Beiträge von remo

    Ich versteh zwar dich und deine Gedankengänge zur Entwicklung der Rechtschreibkompetenz, aber - offen gestanden - klingt das für mich ziemlich befremdlich, um nicht zu sagen absurd. Man kann alles problematisieren nach dem Motto "Warum einfach, wenns kompliziert auch geht". Sicher ist richtiges Rechtschreiben nicht einfach, aber bei richtiger Schreibweise fast schon unglücklich zu sein oder auch darin ein Problem zu sehen, erscheint mir wirklich an den Haaren herbeigezogen.


    Allerdings bin ich keine Grundschullehrerin. (Fast möchte ich sagen, dass ich froh drüber bin, mir solche Gedanken nicht machen zu müssen. Bei meinen "Großen" bin ich jedenfalls immer froh, wenn sie z.B. einen Sachverhalt richtig formulieren, weil ich dann davon ausgehe, dass sie es verstanden haben. Vielleicht bin ich da zu simpel gestrickt und sollte künftig auch bei scheinbar guten Leistungen lange brüten, ob dieser Schüler nicht letztendlich doch auf dem völlig falschen Entwicklungsweg sein könnte, weil vielleicht eventuell möglicherweise und unter Umständen und überhaupt ......)

    Ich denke, ich mache auch so eine Mischform des hier schon Genannten.


    Da ich überwiegend im Blockunterricht arbeite mit oft mehrmonatigen Pausen, habe ich komplexe Themen in einzelne "Doppelstundensequenzen" eingeteilt und deren Reihenfolge festgelegt. Dazu gibt es je Doppelstunde eine Mappe mit allen Kopiervorlagen und Materialien. Zu jeder Sequenz habe ich ein Blatt dazu gelegt, auf dem z.B. zusätzlich benötigte Medien kurz notiert sind (Flipchart, Plakate, .......) und eventuell weitere Unterrichtsideen, die mir dazu eingefallen sind, oder auch ein mir sehr wichtiges Tafelbild skizziert. Dadurch ist der Verlauf eigentlich mehr oder weniger fest und ich kann sicher sein, dass alle Inhalte vermittelt werden. Zusätzlich notiere ich eine (grobe) Zeitplanung für einzelne Aktivitäten.


    Für mich hat das den Vorteil, dass ich Dinge, die nicht funktionieren, einfach "rausschmeisse", aber neue Ideen zu dem jeweiligen Thema einfach in die Mappe gebe.


    Die Mappe legt die Inhalte somit fest. Allerdings handhabe ich das im Unterricht doch recht flexibel - das Gerüst steht eben fest und bildet auch die Basis, aber die aktuelle Situation spielt natürlich immer mit rein.

    @ Lunarra,


    das klingt wirklich böse. Im Grundschulbereich habe ich leider keine Erfahrung. Auf einer Fortbildung hat mir einmal eine Kollegin aus einer Grundschule von einer ähnlichen Situation erzählt. Dort wurde schließlich Folgendes eingeführt:


    Im Klassenraum wurde hinten eine Art Matratzenlager eingerichtet, auf diesem durften die Kinder jeden Morgen erstmal 2 Unterrichtsstunden schlafen. Weil sie nämlich in ihren problematischen Familien, aus welchen Gründen auch immer (die ganze Nacht TV u.ä., Streitereien, es mag jeder seine eigenen Phantasien benutzen ......) nicht zum Schlafen kamen und völlig übermüdet/überreizt/aggressiv zur Schule kamen. Nach dem Schlaf folgte ein gemeinsames Frühstück. Und erst danach konnte mit einem einigermaßen sinnvollen Unterricht begonnen werden.


