Beiträge von Palim

    Ich finde gut, dass es DaZ inzwischen an vielen Unis gibt.

    Wenn du das machst, sollte die klar sein, dass es da um Migranten geht und du in der Regel an Schulen mit entsprechenden Klientel eingesetzt wirst und ggf. auch Auffangklassen o.a. bekommst.


    Wir hatten in diesem Durchgang eine Bewerberin mit dieser Quali, der an unserer Grundschule zu viele sozial-schwache oder ausländische Schüler waren. Ich habe dann überlegt, was sie wohl dachte, mit DaZ machen zu wollen.


    Wenn du nicht ans Bundesland gebunden bist, kannst du sicher auch ohne Wartezeit ins Ref gehen und später auch eine Stelle finden.

    Bis 2024 müssen NRW und SH auf G9 aufstocken, da wird es viel Bedarf geben, der ohnehin schon bundesweit zu verzeichnen ist.

    Neue Themen führe ich gemeinsam ein, dann machen wir den Übungsteil anfangs noch gemeinsam, dann entlasse ich sie in ihr Tempo. So kann ich individuell helfen, habe meistens Differenzierung nach oben.

    Ja, genauso mache ich das auch. Einführung gemeinsam, meistens gibt es dann eine Aufgabe, an der man direkt kontrollieren kann, ob es verstanden wurde,

    danach gibt es dann den Übungsteil mit vielfältiger Differenzierung.

    Damit die SuS eine Struktur haben und du auch den Überblick nicht verlierst, würde ich mit Wochenplänen anfangen. Diese beinhalten Pflichtaufgaben und Wahlaufgaben, eine Einschätzung durch den SuS für jede Aufgabe "schwierig, mittel, leicht"

    Inzwischen habe ich ein System, bei dem immer die Einführung für neue Sachen mti einem Stoppschild im Plan vermerkt ist.

    Die SuS können bis dahin arbeiten. Wer schneller fertig ist, kann dann aus der Auswahl etwas nutzen (da habe ich ein Haltestellen-Schild als Symbol und eine wartende Person).

    So gibt es immer wieder abwechselnd gemeinsame Phasen und differenzierte Übungsphasen.

    und eine Spalte für dich, wo du abhaken kannst, wenn du die Aufgabe kontrolliert hast.

    Das hat sich bei mir nicht bewährt, weil man dann ja bei jeder Kontrolle auch immer den Wochenplan des Kindes daneben legen muss. Dann müsste man ohne AH und nur mit AB arbeiten, die mit dem Plan in einer Mappe sind.

    Ich schreibe mir Übersichtslisten für die Klasse als TAbellen, in denen ich auch gleich die Differenzierung eintragen kann und in denen ich beim Korrigieren abhake, was erledigt ist.

    Und ja, das muss man kontrollieren, sonst fehlt ganz schnell ganz viel.

    Mir fehlt Erfahrung mit dem freien Arbeiten

    DANN finde ich es SEHR ambitioniert und den Hinweis auf das Arbeiten per Wochenplan besonders wichtig.

    Außerdem kann man vermutlich noch immer nicht davon ausgehen, dass alle Kinder mit Wochenplänen arbeiten können - nach dem Lernen zu Hause ggf. etwas mehr,

    oder dass SuS mit den ganz offenen Phasen umgehen können.

    Kommen sie aus einer Klasse, in der das gar nicht praktiziert wurde, muss man sie erst daran gewöhnen. Da könnte man dann zunächst mit den Wochenplänen arbeiten und wenn es in dieser Gruppe vom Arbeitsverhalten geht, kann man dann mal für ein Thema öffnen und schauen, wie das klappt.

    Wenn du krankgeschrieben bist, kannst du ja deinen Urlaub nicht nehmen, du bist ja krank.

    Manchmal entstehen daraus Ansprüche.


    Aber das ist nicht so wichtig gerade.

    Wenn du krank bist, ist das so. Wenn dein Arzt dich länger krankschreibt, kann die SL besser planen und vielleicht jetzt noch eine Lehrkraft finden, die nach den Ferien gleich einsteigt.

    Wenn du anderweitig krank wärest, wäre das ja auch so.


