Beiträge von hein

    Hey, Glückwunsch und willkommen zurück im Leben :) !!!!


    Also:


    Wenn Du verbeamtet wirst, dann bekommst du gar keinen Vertrag mehr. Du wirst "nur" vereidigt und bekommst einen DinA4-Wisch auf dem ungefähr steht, dass Du "als Studienrat (oder Lehrer) ins Beamtenverhältnis auf Probe berufen" wirst. Das war's. Mit diesem Wisch bist Du jedenfalls Beamter in Funktion X - und damit ist quasi alles gesagt :) Wie ich das bisher mitbekommen habe, läuft das überall etwas anders. Ich würde auf jeden Fall direkt mit der Bez.Reg. in Kontakt treten und dies evtl. auch deine SL tun lassen! Von alleine kommt die Bez.Reg. da nicht unbedingt in die Pötte... ein Kollege ist im Sommer fertig geworden und erst vor den Hebrstferien verbeamtet worden. Für die Zwischenzeit bekam er dann einen Angestelltenvertrag. Also: Druck machen!


    Krankenversicherung: Sofern Du in den letzten Jahren (i.d.R. 5) beim Arzt warst, kann das ne nervige Angelegenheit werden. Du musst bei den entsprechenden Ärzten jedenfalls alle Diagnosen usw. sammeln. Lass Dich wegen der privaten Versicherung auf jeden Fall von einem unabhängigen Makler beraten (in Bochum könnte ich einen empfehlen)!!!!!! Man glaubt gar nicht, was es für Unterschiede in der Leistung gibt. Billigtarife kommen nicht von Ungefähr, teuer bedeutet aber auch nicht zwangsläufig gute Leistungen! Ergotherapie wird von einigen Versicherungen z.B. gar nicht übernommen - und das sind im Gegensatz zu der Bezuschussung von Brillengestellen ja unkalkulierbare Kosten! Gleiches gilt z.B. für den Transport ins "nächstgelegene" bzw. "nächste geeignete" Krankenhaus. Hat man nur das "nächstgelegene" versichert, kann der Hubschrauberflug in die Spezialklinik ein teures Vergnügen werden. Ein weiterer ganz wichtiger Punkt sind die sogenannten "Hilfsmittel", also z.B. das, was einem in einer OP eigesetzt werden könnte. Da gibt es geschlossene und offene Hilfsmittelkataloge. Bei den geschlossenen sind bestimmte Artikel aufgelistet (z.B. Herzschrittmacher Modell X). Sollte man in einer Not-OP einen anderen Artikel eingesetzt bekommen, bleibt man auf den Kosten sitzen. Das hört sich jetzt vielleicht alles sehr düster/pessimistisch an aber ich denke, man muss sich damit einmal kurz auseinandersetzen, um überraschende/unkalkulierbare Kosten zu vermeiden, die einen ja theoretsich (Ergothepaie) existenziell treffen könnten...


    Aber genug der Krankheiten... Genieße die nach-OBAS-Zeit :)

    ...man "muss" ja nicht 2 Jahre warten. Aber wenn der SL 2x ablehnt, dann kann das passieren. Daher habe ich ja den Tipp gegeben, den Antrag sofort zu stellen... Und dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass man dann auch was adäquates bekommt, hab ich ja gesagt. Wie auch immer, ich habe glaub ich nix anderes gemeint als Du. Das mit den 8 Jahren wundert mich allerdings, da der SL meiner Info nach 2x ablehnen kann und man jährlich den Antrag stellen kann. Aber ich habe mich auch noch nicht im Detail damit befasst. Und die Erfahrung hat mir in unserem Beruf schon oft gezeigt, dass man besser nix glaubt, was man nicht selbst irgendwo schwarz auf weiß und offiziell gelesen hat. Es ist phänomenal, mit welcher Selbstverständlichkeit Lehrer Dinge behaupten können, von denen sie nur ein Halbwissen haben ;) Berufskrankheit verrmutlich! Hilft ja im Unterrichtsalltag auch häufig ;) Mir zumindest fachfremd in Physik... Aber bei solchen rechtlichen Sachen muss man sich am besten wirklich selber kümmern. Hätte ich immer den Aussagen von Kollegen geglaubt, wär vieles in die Hose gegangen. Viele Vertragsangelegenheiten in der Vertretungszeit, korrekte Bezahlung beim OBAS-Eintritt, Wechsel nach OBAS,...