    Ansonsten klingt für mich deine Beschreibung danach, dass du als Lehrkraft allein damit eigentlich überfordert sein mußt. Vielleicht hast du die Möglichkeit, dir Hilfe zu holen von Fachkräften, die mit den Kindern einzeln und im Klassenverband arbeiten. Ich weiß nicht, wie das bei euch geregelt ist mit Schulsozialarbeitern oder externen Einrichtungen, die in die Schule kommen. Versuch möglichst nicht, dir allein "den Schuh anzuziehen". Das ist m.E. allein nicht zu stemmen und braucht mehr als 1 Person. Es hat sicher auch viele, viele falschgelaufene soziale Beziehungen gebraucht, um 17 verhaltensauffällige Kinder hervorzubringen!!! Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen. :)

    Das Rezept gibts in unserer Familie seit Jahrzehnten, das mit dem "bitter" hatten wir noch nie. Vielleicht lags damals an etwas anderem. Probiers doch mal aus, das Rezept ist mindestens hundertfach erprobt. :)

    Mal ganz ehrlich. Meinst Du diese Beiträge haben irgendeine Relevanz in der Argumentation? Habe ich jemals auf diese Weise argumentiert? Wie würdest Du mich kritisieren, wenn ich auf diese Weise eine Diskussion führen würde?
    Ich meine mich trifft das jetzt nicht oder so, es ist nur irgendwie recht unfair, dass (ich weiß nicht ob Du das genau warst) mir von Primarstufenlehrern vermehrt fehlende soziale Kompetenzen vorgeworfen wurden, aber ständig persönliche Angriffe kommen. Ich denke das gehört nicht gerade zu einer Diskussionskompetenz.


    Kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Als künftiger Lehrer von Jugendlichen und sicher auch noch relativ jung solltest du diesen Jugendslang doch kennen - das bedeutet nicht mehr oder weniger als "es wird langsam nervig, hast du nichts besseres zu tun?" Noch nie gehört???? Dann komm mal aus deinem Physik-Elfenbeinturm raus so ab und an.


    Die zweite Bemerkung ist eine echt liebgemeinte Besorgnis meinerseits; so ein Physikstudium geht doch sicher an die Substanz. Nicht dass ich da wirklich mitreden könnte, aber man liest ja so viel über die hohe Komplexität und das Anforderungsniveau. Man kanns ja kaum überlesen, es springt einem permanent ins Auge........

    Wir sind im Moment noch eine Stufe darunter, also nicht bei der Frage ob die Komplexität eines Bildungsprozesses von der Komplextität des zu vermittelnden Inhalts abhängt, sondern, ob es (oh man wie abstrus das klingt) überhaupt unterschiedlich komplexe Inhalte gibt!

    Das heißt, diese Diskussion hier ist erst der Anfang?!?!?! Du wirst nicht irgendwann müde und wirst immer weiter machen? 8o 8o 8o


    Aber wie schön, dass du ENDLICH deine Frage selbst beantwortest: Nämlich dass es völlig abstrus ist, unterschiedliche Komplexitäten zu unterstellen. Jeder wird sein Fachgebiet, in dem er sich nämlich sehr gut auskennt und es von daher wesentlich differenzierter beurteilen kann, viel komplexer erleben als der Laie oder Fachfremde.


    Meine Schüler (ab 16 Jahre aufwärts) würden jetzt sagen: "Hast du keine Freunde?"


    Ich frag mich eher, wie du deine so komplexen Studieninhalte ins Hirn kriegen willst bei soviel Zeit- und Energieaufwand für diese Diskussionen hier. Dann mußt du ja echt der Überflieger sein. Oder deine Aufgaben á la ""Wie lauten die einzelnen Summanden des Hamiltonoperators eines Spinsystems zweier Protonen" kann man so nebenher abhandeln. Mag sein, dass du uns mit solchen Fragestellungen beeindrucken willst. Aber jeder Profi in seinem eigenen Fachgebiet wird solche Themen finden, womit Laien in diesem Fachgebiet erstmal nicht viel anfangen können. Die Welt dreht sich nicht nur um Mathematik und Physik, Silicium!

    @Silicium: Würdest du dein letztes Posting bitte so korrigieren, dass der zitierte Absatz korrekt rüberkommt? Nämlich mit Unterscheidung, was DU geschrieben hast und was ICH geschrieben habe? Wäre mir wichtig! Danke. Danach schließe ich mich Mellie, Linna und Justa an, ich brauche frische Luft..... ^^

    Ich habe so langsam den Eindruck es kann unter keinen Umständen zugegeben werden, dass der eigene Beruf (oder man selber) mal eben nicht zur Top Group in einem gewissen Bereich gehört.