    Ansonsten muss sie hinsichtlich der Schwangerschaft eine Gefährdungsbeurteilung erstellen und die SL kann dann HomeOffice verordnen, wenn du die Schule besser nicht betreten solltest (z.B. nicht mögliche oder fehlende Immunisierung gegen Krankheiten, die dir oder deinem Kind ernsthaft schaden könnten). Dann bist du aber nicht krankgeschrieben und dann kann die SL dir Aufgaben geben, die du zu Hause erledigen darfst.

    @Frosch

    Es ist eine Gratwanderung, die man recht gut absprechen muss ... und man kann alles mögliche erleben (womit ich nicht dieses Forum sprengen möchte). Aber hier ging es ja um kleine Pausen.

    Derzeit ist es bei mir so: Wenn ich NICHT anwesend bin und die Lernbegleiterin schon, kann sie etwas sagen, was sie auch tun wird, bevor es aus dem Ruder läuft.

    Und weil die Kinder wissen, dass da noch eine erwachsene Person anwesend ist, begrenzt es gerade vor dem Unterricht und in den kleinen Pausen das Toben und sicher auch Auseinandersetzungen und Quälereien.

    Ich ziehe durch und mache Doppelstunden, die Pause findet eigentlich nicht statt, das ist unabhängig von Corona.

    Stattdessen gehe ich - auch ohne Corona - mit der 1. Klasse dann mal vor die Tür, damit sie sich ein bisschen austoben können, eher in der 3.+4. Std., am Anfang auch in der 1.+2. STd.

    Außerdem plant man gerade zu Beginn sehr häufige Phasenwechsel, Bewegung, Musik uvm. ein und bringt die Klasse allmählich dazu, länger und leiser zu arbeiten. Das dauert.


    Da derzeit kooperative Lernformen und Bewegung und Musik böse sind, ist es nicht gerade einfach etwas zu finden.

    Eingeplant ist ein Lehrerwechsel oder Lüften und man könnte die Kinder kurz vor die Tür jagen.

    Üblich sind bei uns auch Renn-Pausen (eine bestimmte Schulhof-Strecke, die sie dann 1x oder 2x absolvieren und wieder herein kommen. Da geht bei den größeren nicht immer eine Lehrkraft mit, bei den kleineren SuS schon, die finden sonst den Weg zurück nicht und bleiben gleich im Sandkasten.

    Das ist nun schwieriger, aber die Kinder haben einen Weg gefunden, diese Pausen zu füllen (andere Streckenführung, Gänsemarsch, Verstecken - ist ja ohnehin mit Abstand, Corona-Tick (sie sagen "Tick, du bist" ... und dann ist ein anderer dran). Dabei ist dann aber eben die Lehrkraft mit draußen ... und sonst niemand.


    Die Vorstellung des Ministeriums ist ja auch, dass man gleichzeitig mit der Lerngruppe draußen ist, während man den Zugang zu den Toiletten kontrolliert oder reglementiert und an den komplett geöffneten Fenstern Sorge trägt, dass niemand herausfällt.

    Nur die Anleitung zum Klonen, die haben sie leider nicht mitgeschickt.


    In der Hinsicht können übrigens Lernbegleitungen ein Segen sein. Zwar sind sie eigentlich nur für 1 Kind zuständig, trotzdem sind sie erwachsen und haben die Kinder im Blick, sodass diese sich beaufsichtigt fühlen. Das geht nicht mit jeder Begleitung, aber manchmal schon ...

    Okay, vielleicht würde es helfen, hier konkretes Material zu sammeln?

    Vermutlich muss man da noch ein wenig warten und erst einmal ergründen, was das Kind denn nun kann, was bisher möglich war und worauf man aufbauen kann.

    Dann kann man immernoch speziell zu den Themen Fragen und um Hilfe bitten

    Persen z.B. verkauft auch inklusives Material mit 3 Niveaustufen, wobei sich das m. E. mindestens auf dem Niveau eines Erstklässlers bewegt, wenn das Kind geistig behindert ist, kann man es auch damit nicht alleine hinsetzen.

    Persen hat ganz schöne Inklusiv-Hefte, die wir recht neu angeschafft haben, in denen es auch sehr viel bildgestütztes Material gibt. Damit kann man sicher arbeiten.

