Beiträge von Ruhe

    Ein ganz wesentlicher Punkt, den ich an der Selbstwahrnehmung des Lehrerberufes noch nie verstanden habe, ist die Angst vor rechtlichen Auseinandersetzungen mit der Kundschaft. Ich bin jetzt 15 Jahre im Beruf und 10 Jahre Personalrat und habe in der Zeit gerade mal 2 Fälle miterlebt, bei denen Eltern rechtliche Schritte eingeleitet haben. Beide Fälle sind versandet, bevor es überhaupt vor Gericht gegangen ist.

    Das kann ich auch nicht verstehen. Einige meiner Kollegen haben da wahnsinnige Panik vor, insbesondere die in der Probezeit.
    Ich bin jetzt fast 20 Jahre im Beruf und hatte erst einen Widerspruch letztes Jahr (habe ich von berichtet) gehabt. Und der ist im Sande verlaufen. Meine Schulleitung hat da ebenfalls keine Angst.

    Wir gehen mit unseren Kind eigentlich schon immer zum Hausarzt. Zum Kinderarzt gehen wir auch nicht für die U-Untersuchungen. Das macht unser Hausarzt (ob das generell so ist weiß ich nicht, aber unserer macht die). Wir haben ihm auch schon Probleme mit der Feinmotorik beschrieben, da hat unser Kind problemlos auch Ergotherapie verschrieben bekommen.

    Gibt es bei euch auch eine Realschule? Wenn ja, wäre das dann was? Danach kann man auch noch Abitur machen, wenn es soweit ist.
    Vielleicht will oder schafft sie es nicht und wird in einem Ausbildungsberuf glücklich.

    Mein Kind ist auch in der vierten Klasse. Auf die Gesamtschule hier würde ich mein Kind z.B. niemals gehen lassen (unterirdischer Ruf). Den Ruf eurer kenne ich nicht. Ob mein Kind später studieren wird, weiß ich jetzt noch nicht. Viele Wege führen zum Abitur.

    Meine Tochter geht in die 4. Klasse und hatte keine einfache Grundschulzeit - sehr anspruchsvolle, leistungsorientierte Lehrerin, sehr leistungsorientierte Eltern der Mitschüler.

    Wenn dich bzw. deine Tochter das gestört hat, dann verstehe ich den Satz aber jetzt nicht:

    Hat die Entscheidung, ob Gymnasium oder Gesamtschule, einen Einfluss auf das Vorhaben, sie studieren zu lassen?

    Das ist doch auch leistungsorientiert von dir selbst, wenn ihr jetzt schon erwartet, dass eure Tochter Abitur machen soll.

    Der Lehrer kommt auf die Welt, hat Ferien und stirbt.

    Oh. Den kenne ich noch nicht.

    Aber zurück zum Thema: Ich bin auch jedes Jahr froh an den beweglichen Ferientagen Fastnacht/Fasching. Die kommen einfach genau zur richtigen Zeit: nach dem zweiten Durchgang an Klassenarbeiten, den Zeugniskonferenzen und dem Elternsprechtag. Das sind dann auch mal wieder ein paar wirklich freie Tage.

    Da haben wir auch immer Rosenmontag und Veilchendienstag frei. Das ist eine willkommene Unterbrechung um mal Luft zu holen.

    Zumindest für NRW und den Realschulbereich gilt, dass Lehrerzimmer im Verhältnis zur Kollegiumsgrösse doch sehr klein sind.

    Off Topic:
    Habe ich so aber noch nicht erlebt. Die Lehrerzimmer an den Realschulen, an denen ich bisher war, war das nicht so. Mich stört gerade die Verallgemeinerung. Kann aber auch sein, dass das wiederum Ansichtssache ist.

    On Topic:
    Ich denke es kommt darauf an was man sonst für ein Typ ist. Wenn die notwendige Kommunikation in Form von Absprachen, Konferenzen, Kollegenkontakt wegen Beratung über Schüler, … stimmt, dann ist das sicher in Ordnung. Wenn es aber in "Ich gegen der Rest der Welt" ausartet, dann kann das auch nach hinten losgehen.

    In diesem Fall schon, aber manchmal sind die Schüler ja auch bereits vor der Klausur krank und konnten sich noch nicht darauf vorbereiten. Ich habe aber keine Zeit, um das alles noch zu recherchieren.

    Das weiß ich in der Regel ja. Auch, wenn ein Schüler länger im Krankenhaus lag, dann weiß ich das und kann entsprechend handeln.

    Aber ich habe dann aber auch welche, die sind am Vortag putzmunter in der Schule und am Tag danach.

    Darf ich mal fragen wie ihr das organisiert?

    So, jetzt habe ich Zeit zum antworten:
    Ich setze die Schüler (hatte zum Glück noch nie mehr als 2 auf einmal) in einen leeren anderen Raum bzw. Räume. Da finde ich immer einen. Da sitzen die dann allein. Auf die Schultasche mit dem Smartphone (ich achte darauf, dass es in die Schultasche gesteckt wird) passt dann ein/e Klassenkamerad/in auf. In unregelmäßigen Abständen schaue ich mal kurz rein. Da die Arbeiten dieser Schüler nicht besser ausfallen als sonst, habe ich da auch keine Probleme mit.

    An unserer Schule wird so schnell wie möglich nachgeschrieben. Das ist üblicherweise der Tag an dem das betreffende Kind wieder da ist. Ausnahme ist nur, wenn an diesem Tag schon eine angekündigte Arbeit geschrieben wird.

    Wenn es dann doch dazu kommen sollte, dass nicht sofort nachgeschrieben werden kann, dann wird der Stoff, der im Fach bis zum Termin dazu kommt mit reingepackt. Macht zugegebenermaßen nicht jeder. Ist aber erlaubt.

    Das Argument ist folgendes:

    Unfair wäre es den anderen gegenüber, wenn sie noch mehr Zeit bekommen würde.

    Da es sich bei uns um eine Sekundarstufe handelt und nicht um eine Grundschule finde ich das ganz persönlich das nicht unfair.

    Ich finde es eigentlich nicht verdächtig, wenn einen der Partner krankmeldet, dennoch bin ich noch nie auf die Idee gekommen. Das finde ich irgendwie strange. Also bei normalen Erkrankungen. Irgendwie konnte ich doch immer anrufen.

    Das habe ich ja nur so gemacht, weil ich selbst keinen Ton mehr raus bekam. Ansonsten rufe ich schon selbst an. ;)

    Nachdem hier dargelegt wird, wie man sich an den verschiedenen Schulen krank zu melden hat und dies zu einer kontroversen Diskussion geführt hat, würde ich gern mal was anderes wissen.

    Zudem sind einige hier der Meinung (korrigiert mich, wenn ich da was falsch verstanden habe; es kommt bei mir nur so an), dass man nicht krank ist, sondern nur "blau macht", wenn man sich krank meldet.
    * Atteste kann man sich erschleichen
    * Wenn der Partner anruft ist das verdächtig.
    * Eine Email schreibt man, weil man sich dem Gegenüber nicht stellen will.
    usw.


    Wie meldet man sich denn nun eigentlich glaubhaft krank, wenn man wirklich krank ist?

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