    ...dann haben sich bei mir alle vertan! Oder ich bilde mir meine Stelle nur ein!?? ;) Jedenfalls habe ich im Mai 2011 meine Unterlagen zur Bez.Reg. geschickt, am 10.06. war Bewerbungsschluss und meine UPP war erst am 15.06.! Bei einer Bekannten war sie sogar erst Anfang Juli - und sie war noch vor ihrer UPP zu einem Auswahlgespräch eingeladen! ...Das würde ja auch heißen, dass sich alle Refs, die erst nach dem 21.11. Prüfung haben, nicht mehr bewerben können... Son Quatsch! Wer würde dann noch freiwillig einen späten Prüfungstermin nehmen (wobei es wirklich nur wenige Leute sind, die erst so spät Prüfung haben)? Sicher ist das im vorliegenden Fall alles noch etwas komplizierter. Aber grundsätzlich geht das natürlich! Da bekommt man extra so nen Wisch vom Prüfungsamt mit den Einzelnoten, den man beim Vorstellungsgespräch vorlegen kann, wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung noch kein 2. StEx vorlag. Und die "neutralen" Ordnunsgruppen für die Rangfolge der Einladungen sind auch keine Erfindung von mir...


    Bzgl. Versetzung hab ich glaub ich nix anderes gesagt.

    Hi Tiro!


    Also ich habe unmittelbar nach der OBAS die Schule gewechselt. Das geht grundsätzlich. Eien Freundin hat das auch gemacht. Die Bez.Reg.s gehen (oder gingen - es war im Sommer 2011)dabei offensichtlich etwas unterschiedlich vor.


    Da Du in diesem Prüfungszyklus noch dran bist, kannst Du Dich auch bewerben und du zählst dabei als ganz normaler Regelbewerber - wie alle anderen Refs auch. Da zum Zeitpunkt der Bewerbungsfrist noch keine Abschlussnote bzw. "Ordnungsgruppe" von Dir vorliegt (die sich übrigens ausschließlich aus dem Zweiten Staatsexamen zusammensetzt), wirst Du als "neutrale" Ordnungsgruppe geführt und musst im Grunde genommen mit eingeladen werden. BIn meinem Fall endete die Bewerbunsgfrist auch bereits vor meinem Examen. Ich weiß ehrlich gesagt nur nicht, wie das funktionieren soll bei den Auswahlgesprächen, die ja vermutlich im Dez sind. Würde sich eine Schule da für Dich entscheiden, könntest Du die Stelle ja noch gar nicht annehmen. Da müssten Schule und Bez.Reg. dann Geduld haben bis zu Deinem Examen. Solltest Du (was natürlich nicht passieren wird) durchfallen, dann müsste die Schule dem zweitplazierten Wunschkandidaten die Stelle anbieten. Der könnte natürlich schon woanders untergekommen sein, so dass die Schule im ungünstigsten Fall mit leeren Hnden daastehen würde. Was bei der geringen Anzahl ausgeschriebener Stellen allerdings in diesem Jahr unwahrscheinlich wäre. Trotzdem: Geht eine Schule dieses Risiko ein?


    Bei der extrem geringen Anzahl an Stellen sollte dieser Schritt ohnehin gut überlegt sein. Ich musste zuerst eine Verzichtserklärung für die zugesicherte nach-OBAS-Stelle unterschreiben, um zum Bewerbungsverfahren zugelassen zu werden. Ich hätte also auch leer ausgehen können... Aufgrund der Verzichtserklärung kann Deine aktuelle Schule dann Deine Stelle neu ausschreiben. Dadurch würde es dann auch Deine SL erfahren. Sieh zu, dass Du ganz schnell das Gutachten bekommst... "das Seminar will das jetzt haben"... Das hab ich einfach zu meiner SL gesagt.


