen. Ich bin aber in Berlin trotzdem erst im Nachrückverfahren reingekommen, weil Politik hier gar kein eigenes Fach ist, sondern immer in Kombination mit Geschichte unterrichtet wird (das wird sich mit den neuen Rahmenplänen wohl ändern). Ob noch andere Aspekte bei der ersten ABlehnung eine Rolle gespielt haben, weiß ich nicht; kann schon sein, dass man als "Fremdbewerber" schlechter eingestuft wird als Berliner Studis. Mit Englisch / Franz. hast Du die Probleme natürlich nicht. Aber es ist schon wahr, es gibt wenig Plätze und die sind hart umkämpft.


    Ich würde mir das aber generell mit dem Ref in Berlin überlegen, die Bedingungen sind nicht unbedingt ideal! Wo hast Du denn studiert? In Flächenbundesländern gibt es häufig weniger Lehrproben und weniger irres Herumgefahre (ich verbringe pro Woche allein 11 Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln, kein Spaß). Außerdem gibt es im Vergleich zu anderen Bundesländern eine hohe Durchfallerquote, und wenn man dann noch in einem Problemstadtteil landet, ist es wirklich nicht mehr ein lustiges Lehrerleben. Ich will jetzt nicht schwarzmalen, aber ich würde es nicht nochmal hier machen.
    Laß Dich davon nicht entmutigen, bitte, Berlin ist ne spannende Stadt, und auch hier gibt es freundliche Kollegien, nette Seminarleiter und gute Noten. Also Kopf hoch und versuchen.
    Du mußt die Unterlagen bei der zuständigen Stelle in der Senatsverwaltung einreichen, Adresse und Info auf:


    http://www.sensjs.berlin.de/sc…g/thema_lehrerbildung.asp


    Ich hab alles zusammengeschickt, aber ich glaube, man kann auch Zeugnisse nachreichen, wenn man die Termine nicht einhalten kann. Der Termin war bei mir ca. 3 Monate vor Refbeginn, aber da hat sich jetzt einiges geändert durch die anderen Einstellungsbedingungen.


    Viele Grüsse, SB


    PS Emailen ist da wirklich zwecklos, ich habe noch nie eine Antwort erhalten, wenn ich das versucht habe....

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    kann schon sein, dass man als "Fremdbewerber" schlechter eingestuft wird als Berliner Studis.


    Hi SB,
    Berlin ist unter Berliner Lehrämtlern dafür verschrien, dass es eines der wenigen Länder ist, dass Landeskinder NICHT bevorzugt. (In andern Ländern gibt es Bonus-Malus-Regelungen oder Boni für "Kenntnisse des Schulsystems" ... nach Süden schau...)


    Es gibt in Berlin sehr wenige Plätze, weil es eh nur 1900 (immer auf 2 Jahre verteilt, d.h. im Durchschnitt weniger als 500 pro Bewerbungstermin für alle Schularten) gab und die um 400 Stellen gekürzt werden sollen. Zudem gibt es seit ca. 2 Jahren massive Bewerberüberhänge und eine demnach lange Warteliste. Ferner aufgrund von Umstellungen bei den Prüfungsterminen der Hochschule dieses Jahr nur 1 Termin zur einstellung --> Liste noch länger.
    Im Primarstufen und Sek-I-Bereich hättest du mit Englisch aber ganz gute Karten. Weiß nicht, wie es bei SekI/SekII ist.


    Ich kann mich sonst nur dem was du erzählst anschließen, ich hab in Berlin studiert (mein Ref mach ich aber im Umland) und habe viele Kommilitonen im Berliner Ref. Hohe Durchfallquote, Problemschulen, Fahrzeiten. Mit 11 Stunden bist du noch gut dran. Ich fahre inzwischen pro Woche 8 Stunden und bin darüber super froh, denn zu Unizeiten habe ich oft um die 15 Stunden pro Woche gehabt, manchmal noch mehr. Wenn du etwas am Stadtrand wohnst, haste die sehr schnell zusammen. Und dann braucht nur noch die Schule in Hellersdorf zu sein, das eine Seminar in Pankow und das andre in Steglitz und schon wirds lustig.



    Zeugnisse kann man nachreichen nach dem Termin, das stimmt.


    Conni

    SCHOKOEIS!


    Ich lese und schreibe nach dem Paretoprinzip.

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