Beiträge von Palim

    Ich möchte an der Stelle betonen, dass es mir NICHT darum geht, dass das Kind keine Werte wie Respekt, Höflichkeit und Verantwortung lernt. Ich möchte aber, dass mein Kind diese Werte bewusst aus eigenen natürlichen Abläufen zu verstehen und zu verinnerlichen lernt. Nicht indem es 10 Jahre lang erzählt bekommt, wie es sich „wünschenswert“ verhalten sollte. Ich will nicht, dass es lernt das es sich anpassen muss und dafür die eigene integrität werte und persönlichkeit veliert. Ich möchte, dass es lernt selbst zu entscheiden, ob und in wieweit es sich anpasst.

    Ich frage mich, was das mit dem Fach Ethik zu hat.

    Schule ist eine Gemeinschafts-Veranstaltung (Unterkunft kann man es ja nicht nennen), es ist immer eine Gruppe und ein Kind immer Teil dieser Gruppe.

    Keine Schule kann allein auf 25 Einzelinterressen eingehen.

    Ich freue mich aufs neue 1. Schuljahr, aber wir haben zunehmend Kinder, die nicht gelernt haben und nicht verstehen, dass in der Schule niemand unentwegt allein ihre Interessen bedienen kann und ihnen 1:1 zur Verfügung steht. Das ist eine große zusätzliche Herausforderung, die Kraft bindet, die alle für die anderen Aufgaben und Herausforderungen auch benötigen würden.

    Für Kinder, die in dieser Situation selbst herausfinden sollen, wieweit sie sich anpassen müssen, ist es mehr als eine Herausforderung, es ist eine von Erwachsenen herbeigeführte Situation der Hilflosigkeit und Überforderung.
    Für die anderen Kinder ergibt sich daraus auch eine Situation der Überforderung und Hilflosigkeit, den sicheren Rahmen, den sie bräuchten, um in der Schule anzukommen, Vertrauen zu fassen und Lernen zu können, erhalten sie nicht.
    Für die Lehrkräfte bedeutet es, dass sie gleichzeitig dem einen Kind das angemessene Verhalten vermitteln müssen und ihm 1:1 die Situationen erklären müssen, damit es, wie von zu Hause erwartet, sich selbst auf die Gruppe einlassen und zu einer Form der Anpassung entschließen kann. Zeitgleich muss die Lehrkraft den anderen 24 Kindern einen Rahmen der Vertrautheit bieten und den Schutz, den sie benötigen.

    Wenn es zu genau dieser Situation kommt, ist es extrem schwierig, eine Klassengemeinschaft zu unterstützen, alle einzubinden, enttäuschte Kinder dabei zu behalten, keine auszuschließen und sich selbst abkapselnde Kinder noch zu erreichen … und ihnen allen das Lernen zu ermöglichen.

    Würdest du uns alle stichpunktartig daran teilhaben lassen? Bin immer dankbar für Input, insbesondere aus deinem reichen Erfahrungsschatz :danke:

    Ich habe mir überall AB zusammengesucht, bei denen es ums Verteilen und Aufteilen geht: Blumen in Vasen, Bälle an Kinder, Kuchen, Kekse, Bonbons ... alles Mögliche. Aber solche Sachen kennst du bestimmt.

    Solche Aufgaben kann man dann auch mit Material legen. Toll ist es, wenn man Spielfiguren (Püppchen) nimmt, die als Stellvertreter gelten, auf die dann aufgeteilt gibt. Das gibt es auch als Montessori-Divisions-Brett ... aber es geht ja auch mit Spielfiguren und anderem Material z.B. Domino-Steine/Muggel/Lego ... irgendwas.

    Die Schokolinsen waren Corona-Material, ich habe dazu ein AB und jedes Kind bekam auch eine kleine Schachtel mit Linsen - also Schoko, Vanille gibt es ja nicht. Jedenfalls steht dann zuerst auf dem AB, dass man die Linsen nicht essen darf, sondern zum Rechnen nutzen muss. Dann werden sie gezählt und... addiert, subtrahiert, multipliziert ... und aufgeteilt. Immer, wenn man es nicht gerecht aufteilen kann, steht auf dem AB, dass der Rest an die Lehrkraft geht. 😁 Der letzte Satz heißt: "Wenn du bis hierher durchgehalten hast, darfst du von deinen Rechenmaterialien jetzt essen, was dir schmeckt."

    Aber solche Sachen sind dann eben nur möglich, wenn die Kinder lesen und selbstständig arbeiten können. Von unseren I-Kindern in Klasse 4 kann das vielleicht die Hälfte, von den DaZ-Kindern auch etwa die Hälfte selbstständig lösen, die anderen können es nicht lesen, nicht verstehen, nicht umsetzen. Die DaZ-Kinder sind notenbefreit und sollen aufholen, die I-Kinder sind zieldifferent LE/GE mit/ohne Dyskalkulie. Da will ich bei einigen, dass sie Inhalte bis Klasse 2 schaffen, andere rechnen nahezu auf normalem Niveau, wieder andere rechnen im ZR 10 ... und haben die Division noch nicht erfasst.

