Beiträge von Ruhe

    Nur so eine Anekdote am Rande, weil es gerade passt:

    Gestern war ich auf einem Familiengeburtstag. Da kam auch die Rede auf dem Thermomix. Wir waren uns dann einig, dass es beim Thema "Thermomix" eigentlich nicht nur 2 Fraktionen gibt: Pro - Thermomix und Contra - Thermomix. Dazwischen gibt es nicht.


    Ich sehe mich irgendwie schon dazwischen. Es ist mir egal wie andere Leute kochen (meine Tante - nutzt ihren -Thermomix sehr viel - kritisierte, dass man ihr oft unterstellen würde, sie könne nicht kochen, denn sonst hätte sie ein solches Gerät nicht).

    Mich hält 1. der Preis und 2. die Füllmenge vom Kauf ab. Aber das wurde hier ja schon genannt.

    Entlastungsstunden bisher keine, Gefahrenstoffbeauftrage wenn dann ich, bis jetzt niemand.

    Ich weiß nicht wie das mit dem Posten der Gefahrstoffbeauftragten in Brandenburg läuft.

    Aber ich möchte dir trotzdem schreiben, dass ich mal in einer ähnlichen Lage war als einzige Chemielehrerin an der Schule. Das war an der Schule an der ich vor meiner jetzigen war.

    Dort wollte mir mein Schulleiter auch den Posten der Gefahrstoffbeauftragten übertragen ohne eine Entlastungsstunde. In NRW, wo ich tätig bin, ist mit dem Posten aber eine Entlastungsstunde dafür vorgeschrieben. Diese sollte ich nicht bekommen also habe ich den Posten nicht angenommen. Mein Einverständnis muss in NRW schriftlich erfolgen. Gibt es keinen Gefahrstoffbeauftragten, dann ist dies automatisch immer die Schulleitung - unabhängig von den Fächern. Das wiederum wollte mein Schulleiter nicht und so hatte ich dann plötzlich eine Entlastungsstunde dafür.


    Vielleicht gibt es in Brandenburg auch so eine Regelung oder eine ähnliche Regelung?

    Und wegen der Vertretung: Das Problem liegt beim Arbeitgeber, der junger Lehrkräfte einstellt, aber nicht über eine entsprechende Vertretungsreserve verfügt und dafür Sorge trägt, dass Schwangerschaften, Mutterschutz und Erziehungszeit vertreten werden können.

    Ich denke genau da liegt doch häufig das Problem.

    Wir haben z.B. aktuell zwei schwangere Vollzeitkräfte, die nicht präsent in der Schule arbeiten. Aber unsere Schulleitung hat den Einsatz von uns anderen so gestaltet, dass die beiden Schwangeren nicht vertreten werden müssen, sondern gar nicht erst eingesetzt sind. Dafür wurden sie mit anderen Aufgaben betraut, die uns entlasten.

    Daher entsteht zur Zeit für keinen von Mehrarbeit dadurch.


    Ganz unabhängig von Corona gibt es Gründe, warum Schwangere Beschäftigungsverbot erhalten können oder müssen, gerade weil es Risiken gibt, die man darüber ausschließen will.

    Das was ich in Beitrag #583 geschrieben habe ist einige Jahre vor Corona passiert. Will aber dennoch nicht ausschließen, dass es auch in diesem Bereich "schwarze Schafe" gibt - wie übrigens in anderen Bereichen auch.

    Mathe hingegen ist ein Hauptfach und lässt die Einstellungschancen erheblich steigern, auch gibt es die Möglichkeit später mal eine Klasse zu leiten und nicht nur der Nebenfachlehrer zu sein.

    Auch mit Nebenfächern kann man eine Klasse leiten. Dann unterrichtet man eben alle seine Nebenfächern in dieser Klasse. Ein Hauptfach ist dazu keine ausschließliche Grundvoraussetzung.

    An unserer Schule haben auch Nebenfachlehrer eine eigene Klassenleitung. Sonst hätten ja manche Schule gar nicht genug KlassenlehrerInnen.

    Zitat

    Kennst du eine Frau, die zu 10 Ärzten gefahren ist, um ein Beschäftigungsverbot zu bekommen?

    Jetzt muss mal Karl-Dieter verteidigen.

    Ich habe keine Statistik, die das genau belegt, aber ich kenne aus meinem Umfeld tatsächlich Frauen, die das versucht haben. Vielleicht nicht 10 Ärzte, aber immerhin mehrere. Manche hatte Erfolg, die meisten allerdings nicht.

    Eine Schwägerin von mir hat das z.B. gemacht und einen Arzt gefunden.

    Ich habe mich damals für die klassische Kombination Mathematik/Physik entschieden, da mich beides interessierte.

    Allerdings hatte ich in der Oberstufe kein Physik. Es gab zwar einen Leistungskurs. In den hatte ich mich aufgrund des Lehrers als einziges Mädchen nicht getraut. Aus heutiger Sicht blöd, aber damals wollte ich nicht. Ein Grundkurs kam nicht zustande.

    Das Studium habe ich trotzdem geschafft, ohne irgendwo durchzufallen.

    Allerdings hatte ich Mathe - Leistungskurs und Chemie - Grundkurs in der Oberstufe.


