Beiträge von Palim

    aber hier ging es um 12-Jährige, die massive Leseprobleme haben. Da geht es ja vor allem darum, dass sie überhaupt irgendwas lesen, um noch möglichst viel an Sicherheit zu gewinnen, bevor sie ins Erwachsenenleben entlassen werden.

    Dann bleibt ja aber die Frage, ob man eine Schrift wählt, die das Erfassen von Wörtern oder das Erlesen von Buchstaben erleichtert … oder ob man auf im Schriftverkehr übliche Schriften zurückgreifen will.

    Bei den Inhalten ist es ähnlich: will man Leichte Sprache nutzen, um das Verständnis überhaupt zu ermöglichen, wenn die Lesenden noch mit dem Erlesen Schwierigkeiten haben, oder will man an Standardsprache heranführen?

    Bei uns gibt es schulscharfe Bewerbungen. Da kann man sich direkt bei den Schulen auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Die Fristen fürs neue Schuljahr sind aber längst vorbei.

    So sind bei uns fast alle Stellen.
    Es sind noch genug über, aber dafür müsste die TE vermutlich umziehen

    UND die Bewerbungen an den BBS laufen anders, eines Wissens aber auch schulscharf

    Manche, andere nicht.

    Und die Kinder nehmen so ziemlich alles mit. War das früher auch so oder fällt es jetzt besonders auf? Bei mir geht es quasi der Reihe nach, jedes Mal, ein Kind fängt an und nahezu alle anderen folgen.

    Auch ich hatte wieder mehr und langwierigere Infekte, hatte ich länger nicht.

    Heute habe ich in jeder Klasse eine Hand voll mit deutlich über 20 Fehltagen pro Jahr ohne besondere Grunderkrankung.

    Das sind aber Schüler:innen, dann muss in dem Bereich nachgesteuert werden.

    Schüler:innen erhalten keine Lohnfortzahlung, für die in deiner Schulform muss vermutlich niemand Krankentage nehmen. Mir scheint, es geht dir doch um die Disziplinierung.

    Und jetzt der unpopuläre Teil:

    Ich wäre persönlich für eine Regelung nach schwedischem Vorbild, also überhaupt keine Pflicht zur Krankschreibung, aber vom ersten Tag an eingeschränkte Lohnfortzahlung von 80%. Auch ich finde es zunehmend problematisch, dass es Menschen gibt, die unser System offenkundig ausnutzen. Und ja, das fände ich dann auch für Beamte in Ordnung, die 2-10 Tage im Jahr, die ein normaler Beschäftigter durch normale Krankheiten ausfällt, kann man finanziell problemlos verkraften und gegen längere Ausfälle muss man sich dann ggf. privat absichern.

    Ich kenne eine Menge Menschen, die chronisch krank sind, die immer mal ausfallen oder sich dennoch zur Schule bewegen. Diesen soll man dann sagen, dass sie zusätzlich zur Krankheit noch die Versicherung und die Querelen mit ihr auf sich nehmen sollen? Es folgen Vertrauensarzt der Krankenkasse, Hinauszögern oder Verweigerung der Leistungen. Das freut die Versicherungsbranche, gesünder wird man davon nicht.

    Menschen, die es ausnutzen, ohne krank zu sein, kenne ich nicht, allerdings eine Person, die vehement um die eigenen Rechte streitet. Abwarten, was da am Ende herauskommt.

    Die Erhöhung der Krankentage wird auf die bessere Erfassung zurückgeführt und die älteren Beschäftigten. Die genannten Maßnahmen helfen da nicht, ich denke, eher werden die Krankentage noch höher. Wer es bisher darauf angelegt haben sollte, kann sich auch ein Attest erschleichen.

    Gehe ich nicht zum Arzt, bin ich nach WE und 2 Tagen fast immer wieder in der Schule.

    Viel Erfahrungen mit Krankschreibungen habe ich nicht, aber warum sollte mich der Arzt 2 Tage krank schreiben? Brauche ich den 3. Tag doch, müsste ich ja noch einmal eine Krankschreibung holen.

    Dann gehen wir im Winter sicher in die Notbetreuung.

    und man sollte schwächere schüler nicht vor alltäglichen schriften bewahren.

    Da muss man vielleicht definieren, was „schwächere Schüler:innen“ bedeutet.

