Beiträge von Palim

    Aber: wie extrem kann Wetter sein, wenn es Kinder bis in die Notbetreuung schaffen? Deren Eltern kommen ja auch zur Arbeit.

    Man weiß zuvor nicht, ob und wie viele Kinder da sind, aber man muss als Schule regeln, dass die Notbetreuung gewährleistet werden kann. Also muss zumindest eine Person da sein, öffnen, die Ankommenden betreuen.

    Ist halt einfacher als sich mit dem Kind und dessen Situation (auch im Verhältnis zu den Eltern) intensiv auseinanderzusetzen -

    Vielleicht hat man das längst gemacht?
    Vielleicht ist das Kind von Schule zu Schule umgezogen, hat viel gefehlt und kann nun die meisten Anforderungen nicht erreichen trotz Wiederholung.

    Vielleicht hat man alle mögliche Stellen ins Boot geholt, die Eltern eingeladen, um sie zu beraten … und und und … und hatte doch keinen Erfolg?

    Da bleibt die Frage: Was dann?
    Was sieht das Schulsystem für diese Kinder vor? Welche Handhabe haben Lehrkräfte?

    Man könnte ja auch mal fragen, warum wir keine Kollegen mit Down Syndrom oder geistigen Behinderungen oder unterdurchschnittlichem IQ in den Schulen haben - wäre als Alltagshelfer oder Klassenassistenz oder pädagogische Unterstützung oder dergleichen doch durchaus vorstellbar

    ... und entspricht der Realität.

    Auch wenn diese zumeist bei externen Anbietern angestellt sind, gehören sie zum Team in der Schule und arbeiten in den Klassen mit.

    Kinder, die dabei stören, könnten auf zweiter Eben z.B. durch das Trainingsraumkonzept gefördert werden und gleichzeitig wird das Recht auf das Lernen der anderen Kinder durch den temporären Ausschluss aus dem Klassenraum geschützt. Auch Verstärkerpläne würde ich auf der Ebene ansiedeln. Auf dritter Ebene bei massiv störendem Verhalten ("Systemsprenger*innen") könnte man die AktiF-Gruppen nach Menno Baumann nennen.

    Dafür müssen die Schulen dann aber entsprechend ausgestattet sein.

    Und ähnliche Bedingungen braucht man auch bei zieldifferenter Beschulung, man braucht mehr Personal für kleine Kurse oder ein sehr viel flexibleres System, durch das man unterstützen oder etwas auffangen kann, denn trotz aller Bemühungen, inklusiv zu beschulen, ist der Aufwand immens und hat Grenzen.
    Ich bin erschrocken darüber, wo andere ihr Grenzen setzen und erwarten, dass die Klasse homogen zu sein hat.
    Dennoch ist Inklusion derzeit ein Sparkonzept, das so nicht funktioniert und vielen nicht gerecht wird.

    Welche anderen Möglichkeiten gibt es denn in NRW, eine zieldifferente Beschulung zu ermöglichen für Schüler:innen, die nach 6 Schuljahren die üblichen Kompetenzen (mit oder ohne Wiederholung) nicht erreicht haben?

    Maylin85
    Die Genehmigung einer I-Hilfe ist unabhängig von einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf oder einer differenzierten Beschulung.

    Das eine ist ein schulischer Vorgang, das andere einer bei der Kommune.

    Haben wir aber nicht …

    … und den Indern ist auch nicht damit geholfen, normale Leitungen zu erwarten, sobald sie mal in der Schule auftauchen.

    Ei müssen dann Klassenarbeiten schreiben und werden normal bewertet, können diese Leitungen nicht bringen und können auch nichts aufholen.

    Dann sind sie frustriert oder beschämt und fehlen wieder.

    Ich finde es vergleichbar zur Sprachförderung, die es vor etlichen Jahren in NDS gab.

    Nach einem für alle verbindlichen sehr kurzen Sprach-Kontakt (Test war es erst nicht) wurden Kinder, die da besonders auffällig erschienen, zu einem weiteren Test eingeladen, der dann etwa 20-30 min dauerte.

    Danach wurden die Kinder, deren sprachliche Fähigkeiten zu gering waren, in die Sprachförderung gegeben. Die Erlasse wurden irgendwann geändert und die Teilnahme galt dann als verpflichtend, der Schulpflicht gleichgesetzt - mit entsprechenden Verfahren bei Versäumnissen.

    Die Förderung erfolgte in den KiTa oder in der Schule. Je Kind gab es eine Wochenstunde, mit einer Kleingruppe konnte man also auf 4-5 Stunden in der Woche kommen.

    Wir sind meistens in den benachbarten KiGa gegangen, haben dort 30-40 min mit den Kindern gearbeitet, sind dann zurückgegangen. So hatte man auch gleich mehr Kontakt mit den Mitarbeitenden im KiGa. Für die Kinder war es wie ein Angebot im KiGa mit einer festen kleinen Gruppe. War die Lehrkraft erkrankt, blieben die Kinder im KiGa im sonstigen Umfeld.

    Außerdem konnte man über 1 Jahr die Entwicklung der Kinder sehen und hatte dann auch einen besseren Eindruck zur Schulfähigkeit oder zu anderen Auffälligkeiten (z.B. Brille notwendig o.ä.)

Werbung