Oder alle, die da waren, haben sich wohl gefühlt und es sehr lange gemeinsam ausgehalten, sind gemeinsam alt geworden… und der Wechsel steht bevor.
Du bist nicht die Einzige, die jemals in ein älteres, gemeinsam zusammengewachsenes Kollegium gekommen ist.
An unseren Nachbarschulen gibt es gemischte Kollegien, aber auch welche 50+ und welche, wo ein Großteil der Kolleg:innen um die 30 ist.
Die eine SL hat die Versorgung sicher und den Stundenplan vor den Sommerferien fertig, die andere SL wartet auf Einstellung, Abordnung, Vertretung und beginnt dann … und die nächste beginnt 2 Wochen nach den Sommerferien von vorn, weil es einen langfristigen Ausfall gab.
Ja, ich musste damals auch mit dem Kopf durch die Wand, mein Kopf hat gehalten, die Wand aber auch manchmal. Heute müssen das andere und ich kann mir überlegen, wann ich sie rennen lasse, wann ich mitreden will oder dazu etwas sage.
Mir ist bewusst, dass es toxische SL oder Kollegien gibt, aber es ist auch so, dass man sich jedes Mal, wenn sich das Personal verändert, neu aufstellen muss. Je kleiner das System, desto deutlicher merkt man es und weiß es voneinander. Das ist Vielfalt, die nervt, die es aber auch braucht oder die es spannender macht, als 40 Jahre das Gleiche zu tun.
Und es muss ein Miteinander sein. Nicht alles, was andere machen, ist doof oder gegen einen, sie ticken vielleicht einfach anders, sind anders ausgebildet, setzen andere Schwerpunkte …
Wenn ich meine Schwerpunkte oder Eigenarten behalten will, muss den andere ihre auch lassen oder einen Kompromiss finden.
Alles, was darüber hinaus geht, gehört in ein Personalgespräch, ggf. mit übergeordnetem Personalrat. Dieser ist aber auch darauf aus, einen gemeinsamen Weg zu finden und nicht allein die Position einer Partei durchzusetzen.