Beiträge von Palim

    Gegen das Selbst-Aneignen spricht übrigens das aktuelle System Schule. Man hat kaum Luft zum Atmen, geschweige denn zur ordentlichen Unterrichtsvorbereitung mit anschließender eigenen Reflexion. Es ist daher unerlässlich, dass man durch das Ref dazu gezwungen wird.

    Gleichzeitig wird das System Schule dazu gezwungen, dem Rechnung zu tragen - wenigstens weitestgehend im Ref, ohne dass man dort für noch mehr Stunden und noch mehr Aufgaben eingesetzt werden kann.

    Das machen die Schüler:innen freiwillig oder als Übung oder als Hausaufgabe?

    Oder gar nicht?

    Wo genau ist da der Einsatz der KI?

    Warum genau benötigen Schüler:innen eine App oder eine Plattform, wenn sie es mit ihren Schülergeräten bearbeiten und fristgerecht in der schuleigenen Plattform hochladen können?


    P.S. ... schon wieder Mittwoch.

    Was du zitierst ist doch eindeutig.

    Offenbar nicht.

    meine Freunde im MINT-Bereich, gerade Ingenieure, Informatiker und Co. und gerade dort nochmal die besonders Neurodivergenten begrüßen eigtl. immer den schnörkellosen, eindeutigen, logisch-argumentativen Stil.

    Ich würde deinen Schreibstil anders umreißen und stelle fest, dass hier mehrere Schreibende deinen Stil weder schnörkellos noch verständlich finden, wie neurodivergend sie auch immer sind.

    Ich würde dich wirklich bitten, ganz genau zu lesen was ich konkret schreibe (und was nicht).

    Ich habe ganz genau deine Zitate daruntergesetzt.

    Dann müsstest du mal deutlicher schreiben, was du zum Ausdruck bringen möchtest und nicht nur Andeutungen setzen oder hinterher erklären, dass du etwas anderes sagen wolltest… Es steht da nicht.

    Es geht beim Ref um eine oktroyierte Maßnahme für alle

    Man nennt es „Ausbildung“,

    übrigens gibt es Ansätze, dass man Teile davon in Modulen ausweist, um mehr Individualität und Spezialisierung zu ermöglichen.
    Ich wüsste gerne mehr über die Inhalte, um das beurteilen zu können.

    Wer macht das denn / widerspricht dem denn?

    Du schreibst, du bräuchtest das nicht,

    Erziehungswissenschaften kann man zusammenstreichen.

    … Zitat müsste ich raussuchen…

    Hier:

    bei Erziehungswissenschaften ließe sich deutlich einsparen

    Bezogen auf Erziehungswissenschaften, Didaktik ind Co.: Bspw. die Flut an (praktischer) Arbeit mit qualitativen Studien, diverse Übungen, das Praxissenester samt Begleitseminaren, die x-te Veranstaltung zum gerarde aktuellen Didaktiktrend...

    Ich behaupte, die ganze Diskussion hier hat auch viel mit Menschen-, Rollen-, Selbst- und Fremdbildern (z.B.Missgunst; Glorifizierung der eigenen Professionalität), unzulässigen Generalisierungen, gatekeeping und selbsterfüllenden Prophezeiungen (wenn ich ohnehin schlecht von Quereinsteigern denke, bewerte ich deren Leistung u.U. verzerrt und habe dann praktischerweise 'ne Anekdote zur Vorbewertung der nächsten Quereinsteiger) u.ä. zu tun...

    Weil man die Vorwürfe in dieser Richtung schon erwarten kann, spart man sich leider die Auseinandersetzung mit dem Thema.

    Noch ein „schade“.

    Obwohl ich in meinem Studium mehr Praktika samt Begleitung hatte, als es damals üblich war, hätte ich nach dem 1. Examen keine volle Stelle übernehmen wollen. Wir hatten sogar 3 Monate, in denen man keinen eigenverantwortlichen Unterricht hatte.
    Und das finde ich bis heute sinnvoll. Auch das Einsetzen von Refs in immer mehr eigenverantwortlichen Unterricht halte ich für eine Sparmaßnahme. Selbst die eine begleitende Stunde der Mentor:innen im 2. Semester konnten wir nicht immer realisieren.

    Nach dem Ref war das anders. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit einem Seminarleiter, der nicht verstanden hat, dass ich es gut fand, an einer Brennpunktschule das Ref zu machen.

    Statt „braucht man alles nicht“ würde ich eher auf die Suche danach gehen, was man braucht. Für mich gehört Anleitung und eine Art Schonraum, Ausprobieren und Reflektieren dazu, gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften.

    Die Ablehnung von Themen der Pädagogik und Psychologie kann ich nicht nachvollziehen. Lehrkraft ist eben nicht Fachwissenschaftlerin, sondern das Vermitteln selbst, abe4 auch erziehen und beraten. Das mag in höheren Jahrgängen abnehmen, in der Grundschule ist es Alltag und ein großer und auch anstrengender Teil der Arbeit.

    am Ende scheint ja auch der Dienstherr in NDS davon auszugehen, dass selbst Bachelorabsolventen das Gros der Lehreraufgaben übernehmen können

    Nein, der Dienstherr sucht verschiedene Wege, kostengünstig Personal in die Klassen zu stellen, dafür die pädagogischen Mitarbeiter:innen, die Hürden, bevor es überhaupt die Möglichkeit gibt, eine Vertretung auszuschreiben, die Hürden, eine feste Lehrerstelle zu bekommen…

    Mit einer durchdachten Ausbildung hat das nichts zu tun.

    Hinzu kommt, dass zumindest in mir bekannten Seminaren auch gerne didaktische Modelle verwendet (und zumindest teilweise vorgegeben) werden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist, sondern maximal mit ein paar lernpsychologischen Erkenntnissen begründet wird.

    Ja, das sehe ich ähnlich, das ist bei uns von Personen abhängig. Da würde ich mir wünschen, dass Vielfalt im Vordergrund steht und man das Abwägen einfordert, statt etwas vorzugeben.

    und dasd ich von Studienabsolventen schreibe ist nicht nur klar, sondern habe ich auch explizit benannt. Insofern war bspw. nie die Rede von pädagogischen Mitarbeitern ohne fachwidsenschaftliche Quslifination o.ä.

    Ein Bachelor ist ein Studienabschluss.

    Der befähigt einen in NDS zum Erteilen von Vertretungsunterricht.

    Der Hinweis auf die pädagogischen Mitarbeiter:innen hat in diesem Zusammenhang folgende Bewandtnis:

    Lehrkräfte an GS in NDS sind gewohnt, mit geringer Qualifizierten im Team zu arbeiten. Neben den gesetzliche Vorgaben lotet man individuelle Möglichkeiten aus.

    Der Einsatz von Studierenden mit Bachelor, im Praxissemester, mir Master, als Ref, als Junglehrkraft unterscheidet sich davon.
    Man differenziert also, ist aber die Arbeit im Team gewohnt.

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