Beiträge von Ruhe

    Hallo zusammen,


    ich möchte ab den Herbstferien die Rechenergebnisse meiner Schüler im Mathematikunterricht mehr mit Selbstkontrolle vergleichen.

    Nur zur Info: Es geht um eine Realschule in NRW.

    Der Hauptgrund ist der, dass ich die Schüler, wenn sie eine Maske vor dem Mund haben, akustisch nicht mehr verstehe. Aufgrund meiner Schwerhörigkeit kann ich die Schüler dann wirklich nicht mehr verstehen. Ich bin definitiv auf das zusätzliche Lippenlesen angewiesen. Vor - Corona habe ich immer verlangt, dass ich auch den Mund sehen kann. Da lief das gut und der Unterricht lief.

    Zu Beginn des Schuljahres als es die Maskenpflicht im Unterricht schon einmal gab, wurde dies zu einem großem Problem. Manchmal mussten die Schüler ihre Antworten (auch wenn es nur eine Zahl war) mehrfach wiederholen. Trotzdem hatte ich es manchmal immer noch nicht verstanden. Das war für beide Seiten unbefriedigend.


    Nun habe ich eine Frage, eher gesagt zwei:


    1. Eine Klasse, die ich in Mathematik unterrichte hat sich nun einen Spaß daraus entwickelt. Immer, wenn ein Schüler sprach um eine Antwort zu geben, hat ein anderer ein Störgeräusch produziert (z.B. lautes Klopfen mit den Fingerspitzen auf den Tisch; Stifte auf den Tisch klopfen, Pfeifen, ...). Aber immer nur, wenn einer sprach. So habe ich natürlich gar nichts mehr verstanden. Später haben sie das dann auch gemacht, wenn ich etwas erklären wollte. Oder, wenn ich eine Antwort eines Schülers nicht verstanden habe, haben dann mehrere extrem laut gebrüllt "Der hat ... gesagt".

    Da ich aber nicht mehr Richtungshören kann, habe ich den/die Übeltäter nie ermitteln können. Mich hat das ganz schön frustriert.

    Als die Maskenpflicht vorbei war, hatte sich das zum Selbstläufer entwickelt. Nun habe ich aber ein paar Schüler ermitteln können. Leider haben Elterngespräche, Elternbriefe, ... nicht zur Abstellung geführt. Die Klassenlehrerin bin ich selbst; das frustriert noch zusätzlich. Der Unterricht ist dadurch sehr sehr anstrengend. Ich befürchte nun, dass das Ganze durch die erneute Maskenpflicht noch schlimmer wird. Andere Klassen machen das nicht. Am meisten frustriert, dass diese Klasse trotz Erklärung warum ich sie nicht verstehe, so weitermacht.


    2. Nun bin ich dazu übergegangen die Lösungen per Selbstkontrolle vergleichen zu lassen. Dazu habe ich teilweise Lösungsblätter ausgeteilt. Dann habe ich die Lösungen mittels Smartboard eingeblendet. Den Unterricht selbst halte ich teilweise mittels PowerPoint per Smartboard, da ich kaum noch erklären kann wegen des Lärms die die Klasse veranstaltet.

    Nun suche ich noch Alternativen zur Selbstkontrolle.


    Nach den Herbstferien will ich mit Wochenplänen arbeiten, so dass die Schüler mit möglichst wenig verbale Interaktion mit mir haben.

    Die Aufgaben sollen die Schüler selbst kontrollieren. Nur überlege ich wie ich das anstellen soll, damit die Selbstkontrolle auch effektiv ist. Ich werde die Blätter am Ende der Woche einsammeln und die Selbstkontrolle überprüfen.


    Meine Fragen daher:

    1. Was mache ich mit der Klasse, damit ich die Klasse in den Griff kriege? Die Schulleitung meint nur, dass es wegen Corona jeder schwer hat.

    2. Habt ihr Ideen für eine Selbstkontrolle (oder andere Ideen), damit ich in dieser Klasse einigermaßen unterrichten kann?


    Vielen Dank für eure Geduld.

    ich weiß gar nicht, ob die Schüler während einer Berichtigung wirklich verstehen können müssen, was genau sie falsch gemacht haben.

    Meine sind immer so furchtbar aufgeregt, dass sie eh nur halb mitmachen. (Spracharbeit)

    Das geht meinen Schülern im Mathematikunterricht genau so. Daher bespreche ich bei der Rückgabe nur die mir wichtigsten Fehler.

    Bei der Berichtigung, die die Schüler anfertigen müssen, beschränke ich ich das auf ausgewählte ganz bestimmte Aufgaben, die mir am wichtigsten sind. So bleibt auch die Menge für die Schüler mit einer schlechten Arbeit überschaubar.

    Aber klar, sie in den Dreck werden und wieder aufsetzen ist eklig,

    Das habe ich gemeint. Und die wird dann aber tagelang noch getragen.


    Ich denke, dass ich den Unterschied zwischen einer nicht mehr Neu aussehenden, aber gewaschenen Maske von einer vor Dreck starrenden Maske unterscheiden kann. Ich denke ich habe deutlich genug gemacht, was ich eigentlich meine.;);):flieh:

    Aber deshalb sind sie doch nicht eklig.

