In NDS gab es zuvor schon einen Schulfrieden und einen gemeinsamen Beschluss von CDU und SPD, die FöS Lernen auslaufen zu lassen. Die CDU hat manches wieder zurückgedreht, dann wurde es verlängert bzw. verspätet umgesetzt.
Die Gebäude der FöS Lernen sind aufgegeben, an vielen Standorten seit etliche Jahren, also neu belegt, vermietet, umgebaut etc. Es ist nicht vorstellbar, dass das zurückgedreht wird.
Beiträge von Palim
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Ja, klar ist das so. Nur haben wir dann eben in NDS nicht mehr fünf Schulformen für diese SuS, wie Gymshark schrieb, sondern nur noch vier.
Ja, aber wir haben ja auch noch Oberschulen und GeSas und Tagesbildungsstätten und Koop-Klassen und …
Ich finde diese einfachen Antworten und Vorstellungen irreführend. Wenn ich mir eine von allen diesen Schulformen herauspicke, haben auch da alle Schüler:innen unterschiedliche Fähigkeiten und innerhalb der Schulform muss dann zudem differenziert und vielleicht auch zieldifferent unterrichtet werden, weil jemand in einzelnen Fächern - oder gar gesamt - weit besser oder schlechter lernt.
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In NDS werden die Förderschulen "Lernen" demnächst alle geschlossen.
Darum bleiben die Anforderungsniveaus ja bestehen, Kinder dazu sitzen alle in meinem Unterricht. Davon wechselt ein Kind auf eine FöS GE, die anderen gehen auf die umliegenden SekI-Schulen.
Allerdings kann ich das nicht länger als 5 Stufungen denken, ich sehe das flexibler.
Es gibt Schüler:innen im Unterstützungsbedarf Lernen, die nach einigen Jahren in mehreren Fächern stark genug sind, um an differenzierten Aufgaben des Regelunterrichts mitarbeiten zu können. Manchmal kann man den Unterstützungsbedarf auch aufheben.Andere Schüler auf dem Niveau der Grundschule würden in einzelnen Fächern eine Unterstützung benötigen, bekommen sie diese nicht und holen die verpassten Fähigkeiten nicht auf, rutschen sie immer weiter ab.
Bisher waren gerade die Schüler:innen mit dem Unterstützungsbedarf Lernen nicht generell schwach und selten sind sie unwillig. Haben sie endlich zieldifferente Aufgaben und stellen sich Erfolge ein, sind sie auch wieder zielstrebiger. Ohnehin bin ich immer wieder beeindruckt davon, dass sie ohne Erfolge so lange am Ball bleiben. Das können andere Schüler:innen zumeist nicht.
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Um das mal unnötigerweise klar zu machen: Menschlich habe ich in all den Jahren wirklich nur 4, 5 Schüler gehabt, von denen ich meinen würde, das waren nicht im Grunde gute Menschen.
Ich fand das notwendig, es rückt deine bisherigen Äußerungen für mich in ein völlig anderes Licht.
Wie soll das ein Urteil über die Schüler über deren Leistungen und Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit hinaus sein?
Ich vermute, dass ich „Gemeinschaftsfähigkeit“ anders auffasse und/oder du schlicht völlig andere Schüler:innen hast.
Bei Eigenverantwortung bin ich bei Schüler:innen um die 10 Jahre der Meinung, dass sie diese nur sehr begrenzt erbringen können, da benötigen sie Begleitung, die Schule und Eltern nicht immer angemessen erbringen (können oder wollen).
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Und ich sehe nicht, was an der Feststellung "entsetzt[lich]" ist, dass ein Gros der Schüler massiv überfordert ist (und. erst recht von den Anforderungen von vor 15, 20, 25 Jahren wäre). Das ist doch überhaupt kein Urteil über die Schüler über deren Leistungen hinaus.
Nicht?
Du beziehst dich auf kognitive und psychische Fähigkeiten und erwartest "Funktionstüchtigkeit" wie bei technischen Geräten.
Ich finde "entsetzlich" ganz treffend und habe ein anderes Menschenbild... oder auch hier eine andere Wortwahl. Vielleicht möchtest du zum Ausdruck bringen, dass sie aktuell oder generell überfordert sind, die von dir gestellten Anforderungen zu erbringen.
Entsetzlich ist allerdings die inzwischen enorme Menge an Verhaltensauffälligkeiten (und tatsächlich z.T. schwersten Schicksalen) unserer Schüler - unsere Schulsozialarbeiterin findet keine ruhige Minite.
Ja, das nimmt zu, zeigt aber auch eine Öffnung der Gesellschaft, die ich wichtig und richtig finde. Wichtig wäre allerdings dann auch, dass innerhalb des Bildungssystems darauf reagiert wird und eine bessere Versorgung gegeben wäre.
