Ich habe diese Aufteilung 2mal erlebt:
Einmal in gemischten 1./2. Klassen im Brennpunkt. Das fand ich sehr schlecht. Zum einen waren die Lehrerwechsel in den kleinen Pausen schwierig, weil die Kinder übereinander herfielen und sich prügelten oder mal auf den Hof gingen, weil sie gerade Lust dazu hatten. Die Kollegin, bei der ich in Mathe drin war, hatte kaum Regeln und Strukturen, was die Klasse sehr kribbelig macht. In meiner Klasse unterrichtete sie Mathe und ich hatte massiv mit Elternbeschwerden zu tun, was Zusatzarbeit bedeutete.
Einmal in Klasse 3/4 in einem besser situierten Stadtteil:
Auch hier fand/finde ich das schwierig: Ich musste aus meiner Klasse raus für Musik. Die Kollegin kam oft erst am Ende der Pause, die Kinder waren alleine, prügelten sich. Die Kollegin war ganz anders als ich: Gegenüber den Kindern extrem streng und unnachgiebig, in der Organisation ziemlich lost. Das heißt, ich habe jedes Mal nachdem sie drin war (und sie hatte immer die ersten Stunden, wenn die Klasse noch konzentriert war) aufzuräumen oder Blätter oder Hefte auszuteilen. Ich habe dann recht schnell ein Fach angelegt, in das ich all ihre liegengebliebenen Sachen geräumt habe. Es gab auch hier Elternbeschwerden und das Highlight war, dass die Kollegin einen 3-stündigen Elternabend geleitet und den Eltern in ähnlichem Ton wie den Kindern erklärt hat, was alles nicht klappt. Danach waren die Eltern mir gegenüber nachsichtiger und freundlicher. Immerhin.
Im Moment ist es in 2 Parallelklassen geteilt und auch da gibt es Probleme: In einer Klasse ist der Mathelehrer extrem streng und es gibt Elternbeschwerden und regelmäßig weinende Kinder. In der anderen Klasse läuft es besser, da verstehen sich die beiden Kolleginnen super, aber auch da gibt es Elternbeschwerden bei Klassenleiterin und Schulleitung, weil die Deutschlehrerin weniger betüddelt als die Klassenlehrerin.