Beiträge von Palim

    Wer ins englischsprachige Ausland zieht, macht dies womöglich auch aus Interesse an Gesellschaft und Kultur, möchte mutmaßlich auch selbst Teil dieser Gesellschaft werden. Warum soll man dann noch der Vergangenheit nachhängen?

    Deinen Angaben nach unterrichtest du Französisch - als Fremdsprache.

    Es ist erstaunlich, dass du dich offenbar nur wenig mit dem Zweitspracherwerb beschäftigt hast. Nur weil ich eine weitere Sprache erlerne, lege ich doch die vorher gelernten nicht ab. Und wenn ich Möglichkeiten finde, eine dieser Sprachen zu nutzen, werde ich es tun.

    Forschungen zum Zweitspracherwerb weisen inzwischen auch aus, dass es üblich ist, Sprachen zu mischen, auf Wörter aus anderen Sprachen zurückzugreifen oder während eines Gesprächs mit den gleichen Gesprächspartner:innen zwischen den Sprachen zu springen.

    Für NDS gibt es verschiedene Äußerungen,

    in der Arbeitszeitstudie der Uni Göttingen von 2015/16 wurden die Arbeitstage für beide Jahre genau ausgezählt, das waren 222 bzw. 223 Arbeitstage. Gerechnet wird mit 1784 Arbeitsstunden. (siehe https://kooperationsstelle.uni-goettingen.de/projekte/arbeitszeitstudie)

    Auf eine kleine Anfrage im Landtag (Drucksache 17/1057 aus dem Jahr 2013) steht in der Antwort durch das Kultusministerium

    "Im Jahresdurchschnitt haben vollzeitbeschäftigte Lehrkräfte das gleiche Maß an Arbeitszeit zu erbringen wie die übrigen Beamtinnen und Beamten, d. h., unter Zugrundelegung von durchschnittlich 221 Arbeitstagen x 8 Stunden = 1 768 Stunden."

    Vielleicht kannst du das Kind als Spielleiter:in einbinden für Sachen, die du sonst machen würdest.

    Sollte sich das Kind wirklich langweilen, könnte es eine englische Lektüre lesen und dazu Aufgaben bearbeiten, könnte Geschichten schreiben oder etwas auf Englisch vorbereiten und vorstellen (Lied, Spiel, Puppentheater, Bilderbuchkino, Kamishibai, Bastelanleitung, Plakat/Referat, … )

    Wir hatten auch schon mal einen Einbruch in der Schule,

    die Polizisten fanden im Flur einen Fußabdruck und waren ganz begeistert.

    Wir Lehrkräfte durften länger nicht ins Gebäude, sondern haben draußen bei gutem Wetter mit den Schüler:innen gewartet, als es dann soweit war, habe ich angemerkt, dass es vermutlich meine Abdrücke waren. Es passiert mir häufiger, dass ich noch durch die frisch gewischte Schule laufe und dann auch mal ein Abdruck verbleibt. :weissnicht:

    Ja, das ist mir bekannt,

    etwas weiter die Küste entlang gibt es auch eine Lehrkraft, die an der Grundschule SL sein möchte, aber nicht darf, weil sie nicht qualifiziert genug ist mit Lehramt Latein+Geschichte vom Gym.

    Aber bei uns ginge es nicht um die SL, sondern „nur“ um die sonstigen Aufgaben.

    Das ist der Grund, weshalb wir den Stundenplan nicht vor den Sommerferien fertigmachen. Bis zum neuen Schuljahr kann viel passieren -

    … und immer alles auf einmal und die schon schlechte Unterrichtsversorgung stürzt drastisch ab.

    Möchte noch jemand eine Stelle in Ostfriesland an einer Grundschule antreten?

    Man kann es ja nachträglich nicht verändern und ja, heute ist man schneller informiert.

    Dazu ist aber auch wichtig, dass sich, z.B. über dieses Forum, herumspricht, dass es durchaus andere Möglichkeiten gibt und dass es SL gibt, die da den Kolleg:innen gegenüber sehr viel fürsorglicher agieren.

    Das ist für die Zukunft die Möglichkeit, es selbst besser zu wissen oder es für Kolleg:innen zu wissen, als SL entsprechend zu handeln oder als Personalrat etwas zu sagen.

    Wenn immer alle denken, dass keine Möglichkeiten vorhanden sind, hält sich diese Ansicht. Um so besser, wenn du, Kris24 , deine leidvolle Erfahrung und deine Konsequenzen mit uns teilst, aber auch gut, dass andere schreiben, welche besseren Wege andere (inzwischen) finden, damit es sich herumspricht und als „normal“ gilt, den Kolleg:innen Wege zu eröffnen.