    Von Heften in Deutsch und Mathe bin ich bisher noch nie überzeugt gewesen, da die Kinder immer so unterschiedlich sind und in vielen Bereichen weit mehr Übung benötigen, als einzelne Hefte anbieten.

    Dann würde ich schauen, ob es fit genug ist, um Material mit Selbstkontrolle z. B. LÜK zu bearbeiten

    Ja, das würde ich auch probieren. Das ist dann auch mal etwas anderes.

    Außerdem kann es sinnvoll sein, dies zu ritualisieren oder auch andere Methoden für Deutsch und Mathe einzusetzen, sodass man immer wieder die gleiche Methode einsetzen kann, dabei dann aber das Buchstaben/Wortmaterial oder den Zahlenumfang ändert.

    Beispiel: Buchstaben/ Wörter abschreiben auf eine bestimmte Art oder Zahlenkarten ziehen und dann die Anzahl mit Materialien legen lassen oder 5 Karten ziehen und der Größe nach ordnen. Sowas geht im ZR 10, 20 und dann auch aufsteigend.

    Oder Paare finden, was offen oder verdeckt geht und zu gleichen Buchstaben, Anlaut-Bild, Wort-Bild, Satz-Bild, Zahl-Zahl, Zahl-Anzahl ... je nach Fähigkeiten.

    Dann bleibt die Konzentration beim Inhalt und fordert nicht immer neues Eindenken in andere Formate.

    Auch kann man, wenn man mit Wochenplänen arbeitet, dafür ein Symbol suchen und immer wieder einsetzen, sodass das Kind dann weiß, welche Materialkiste dazu gehört und wie die Aufgabe funktioniert.

    Und zu guter Letzt muss es ja auch nicht ständig mitmachen was alle machen. Wenn die Eltern sich beschweren,

    ... vermutlich geht es darum und da muss man dann zunächst zuhören, was sie sich vorstellen, dann selbst Position beziehen oder Kompromisse finden und das auch gut argumentieren.

    Ich halte beim Lesen, Schreiben und Rechnen mehr davon, ein eigenes aufbauendes Programm zu haben, sodass Fortschitte möglich sind und man aufbauend beschult, statt mal hier und mal da ein bisschen was zu machen.


    Bei anderen Themen, z.B. Würfelgebäude, Muster, Wahrscheinlichkeit, vielleicht Aufsatz (als Erzählung) oder im SU kann man auf taktile Materialien und/oder Bilder ausweichen, sodass das Kind im gleichen Themenfeld arbeitet und man die Leistung dann entsprechend einbinden und auch würdigen kann. Ich fand schon erstaunlich, was eines unser GE-Kinder mit massiver Sprachstörung vor der Klasse vorgetragen hat, passend zum Thema hatten sie zu Bildern Sätze überlegt und haben die dann vorgetragen, wo andere mit Schlüsselwortmethode einen Text erarbeiten und daraus einen Vortrag zusammenstellen mussten. (Klasse 3)

    Aber bevor man an der Stelle weiter überlegt, muss man wirklich im Gespräch mit den Eltern die Möglichkeiten offenlegen und daraus dann einen generellen Rahmen abstecken.

    Nun bin ich mal wieder gezwungen, mich selbst fortzubilden.

    Japp. Und dafür gibt es dann wieder keine Fortbildungspunkte, die ihr doch sammeln müsst, oder?

    Und ich habe ja immernoch den Wunsch, dass es genau dafür eine zentrale Beratungsstelle gibt, bei der man Informationen abgreifen oder auch unbürokratisch und ohne Umweg über Schulleitung und Dezernentin als Lehrkraft Anfragen stellen kann, die zeitnah beantwortet werden, um wenigstens die grundlegenden Informationen zu erhalten und nicht alles selbst sammeln zu müssen.


    Tatsächlich habe ich in den letzten Tagen genau das für MEIN Bundesland hinsichtlich einer anderern Beeinträchtigung gefunden und war ganz überrascht. Vielleicht sind meine Wünsche erhört worden... man darf ja Träume haben :thumbsup:

    ... ich habe nachgeschaut, für andere Beeinträchtigungen scheint es das noch nicht zu geben.



    Und Palim hat mehr Erfahrung mit Inklusion als wir alle zusammen...

    Danke, aber vielleicht ist das zu viel der Ehre.


