Beiträge von Palim

    Aus BW kommend kann man nicht verstehen, dass es im Rest der Republik seit Jahrzehnten Uni-absolvierende Grundschullehrkräfte gibt mit gleichen Uni-Kursen und gleichlanger Ausbildung und gleichlanger Examensarbeit und gleichlangem Ref.?


    OT: Warum man als Theologe das 1.Examen als Diplom anerkennen lassen konnte, als Lehrer aber nicht, hat sich mir auch bis heute nicht erschlossen.


    Ich kann nicht verstehen, warum man Unterschiede finden muss, wenn alle die gleichen Ausbildungszeiten haben und alle Lehrkräfte im Schuldienst sind und dann auch noch alle querbeet abgeordnet werden. Da geht die A14Lehrkraft in der Abordnung in den Deutschunterricht der 1.Klasse und wird von der A12Lehrkraft unterstützt.

    Hinzu kommen die Aufgaben, die früher die A13FöS-LuL übernommen haben, die dazu ein geringeres Deputat, 2 feste Schwerpunkte und zumeist eine kleinere Klasse hatten.


    Und ja, es gibt sicherlich zeitintensive Aufgaben an großen Schulen in größeren Räumen, die darf man gerne entlasten.

    Das schließt aber nicht aus, dass es auch zeitintensive Aufgaben an kleinen Schulen in kleineren Räumen gibt, dazu sehr viele Aufgaben generell für sehr wenige KollegInnen an jedem kleinen Schulstandort.

    Tatsächlich ist es weniger die EINE Aufgabe an sich, sondern eine Vielzahl von zusätzlichen Aufgaben, die jede von uns übernehmen muss.

    Da ist es schon schwierig, dass die Datenschutzbeauftragte NICHT Admin ist.

    In der GS ist nur der vorangestellte und der nachgestellte Begleitsatz verpflichtend.

    Wir üben es mit Dialogen oder Texten mit verteilten Rollen, in Klasse 2+3 farbig markierte Rollen, mit Bewegungen, mit der Umwandlung von Comic/Sprechblasen in Text.


    Ich weiß nicht, wie oft das Thema nach Klasse 6 noch kommt, aber darauf aufbauen muss man ja nicht (wie in Mathe), allerdings liegt bei mir im Anschluss eine Aufsatzeinheit, bei der man wörtliche Rede im Text einsetzen muss und darüber erneut in die Anwendung geht. Da kann man denen, die es schon können, anderes geben und die, die es nich nicht verinnerlicht haben, im Text unterstreichen lassen, wo gesprochen wird, um im Anschluss die Zeichen zu setzen oder zu kontrollieren.

    Die Kollegen mit A13 erhalten für die Stundenplanerstellung Entlastungstunden

    So ist es bei uns nicht!

    Die KollegIn mit DER A13-Stelle ist die Schulleitung und macht den Stundenplan.


    Entlastungsstunden gibt es 1-2 im Pool, da ist also nicht viel zu verteilen.


    Da es keine A13Stellen außer SL an den Schulen gibt, übernehmen die A12-KollegInnen sämtliche Aufgaben ohne Entlastung und ohne A13 oder A14.

    Auch wenn sich die Aufgaben bei den Personen häufen, gibt es noch immer keine Entlastung zu verteilen, sondern höchstens mehr Aufgaben, weil das Kollegium klein ist oder die Abordnungen, die die Schule erhält, sehr hoch. Abordnungen erhalten bei uns in der Regel keine Aufgaben der Schulentwicklung, Organisation oder Koordination und auch keine Fachleitungen.

    Ich kenne niemanden, der 30 min zu Bahn radelt, 2h pendelt und den Weg abends retour nimmt.

    Pendler wohnen näher, Bus und Bahn sind schlecht ausgebaut und eher bekommen die Leute auf dem Land ein Auto, damit sie auch sonst mobil sind und kein anderes Familienmitglied weiterhin den Fahrdienst hat, oder sie ziehen in die Unistadt, um näher dran zu sein oder um das Dorf zu verlassen und Stadtluft zu schnuppern.