    Ich habe über 4 Jahre Schüler:innen, die am Anfang des Leselehrganges stehen, weil sie gerade erst nach Deutschland gekommen sind und/oder weil sie im Lernen beeinträchtigt sind.
    Sie schaffen es am Ende der 4. Klasse, die silbenmarkierten Texte der inklusiven Ausgabe der Fibel zu erlesen (… und ich freue mich, dass sie so weit gekommen sind, das habe ich zwischenzeitlich bezweifelt, dann ging es doch weiter).

    Ich habe den TE so verstanden, dass er für solche Schüler:innen Texte sucht oder erstellen will, die inhaltlich mehr sind als die Fibel-Texte, aber dennoch leicht zu lesen.

    Für gute Leser:innen kann man Angebote oder herausfordernde Aufgaben stellen, aber gerade Ende 1 oder am Ende des üblichen Leselehrgangs, der mit Mühe erreicht wird, würde ich Kinder damit nicht überfordern wollen, sondern Erfolge ermöglichen und feiern, auch wenn sie nur sehr klein sind.

    Nachtrag:

    Für den DaZ-Bereich wird man häufiger die Texte zunächst in der Herkunftssprache anbieten und dann auf Deutsch das flüssige Lesen üben.

    Das ist eine Gratwanderung, was Schüler:innen erwarten, aber wer in der Herkunftssprache sicher liest, hat mehrere Vorteile: Es stärkt die Herkunftssprache, die Lesefähigkeiten der Sinnentnahme, die kommunikative Kompetenz und hilft, inhaltlich mitzuarbeiten.

    Es setzt aber voraus, dass die DaZ.Schüler:innen in der Herkunftssprache alphabetisiert sind und die Bereitschaft, Deutsch zu lernen und nicht generell auf Übersetzung zu bestehen.

    Wenn es doch um mehr Schüler:innen als deine eigenen geht, würde ich eine Ausgangsschrift wählen, also Druckschrift der Länder oder Grundschrift.

    Es ist für schwache Leser:innen wichtig, geübte Leser:innen stellen sich schneller um und suchen auch selbst bald Bücher.

    Wenn ich ein Material aus BY mit den dortigen Schriften finde, kann ich diese Schriften neben der Grundschrift einsetzen, das schaffen auch Anfänger:innen bald.

    Das Gleiche gilt für die Markierung der Silben, die die Schwachen benötigen, die Staken schneller ablegen.

    Ich nutze Texte von bekannten Grundschul-Seiten, da gibt es schon recht viel Auswahl. Finde ich inhaltlich nichts Passendes oder benötige ich etwas Bestimmtes, kann ich die KI für leichte Sprache bemühen und ggf. den Text noch durch einen Silben-Generator schicken.
    Kurze Texte sind gute Übungsaufgaben und eigenen sich auch gut für das Lesetandem. Da könnte man auch zunächst den silbenmarkierten Text zum Üben nutzen, im Anschluss den rein schwarz gedruckten.

    Was ist "GHR"?

    GHR300 - das Praxissemester in NDS für angehende Grund-/Haupt-/Realschullehrkräfte (GHR), in dem auch schon UB absolviert werden. Es kommt jemand von der Uni, das können aber auch Seminarleiter:innen sein - quasi eine Doppelfunktion.

    Ich bin nicht sicher, ob oder wie das Praxissemester in anderen BL umgesetzt ist.

    Entsprechend frage ich mich, ob die TE zuvor schon Praxis hatte oder einfache jetzt erst in der Schule im Unterricht landet und es quasi einen Praxisschock gibt (Schüler, Niveau).

    Ist das heute nicht mehr so? An den BBS endet das Ref. zum 30.4. oder zum 31.10.

    Zum einen endet das Ref ja nun mit den Sommerferien oder zum Ende des 1. Halbjahres. Entsprechend kann man sich zu sofort auf eine Stelle bewerben.

    Da es mehr Stellen als Bewerbende gibt, hat man genug Auswahl. Will man keine dieser Stellen annehmen, da man dann ja an dieser Schule (im Brennpunkt/ in der Botanik) relativ gebunden ist, kann man auch auf eine solche Stelle verzichten und dann eine Vertretungsstelle annehmen. Bezirk Lüneburg war schnell und hat diese schon online, in den anderen Bezirken werden sie sicher bald kommen - früher war das eher zu den Herbstferien so, jetzt sind aber nicht mal die Pflichtstunden besetzt, sodass die Freigabe der Vertretungsstellen eher erfolgt.

