Spielerisches Lernen mittels zeitlich begrenzten Wettbewerben

  • Hallo zusammen,

    seit längerem beschäftigt mich der Gedanke, gerade in Zeiten der KI, ein neues digitales Mittel

    zum spielerischen Lernen auszuprobieren.

    Zielgruppe:

    Schüler und Schülerinnen ab der 5. Klasse

    Idee

    Digitale Challenges organisiert für einzelne Schulfächer, die zeitlich begrenz sind, wo Schüler ihre Kreativität mit der Nutzung digitaler Medien nutzen können.

    Jede Challenge beginnt mit der Definition eines Titels und einer Beschreibung, die den Zweck der
    Herausforderung erklärt.

    Zudem werden eine Start- und eine Endzeit festgelegt. Interessierte Nutzer
    können sich bereits vor Beginn anmelden und aktiv teilnehmen, sobald die Challenge startet.
    Während der Laufzeit haben sowohl Teilnehmer als auch reguläre Nutzer die Möglichkeit, für ihre
    favorisierten Inhalte abzustimmen. Am Ende entscheidet die höchste Bewertung über den Gewinner.
    Belohnungen und Gamification

    Beispiele

    • Photosynthese-Erklärer

      • Erstelle ein ansprechendes Video, das erklärt, wie Pflanzen Sonnenlicht in Energie umwandeln.
    • Französische Revolution Szene

      • Stelle einen entscheidenden Moment der Französischen Revolution mit Kostümen und Dialogen nach.
    • Geometrie im Alltag

      • Finde und dokumentiere kreative Anwendungen geometrischer Prinzipien im Alltag.
    • Modernes Märchen

      • Schreibe ein zeitgenössisches Märchen und nimm es als spannendes Hörbuch auf.

    Was meint ihr? Würde man hiermit die Schüler eher überfordern oder hätte dies tatächlich einen Reiz? Ich habe bereits mal eine kleine Demo Anwendung erstellt. Wer Interesse hätte, dem könne ich den Link zusenden!


    Besten Dank,

    Liebe Grüße,

    Kaan

  • delgado 1. April 2026 15:50

    Hat den Titel des Themas von „Spielerisches Lernen mittels einer IT Plattform“ zu „Spielerisches Lernen mittels zeitlich begrenzten Wettbewerben“ geändert.
  • Das machen die Schüler:innen freiwillig oder als Übung oder als Hausaufgabe?

    Oder gar nicht?

    Wo genau ist da der Einsatz der KI?

    Warum genau benötigen Schüler:innen eine App oder eine Plattform, wenn sie es mit ihren Schülergeräten bearbeiten und fristgerecht in der schuleigenen Plattform hochladen können?


    P.S. ... schon wieder Mittwoch.

  • Beitrag von delgado (1. April 2026 16:42)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (1. April 2026 16:42).
  • Hi Palim,

    danke für den Austausch.

    Wir dachten daran, dass als freiwillige Basis einzuführen. Die Challenges werden von den Lehrern erstellt oder von der Plattform direkt mittels KI, angepasst an das jeweilige Schulfach. Wer teilnimmt und gewinnt, bekommt quasi virtuelle Abzeichen für zusätzliche Arbeit. Die eingereichten Inhalte können entweder direkt von der Lehrkraft manuell überprüft werden, bevor sie für anderen Schüler öffentlich werden oder die Validierung wird ebenfalls von der KI abgenommen.

    Was die Schülergeräte und die schuleigene Plattform angeht, unterscheidet sich der Einsatz wahrscheinlich nach Bundesland.
    Nicht jede Schule hat ihre eigenen Schülergeräte.

  • Wer teilnimmt und gewinnt, bekommt quasi virtuelle Abzeichen für zusätzliche Arbeit.

    Ich erlebe als Nachteil der Bewertung auf Grundlage von Kriterien, dass sich Personen sehr genau um gewinnbringende Kriterien kümmern, anderes aber ebenso genau außer Acht lassen.

  • Beitrag von delgado (1. April 2026 16:57)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (1. April 2026 16:57).
  • Ich erlebe als Nachteil der Bewertung auf Grundlage von Kriterien, dass sich Personen sehr genau um gewinnbringende Kriterien kümmern, anderes aber ebenso genau außer Acht lassen.

    Ja, berechtigter Gedanke. Die Abarbeitung einer Challenge sollte nicht wie eine "Checkliste" erfolgen, sondern mehr die Kreativität und die Lernbereitschaft fördern.

    Das würde an erste Stelle damit zusammenhängen, wie die eigentliche Aufgabe formuliert wäre.

  • Um die Challange anzunehmen, muss doch aber Lernbereitschaft vorhanden sein.

    Mit einer "was bekomme ich dafür"-Prämisse würde dies nicht erfolgen.

    Ob ein "Hey, dreh ein Video"-Aufforderung besser gelingt als mit "Erstelle ein Video..." und ob "Challenge" der besser Name für "Aufgabe" ist, stelle ich in Frage.

  • Video..." und ob "Challenge" der besser Name für "Aufgabe" ist, stelle ich in Frage.

    Ja, so etwas wie "Neuer Tag, neue Challenge. Zeit fürs nächste Level!".

    Das ist leicht anpassungsfähig. Man kann sicher auch mit einem GenZ Slang, das ganze verlockend gestalten.
    Zudem würde ich tatsächlich auch mehr den spielerischen Aspekt hervorheben. Sprich, man fängt als "Rookie" an und je mehr Challenges man gewinnt/absolviert, steigt dadurch der Rang.

    Wie findest du das Konzept allgemein Palim? Ich bin immer ein Fan von offener und ehrlicher Kritik. Falls so etwas keinen Mehrwert hat, habe ich davon natürlich auch keinen Nutzen. Man muss natürlich auch bedenken, dass die Einführung einer solchen neuen Plattform gewissermaßen die Zeit der Lehrkräfte in Anspruch nimmt.

    Der Mehrwert muss also viel größer sein als der Aufwand.

  • Wie findest du das Konzept allgemein Palim?

    Doof.

    Ich bin immer ein Fan von offener und ehrlicher Kritik.

    Nun hast du eine.

    Man kann sicher auch mit einem GenZ Slang, das ganze verlockend gestalten.

    Man kann Kinder mit diesem und jenem verlocken, bei Jugendlichen wird es schon schwieriger.

    Ich denke, in der Schule muss man Acht geben, wann man Spielerisches nutzen will, weil die Motivation steigt und der Nutzen entsprechend groß ist.

    Man muss aber auch reflektieren, wann und wo man Belohnungssysteme einsetzen will und wann und weshalb sie schädlich sind. Wir stören uns an einem Algorithmus sozialer Medien, der zu mehr Konsum verführt, gleichzeitig nutzen wir Apps, die häufigeres Nutzen zum Lernen einfordern (siehe Duolingo). Wir trainieren uns/ den Kindern also an, sich nach den Belohnungssystemen zu richten. Gleichzeitig erlernen sie dann aber nicht, sich selbst um etwas der Sache wegen zu bemühen und sich um den Lernerfolg zu kümmern. Ich habe den Eindruck, dass dies zunehmend verloren geht, gerade weil die anderen Systeme das Suchtverhalten triggern.

    Davon abgesehen fehlt mir ein Rückmeldesystem, ein System, das bei egal welcher Aufgabe den Lernenden weiterhilft, etwas auf pädagogische Weise korrigiert, herausfordert, aber nicht überfordert. DA wäre KI irgendwann sicher hilfreicher, als allein darin, Aufgaben nach gleichem Muster auszuwerfen.

  • Danke für die Antwort

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