    Du sprichst gerade von dir. Merkst du Einschläge noch????????? (Tut mir leid, der letzte Satz ist eigentlich nicht mein übliches Sprachniveau, aber du hattest mir auch mal in dieser Art geantwortet - offenbar ist das deine Sprache und ich hole dich eben da ab, wo du gerade stehst.)


    Ich möchte ja gar nicht hören "Silicium, du kannst ja sooooo komplizierte Dinge", weil das eigentlich klar sein sollte, dass ein Fachwissenschaftsstudium komplexer ist.

    Doch, genau das möchtest du hören. Weil jemand, der so penetrant immer wieder diese Bestätigung anderen in den Mund legen will und einfordert, glaubt ganz tief in seinem Innersten mit Sicherheit nicht wirklich daran, dass er soooooo viel kompliziertere und komplexere Dinge beherrscht als andere. Jemandem, der sich dessen sicher wäre, wäre es völlig egal, was andere von seinen Fähigkeiten denken.


    Wenn man sicher sein könnte, dass du dann endlich mit dieser leidigen Endlosschleife aufhörst, würde ich dir ja supergern bestätigen, dass du mit Sicherheit der nächste Nobelpreisträger für Physik wirst. Bloß - du wirst trotzdem nicht aufhören, weil du das vermutlich nicht wirklich akzeptieren kannst und weiterhin nach Bestätigung bettelst und lechzt.


    Ich muß wirklich lachen - eigentlich kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass du "echt" bist. Ok, angeblich bist du kein Troll. Aber ziemlich drollig ..... :D :D :D

    Heute bin ich regelmäßig als Mitprüfer für das erste Staatsexamen in Schulpädagogik, Allgemeiner Pädagogik und bisweilen auch Schulpsychologie an der Uni und was mir da am Ende eines erziehungswissenschaftlichen Studiums an Kenntnissen entgegenkommt, ist teilweise wirklich haarsträubend dünn. Da wurde oft noch nicht mal mechanisch gelernt, von tieferer Auseinandersetzung ganz zu schweigen. Gut, das sind jetzt RS-Leute und die GS-Studierenden sind wohl - so sagen die Erstprüfer - wirklich wesentlich besser in diesem Bereich. Aber ganz ehrlich: Nein, komplexer ist das einfach nicht. Um das auch nur annähernd auf ein vergleichbares Niveau zu bringen, müssten z.B. die Dinge, die eine empirische Wissenschaft ausmachen (z.B. Statistik) auch als Pflichtteile ins Studium.

    Verschiedene Menschen, verschiedene Wahrnehmungen.....


    Aua, kann ich da auch nur sagen. Wenn das ganze Pädagogik-Psychologie-Geschwafel doch so leicht ist, wieso haben dann deine doch sicher mindestens durchschnittlich begabten Studenten doch so wenig fundierte Kenntnisse in der Prüfung? Vielleicht weil sich das manche doch auch leicht vorgestellt haben, aber dann wirklich überfordert waren mit den Inhalten? Schlechte Prüfungsergebnisse beweisen doch gerade NICHT, dass der Stoff zu leicht war.


    Dann müßten ja in Fächern wie Elektrotechnik (hier gibt es meines Wissens extreme Durchfallquoten, aber ich lasse mich gerne berichtigen) diese hohen Durchfallquoten daran liegen, dass der Stoff ZU LEICHT ist?!?!?!


    Aber ich überlasse euch gern die Diskussion. Im Grunde werden hier die berühmten Äpfel mit Birnen verglichen.

    Bezeichnend, dass du nur den Teil meines Postings zitierst, der dir entgegenkommt, die darüberstehende Erklärung dazu aber entweder nicht gelesen, zumindest aber nicht verstanden hast (nicht verstehen wolltest?). War inhaltlich vielleicht zu komplex??? :D


    Aber passt schon, ich habs nicht anders erwartet.