    Tatsächlich ist es so, dass Nds. vor ein paar Jahren die FöS Lernen für die Grundschule geschlossen hat. Somit sind diese Kinder IMMER mit im Unterricht und man muss auch gar nicht überlegen, ob das Kind nicht besser irgendwo anders beschult werden könnte. Es gibt diese Möglichkeit nicht. Gleiches gilt seit Jahrzehnten für den Schwerpunkt Emotional-Soziale Entwicklung, weil fast alle Schulen in privater Trägerschaft sind und die SuS sehr gezielt auswählen oder auch ablehnen.


    Durch diese Umsetzung sehen auch immer mehr andere Eltern die Möglichkeit, Inklusion an den Grundschulen zu nutzen, sodass man SuS aus allen Förderschwerpunkten in den Klassen haben kann, häufig ohne große Unterstützung seitens der Schulbehörde.

    Außerdem ist das immer an ein Verfahren gebunden, was schon immer aufwändig war, in den letzten Jahren aber noch weitaus schwieriger geworden ist. Ohne Bescheid keine weitere Unterstützung.

    Gleiches gilt zwischenzeitlich auch für den EInsatz von Schulbegleitungen, wobei sie für mich bisher immer ein Segen waren! (ok, eine Ausnahme)


    Für manche Schwerpunkte gibt es Mobile Dienste (also ein Beratungsgespräch, ggf. eine Hospitation oder eine Testung von Teilbereichen), für andere nicht. Da muss man selbst sehen, was man macht, oder die Kollegin der Grundversorgung bitten, die aber ja auch nicht sämtliche Schwerpunkte hat ... und sich entsprechend wenig auskennt oder sich nicht zuständig fühlt.


    Um so schöner sind diese Foren und trotz unterschiedlicher Bestimmungen in den BL habe ich inzwischen sehr viele Tipps und Hilfen auf den Bildungsservern anderer Bundesländer gefunden.

    Ja, das ist bei uns anders.

    Zu normalen Zeiten sind 5-10 KollegInnen gemeinsam im Lehrerzimmer, einschließlich Schulleiter, man sieht sich in jeder Pause, die Abordnungen tageweise.

    In jeder Pause sind 1-2 Kolleginnen auf dem Pausenhof mit ALLEN Kindern.


    Jetzt ist niemand im Lehrerzimmer, stattdessen sind alle im Unterricht, die Pausen - wie alles andere - um 15 min gestaffelt und immer nur 1 Gruppe mit genau 1 Lehrkraft draußen.

    Werden mehr Schülergruppen da sein, wird man den Schulhof vermutlich aufteilen. Da kommt es darauf an, wie man teilt und ich bin nicht sicher, ob man dann 1 Lehrkraft für 2 Gruppen die Aufsicht führen lässt.

    Die Klasse geht auf den Pausenhof und ich ins Lehrerzimmer

    Nein, nein,

    du magst an der BBS keine Aufsichtspflicht haben,

    aber an anderen Schulen ist das anders.


    Hat man sonst vielleicht 3 Pausenaufsichten in der Woche, geht man nun mit der Klasse jeden Tag zu jeder Pause mit auf den Pausenhof und danach wieder mit in die Klasse.

    Sollte es einen Lehrerwechsel geben müssen, gehst du entweder direkt von einer Klasse in die nächste oder mit einer Klasse auf deN Pausenhof, je nachdem, in welche Richtung der Unterricht versetzt ist.

    Abgesehen davon, dass ein Lehrerzimmer in der Regel kein Sozialraum ist und dort keine Pause von der Arbeit stattfindet, sondern weit häufiger Absprachen und anderes, musst du diese Sachen dann nach dem Unterrichtstag über andere Wege erledigen, da du deine KollegInnen gar nicht triffst. Sie machen zu anderen Zeiten Pausen mit ihren Klassen auf dem Schulhof.

    Es geht doch gar nicht um zielgleiche, sondern um zieldifferente Beschulung.

    Das scheint bei diesem Kind schon festgestellt und festgesetzt zu sein.


    Da geht es nicht darum, dass das Kind mithalten kann, dass es das Gleiche lernt, wie die anderen Kinder.


    Das gemeinsame Beschulen hat dabei den Sinn der gemeinsamen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für dieses Kind und auch für die anderen Kinder.

