Ich behaupte, die ganze Diskussion hier hat auch viel mit Menschen-, Rollen-, Selbst- und Fremdbildern (z.B.Missgunst; Glorifizierung der eigenen Professionalität), unzulässigen Generalisierungen, gatekeeping und selbsterfüllenden Prophezeiungen (wenn ich ohnehin schlecht von Quereinsteigern denke, bewerte ich deren Leistung u.U. verzerrt und habe dann praktischerweise 'ne Anekdote zur Vorbewertung der nächsten Quereinsteiger) u.ä. zu tun...
Weil man die Vorwürfe in dieser Richtung schon erwarten kann, spart man sich leider die Auseinandersetzung mit dem Thema.
Noch ein „schade“.
Obwohl ich in meinem Studium mehr Praktika samt Begleitung hatte, als es damals üblich war, hätte ich nach dem 1. Examen keine volle Stelle übernehmen wollen. Wir hatten sogar 3 Monate, in denen man keinen eigenverantwortlichen Unterricht hatte.
Und das finde ich bis heute sinnvoll. Auch das Einsetzen von Refs in immer mehr eigenverantwortlichen Unterricht halte ich für eine Sparmaßnahme. Selbst die eine begleitende Stunde der Mentor:innen im 2. Semester konnten wir nicht immer realisieren.
Nach dem Ref war das anders. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit einem Seminarleiter, der nicht verstanden hat, dass ich es gut fand, an einer Brennpunktschule das Ref zu machen.
Statt „braucht man alles nicht“ würde ich eher auf die Suche danach gehen, was man braucht. Für mich gehört Anleitung und eine Art Schonraum, Ausprobieren und Reflektieren dazu, gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften.
Die Ablehnung von Themen der Pädagogik und Psychologie kann ich nicht nachvollziehen. Lehrkraft ist eben nicht Fachwissenschaftlerin, sondern das Vermitteln selbst, abe4 auch erziehen und beraten. Das mag in höheren Jahrgängen abnehmen, in der Grundschule ist es Alltag und ein großer und auch anstrengender Teil der Arbeit.