    Was ich aber beleibe nicht verstehen und nachvollziehen kann ist, wie man noch darüber reden kann ob ein Mathematik oder Physik Studium intellektuell gleich anspruchsvoll ist wie ein Primarstufenstudium. Ich meine mal ganz ehrlich, schaut Euch die pdfs durch, war Euer Studium wirklich fachlich so anspruchsvoll? http://numerik.uni-hd.de/~lehre/notes/
    Ein bisschen faire und objektive Bewertung finde ich schon angebracht.


    Es ist ja nicht so, dass ich behaupte auch didaktisch und pädagogisch und methodisch und was weiß ich besser ausgebildet zu sein. Im Gegenteil, da gestehe ich der Primarstufe einen deutlichen Vorsprung zu.

    Ich glaube, du hast trotz deiner hohen intellektuellen Auffassungsgabe eines bisher nicht verstanden:


    Wenn die Primarstufe (auch deiner Meinung nach) in Didaktik, Pädagogik und Psychologie vertieftere Ausbildungsinhalte hat, hältst du diese intellektuell für weniger anspruchsvoll als dein Mathematik- und Physikstudium. Nur: Diese ach so simplen Fächer begnügen sich nicht mit einem reinen Verständnis der vermittelten Lehre (viele Theorien sind sicher von den meisten Menschen nachvollziehbar), sie bedürfen der persönlichen Reflexion, der Fähigkeit zum Transfer in den Schulalltag, der Flexibilität im Einsatz in sich ständig verändernden Situationen, der ständigen Überprüfung auf ihre noch bestehende Relevanz usw. Ich denke, es gibt kaum etwas Komplexeres an Thematiken wie eben Didaktik, Pädagogik und Psychologie. Themen, die einen auch dazu zwingen, sich ständig selber zu hinterfragen, auch schon im Studium. Themen, die auch außerhalb der Schulstunde Bedeutung haben, in den eigenen Lehreralltag, die Kinderalltage hineingreifen, die (ob positiv oder negativ) ganze Leben beeinflussen können. Alles das muß verstanden worden sein im Studium, die Studieninhalte müssen in ihrer so weitreichenden Konsequenz richtig eingeschätzt werden. Das ist nicht komplex? Das ist nicht anspruchsvoll?


    Mathematische und physikalische Formeln sind hingegen relativ stur und bleiben gleich. Ich traue mir das sagen, hatte selber Mathe-LK. "Komplexer" oder "intellektuell anspruchsvoller" kann ich deine Studienfächer auf keinen Fall bezeichnen, im Gegenteil, sie sind inhaltlich extrem begrenzt und - bei entsprechender Begabung - auch rein mechanisch zu erlernen und das reicht dann auch aus für deine Zwecke.


    Mechanisches Erlernen von didaktischem Vorgehen oder pädagogischem Handeln ist dagegen völlig sinnfrei!

    Das war keine Polemik, das war nur der Hinweis darauf, dass du das Schulwesen falsch auslegst. Und ich habe halt gleich ein (nein jetzt 2) Beispiele mitgeschickt, die zeihen, warum du es falsch auslegst.


    kl. gr. frosch


    Wenn deine Unterstellung, manche würden gerne Schüler mit dem Kopf voran aus dem Fenster hängen, keine Polemik war, du meine Güte, dann war es wohl ernst gemeint?


    Es war wohl mein Fehler, dass ich dachte, hier gehts um eine konstruktive Diskussion und nicht um den Versuch, mit aller Gewalt und vielen Unterstellungen und absurden Übertreibungen Fronten aufzumachen, wo vermutlich gar keine sind.


    Viel Spaß weiterhin dabei! :S

    Die Lehrer meines Vaters - die mit Kopfnüssen und Schlägen mit dem Lineal auf die Handinnenflächen arbeiteten - hatten auch diese Philosophie "gut ist, was funktioniert". Demütigungen und schulweit öffentliche Bloßstellungen waren auch an der Tagesordnung. Und in der Tat: die völlig verängstigte Klasse war mucksmäuschenstill. Ich hätte gehofft, dass trotzdem niemand zu dieser Erziehung von stillen, angstvollen Duckmäusern zurückkehren möchte. Seit so ungefähr 30 Jahren.