    Ich habe tausend Fragen:

    Was für Förderschüler:innen sind es denn?

    Was können sie … und was nicht, auch im Hinblick auf die Lesefähigkeiten?

    Zirkel ist bei uns gar nicht im Curriculum, das mache ich nur „für nett“, wenn es vor Weihnachten passt oder als „extra“.

    Ich habe für nächste Woche noch eine besondere Lernaufgabe mit Würfelsummen und Spielstrategien geplant, bei der die FöS- und DaZ-Kinder mitmachen können.

    Auch spielerische Übungen zum Training des 1x1 kann ich mir vorstellen.
    Zur Einführung der Division habe ich einfache Sachen, bei denen man mit viel Material arbeiten kann… und mit Schokolinsen 🙂

    Oder ihr „leiht“ die Kinder an die 1. Klassen aus, damit sie da lesen oder rechnen üben, sie wiederholen damit ihre Fähigkeiten und die Kinder in Klasse 1 üben es auch.

    Brandschutz ist schon deutlich wichtiger. Daran würde ich mich auch mehr stören, als wenn irgendein Schnickschnack nicht gemacht werden könnte. Die Größe hat damit auch nicht zu tun.

    Mir ist Brandschutz durchaus wichtig.

    Mir ist Inklusion auch wichtig. Du magst es als Schnickschnack empfinden, für mich ist es Alltag, der belastet ist, weil es dazu zu wenig Vorgaben gibt, weil dafür zu wenig gemacht wird und weil es dann immer Alternativen braucht, die täglich Aufwand benötigen oder die die Möglichkeiten des Lernens verschlechtern.

    Tom123

    Warum darf man sich daran stören, dass der Brandschutz nicht eingehalten wird,

    aber nicht daran, dass Unterrichtsräume nicht "irgendwie zum Unterricht taugen", sondern eine Größe haben, in der inklusiver Unterricht mit vielfältiger Differenzierung und unterschiedlichen Sozialformen möglich ist?

    Warum wird konsequent darauf geachtet, wie Sachen gelagert werden, aber nicht darauf, dass alle Räume lärmschützend ausgestattet sind?

    Ich verstehe es nicht.

    Durch welche Brandschutzvorgaben wirst du denn im Unterricht konkret massiv gestört?

    Wenn die Garderobe von dem Flur in den Klassenraum wandern muss, dann muss ich überlegen, ob ich Schüler:innen in den Flur setzen soll. Oder die Tafel entfernen?
    Oder mobile Garderobenständer vor die Tafel stellen?
    Oder…

    Jede Schutzvorschrift zieht etwas nach sich, das auch den pädagogischen Ablauf berühren kann. Der wird aber in keiner Handreichung berücksichtigt, es gibt Schutzvorschriften, das ist gut, es gibt aber keine Soll-Vorschriften für die Ausstattung von Räumen für inklusiven Unterricht.

    Wenn vor lauter Sicherheit das Unterrichten extrem eingeschränkt wird, darf man sich in der Ausübung durchaus gestört fühlen.

    In älteren Gebäuden ist es schwierig, sinnvolle Lösungen zu finden, ebenso wie es oft unmöglich ist, diese inklusiv zu gestalten.

    Durch die Anforderungen entstehen ja keine neuen Räume, der Schulträger bekommt einen Bericht, darin sind die pädagogischen Probleme aber gar nicht benannt. Es bräuchte also eigentlich ein Protokoll, dass diese Bedenken oder Anforderungen mit aufführt und eine entsprechende Umsetzung fordert.

    Ich wünsche euch, dass ihr draußen seid, lange bevor es dazu kommt, dass der Boden brennt,

    es sei denn, ihr gehört zum Löschtrupp.

    hast du je erlebt, dass mal ein größerer Betrag von der Beihilfe verschlampt wurde?

    Briefe gehen verloren, dann bekommt man keine Abrechnung, wartet länger, weil man ja von Nachfragen absehen soll .. und muss dann neu einreichen. Das ist in meinem Umfeld passiert.

    Mir persönlich ist passiert, dass die PKV nicht zahlen wollte und behauptet hat, es sei nicht eingereicht worden. Aber auch ich speichere die PDF, darin war es nachweisbar belegt und es wurde dann nachträglich anerkannt.

    Mich stresst es gewaltig, ich wäre den Papierkram gerne los.

    Kennt ihr das, wenn man nach einem Konzert die ganzen Musikschnipsel im Kopf hat und alles auf einmal summt?

    Wir hatten ein superschönes Konzert mit vielen Aktiven, ganz unterschiedlichen Beiträgen, so vielen Menschen, die miteinander etwas sehr Schönes geteilt haben.

    Am Ende wurden die Solist:innen gefeiert, aber auch die Lehrkräfte, die die unterschiedlichen Gruppen mit sehr viel Herzblut anleiten und mit den Schüler:innen üben und sie für Musik begeistern und ganz nebenbei Gemeinschaft in Vielfalt ermöglichen.

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