Beiträge von FrauLehrerin

    Ich kenne die Situation aus zwei Perspektiven. In der Klasse meiner Tochter war das Kind einer Lehrerin dieser Schule und auch wenn es irgendwie ging, habe ich mitbekommen, dass es doch einige Male unangehme Situationen gab. Zum einen das Gerede der Eltern, das auch durchaus nachvollziehbar war, denn es ist nun einmal schwer glaubhaft zu vermitteln, dass das Kind nicht anders auf die der Mutter im Vorfeld bekannten Arbeiten vorbereitet wurde. Was ich persönlich aber schlimmer fand, waren Reaktionen der Kinder, wenn sie das Gefühl hatten, das Kind werde bevorzugt. Das haben sie in ihrem Wunsch nach Gerechtigkeit natürlich geäußert. Die Kinder wurden dann von ihrer Klassenlehrerin, die auch noch eng mit der Kolleginmutter befreundet war, zurechtgewiesen - alles irgendwie unschön, ungeschickt und meiner Meinung nach vermeidbar, denn alternative Schulen gibt es bei uns genug.


    Zum anderen habe ich mittlerweile auch schon Kinder von Kollegen unterrichtet, was ich selber eher als unangenehm empfinde, weil ich nicht Herrin über mein Unterbewusstsein bin. Außerdem ist bei uns schon vorgekommen, dass Dinge aus dem Unterricht anderer Kollegen über die Kinder an die Lehrereltern weitergetragen wurde und diese haben darüber Lehrerzimmer geredet. Alleine schon so Bemerkungen wie: "XY ist total traurig, dass sie nicht mehr bei dir ist, mit der ABC kommt sie ja gar nicht klar, da ist der Unterricht so öde, meint sie" sind für mich ein Unding.


    Nun mag man sagen, das sei ja alles denkbar unprofesionell und man werde das ganz anders handhaben, aber Professionalität hört bei der Familie meistens auf und nach diesen Erfahrungen bin ich soweit zu sagen, professionell heißt für mich, Privates und Berufliches zu trennen, auch wenn es mich Zeit und Energie kostet.


    FrauLehrerin

    Liebe Kulturoptimisten und -pessimisten,


    Geehrte Meike, den generellen Unterschied zu früher sehe ich z.B. darin, dass es damals niemals möglich gewesen wäre, dass vor den Schülern ein junger Deutschlehrer (Referendar) steht, der selbst die Deutsche Rechtschreibung und Grammatik nicht ausreichend sicher beherrscht (Hatte da kürzlich so ein Erlebnis)

    Dass ich neulich höchst entsetzt darüber war, dass eine Deutsch-Referendarin mit Goethes Faust nur wenig anfangen konnte oder ein anderer Referendar sich in der Deutschen Geschichte des 19. Jh. kaum auskannte, nur am Rande

    Ich möchte an dieser Stelle einmal darauf hinweisen, dass die Zeiten
    vorbei sind, in denen alles Deutsche groß war. Da es in dieser
    Diskussion auch am Rande um Rechtschreibung geht, erlaube ich mir den
    Hinweis, dass die deutsche Rechtschreibung und die deutsche Geschichte
    zwar allerlei Probleme mit sich bringen und gebracht haben, sich aber
    nichtsdestotrotz der Regel beugen müssen, dass Adjektive
    kleingeschrieben werden. :_o_)


    Freundliche Grüße
    FrauLehrerin


    P.S. Ich hatte letzte Woche eine Referendarin zu Besuch, die sich am Ende ganz höflich bedankte. Da habe ich mich gefragt, ob ich das eigentlich früher auch immer so freundlich gemacht habe...

    Mit meinen Schülern spreche ich gerade über Kommunikation, also auch über das Nichtgesagte im Gesagten. Interessantes Übungsmaterial hier. Mein Lieblingsschüler (arbeitet Tag und Nacht, ständig auf der Suche nach vertiefendem Unterrichtsmaterial - auch sonntags) hat mir die folgende Analyse geschickt:



    Mit freundlichen Grüßen
    Die FrauLehrerin, die keine Kinder braucht, aber hat ;)

    Im Leistungskurs habe ich mit der Langfassung aus Einfach-Deutsch gearbeitet, das war aber ein harter Brocken für die Schüler (und mich...). Diesmal (GK) arbeite ich mit der Kurzfassung aus TTS und muss im Vergleich sagen: Es reicht. Die Kerngedanken kann man auch der Kurzfassung entnehmen und das Schönste am ganzen Text, das weiche, wollige, weiße Schaf ist ja in diesem Auszug vorhanden.