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Ich habe nirgendwo geschrieben, dass "die Mehrheit [m]einer Schüler [...] nicht geeignet" sei, "eine SekI-Schule zu besuchen"
Dann habe ich dich wohl absolut missverstanden:
Ein Gros meiner Schüler ist definitiv nicht (!) für das Gymnasium, die Realschulen und bisweilen die Hauptschulen geeignet, (intellektuell-)kognitiv, motivational u./o. psychisch (Stichworte: Frustrationstoleranz; Bewältigungsstrategien etc.)
Für mich hattest du damit zum Ausdruck gebracht, dass du die Mehrheit deiner Schüler nicht in der Lage siehst, eine Haupt- oder Realschule zu besuchen, ein Gym ohnehin nicht. Was wolltest du denn wirklich sagen? (Ich habe es wirklich so verstanden und wüsste nicht, worauf du sonst hättest abzielen wollen.)
n Schüler sind nicht für Schulform A geeignet, sollen aber trotzdem dort hin, weil andernorts kein Platz sei?
Das habe ich gar nicht geschrieben. Die Problematik, dass kein Platz an anderen Schulen sei, kenne ich regional nicht, durchaus aber von Beiträgen aus NRW oder Zeitungsartikeln über die Wahl der Grundschule in Berlin. Ich erlebe es gerade seit etlichen Jahren, dass ein Kind keinen Platz an der Wunschschule erhalten hat. Zudem ging es auf einer schulformübergreifenden Konferenz neulich in Pausengesprächen darum, dass bestimmte Schulformen hier offenbar als "Angebotsschulen" gelten (oder sich darstellen) und ablehnen können, während andere generell aufnehmen (müssen) - was bei Grundschulen übrigens auch so ist. Das hängt in NDS mit dem früheren GeSa-Verbot und nachfolgend mit den Vorgaben für diese Schulform zusammen.
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Geht es dir eigtl. nur um den Konflikt als Selbstzweck
Ich habe unterschiedliche Beweggründe...
Einer davon ist, dass ich die Kritik am System, die in deinem Beitrag genannt wird, zum Teil teile,
dass ich aber entsetzt bin von deiner Darstellung der dir anvertrauten Schüler:innen. Ich frage mich dann, ob du an einem extremen Brennpunkt unterrichtest, deine Erwartungshaltung extrem hoch ist oder wie es sonst dazu kommen kann, dass du die Mehrheit deiner Schüler:innen als ungeeignet für nahezu sämtliche Regelschulformen einstufst. Aber vielleicht ist es auch nur deine Wortwahl, die ich ich völlig falsch verstehe.
Der Blick auf die Erwartungshaltung passt jedoch zum Thema, denn Quereinsteigende und Außenstehende haben häufig eine andere Erwartungshaltung, was Schule soll und kann, als diejenigen, die täglich in die Schule gehen und die Innensicht und Abhängigkeiten kennen.
Ein anderer Grund ist, dass ich versuche herauszufinden, wie du dir ein Schulsystem vorstellst, in dem die von dir dargestellten Vorgehensweisen abgebildet werden. Selbst mit dem 3-gliedrigen System + Förderschulen, das mir von früher bekannt ist, hat es nichts zu tun.
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Ich reiche dir gerne nach deinem Stolpern ein Pflaster,
Danke, ich habe verstanden, dass du meine Worte nicht lesen kannst.
Wohin soll ich dir das Pflaster kleben ... oder möchtest du lieber ein Eis?
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Ziel ist es, die Schüler im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch Bildung letztlich zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen, demokratischen Staatsbürgern zu erziehen,
Also doch Erziehung ... hattest du vorher wohl vergessen zu erwähnen.
so ist es ja auch intendiert, dass Schüler in Klassen/Kursen zusammen lernen (Stichwort: Gemeinschaftsfähigkeit), wird auf basale (elterlicherseits zu vermittelnde) Sozialkompetenzen abgestellt u.ä.
Woraus schließt du denn, dass die Eltern die Sozialkompetenzen vermitteln sollen?
Musst du diese nicht bewerten?
Gibt es in deinem BL keine Anmerkungen zum Sozialverhalten in der Schule?
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Die Verteiler der Jahrgangsanteile war ja mal eine andere als es derzeit der Fall ist.
Das ist keine Antwort auf die Frage, wohin denn all die Schüler:innen gehen sollen, die angeblich nicht auf eine H,R,Gy,GeSa Schule gehören.