    Das Referendariat (bzw. Vorbereitungsdienst wie es in der Sek1 heißt) habe ich an einer Regelschule in Thüringen gemacht.

    Wie viel Entgegenkommen können Beschäftigte erwarten?

    Statt einer Ganz-oder-Gar-nicht-Einstellung vermisse ich, dass man Wege und Möglichkeiten findet, Lehrkräfte soweit zu unterstützen, dass sie noch viele Jahre trotz Beeinträchtigung im System Schule Aufgaben übernehmen können.

    Das genau vermisse ich auch.

    Mittlerweile steht der Termin mit der Schwerbehindertenbeauftragten an der Schule. Ich schaffe es nicht allein aus dieser Spirale rauszukommen.

    Zudem glaube ich, dass man durch eine Beeinträchtigung angreifbarer wird und sich womöglich auch eher angegriffen fühlt.

    Dem stimme ich zu.

    Auch ist es so, dass man die Beeinträchtigung selbst ja auch im Alltag kompensieren muss, ganz unabhängig von Störungen.

    Und das ist sehr sehr anstrengend.

    Vor der Maskenpflicht hatte ich meine Methoden, wie ich gut zurechtkam. Diese sind aber weggefallen.


    Ich habe schon ein großes Methodenrepertoire und wende das auch an. Unterrichtsgespräche habe ich auf ein Minimum reduziert. Aber irgendwann muss ja mal was gesagt werden.


    Mich belastet sehr den "Spaß", den sich einige mit mir absichtlich machen.

    keine Diskussionen um Schuldzuweisungen. "Ich habe Probleme, euch zu verstehen, also sprecht deutlich/beachtet.."


    Die Schüler müssen sich umstellen, das kann natürlich dauern. Aber sie müssen es eben immer wieder tun. Alle.

    Da hast du natürlich recht.

    Aber das Problem ist, dass ich oft den/die Störenfriede nicht ausmachen kann, da ich schlicht weg nicht höre aus welcher Richtung das Gestöre kommt.

    Wenn ich dann tatsächlich mal jemanden erwische, dann streiten sie es ab. Da werden die dann sehr sehr laut und brüllen rum und die Stunde ist gelaufen. Die Eltern bekräftigen ihre Kinder. Es ändert sich nichts. Sie hören nicht auf. Es geht immer weiter.


    Wie oft habe ich denen schon erklärt, dass ich Probleme habe. Sie stellen sich aber nicht um. Seit 1,5 Jahren (Maskenpflicht in NRW gibt es schon lange) dauert das schon.

    Die schlimmste Klasse bin ich zum Glück los. Die Schulleitung sagt bloß: Frau Ruhe wir haben während Corona alle Probleme!"

    Ich diskutiere ja auch gar nicht.


    Ich stimme dir voll zu Friesin , aber sie tun es nicht.


    Edit: Das Problem mit der Disziplin bei dieser Angelegenheit habe ich allerdings zum Glück nicht in allen meiner Klassen.

    Die Diskussion hier erinnerte mich an ein Gespräch, das ich mal mit meiner Schwägerin (angestellte Fleischereifachverkäuferin) hatte.

    Ich erwähnte im Laufe des Gesprächs, dass ich bestimmte Arbeitsmittel nicht kaufen möchte, weil es m.M.n. eine Anschaffung der Schule sei.

    Daraufhin meinte sie, dass ich das doch könne.

    Auf meine Frage, ob sie sich denn ein Messer, welches sie im Laden benötigen würde, auch selbst kaufen würde, wenn sie ein Neues benötige.

    Sie schaute nur verwundert und verneinte. In meinem Fall sei das was anderes, da ich ja deutlich mehr verdienen würde.:autsch:

    Kurzes update:


    * Die Schwerbehindertenbeauftragte ist informiert. Ein Kollege hat diese angerufen und in eigener Sache und meiner Sache einen Termin gebeten. Das werde ich auf jeden Fall wahrnehmen. Wie haben bei unserer Bezirksregierung eine neue Beauftragte, die ich noch nicht kenne und die mich noch nicht kennt.


    * Ich warte auf die Lieferung eines speziellen Mikrofons seitens des Hörgeräte-Akustikers. Das werde ich dann leihweise ausprobieren.


    Folgendes Problem ist nicht mehr so stark vertreten, aber taucht dennoch immer mal wieder - unterschiedlich stark - auf (ich zitiere mich mal selbst):

    Das fällt mir zunehmend schwer in den Griff zu bekommen, da ich den oder die ÜbeltäterInnen nicht immer ausmachen kann, da ich kein Richtungshören mehr habe. Bei mir kommt alles hauptsächlich alles von links.

    Die angesprochenen bzw. ermahnten SchülerInnen streiten häufig alles ab.

    Ich kenne mich mit Mittelschulen in Bayern nicht aus. Ich habe habe dennoch eine Frage: Gibt es eine Parallelklasse? Diese KollegInnen haben doch sicher dann auch keine Bücher von der Schule aus. Diese machen das dann doch auch nach dem neuen Lehrplan zum ersten Mal.

    Wie machen die das denn? Die müssen doch dann auch massiv vorbereiten?

    Vielleicht könnt ihr euch zusammentun?

Werbung