    Auch in Deutschland gibt es weiterhin dünn besiedelte Gebiete, schlechten Nahverkehr und Unis, die überwiegend in größeren Städten stehen.

    Du kannst die 100 km über Land auch mit dem Rad zurücklegen, klar.

    Oder wolltest du den Bus nehmen, der morgens 2x für SuS fährt, abends aber nicht mehr?


    Mein 1.Auto musste zum Ref her, weil man dies ohne Auto nicht absolvieren konnte.

    Bei uns an der Schule ist es Aufgabe der Schulleitung, die auch alles andere machen müsste und 16 Std Unterricht erteilen soll.


    Stellvertretende SL gibt es erst, wenn die Schule erheblich größer ist.


    Zwei vorherige SL haben Stunden- und Vertretungsplanung an eine „normale“ Kollegin abgegeben, die dafür von den SL-Entlastungsstunden welche bekam.


    Auch alles andere machen „nur“ Lehrerinnen, da es an den Schulen keine Posten und nahezu keine zu verteilenden Entlastungsstunden gibt.

    Pendeln kann man nur, wenn die nächste Uni in halbwegs erreichbarer Nähe ist ein Auto verfügbar ist und der Sprit bezahlbar ist und alles insgesamt günstiger ist, als ein kleines Zimmerchen im Wohnheim.


    Als ich anfing, gab es eine Erstsemesterwoche mit hoher Beteiligung und vielen Leuten, die zugezogen waren.

    1 Jahr später waren es überwiegend Leute aus der Region, die kein Interesse daran hatten, am Studienort jemanden kennenzulernen, weil sie abends zu den Freunden nach Hause fuhren ... und das in der Erstsemesterwoche schon kaum erwarten konnten.


    Vorstellen kann ich mir, dass es sich an manchen Studienorten wandelt, wenn immer mehr der Lehre digital verläuft, wie jetzt gerade.

    Die Studienratenden :_o_D sind Lehrkräfte an SekII-Schulen, wobei das für die BBS vermutlich niemand weiß, bleiben Gymnasiallehrkräfte.

    Aufs Gym geht aber nur einTeil der SuS und tatsächlich gibt es unter diesen Lehrkräften weiterhin solche, die meinen, sie würden Leistung verlangen, wenn sie vorne über die Köpfe hinweg dozieren und erwarten, dass jeder geht, der es nicht versteht.

    LehrerInnen sind viel nahbarer, sie rufen öfter mal an, erklären einem, was los ist oder was man für das Kind tun könnte... oder warum das Kind nicht geht, sondern eine Stunde länger bleibt. Außerdem unterrichten sie jedes Kind, das da ist, egal welche Vorkenntnisse oder Begabungen es mitbringt.


    Das Schul- und Lehrkräftebild wandelt sich nur langsam. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen Annahmen Eltern kommen und dass man weiterhin erläutern muss, dass Unterricht nicht unbedingt dem der vorletzten Jahrhundertwende entspricht.

    Es sagt auch niemand, dass es falsch wäre, dafür keine Stelle und/oder Entlastung zu bekommen,

    allerdings ist völlig unverständlich, warum es das an bestimmten Schulformen gibt und an anderen sämtliche Aufgaben nebenher erledigt werden müssen.


    Gleiches gilt für die in meinem BL nun eingerichteten A13Stellen an RS mit Aufgaben, die auch da bisher und auch an vielen anderen Schulen weiterhin ohne Posten erledigt werden müssen und für die die nächsten A14 bekommen.

    Auf die Studie wollte ich auch verweisen.