    Vielleicht habe ich nicht deutlich machen können, was ich meine:

    Mit eklig meinte ich die offensichtlich schmutzigen Masken mit Flecken, die auch nachdem sie in den Dreck auf den Boden gefallen sind ungewaschen getragen werden. Also richtig durchsiffte und ungewaschene schmutzige Masken.

    Z.B. Ist einem Schüler auf dem Schulhof mal die Maske runtergefallen. Dort lag Schmutz. Er hat die Maske wieder aufgesetzt. Am Platz in die Hosentasche gesteckt. Später wieder benutzt und in den folgenden Tagen immer die gleiche (Sah man am Schmutz, der immer mehr zunahm). Solche Kinder haben wir mehrere in der Schule. Das machen auch Erwachsene.


    Durch waschen verfärbte und ausgebleichte Masken habe ich auch. Die sind dann gewaschen und natürlich nicht eklig.


    Edit: Ich wasche auch nur 1 - 2 mal pro Woche. Lege die benutzten Masken, wenn ich aus der Schule komme in einen Eimer. Am nächsten Schultag nehme ich eine frische. Mein Mann und mein Kind machen es genauso.

    Leute, geht mal Masken waschen...

    Zum Thema Masken waschen:

    Habt ihr auch den Eindruck, dass viele SchülerInnen ihre Stoffmasken nicht oft waschen. Ich habe schon viele recht schmutzige Masken bei den SchülerInnen gesehen. Da sind teilweise richtige Flecken drauf. Die Masken werden bei vielen (meine Beobachtung) einfach in die Hosentasche gesteckt und bei Bedarf einfach aufgesetzt. Möglicherweise die ganze Woche die gleiche Woche. Eine Ersatzmaske hat möglicherweise kaum einer. Da werden Masken, die auf den Boden gefallen sind, wieder aufgesetzt.

    Abgesehen von der fehlenden Schutzwirkung ist das doch eklig. Da sind doch auch noch andere Sachen drauf, z.B. Bakterien und Schmutzpartikel u.ä.

    * Wir haben an jedem Eingang der Schule ein Desinfektionsgerät, wo man nur die Hand drunter halten muss und dann kommt das Mittel raus. Das wird auch immer wieder befüllt. Auch im Lehrerzimmer sind zwei.

    * Seife und Einmalhandtücher in jedem Klassenraum (alle haben bei uns Waschbecken).

    * Ich habe Fensterschlüssel für beide Fenstertypen und kann diese in jedem Raum auf- und zuschließen.

    * MS - Teams haben wir auch. Können aber nicht alle SchülerInnen mangels Endgerät bzw. Wlan nutzen. Einige SchülerInnen können es nutzen, tun es aber nicht, obwohl Wlan und Endgerät zuhause.

    * SchülerInnen können sich Einmalmasken im Sekretariat abholen, wenn sie keine haben. Aber nicht jeder unbegrenzt.

    * Plexiglaswände haben wir nur am Tresen des Sekretariats.

    Ich würde mich in folgenden Geschäften mal umsehen:

    * in (größeren) Baumärkten

    * beim Möbelschweden oder anderen Ketten (z.B. hat R*ll*r bei uns in der Nähe eine Stoffabteilung)

    * in 1€ - Shops (z.B. hat bei uns in der Nähe T*d* eine riesige Bastelabteilung)

    An meiner Ausbildungsschule führten Fälle von mit Kot verschmierten Wänden oder vollurinierten Böden (sowas betrifft dann irgendwie immer nur die Jungstoiletten :weissnicht: ) dazu, dass alle Toilettengängen von SuS auch vor Corona in eine Liste eingetragen werden mussten mit Anfangs- und Endzeit, so dass sich der Kreis der Verdächtigen so klar reduzieren ließ im Zweifelsfall, dass entweder schnell herauskam, wer dafür verantwortlich war oder der Unfug endete, um eben nicht erwischt zu werden.

    Genauso machen wir das seit längerem. Aber auch für die Mädchentoiletten.

    Sie hat lediglich nach Gründen gefragt, aus der "freien Wirtschaft" in den Lehrerberuf zu wechseln oder überhaupt Lehrer*in zu werden, wenn man die Arbeitsbedingungen, den Verdienst usw. in der "freien Wirtschaft" doch sooo viel besser findet.

    So habe ich das auch verstanden. Das frage ich bei manchen Leuten auch. Auch hier gibt es LehrerInnen (ich nenne jetzt keine Namen), die erzählen, dass sie mit ihrem Abschluss und ihren Fächern in der freien Wirtschaft viel besser dastünden. Trotzdem ist man doch noch irgendwann in den Schuldienst gewechselt. Da frage ich mich bei denjenigen dann schon, warum sie dann diesen Schritt machen.


    Damit ich nicht falsch verstanden werde: Nein, ich meine jetzt nicht grundsätzlich alle, die später in den Schulberuf einsteigen, sondern nur ganz wenige, auf die meine obige Aussage zutrifft.

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