    Gleiches gilt m.E. auch für Termine bei Fachärzt:innen, die man so viel eher vereinbaren muss. Passt der neue Stundenplan nicht, kann man versuchen, den Termin noch zu verändern, ist das nicht möglich, ist man dann bei der Ärztin und nicht in der Schule, denn sonst verschiebt man ja auf ewig die Termine. Ist es etwas Akutes, kann an ja auch nicht die bis zu 12 Wochen auf die nächsten Ferien warten. Und ist man krankgeschrieben, fehlt man auch.

    Ich habe mich auch gefragt, welche Hymnen noch gespielt werden, wenn mindestens die BY-Hymne zu spielen ist,

    das klingt so, als würden weitere Stücke folgen.

    Und ich weiß nicht, in welche Richtung das geht und ob für die anderen Musikstücke dann auch Texte ausgehängt werden.

    Nachtrag: Was ich mich auch frage: Warum ist die Bayern-Hymne auf Hochdeutsch?

    Wieso kommt die Frage nicht, WARUM reagiert das Kind so?

    Die Frage stellt man sich durchaus….
    Es gibt Elterngespräche, Beratungen mit Kolleg:innen, Förderschullehrkräfte, die man hinzuziehen kann … hier ging es bereits um eine Förderschule Lernen mit kleineren Klassen.

    Es werden Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt, die aber nicht immer zielführend sind.


    Und dann?

    Kinder mit derart extremem Verhalten, das durch die üblichen Maßnahmen nicht beeinflusst werden kann, benötigen sehr viel mehr Unterstützung dafür, damit sie vielleicht lernen, den Schulalltag zu bewältigen. Dafür braucht das Kind Therapie und eine enge Begleitung.
    Im Rahmen der Therapie wird die Frage erörtert, warum das Kind dieses Verhalten zeigt. Ich kann als Lehrkraft Vermutungen entwickeln, diese an Eltern geben und um Abklärung bitten, psychologische Diagnosen kann ich nicht stellen und auch keine Therapien anbieten.

    Im Allgemeinen muss in der Schule das Lernen für alle angemessen gestaltet werden - im Rahmen der Möglichkeiten, die jedoch begrenzt sind.

    Ja, viele von uns wünschen sich eine andere Ausstattung, eine satte Personaldecke, Fachkräfte mit psychologische / therapeutischem Hintergrund in der Schule, um Inklusion besser umsetzen zu können. Aber das ist nicht im Ansatz vorhanden.

    Und „im Allgemeinen“ bedeutet, dass es Ausnahmen gibt, z.B. Kinder, die noch nicht schulfähig oder jetzt gerade nicht beschulbar sind, Kinder mit komplexen Behinderungen. Hier werden Lösungen gesucht, die in der Regel an schulische Gutachten gebunden sind und entsprechend viel Vorlauf benötigen, bevor sie umgesetzt werden dürfen.

    Es sollte für Lehrer und „Kollegen“ doch intellektuell möglich sein das Verhalten so auszurichten um mit dem Kind umzugehen?!

    Wenn das Verhalten pathologisch ist, benötigt das Kind außerhalb der Schule therapeutische Hilfe.

    Wir haben an unserer Schule Fortbildungen dazu durchgeführt, mit Psychologen, und Maßnahmen erörtert, die durchgeführt werden. Es gab aber auch eine klare Abgrenzung, wann es Lehrkräften nicht möglich ist, das Verhalten eines Kindes nachhaltig zu verändern, und wann psychologische Hilfe notwendig ist.

    Hier sei auch die Frage erlaubt, WAS bringt es dem Kind wenn es nur zwei Stunden da ist?

    Das Kind ist in der Gesamtsituation überfordert. Bei uns erfolgt zumeist nach einer längeren Therapie in einer Einrichtung (Tagesaufenthalt mit Beschulung) eine stundenweise Wiedereingliederung, um dem Kind den Wiedereinstieg zu erleichtern. Hier wird das Kind im Anschluss aber in die Tageseinrichtung verbracht und weiter therapeutisch begleitet.

    Sind 2 Stunden erfolgreich zu bewältigen, wird der Zeitraum verlängert. So schaffen positive Erlebnisse den Übergang zum geregelten Schulbesuch. Teilweise geht damit das Einsetzen einer Schulbegleitung einher, sodass dem Kind eine zusätzliche Hilfe zur Verfügung gestellt wird.