    Ist doch komisch, dass sich hier mehrere Lehrkräfte treffen, für die alles sonnenklar in 40 Zeitstunden passt, während die Arbeitszeiterhebung Überstunden ohne Ende erfasst und eine andere Studie des IFS Bremen darlegt, dass die gestellten Aufgaben nicht in der regulären Arbeitszeit zu schaffen sind.


    Das liegt daran, dass das Deputat nicht verändert wurde, die außerunterrichtlichen Aufgaben aber stark erweitert wurden.


    Das technische Problem die Arbeitszeit (für alle Kollegen!) massiv verlängern können, ist ein schwerwiegendes Problem. Hier müssen die Verantwortlichen auf jeden Fall darauf achten, dass alles funktioniert.

    Ein Wunschtraum oder eine Worthülse?

    Verantwortlich ist der Schulträger, der sitzt aber im anderen Gebäude mit anderen Geräten und hat keine 25 Erstklässler im Nacken, wenn es nicht funktioniert.

    Sowas Lautes hängt hier in einer Schulturnhalle... mit dem Ergebnis, dass regelmäßig die Erstklässler heulen oder man den Unterricht weit vor Klingelzeichen beendet oder nach draußen verlegt.

    Sorry, aber das stimmt schlicht nicht.

    Ich hatte an solche Stellen gedacht:

    https://www.landesschulbehoerd…0Gesamt%C3%BCbersicht.pdf

    Öffentlichkeitsarbeit, Homepage, Projekte, Qualifizierung der KollegInnen im Bereich digitale Medien, Datenschutz, inklusive Bildungsangebote

    Das findet an Grund- und Hauptschulen auch statt, aber Stellen oder Entlastung gibt es dafür nicht.


    Die Aufgaben auf den von dir, Seph , zitierten Abordnungsstellen erledigt die Grund- und Hauptschullehrkraft dann mit A12, von A13 keine Rede, danach braucht man dann trotzdem für den Aufstieg eine SL-Stelle o.a..

    Das ist zum einen gerade im Bereich Inklusion immer wieder ein Schlag ins Gesicht, weil man täglich diese Kinder beschult und fast alle Aufgaben der FöS-LuL (A13) in ganz unterschiedlichen Schwerpunkten übernimmt,

    zum anderen eine Benachteiligung, weil es nur sehr wenige A13-Funktionsstellen gibt und weil man ein Bewerbungsverfahren und mehrere Jahre Bewährung länger benötigt.


    Bleibt allein die Sprachbildungsstelle aus deiner Liste, um zumindest A13 erreichen zu können.

    Es gibt also Wege, ja, diese sind für GS- und HS-Lehrkräfte aber sehr steinig, für RS-LuL durch die nun geschaffenen Funktionsstellen etwas einfacher geworden.


    Dass vor allem die SL-Posten zum Aufstieg genutzt werden müssen, macht sich in ständig wechselnden SL bemerkbar, die sich nach 3 Jahren auf den nächsten Posten bewerben. Die A12-Lehrkräfte müssen dann die vakante Stelle immer aufs Neue kommissarisch auffangen, eingearbeitete StellvertreterInnen gibt es nicht.

    Tatsächlich, muss ich mal gestehen, kenne ich meine ja aus Klasse 1, da habe ich sie quasi auf bestimmte Signale konditioniert... und tatsächlich klappt das meistens noch. Darüber freue ich mich dann schon, weil es die Arbeit ungemein erleichtert.


    Da ist es auch egal, ob die nächste Lehrkraft eine Klangschale, einen Stab, eine Triangel oder eine Kuhglocke nutzt... wobei...Glocke verbinden sie wohl eher mit Pause bei uns, nicht dass sie dann aufspringen und rauslaufen!:grimmig:

    Ich weiß ja nicht, wie „klein“ deine „Kleineren“ sind, aber nach der 1. Klasse sind Kinder nicht mehr „klein“.

    „Meine“ sind nun in Klasse 3 und finden auch schlecht zurück in die Routine.