    Tatsächlich kann man dabei lernen, was möglich ist, wo man sich begegnen kann, wie man sich miteinander austauscht und achtet, wie man ein gemeinsames Leben gestaltet und anerkennt, dass nicht alle gleich sind, dennoch aber wertgeschätzt.


    Warum fragt ihr nach dem Sinn und nicht nach den Bedingungen?

    Warum stellt man Inklusion als solche in Frage, weil Kinder mit Beeinträchtigungen ohne weitere Maßnahmen in die Regelklassen gesetzt werden?

    Verliert man ein Menschenrecht, wenn die Bedingungen nicht stimmen?

    Fragt ihr auch, ob sauberes Wasser unsinnig ist, wenn Kinder im Dreck aufwachsen?

    Fragt ihr, ob faire Gerichtsverfahren unsinnig sind, wenn Staaten dies nicht umsetzen?


    Genau DAS ist der Grund, warum Eltern mit beeinträchtigten Kindern auf die Barrikaden gehen, weil sie ständig diese Ablehnung erfahren, weil man sich lieber wegdreht, weil Inklusion versprochen und dann doch verweigert wird.

    Und das macht dann in Elterngesprächen die Gratwanderung aus, deutlich zu machen, dass die Bedingungen schlecht sind, wofür man als Lehrkraft gar nichts kann, aber dass man sich eben nicht wegdreht, sondern die schlechten Bedingungen auch schrecklich findet und trotzdem bemüht ist, Kinder und Eltern zu sehen.

    Es ist dann nicht immer einfach, deutlich zu klären oder zu erklären, welche Ziele möglich sind und was nicht erreicht werden kann, gerade weil diese Ablehnung, die tatsächlich vorhanden oder nur unterstellt sein kann, immer mitschwingt.

    Wenn du die Möglichkeit der Absprache mit der abgebenden Lehrkraft hast, kann man sicherlich den Leistungsstand und die bisher genutzten Materialien erfragen ... und auch die Hemmnisse.


    Nun gibt es ja eine Schulbegleitung, darüber lässt sich vieles ermöglichen, wenn eine gute Zusammenarbeit entsteht. Wenn das Kind samt Schulbegleitung wechselst, kennt diese das Kind ja auch schon.


    Ich glaube, inhaltlich musst du dann noch mal fragen, wenn du den Leistungsstand hast oder es konkreter wird.


    Unsere GE-Kinder arbeiten mit einem besonderen Lese-Konzept, bei dem es - wie sonst ja eigentlich auch - notwendig ist, täglich ein bisschen zu lesen (kleine Häppchen, viele Wiederholungen) Die Art und Weise wurde den Begleiterinnen erläutert, sodass sie dies nun im Rahmen des Wochenplanes umsetzen können. Ähnliches gilt für Matheaufgaben mit taktilem Material etc.


    Eines dieser Kinder hatte ich zu Beginn in meiner großen ersten Klasse. Das Kind ist sehr fröhlich und lernwillig, es war möglich, Materialien anzubieten, mit dem das Kind tatsächlich selbstständig gearbeitet hat und auch Fortschritte zeigte. Ich war sehr dankbar um die Materialien, die mir eine Kollegin zur Verfügung gestellt hatte. Diese war, im Hinblick auf die Inklusion von GE-Schülerinnen vorab in einer FöS hospitieren.


    Wenn das derzeit nicht möglich ist, kann man dir vielleicht jemanden vermitteln, mit dem du telefonieren kannst. Entweder organisierst du das selbst, weil dir jemand einen Tipp gibt, oder du bittest über die zuständigen Stellen um Hilfe/ Beratung DEINERSEITS, was aber häufig länger dauert.



    Sinnvoll finde ich auch, mich mit den Anforderungen auseinanderzusetzen. Bei den Kindern mit Förderbedarf Lernen merke ich in Gesprächen häufig, dass die Grundschullehrkräfte sehr viel erwarten. Da haben Förderschullehrkräfte einen ganz anderen Blick.


    Wichtig ist, dass man "zieldifferente Beschulung" für sich konkretisiert und fragt, was erwartet wird oder was möglich ist – erst einmal für sich als Lehrkraft. Es ist hilfreich, zu wissen, dass es Kinder gibt, die auch im 10. Schuljahr nicht über den Zahlenraum bis 10 hinausgekommen sind und nicht lesen können. Es ist auch gut, zu wissen, was die curricularen Vorgaben sind.