    Es ist aber bereits nach dem Lehramts-Bachelor möglich, Vertretungsstellen anzunehmen, nach dem Master auch. Wir hatten jetzt schon mehrere LiV, die das gemacht haben und dann mit Vorerfahrungen ins Ref gestartet sind.

    Zu meiner Ref-Schule würde man heute auch "Brennpunkt" sagen, für mein Ref war das trotzdem gut, weil das Team stimmte. Ja, das Niveau war niedrig, aber meines auch viel zu hoch nach dem Studium, und ich habe sehr schnell sehr viel über Differenzierung gelernt.

    Ja, das hat du schon öfter geschrieben.
    Ich fand es für die Ausbildung besser,

    andererseits waren die LiVs jetzt im GHR und hatten oft zwischen Studienabschluss und Ref-Beginn auch Vertretungsstellen.

    Ein Nachteil war, dass man nach dem Ref mehrere Monate keine Verwendung in der Schule hatte, aber heute könnte man auch dann auf Vertretungsstellen gehen, davon gibt es ja mehr als genug, man kann sogar nach dem 2. Examen die Stunden aufstocken um noch während des Refs Vertretungen zu übernehmen.

    Mich interessieren eher konkrete Dinge, die man praktisch nutzen kann: Bücher, Checklisten, Apps, Planungstools, Materialsammlungen, KI-Tools oder irgendwas ganz anderes.

    Was funktioniert bei euch schon gut?

    Mir helfen

    • mein eigener Materialpool und der an der Schule,
    • der Austausch mit Kolleg:innen der eigenen Schule und anderer Schulen - auch über lehrerforen,
    • manchmal Bücher, eher aber Internet-Recherche.


    Ungünstig finde ich das drölfte digitale Tool, für das es Bürokratie und Administration braucht, wenn der Mehrwert kaum gegeben ist. Dann kann man auch bei bisherigen Lösungen bleiben.

    Die Dauerbrenner ergänze ich mit „mehr Räume“.

    Wünschen würde ich mir zudem „pädagogische Assistenzen“, einen zentralen medizinisch-pädagogischen Dienst, sowie eine sonderpädagogische Fachberatung im Bereich Sprache. Bei online FoBi gibt es Fortschritte, aber mehr asynchron nutzbare online-FoBi (MOOCs oder z.B. „Was ist los mit Jaron“-ähnlich) wären hilfreich, abrufbare Videos/Vorträge wären auch möglich.

    Ich hatte 19 UBs in 18 Monaten Ref.
    Meines war noch nach dem alten System mit den 3 Monaten Vorlauf ohne eigenverantwortlichen Unterricht, und es gab mehrere UBs gleich am Anfang, mindestens 3 (bei insgesamt 4 Seminaren). Das war auch so gefordert.

    Bei uns sind die Termine vom GA immer erst im Mai/Juni des Einschulungsjahres,

    außerdem gibt es für die Kann-Kinder eine Flexi-Regelung, nach der die Eltern bis Mai entscheiden dürfen, ob das Kind zurückgestellt werden soll.

    Beides bewirkt, dass wir eher spät mit allem sind.

    Meine Erfahrung mit Abordnungen bzw. deren Verfügungen ist eine ganz andere:

    Sie werden bei uns für ein halbes oder ganzes Jahr ausgesprochen, dann sind sie gesetzt. Kommt die aufnehmende Schule in eine Überversorgung, bleibt die Abordnung bestehen und eine andere Lehrkraft muss eine neu angeordnete Abordnung übernehmen. Kommt die abgebende Schule in eine Unterversorgung, wird die Abordnung auch nicht aufgelöst, sondern die Schule muss die anderen üblichen Wege nutzen.

    So, wie du es schilderst, ist die aufnehmende Schule unterversorgt, da mehrere Lehrkräfte ausgefallen sind.
    Mehrere Sachen führen dazu, dass die Stundenverteilung mehrfach verändert werden musste.
    Es gibt Kurse/Klassen die dringlicher versorgt werden müssen und deshalb zuerst bedacht werden. Bei uns wäre das der Fall, wenn es schon zuvor zu Ausfällen gekommen ist und man sich dann mehr Stabilität in diesen Klassen verspricht.

    Bis dahin kann ich zumindest nachvollziehen, was passiert ist.

    Einiges an Kommunikation scheint die Situation zu erschweren.

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