    Das will doch auch garantiert niemand und hat doch auch kein Mensch auch nur ansatzweise hier geschrieben. Muß denn mit Gewalt überall gleich irgendwas Extremes hineininterpretiert werden?


    Zwischen den Extremen "Erziehung mit Peitsche und völliger Unterordnung" und "Grenzenlose Freiheiten ohne irgendwelche Regeln und Vermittlung von sozialen Bezugsnormen" gibt es doch wohl ein Feld, das breit genug ist, um Kinder darin psychisch gesund aufwachsen zu lassen und sie lebens- und handlungsfähig und mündig werden zu lassen.


    Danae Es ist quasi eine "White-List". Dort stehen die zur Verfügung stehenden und erlaubten Maßnahmen. Oder willst du mit der Argumentation von dir sagen, dass es z.B. erlaubt sei, den Schüler mit dem Kopf voran aus dem Fenster zu hängen, nur weil diese Maßnahme nicht explizit verboten ist?


    kl. gr. frosch

    Hier genauso - wieso muß so unsachlich argumentiert werden???????

    Weiß jemand was leckeres mit QUARK ???


    Ich zerstampfe oft Amarettini-Kekse, rühre Quark mit ner DOse Mandarinen und Zucker durch, verteile es auf den zerbröckelten Amarettinis, Schokistreusel drauf, fertig, ....


    nun würde ich gerne mal was anderes aus Quark machen... und nciht nur anders im Sinne von "Nimm mal Himbeeren statt Mandarinen...", sondern anders anders, aber immer ncoh QUARK :)

    Ananas-Tiramisu


    1 große Dose Ananasscheiben abtropfen, Saft auffangen, die Ananasscheiben in Stücke schneiden (die Gestückelten in den Dosen sind immer so unschön, aber gehen natürlich auch. :) )


    2-3 Becher Schlagsahne mit etwas Vanillezucker und Sahnesteif fest schlagen, dann unter 500g Magerquark rühren, Zucker nach Geschmack zugeben. Die Ananasstücke daruntergeben.


    Eine flache Form mit Löffelbiskuits auslegen, mit etwas vom Ananassaft beträufeln, darauf die Quarkmasse. Im Kühlschrank mehrere Stunden (gern auch über Nacht) durchziehen lassen, vor dem Servieren mit Kakao bestreuen.


    Schmeckt superlecker und erfrischend und ist dazu kinderleicht! :rolleyes:


    Aber: gemecker ist eine Form der Kritik. Und ich versuche, meine Schüler zu "kritischen", selbstbewussten Menschen zu erziehen. Wenn die Kinder dann wegen ihrer kritischen äußerung bestraft werden, halte ich das für falsch. (Und einen eklatanten Verstoß gegen die Meinungsfreiheit. ) Aber wahrscheinlich habe ich dich nur falsch verstanden.


    kl. gr. frosch

    Unterscheidest du nicht zwischen Kritik und einer Art "Meckerkultur", in der z.B. prinzipiell alles kritisiert wird und zur Methode wird, um den Unterricht zu stören? Das hat doch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, wenn ständiges Gemecker (inhaltlich mehr oder weniger sinnfrei) den Unterrichtsablauf stört.


    Zur Erziehung zur Kritikfähigkeit gehört für mich, Kritik natürlich äußern zu dürfen und können (klar!), aber dies auch angemessen zu tun und auch selber Kritik aushalten zu können.

    Aber es ging Sunny84w (der Threaderöffnerin) doch gar nicht darum, dass sie sich persönlich angegriffen fühlt. Jedenfalls konnte ich das nicht herauslesen.


    Sie braucht eindeutige und möglichst akut wirksame Tipps. Ihr gings sicher auch nicht darum, jemanden bloßzustellen oder zu demütigen oder einzelne Schüler durch explizites Lob gegen die Mitschüler auszuspielen. Das wird sie sicher auch nicht tun.