    Danach kann man dann speziell für dieses Kind schauen, wo es steht und was die nächste - sehr kleinen - Schritte sein könnten, die dann im Förderplan festgesetzt werden. Passen sie nicht, muss man in die eine oder andere Richtung nachsteuern. Läuft es gut, kann man dies festhalten UND den Eltern darlegen.


    Sollte es zuvor zu Unstimmigkeiten gekommen sein, musst du überlegen, ob Elterngespräche zu dritt und mit Protokoll erfolgen müssen und ob oder was du dir zur Kenntnisnahme unterzeichnen lassen willst.



    P.S.: Man kann auch bei Kindern mit Down-Syndrom nicht pauschal für eine Klassenstufe den erreichbaren Leistungsstand festsetzen. Es gibt auch Menschen mit Down-Syndrom, die ihr Abitur ablegen, ebenso gibt es Menschen ohne Down-Syndrom und ohne Schulabschluss.

    Noch einmal zum Erklären von Inklusion.

    In den letzten Jahren habe ich häufig von ganz unterschiedlichen Personen (Eltern, Schulträger, Ärztinnen des Gesundheitsamtes uvm) erlebt, dass etliche davon ausgehen, dass Schulen, die Inklusion machen (müssen) auch die notwendige Ausstattung erhalten. Oft wurde der in den Medien genannte Wunsch nach einem multiprofessionellen Team als Realität angenommen. Oft wurde eine sehr hohe Erwartung gesetzt, was Schule leisten muss, weil sie Inklusion umsetzen soll.

    In den Gesprächen setze ich deutlich dar: Ich stehe der Inklusion offen gegenüber, auch kann ich vieles realisieren. Aber die Traum-Vorstellungen, die manche hegen und mit entsprechend hohen Erwartungen an Schule herantreten, sind leider häufig Seifenblasen. Häufig lege ich offen, welche Ausstattung die Schule hat - und welche, z.T. gegen die Erlasse, nicht gewährt wird.

    Habe ich genau EINE Stunde sonderpädagogische Grundversorgung in der Woche für alle SchülerInnen dieser Klasse, ist es genau das: EINE Stunde für ALLE.

    Für Kinder mit Förderbedarf GE gibt es andere Stundenvorgaben, aber generell entsprechen die des Erlasses nicht unbedingt den Zuweisungen.

    Da die Eltern ein Recht auf Information haben, erläutere ich die gegebenen Umstände. :_o_)

    Wir haben aktuell eine junge Deutsch-Kollegin...

    Schön!

    Wir auch bald!


    Sollte es Probleme mit der Schrift geben: Man kann sich an eine Tafel begeben und üben, das hilft.

    Plötzlich kann man dann LA oder VA oder SAS oder was-auch-immer ... schnell und leserlich schreiben.

    Offiziell haben in Bayern die Schulbegleitungen nicht die Aufgabe, mit den Schülern zu lernen und diese zu fördern. Sie sollen dort unterstützen, wo die Kinder die Unterstützung brauchen.

    Das ist hier offiziell auch so.

    Trotzdem bleibt es eine Auslegungssache oder eine Frage der Absprache, finde ich und so erlebe ich es auch seit vielen Jahren, in meiner Klasse seit 6 Jahren, in Fachklassen noch länger.


    Es gibt durchaus die Ansicht, dass die Begleitung Materialien anpassen darf.

    Es gibt die andere Ansicht, dass die Lehrkraft die Materialien stellt.

    Darum muss man sich absprechen und die Erwartungen tauschen und Möglichkeiten finden.

    Einige Kinder brauchen nur eine Rückversicherung, andere jemanden, der bei der Handlungsplanung hilft (Was ist die Aufgabe? Was brauchst du? Womit beginnst du?)


    Konkret haben unsere GE-Kinder gerade jetzt mal einen Raum, in den sie ausweichen können, wenn sie mit der Begleitung sprechen wollen, sie gehen von da aus auch immer mal raus.

    Es gibt für diese Kinder gesonderte Wochenpläne, für andere auch, an denen sie arbeiten. Natürlich ist der Inhalt entsprechend.