Papo schreibt
Ein Gros meiner Schüler ist definitiv nicht (!) für das Gymnasium, die Realschulen und bisweilen die Hauptschulen geeignet, (intellektuell-)kognitiv, motivational u./o. psychisch (Stichworte: Frustrationstoleranz; Bewältigungsstrategien etc.),
Also ist die Mehrheit seiner Schüler - und vermutlich Schülerinnen, es kann aber ja auch eine Jungenschule sein, - nicht geeignet, eine SekI-Schule zu besuchen und dabei geht es nur um die, die seine Klassen/Kurse an seinem Gym besuchen.
Wo also sollen sie sein, die Schulen, die diese Schüler:innen aufnehmen und beschulen?
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Hinzu dürfte kommen, dass sich Lehrer oftmals kaum mehr (primär) auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können: Das Unterrichten bzw. die Qualifikation, Selektion und Allokation.
Wo bleibt bei dir Beratung, Erziehung und Innovation?
Ich (…) ziehe den Wert meiner Profession aus der Relevanz der gesellschaftlichen Aufgabe, die ich eigentlich erfülle, nicht weil ich „all mein Fühlen, Denken und Handeln im Beruf auf das Wohl der mir anvertrauten Kinder hin“ (Klaus Zierer) ausrichten würde, das ist nicht meine Aufgabe.
Was ist falsch daran, die erworbene Profession für das Wohl der Kinder einzusetzen?
Ein Gros meiner Schüler ist definitiv nicht (!) für das Gymnasium, die Realschulen und bisweilen die Hauptschulen geeignet, (intellektuell-)kognitiv, motivational u./o. psychisch (Stichworte: Frustrationstoleranz; Bewältigungsstrategien etc.), ich erwarte allerdings ihre Funktionstüchtigkeit für die entsprechende Schulform, wenn sie an unsere weiterführende Schule (ein Gymnasium) wechseln.
Ich wusste nicht, dass das Gymnasium eine Anstalt für technische Geräte ist.
Auch frage ich mich, auf welche Schulform die Schüler:innen gehen sollen, die du siehst und beurteilst und alle für die HRGyGeSa-Schulen nicht geeignet hältst. Du wünschst dir ein 3-gliedriges Schulsystem, aber wo ist da der Platz für diese Schüler:innen?
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Ich habe vorhin in der Sendung "aus der jüdischen Welt" gehört, dass man zu Schawuot, 50 Tage nach Pessach, also jetzt gerade, traditionell Milchspeisen verzehrt,
"Oft findet in den Gemeinden auch ein großes Fest mit Eisessen statt." (siehe https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/s/schawuot)
Das war mir neu.
Chag Schawuot Sameach!
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Aber an dem was ich nun unterrichte würde sich nichts grundlegendes ändern.
Ich würde im Studium vielleicht etwas anderes wählen, aber am Ende wären es im Unterricht dieselben Fächer.
Bei mir sind es auch nicht die Fächer, die die Überlastung bestimmen.
Ob ich mit dem Wissen von heute etwas anderes machen würde? Ja, vielleicht … aber auf der anderen Seite des Zaunes scheint das Gras nur grüner… am Ende schmeckt es vielleicht gar nicht besser.
Und ich glaube, mit meinen Fähigkeiten bin ich in der Grundschule weiterhin gut eingesetzt. Das entbindet mich ja nicht von Wünschen, wie es strukturell noch sehr viel besser sein könnte.
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Wir auch…
… und dann sind es noch gute 4 Wochen.
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Katzenstreu?
Katzenstreu gleich
Es ist doch kein Katzenstreu im Eis, tsss.
Aber es gibt eben Menschen, die diese Konsistenz von gefrorener Sahne mögen.
Wenn es sie erfreut, warum soll man es ihnen dann nicht gönnen können?
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Die typische Kombi der Frührenaissance
Ich wusste nicht, dass dein Ref schon so lange zurückliegt.
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Wird diese wundervolle Substanz zu stark abgekühlt, wird sie zu einem festen, kristallinen, geschmackslosen Etwas, das auf heimtückische Weise - Katzenstreu gleich - sämtliche Geschmäcker an sich bindet
Es gibt eben auch Menschen, die es genau so lieben
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Das Sportlehrerleben ist in NRW natürlich viel entspannter als woanders
Das weiß ich nicht,
aber NRW hat Vorgaben, wo überall keine Klassenarbeiten geschrieben werden.
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Ein Freund von mir hat das auch, so richtig entspannt ist er dabei nicht, was macht er falsch?
Er ist nicht in NRW?
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Ah, mein eines I-Kind hat für die letzen Wochen von der FöS-Lehrkraft noch Material bekommen, bei dem es um das Einkaufen geht, es werden Bons geschrieben und dann schriftlich addiert.
Das war fertiges Material von einem Verlag, genauer weiß ich es leider nicht.
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