    Was die Moral betrifft... ich denke, Du wirst Deine Gründe haben, warum Du die Schule verlassen willst. Ist sicher blöd für die Schule aber wir SEs sind ja nun auch nicht aus Nächstenliebe an die Schulen geholt worden. Noch vor ein paar Jahren wurde ich mit dem Wunsch auf eine einfache Festanstellung nach langer Vertretungszeit als "inkompetent" von den Bez.Reg.s abgewiesen... Über Nacht kam dann plötzlich die Kompetenz, weil das Land keine Leute mehr hatte. Meine persönliche "Moral" hat darunter in diesem Zusammenhang sehr gelitten ;)


    Wenn Du einmal unterschrieben hast, dann sind es tatsächlich die 3 Jahre. Und wenn Du erst danach einen SAntrag auf Versetzung stellst, kann der sogar noch 2x abgelehnt werden. Wären im schlechtesten Fall 5 Jahre. Und was Dir dann als Wechselmöglichkeit angeboten wird weißt Du ja auch nicht. Du solltest also verzuchen,direkt einen Antrag zu stellen, damit dieser innerhalb der 3 Jahre schon 2x abgelehnt wird. Nach einer Elternzeit von einem Jahr und mehr hast Du übrigens Anspruch auf eine Stelle im Umkreis von 35 km von Deinem Wohnort, auch innerhalb der ersten 3 Jahre.


    Ich schicke Dir jetzt mal noch eine PN. Die kopier ich aus einer alten Nachricht rein. Da steht der Wechsel-Vorgang nochmal ausführlich drin. Viel Glück!

    zu 1: Grundsätzlich geht das.


    zu 2: Die Größzügigkeit gibt es in der Tat manchmal. Allerdings richtet diese sich auch oft nach dem Mangel bzw. Bedarf in diesem Fach. Und da hättest Du mit Deutsch schlechte Karten.


    ...die dritte Bedingung, die du erfüllen musst (zumindest für die OBAS): zweijährige Berufstätigkeit oder Betreung eines minderjährigen Kindes.


    ...wie Du schon sagst sieht es insgesamt nicht mehr sehr rosig aus mit den Chancen für einen Seiteneinstieg. Durch den Wegfall des Jahrgangsstufe 13 im kommenden Sommer gibt es in absehhbarer Zukunft nur so wenige Stellen, dass selbst die (uns gegenüber bevorzugt behandelten) Regelbewerber Problme haben, etwas zu finden - zumindest im Bereich Gym/Ge. Viele davon werden sich alternativ vermutlich in der Sek I oder an Berufsschulen bewerben, so dass auch dort die Konkurrenz für die Seiteneinsteiger wächst. So blöd das auch ist, aber man sollte mit dem Seiteneinstiegswunsch momentan (und wahrscheinlich in den ganzen nächsten Jahren) auf jeden Fall einen Plan B in der Tasche haben.


    ...gut schätze ich die Möglichkeiten für Vertretungsstellen ein. Bei den ganzen "Jung-Lehrern" wird's viel Elternzeit geben. Allein an meiner Schule sind 4 aktuell in Elternzeit, 3 aktuell schwanger und einige Mütter/Väter nur in Teilzeit... weitere haben gerade geheiratet und sind ebenfalls in der Familienplanung. Aber auf Dauer sind Vertretungsstellen natürlich keine Lösung!

    Warum nun die Hochschulen die Hürden für Seiteneinsteiger so absurd hoch legen, ist mir jedoch schleierhaft

    ...ich habe mir das bislang so erklärt, dass die Hochschule Ihre Arbeit ansonsten in Frage gestellt sehen und dass diese hohen Hürden (auch) so eine Art Ego-Sache sind: Wenn man mit so wenigen SWS (wie es die OBAS verlangt) in den Vorbereitungsdienst kommt, dann stellt sich natürlich ein Stück weit die Frage, warum man auf "normalem" Weg viel mehr studieren muss. Natürlich stehen dem die Argumente "abgeschlossenes Hochschulstudium, Lebens- und Berufserfahrung" der Seiteneinsteiger gegenüber. Aber meiner Erfahrung nach gibt es so viele selbstverliebte Hochschulmitarbeiter, die es einfach nicht glauben wollen/können, dass man ohne ihre "großartigen" Seminare usw. auskommen kann ;)

