Beiträge von Conni

    e) Förderverein verkauft Kaffee und Kuchen, falls da Eltern Mitglied sind.

    Was heißt denn „Gleichstellung“ in diesem Zusammenhang?

    Mit einer Gleichstellung bist du Schwerbehinderten gleichgestellt, wenn du mindestens einen GdB von 30 hast. Das heißt, du hast Anspruch auf einen Teil des Schutzes, der für schwerbehinderte Menschen gilt. Im Wesentlichen ist das ein Kündigungsschutz, aber auch finanzielle Mittel für die Ausstattung des Arbeitsplatzes und Anspruch auf mehr Unterstützung, z.B. vom Integrationsfachdienst.

    Meine SbV hat als Beispiele für die Schule genannt: Ergnomischer Stuhl bei Rückenleiden, angepasster individueller Gehörschutz für Sport- und Musiklehrkräfte, Rücksichtnahme, die an die Erkrankungen angepasst sind: Unterrichtsbeginn zur 2. Stunde (wenn irgendwie möglich), keine Klassenfahrten...

    Hier die allgemeine Beschreibung: https://www.arbeitsagentur.de/…rstuetzung/gleichstellung

    Doch wird man schon. Die sagen, man soll halt sagen, was einem wichtig ist und dann muss man schauen ob man das umsetzen kann.

    Gleichstellung ist nur für Arbeitnehmer zum Schutz des Arbeitsplatzes. Bei Beamten wird das wohl grundsätzlich abgelehnt. 🤷‍♀️

    Ich bin da etwas entsetzt: Ich fühle mich von unserer Schwerbehinderten-Vertrauensperson gut unterstützt: Ich habe mich vor Antragstellung beraten lassen, bin mit dem GdB von 30 wieder hin und habe den Antrag auf Gleichstellung durchgesprochen und sie hat mir geraten, diesen zu stellen, obwohl es beim ersten Lesen für mich aussichtslos klingt. (Öffentlicher Dienst und besonderer Kündigungsschutz)

    Ich würde an deiner Stelle den Antrag unbedingt stellen. Ggf. kannst du dich an einen Sozialverband wenden, der VdK hat in NRW einen sehr guten Ruf, in anderen Bundesländern einen mäßigen - vielleicht können die dir weiterhelfen? Deine Fachärztin oder Therapeutin? Vielleicht hat auch noch jemand anderes eine Idee? Letztlich ist deine Arbeitsfähigkeit in Gefahr und genau das solltest du in diesem Antrag sehr, sehr deutlich schreiben.

    Ich würde an deiner Stelle erneut beim Personalrat / Bezirkspersonalrat / Schwerbehindertenvertreter vorsprechen und dort ganz deutlich sagen, dass es dir schlecht geht. Kann jemand zur Unterstützung mitkommen? Meine Erfahrung ist, dass ich selbst immer gesünder und belastungsfähiger wirke, als ich bin, mir wurde von Freundinnen gespiegelt, dass dem nicht so ist und dass ich das deutlich sagen muss. Vielleicht ist das bei dir auch so?


    Den anderen schließe ich mich an, die hier schreiben: Richtig auskurieren, richtig stabil werden, ggf. Reha.

    Könnt ihr das bestätigen?

    Nein. Im Gegenteil. Die Anträge werden immer schwieriger, komplizierter und länger. Der IQ, der nötig ist für "Lernen" oder "GE" wurde um 5 Punkte nach unten gesetzt. "Emotional-soziale Entwicklung" wird nur noch bei Selbst- oder Fremdgefährdung vergeben.

    Inzwischen ist der Bereich von 80 - 84 zumindest wieder ein Graubereich, in dem wieder "Lernen" vergeben werden kann, wenn zu Hause niemand ist, der mit dem Kind so viel übt, dass es den Mindeststandard so einigermaßen erreicht und wenn die Lehrkraft entsprechend bettelt und tagelang Ausführungen schreibt. Ich habe vor 2 Jahren für ein Kind aus desolaten Verhältnissen, das in Klasse 3 den Zahlenraum bis 10 nicht sicher erfasst hatte und kaum schreiben konnte, massiv gebettelt. Die Beratungslehrkraft war dann der Meinung, das das Kind innerhalb von 2 Jahren wieder in den Regelschullehrplan hineingeführt werden könnte - ohne zusätzliche Ressourcen.


    An meiner alten Schule wurden die Ressourcen gedeckelt, sodass pro Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Durchschnitt 0,8 Stunden zur Verfügung standen. Und auch mit höheren Hürden wurden es nicht weniger Kinder mit einem IQ im Bereich "Lernen".

    Abgesehen davon, dass es nervig ist, sagt die Arbeitssicherheit, dass das ein ausgesprochen schlechter Standort ist. Abgesehen von den Partikeln kommt es zu einer Erhöhung der Ozonkonzentration.

    Tja, wo sollen die Besprechungen stattfinden? Flur? Schulhof? Hausmeisterraum im Keller? Kleine Besprechungen (max. 4 Leute) finden im Schulleiterzimmer statt, mehr Platz ist da aber auch nicht.

    Ich weiß nicht, wie bei euch die Schulen aussehen. Bei uns kann man sich durchaus mal für das Korrigieren ins Lehrerzimmer setzen, ich muss auch immer mal wieder kopieren oder etwas laminieren. Dann müssen mal Materialien für die kommenden Stunden gesucht werden oder man hat ein Gespräch mit Kollegen. Ich mag natürlich auch keine Freistunden aber man kann sich durchaus in der Zeit beschäftigen. Notfalls setze ich mich mit einem Stapel Hefte, Mappe oder was immer ins Lehrerzimmer und korrigieren. Oder halt mit einem Laptop.

    Bei uns: Kopierraum = Besprechungsraum. Wenn Besprachung, Schulhilfekonferenz, Erweiterte Schulleitung --> kein Kopieren möglich.

    Materialien: Bei mir zu Hause im großen Arbeitszimmer.

    Laptop: WLAN im Lehrerzimmer nicht funktionsfähig. PCs gibt es nur in den Computerräumen, die dauerhaft belegt sind und wo einfach keine funktionierenden PCs übrig sind.

    Mit einem Stapel Hefte muss ich bereits Sachen von Kolleginnen beiseiteräumen, weil mein Platz am Tisch nicht für Stapel + aufgeschlagenes Arbeitsheft reicht - falls ich noch einen Platz habe und der nicht von jemand anderem okkupiert wurde.

    Alternativen: Privates Buch lesen, zum Bäcker gehen und Kuchen essen, Tests und Klassenarbeiten nicht mehr digital erstellen und drucken, sondern per Hand. In meiner Anfangszeit haben Kolleg:innen damit noch gearbeitet und das hat auch unter den heutigen Arbeitsbedingungen durchaus noch Vorteile. Wenn man sehr schlau ist, organisiert man sich die Pläne von Turnhalle und NaWi-Raum, dann weiß man nämlich, welche Klasse Fachunterricht hat und kann einen Klassenraum nutzen. Dann ist wenigstens genug Platz für die Arbeitsheftstapel auf dem Tisch und ich muss die schief singende Lebenskundelehrerin nicht ertragen.

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