    Der Ausschluss vom Schulbesuch ist eine gravierende Maßnahme, die eine Schule nicht leichtfertig vergibt und nur mit bestimmten Verfahren vergeben kann. Diese sind im Schulrecht verankert und sie geben den Lehrkräften für bestimmte Situationen Handwerkszeug und Vorgehen an die Hand - sie sind also im pädagogischen Alltag verankert. Erläuterungen hierzu werden Eltern in der Regel im Gespräch erörtert, in jedem Fall aber auch bei jeder Maßnahme per Post zugestellt.

    Es ging doch u.a. auch um Therapien, einen. Platz zu bekommen, ist schon schwierig, da kann man doch nicht erwarten, dass der/die Therapeut:in bei jeder Stundenplanumstellung den Therapieplatz mit anderen Klienten tauscht.

    Ich finde es sinnvoll, es mit zu bedenken, wenn es zu auffälligem Verhalten, psychischen Auffälligkeiten, Minderleistungen kommt, zu Lernstörungen in Teilbereichen oder generell im Arbeitsverhalten. Da wäre frühe Unterstützung hilfreicher, als das Abwarten oder Verneinen mit entsprechend späteren Folgen.

    Insgesamt sehe ich das Schulsystem da schlecht aufgestellt, da in der Regel jede Lehrkraft allein informiert sein muss und sich kümmern sollte. Ähnlich zu der Frage nach dem Umgang mit den Lektüren.

    Der soziale Anpassungsdruck und die Intoleranz gegenüber dem Anderssein haben auch dazu geführt, dass diese Menschen weniger stark aufgefallen sind - oder eben mit den Folgen leben mussten.

    Ich denke seit einer Weile darüber nach, ob dem wirklich sogar oder ob der Anpassungsdruck heute nicht viel größer ist.

    Zudem sind die Bemühungen, Mobbing und Ausgrenzung zu vermeiden heute größer.

    Im Rahmen von Inklusion kommt alles zusammen, es gibt Förderung bei einer Geistigen Beeinträchtigung und entsprechendem IQ in Abweichung zur Norm, bei Hochbegabung sieht es da bisher dünn aus.

    Und wenn man eine Verantwortung sieht, auf Diagnostiken zu verweisen, wenn man den Verdacht einer Erkrankung hegt, kann man diesen Verdacht auch hinsichtlich Hochbegabung äußern. Am Ende müssen sich die Eltern kümmern, das tun sie bei uns oft nicht, auch bei anderem Verdacht nicht (Augenarzt, HNO…)

    Bei uns war damals Vielfalt gefragt, man konnte auch eine Einführungsstunde zeigen, aber eben nicht in jedem UB.

    Aber ich weiß auch, dass das nicht bei allen Seminarleitungen so ist und dass manche vor allem Öffnung sehen wollen.

    Auch scheint eurer Klientel ja recht fit zu sein.

    Entsprechend musst du selbst abwägen, was möglich ist.
    Was können die Anfänger nach 5 Wochen (also 10 Std ?) bereits, was sich einsetzen ließe als Methode oder zur Aktivierung? Das musst du ja dann in den ersten Stunden berücksichtigen … und dabei auch bedenken, dass die Klasse neu ist und dich/ deine Methoden kennenlernen soll oder noch etwas zum Kennenlernen vorweg läuft.
    Erst dann kannst du entscheiden, was in dieser Stunde Neues erlernt oder gefestigt werden kann. Wenn dann eine neue Einheit beginnt, kannst du eine Worteinführung zeigen. Ist eine Schreibphase mit den Vorgaben konform oder gar gewünscht?

    Schon beim Schreiben merke ich, dass das für eine neue 3. Klasse extrem viel ist – besonders, weil ich diese Abläufe vorher kaum in anderen Reihen einüben kann. Meine Mentoren meinten auch, dass ich da den Kindern viel zu viel zumuten würde. In der UPP würde ich hier ziemlich den Anfang zeigen, wenn die meisten Kinder beim schreiben sind.

    Welche Vorgaben gibt es in eurem Bundesland zum Schreiben im Unterricht?

    Ich finde vieles sehr fordernd/überfordernd, bei uns steht Sprechen und Zuhören im Fokus, gelesen wird auch, beim Schreiben gibt es immer Vorlagen.

    Aber gerade am Anfang wird doch vieles mit Spielen und Liedern wiederholt und vielfach geübt.

    Bist du an offenen Unterricht gebunden? Warum ist das so wichtig?

    Was hat das Schulbuch zur Auswahl - auch da gibt es Hinweise zur Wortschatzeinführung.

    Dazu kommt:

    Welche Methoden möchtest du auf lange Sicht etablieren? Welche sind so grundsätzlich, dass du sie gleich zu Beginn der 3. Klasse einsetzen möchtest und kannst (Voraussetzungen der SuS)?

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