    Weil wir seit 1 Jahr eine supertolle Förderschullehrkraft mit diesem Schwerpunkt haben, die an wenigen Tagen mit wenigen Stunden kommt, hat sie hier sehr viel unterstützt, mit Materialien geholfen und auch Elterngespräche begleitet oder mit übernommen.

    Davor hatten wir keine Hilfe und mussten selbst sehen, wie es gehen kann ohne und später mit Begleitung.

    Da du am sammeln bist, kannst du also auch gucken, wer ggf. helfen kann und zuständig ist, ob Lehrkräfte-Stunden zu beantragen sind (vermutlich schon zu spät), ob es BeraterInnen gibt oder anderes (BY ist da doch immer recht gut aufgestellt).

    Mich würde interessieren, ob du die Schulbegleitung kennst und ob sie alle Stunden begleitet. Beides wäre schon mal eine große Erleichterung.


    Ansonsten kommt es dann eben sehr auf den Einzelfall an. Materialien kann man nicht pauschal vorab wählen.

    Wir haben für bestimmte Bereiche inzwischen vieles in der Schule, gekauftes Material, selbst zusammengestellte Sammlungen, aus denen man wählen kann.

    Kommt ein Kind an die Schule, bemüht man sich möglichst zügig um einen Überblick und stellt dann Materialien zusammen, vor allem für Deutsch und Mathematik.

    Mit dem Anschaffen irgendwelcher Lehrwerke würde ich warten, bis klar ist, wie das Kind arbeiten kann. DANN kann man etwas auswählen, das nicht klassisch aus Buch und Arbeitsheft bestehen muss, manchmal aber eine gute Ergänzung ist.


    Ich finde zieldifferente Beschulung dann in der Hinsicht einfacher, dass ich frei wählen kann und dann in jedem Fach suche, was schon möglich ist und darauf aufbaue.

    Bei uns werden Kinder mit Down-Syndrom generell unter Förderbedarf GE geführt, was ich merkwürdig finde, entsprechend wäre es immer zieldifferente Beschulung ... bis zur Aufhebung des Förderbedarfes.

    Das Einbinden in weitere Fächer (SU, Rel) hängt davon ab, wie praktisch es gerade zugeht. Ist es textlastig (Steckbrief schreiben, Referat vorbereiten) benötigen die Kinder hier auch andere Materialien. Die Referendarin ist in Klasse 3 auf Bilder ausgewichen, anhand derer die Kinder dann auch Vorträge erarbeitet und gehalten haben. Das fand ich gut.


    Zu den Absprachen:

    Einerseits musst du dich hinsichtlich der Begleitung positionieren oder mit ihr absprechen.

    Was erwartet sie? Was erwartest du? Wo passt es oder wo könnt ihr euch treffen?

    Was braucht das Kind wirklich an Begleitung? Wo kann das Kind selbstständig agieren?

    Auf jeden Fall sollte klar sein, ob das Kind sich orientieren kann und in der Schule bleibt oder unter Daueraufsicht stehen muss und ob dies durch die Begleitung abgedeckt wird.


    Zum anderen musst du dich mit den Eltern absprechen.

    Es ist sinnvoll, sich anzuhören, was die Eltern erwarten.

    Ich schreibe Förderpläne und lege sie dar.

    Die Ziele (Kompetenzen) lege ICH fest - ggf. in Absprache mit einer FöS-Lehrkraft, wenn denn eine irgendwie in der Nähe sein könnte.

    Die Umsetzung der Inklusion lege übrigens auch ICH fest, weil ich keinen Einzelunterricht erteile, sondern eine Klasse unterrichte.

    Dazu gehört auch, dass man im Rahmen der Vorgaben Möglichkeiten findet.
    Da kenne ich die Vorgaben eures BL nicht.


    Recht machen kann man es nie allen.

    Die Eltern der betroffenen Kinder sind mal dankbar für differenzierte Beschulung, dann gibt es andere, die einem das gleich oder später zum Vorwurf machen. Häufig muss man erläutern, was Inklusion ist, was davon in dieser Schule zu realisieren ist und welche Möglichkeiten und Grenzen bestehen.

    Die Eltern der Klasse sind ähnlich ambivalent und übertragen das gerne auch auf die Kinder. Da muss man mit den Kindern arbeiten UND sich ggf. auch mal auf einem Elternabend deutlich positionieren.