    Ich kann es verstehen nach plötzlichen Schulschließungen, langem Zuhausehocken, wechselnden Tagen mit Pausen und Sommerferien,:klatsch::schlaf::sofa:

    andererseits darf man ihnen ruhig sagen, was man von ihnen erwartet :doc:.

    Auch kann man ihnen spiegeln, wie sie sich verhalten.:schreck:


    Mal nimmt man es mit Humor, mal ist man ernst,

    mancher nutzt Token (njam, :essen:, du weißt schon),

    anderer Zeitdarstellungen, in denen man etwas gewinnt oder verliert.


    Manchmal braucht es einfach eine deutliche Ansage und 2 extrem konsequente :hammer:Stunden oder Tage :weissnicht:, damit es sich wieder einpendelt und auch der Spaß wieder mehr Zeit und Berechtigung hat.:laola:

    Die kann man ja ankündigen, wenn sie sich die „verdienen“, haben sie es direkt eingefordert.


    Noch eine Möglichkeit wäre, dass du den Kindern deinen eigenen Genervt-Faktor anzeigst:daumenrunter: :tot: :uebel:, bevor es so weit ist :motz:, dass du explodierst.:sauer: :schimpf: :schreien: :explodier:


    Das wird schon wieder :troest:

    Es gibt SuS, die herausragend auswendig lernen und wiedergeben, so gut, dass sie eigenes Ersinnen und Erdenken nicht lernen... manchmal auch das Vernetzen nicht.

    Beispiel: Wer war Martin Luther?

    Antwort: Ein glaubensstarker Mann.

    Die Antwort ist Teil eines sehr bekannten Liedes, der Inhalt war vom Kind gar nicht verstanden, aber die bloße Wiederholung erscheint als treffende Antwort.


    Das ist der Nachteil einer Auswendiglern-Begabung. Diese Kinder bekommen früh und häufig Lob für alles, was sie sich merken können, fordern in dem Bereich und bekommen immer neue Herausforderungen, nicht aber in den Bereichen, die ihnen so gar nicht liegen, sodass vielleicht irgendwann auffällt, dass sie nicht kreativ sind oder nicht gut deuten können.

    Auch gibt es offenbar Menschen, die sich alles merken können, wohinter eine 1:1-Zuordnung steckt, die klassischen Quizfragen, automatisiertes Rechnen,

    mit Das-kommt-darauf-an-Antworten aber nichts anfangen können.


    Zum einen ist es gut, dass diese Kinder auch mal andere Erfahrungen machen, die sie an Grenzen bringen und die sie dazu bringen, einen Lernweg zu suchen und zu bestreiten.

    Zum anderen kann man auch das Schreiben erlernen, letztlich muss man dem Kind zeigen, wie es den vorhandenen Erfahrungs- und Wortschatz einsetzen kann.


    Einer meiner Schüler hatte statt eines Rechtschreibheftes, das er wirklich benötigte, ein Heft aus der Indianer-Reihe von Klett, das sehr einfach mit Wörtersammlungen begann, dann zu Sätzen überging und so in Richtung Texte verfassen anleitete.


    Ein erheblich schwierigeres Heft gibt es aus dem Friedrich-Verlag, das habe ich aber nicht mehr eingesetzt.


    In der Grundschule reicht es für „Texte schreiben“ nicht aus, wenn man Sachtexte erstellen oder zusammenfassen kann.

    Der Weg über eine Schulleitung ist der klassische, es gibt aber auch Wege innerhalb der Behörden oder im Bereich der Schulentwicklung

    ... die man als Grundschullehrkraft nur gehen kann, nachdem man eine A13-Stelle, also Schulleitung, inne hatte, die Einstellung allein reicht nicht aus.


    An anderen Schulformen gibt es Stellen, die mit Stellenbeschreibung öffentlich einzusehen sind. Tatsächlich werden die dort aufgelisteten Tätigkeiten auch in Grund- und Hauptschulen übernommen, aber nicht dotiert oder entlastet.

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