Mathe in einer Klasse 1, 25 Kinder, recht leistungsheterogen. ...Oft, wirklich oft ist die Konzentration bei den Kids schon zu Anfang der 3. spätestens zur 4. Stunde wech. ... Aber allein schon im Sitzkreis zu sitzen ist für viele überfordernd, ... Mittlerweile arbeiten wir bereits eine Weile schon mit Arbeitsplänen, was es entzerrt. Aber die Erarbeitungsphasen der neuen Inhalte ist oft zäh und dauert und dauert, weil wir nicht gut vorankommen und in der 1. Klasse kommen ja quasi ständig unbekannte neue Sachen.
Du schreibst:
- Die Kinder können sich in der 3./4. Stunde nicht mehr konzentrieren, das ist altersgerecht.
- Sie sind im Sitzkreis überfordert, auch wenn mit Material gearbeitet wird.
- Arbeitspläne klappen besser.
Ich bin nach dem Referendariat relativ schnell von Stehkreisen (für Sitzkreise gab es nicht genug Platz im Klassenraum) und Gruppentischen zurück zu Frontalsitzordnung und relativ viel Frontalunterricht / Einzelarbeit / Arbeitspläne.
Es bringt ja nichts, wenn es die Kinder überfordert. Es gibt auch Kinder, die nicht mit Material umgehen können. Wenn du jedem Material gibst, sitzen ein paar Kinder da und warten, dass das Material sich von alleine bewegt.
Hinzu kommt, dass das "alleine erarbeiten" für viele nicht passt. Gerade für leistungsschwächere Kinder ist es hilfreich, wenn richtig lange gemeinsam Beispiele bearbeitet werden. Wenn es zäh ist, mache ich vor oder nehme die ran, die es schon verstanden haben. Das aufgrund der fehlenden Konzentration über einen längeren Zeitraum natürlich schwierig.
Pragmatisch gesehen:
Könntest du 2 Kinder nebeneinander setzen, jeweils eins das fit ist und schnell versteht und ein zweites, das mehr Hilfe braucht, sodass du kurze und knackige Einführungen machst und das erstere helfen kann, wenn das zweite danach Unterstützung braucht?
Ich würde dann nämlich mit den Arbeitsplänen weitermachen. Das ist etwas, was der Klasse mehr liegt als Sitzkreise und das wird für die Kinder gewinnbringender und zufriedenstellender sein als im Sitzkreis zu sitzen, Löcher in die Luft zu gucken und sich zu langweilen.
Davon ausgehend dann kurze Phasen in anderen Konstellationen.
Was blöd ist: Du bist im Referendariat und musst jetzt schauen, wie du die Anforderungen für die Unterrichtsbesuche erfüllst.