    Blökende Grüße
    FrauLehrerin

    Hallo kleiner grüner Frosch,


    wenn die Schulmail nicht dafür gedacht ist, öffentlich gemacht zu werden,frage ich mich, warum sie auf der Seite des Schulministeriums veröffentlicht wird (und mittlerweile auch von vielen Lehrerverbänden auf deren Internetseiten zitiert wird). Ich habe sie nicht aus einer Schulmail, sondern von der Seite übernommen:
    http://www.schulministerium.nr…/Schulmail/Archiv/120113/
    Aber ich lasse mich da auch gern eines Besseren belehren, dann brauche ich allerdings eine nachvollziehbare Begründung, denn ich erkenne in der Schulmail keine brisanten Informationen, die der Öffentlichkeit vorenthalten werden müssen.


    Schöne Grüße
    FrauLehrerin

    Freunde der gepflegten Sprachkultur!


    Man lasse sich das Schreiben doch mal auf der Zunge zergehen...


    [Edit by Mod: Text der internen Schulmail entfernt. siehe unten. kleiner gruener Frosch ]


    "..." - das ist doch herrlich, erinnert ein bisschen an Aktenzeichen XY, für sachdienliche Hinweise melden Sie sich bitte bei Ihrer örtlichen Polizeibehörde. Und das Qualität nicht gleich Quantität ist, sage ich meinen Schülern auch immer. Ein toller Erlass und ein praxisnahes Beispiel, falls mich mal wieder ein Schüler fragt, was denn "Mal hü, mal hott sagen" bedeutet.


    Begeistert,
    FrauLehrerin


    ---
    Edit by Mod: Text der Schulmail entfernt. siehe unten. kleiner gruener Frosch

    Hallo Aktenklammer,


    ich formuliere es ganz ähnlich: Aufgrund gehäufter Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit wird deine/ Ihre Klausur nach §13 (2) APO-GOSt um 1 (oder 2) Notenpunkte abgewertet. Ich würde mich nur auf Paragraph 13 beziehen, denn bei dem geht es ganz allgemein um die Leistungsbewertung in der Oberstufe und §34 bezieht sich nur auf die Abiturprüfung (und ich da du aus NRW schreibst, vermute ich, dass es sich noch nicht um eine Abiklausur handelt).


    Viele Grüße
    FrauLehrerin

    Ich fühle mich durch die Zuspätkommer gestört, viele Mitschüler auch. Deswegen wissen die Zuspätkommer, dass sie vor der Tür warten müssen, bis der Stundenverlauf eine Möglichkeit bietet, die SuS hereinzulassen, ohne für Ablenkungen oder Störungen zu sorgen. Das kann manchmal 15 Minunten dauern. Darüber hinaus schreibe ich die Fehlzeiten auf und summiere sie, 45 Minuten sind eine unentschuldigte Fehlstunde und damit eine nicht erbrachte Leistung. Ist sicher auch kein Allheilmittel und mit einem gewissen Druck verbunden, hatte bei mir aber die soghafte Wirkung, dass die Zahl der Zuspätkommer erheblich reduziert wurde.


    Schöne Grüße
    FrauLehrerin

    Die Schüler konnten frei wählen, ob sie für oder gegen die Einführung von Frühsport an ihrer Schule sind. Ihre Position mussten sie auch in der Aufgabe ankreuzen.


    Das ist aber durchaus nicht immer so gewesen. Es gab auch schon Argumentationen, bei denen eine Meinung vorgegeben war.


    flipper: In der ZAP sind die Argumente schon stichpunktartig vorgegeben und müssen dann nur von den SuS entfaltet werden.


    Viel Grüße
    FrauLehrerin (mit einem Stapel ZAPs)

    Hallo Aktenklammer,


    das Cornelsen-Heft zum Zentralabi hat einen Aufgabenvorschlag zur Traumnovelle, bei dem es um die letzte Szene geht: Fridolins Rückkehr und sein Gespräch mit Albertine. Nach einer Analyse des Ausschnittes heißt die 2. Aufgabe:
    Verfassen Sie einen inneren Monolog Albertines, in dem ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck kommen. Dabei soll deutlich werden, wie A. zu ihrem Fazit "Nun sind wir wohl erwacht ... für lange" gelangt.


    Verträumte Grüße
    FrauLehrerin

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