    Die VA sieht ziemlich blöd aus als Schrift bei einem erwachsenen Mann.🙈

    Die LA sieht bei einem wenig schreibenden, erwachsenen Menschen auch blöd aus!

    Wir hatten an der weiterführenden Schule einen Lehrer, der an der Tafel krakelige LA schrieb. Das war nicht gut! :neenee:


    Killerkombination: VA+LRS+Grobmotoriker

    Da gibt es durchaus einen Zusammenhang, den ich aber NICHT auf die VA rückführen würde. Selbst bei der Druckschrift ist das häufig genug harte Arbeit.

    In der Oberstufe streiche ich jedes Wort an, das ich nicht auf den ersten Blick lesen kann

    Damit muss man ganz sicher nicht bis zur Oberstufe warten!

    Wenn der Übungstext nicht leserlich ist, dann muss genau das geübt werden, BIS es leserlich ist.


    Was nicht leserlich ist, ist ein Fehler. Fertig. Und die Fehler gehen dann eben auf die Note. Das kann man ja mehrfach vorab ansagen und transparent machen.

    Das hat gerade bei den Härtefällen nicht mit der Schriftart zu tun, sondern mit Wahrnehmungsleistungen, Motorik, Konzentration und Übung.

    Wir sind schon vor Jahren auf die Grundschrift umgestiegen.


    Vorteile, die wir damals sahen und die geblieben sind:

    - Anfang Klasse 2 kein Bruch in der Schrift, sodass man schneller mehr schreiben kann

    - zeitlich individuellerer Umstieg

    - bessere Differenzierung für alle die, die keine Ausgangsschreibschrift erlernen können/werden, ggf. auch Lesen (FöS GE, manchmal FöS LE, Schwäche in Motorik, Sehen und die DaZ-Kinder, die dazu kommen und noch in lateinischen Buchstaben alphabetisiert werden müssen.)


    Wir haben nie mit der Kartei gearbeitet, sondern immer die Verbindungen im Unterricht aufgegriffen und geübt.

    Trotzdem dachte ich am Anfang, dass man weniger Zeit für den Umstieg braucht und darüber mehr Zeit fürs Schreiben von Texten und fürs Lesen hat, das hat sich für mich nicht wirklich erfüllt. Tatsächlich ist man nicht darauf angewiesen, den Schreibschriftlehrgang zwischen Sommer- und Herbstferien durchzuziehen, sondern arbeitet übers Jahr verteilt an der Schrift und am Lehrgang, den auch wir einsetzen.


    Ab dem 2. Mal habe ich einen Lehrgang eingesetzt, einen ähnlichen zu dem, den ich auch sonst genutzt habe.

    Die Materialien der Basisschrift aus der Schweiz, die zur Grundschrift passen würden, habe ich mir angesehen und finde vieles sehr gelungen und motivierend. Leider ist der Bezug aus der Schweiz etwas kompliziert. Auch verstehe ich nicht, warum die großen Verlage die Sachen nicht auch für den deutschen Markt adaptieren, wenn sie doch quasi fertig sind.


    Zur Leserlichkeit:

    Meiner Meinung nach gibt es Kinder, die in jeder Schrift schön schreiben können, und andere mit motorischen Defiziten, die das nicht können.

    Zudem gibt es Kinder, die - oft nicht nur in der Schrift - sehr nachlässig arbeiten. Die bekommt man nur durch ständiges Ermahnen, Korrigieren, Verbesser oder dem Neuschreiben von Texten, bis sie endlich mehr auf die Schrift achten. Dabei ist die Schriftart egal.


    "Schön" finde ich persönlich weder die LA noch die VA als Schrift. Die wenigsten Erwachsenen schreiben nah an diesen Schriften. Viele steigen auf Druckschrift um oder mischen alles stark und verbinden nur noch einige Buchstaben. Die Frage, die nicht beantwortet ist, bleibt, ob der Aufwand, für 2-3 Jahre in der Grundschule eine Ausgangsschreibschrift zu erlernen und zu schreiben, sinnvoll ist, wenn diese danach nicht mehr zur Anwendung kommt.

    Ist dies eine notwendige Schulung der Motorik und Konzentration oder geht es eher darum, viel zu schreiben?

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