    Vielleicht sind ja hier wirklich nur Lehrer, die in jeder Stunde ihre persönlichen Reaktionen nach den perfekten Standards z.B. eines Unterrichtsbesuchs planen. Oder ihre Klasse immer perfekt im Griff haben und alle Schüler sich leicht von ihrem Lehrer motivieren lassen und auf politischkorrekte pädagogische Maßnahmen hin spontan ihr Verhalten wieder verbessern. Dann Hut ab davor!


    Bloß verstehe ich dann die vielen DIskussionen nicht, in denen genau das Gegenteil beschrieben wird.

    Friesin - und du glaubst, dass ihr das jetzt weiterhilft?! Das ist mal wieder typ. für Ratschläge, die keinerlei konkrete Hinweise enthalten.
    Und ich bin der Meinung, dass man einem Kind sehr wohl zeigen soll, wenn man böse oder sauer auf es ist - Emotionen zeigen können gehört zur Authentizität - und ein Kind muss spüren, dass es die Grenzen überschritten hat - auch meine persönlichen! - und jetzt Konsequenzen folgen. Das bedeutet ja nicht, dass die Lehrerin generell böse ist oder die Kinder ärgern will, weil sie aus ihrer Emotion heraus handelt. Kinder können das sehr wohl unterscheiden.

    Da stimme ich Sonnenkönigin zu - man darf einem Kind NATÜRLICH sagen, dass man sauer auf es ist. Das gehört sogar absolut notwendig zur psychosozialen Entwicklung jedes Kindes, mit solchen Rückmeldungen umgehen zu lernen. Natürlich kommt es auf die Wortwahl an. Aber grundsätzlich ist es doch völlig absurd, die eigenen wütenden Emotionen hinter einer Maske der "ewigen Geduld und liebevollsten Zuneigung" zu verstecken, wenns dahinter brodelt..... Stichworte wie Ich-Botschaften oder Authentizität werfe ich mal so rein.


    Ich sehe darin sogar einen Teil des Erziehungsauftrags: Nämlich emotionale Schulung des Kindes durch Vorbildwirkung. Lehrer sind doch Vorbilder, in der Grundschule vielleicht noch mehr als später; Menschen lernen am meisten durch Modell-Lernen. Wenn Lehrkräfte sich durchaus authentisch zeigen und angemessen mit ihren Emotionen umgehen, haben sie Vorbildcharakter.


    Wenn sie ihre eigenen Emotionen ständig unterdrücken, sind sie für Schüler nicht "greifbar", schwammig und unklar in der Aussage; sie erzeugen Unsicherheit.


    Und seien wir doch mal ehrlich - hat hier nicht schon jeder mal in der Klasse "gebrüllt"???? Ein eleganteres Synonym wäre vielleicht "die Stimme erheben"; klingt besser, ist aber auch nichts anderes. Manchmal brauchts deutliche Signale, auch akustisch.

    dem, was meike schreibt, stimme ich voll und ganz zu. es gibt seit längerer zeit eben eine "veränderte kindheit" woraus defizite resultieren, aber auch kompetenzen, die wir früher vielleicht nicht hatten. wieso schaut keiner mal danach, was die kinder von heute können, anstatt was sie nicht können?!

    Wer sollte danach schauen, wenn nicht (neben den Eltern) die Lehrkräfte. Also wäre doch interessant, welche Kompetenzen wir bei den "heutigen"
    Kindern erkennen, die "früher" so nicht vorhanden waren. Ich meine das gar nicht polemisch! Sicher haben sie mehr Kompetenzen in Dingen wie
    Internet, Nintendo usw.; das meint aber wohl keiner hier damit.


    Aber mal ganz im Ernst - in welchen Bereichen sind sie kompetenter als Kinder früherer Generationen? Ich tue mich da gerade schwer, eine Antwort zu finden. Tut mir leid, wenn das kulturpessimistisch rüberkommt.

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