    Ja, nach einer Logik darf man da nicht suchen... (Verlangt die Uni auch 60 SWS für die Sek I ?). Im Grunde ist es einfach so, dass es vor ca. 2 Jahren "das" Lehrerloch gab. Die Schulen haben keine Leute mehr gefunden und dadurch entstand plötzlich die Möglichkeit, mit den recht lockeren Voraussetzungen (damals sogar nur 22 bzw. 13 SWS) in den berufbegleitenden Vorbereitungsdienst zu kommen. Und jetzt, wo das Loch gestopft ist und es zudem ab Sommer einen Stellenüberhang an sämtlichen Gymnasien geben wird, ist es eben wieder schwierig geworden mit der OBAS, selbst mit nem Manngelfach. Ich halte es auch für möglich, dass die OBAS bald auf ein paar wenige Fächer oder auf bestimmte Schulformen beschränkt wird (wie es bei der alten OVP-B der Fall war).


    Der "Sinn" hinter den OBAS-Eingangsvoraussetzungen bzgl. der SWS ist ganz nüchtern betrachtet das schnelle Löcher-Stopfen gewesen. Ich selbst habe vor dem OBAS-Zeitalter 4 1/2 Jahre Vertretungsstellen gemacht, ohne den Hauch einer Chance auf eine Festanstellung (obwohl die Schule es wollte und Stellen vorhanden waren). Dann ging plötzlich die PE und ein Jahr später gab's dannn die OBAS. Ich hatte noch ein paar Päda-Scheine. 3 Jahre vorher habe ich an der Uni gebettelt, mich mit diesen (auf dem Papier) immerhin 36 SWS ins zweite Fachsemester Lehramt einzustufen, um den neben dem Job zu komplizierten BA-Studiengang zu umgehen... Keine Chance! Haben die einfach nicht gemacht. Ich hätte das alles noch fertig studiert! Aber so lagen meine Päda-Scheine dann in der Schublade herum - bis ich sie für die OBAS-Zulassung wieder herausgekramt habe... Und da haben die 36 SWS aus dem Jahr 2004 dann locker gereicht... und nun bin ich eben Päda-Pauker ohne das ernsthaft studiert zu haben... So viel zum Thema "Sinn"!

    PS: Traust du dir WIRKLICH zu, nach 2 Semester BWL- oder VWL-Grundlagen Wirtschaft zu unterrichten???
    Ich sterbe gerade fast an der Vorbereitung von "Politik & Wirtschaft" (= SoWi in NRW), weil ich in meinem Studium nur ein paar Wirtschaftskurse hatte und hauptsächlich Politik und Soziologie hatte... Guck dir mal vor deiner Fächerentscheidung die Kerncurricula (und die Bücher..) an. Einen Abschluss zu schaffen ist meiner Meinung nach viel einfacher als dann Unterricht vorzubereiten. (ich hab das selbe Examen wie grundständige Leute mit nur 2 Pflichtscheinen gemacht und mit "sehr gut" abgeschlossen. Jetzt sitze ich aber vor meinen Wirtschaftstheorien und verzweifle...


    Es stimmt sicherlich, dass es nicht ganz ohne ist, in der Sek 2 mit Vorbereitung auf's Abitur etwas "fremdes" zu unterrichten. Ausbildung hin oder her... als Seiteneinsteiger hat man in der Regel kaum die Möglichkeit, sich während der Ausbildung großartig mit der Jahrgangsstufe 12 & 13 bzw. jetzt 11 & 12 zu beschäftigen.


    Ich erlebe es gerade selber in Erziehungswissenschaft. Da macht mein Kurs (GYM), der menschlich zum Glück sehr angenehm ist, nächstes Jahr Abi. Und ich fühle mich natürlich in der Verantwortung den SuS gegenüber! Das ist tatsächlich sehr anstregned, sich parallel erst mal selbst in die ganzen Inhalte einzuarbeiten. Für's mündliche Abi nächstes Jahr muss ich mich vermutlich genauso vorbereiten wie die SuS und die ganzen Inhalte nochmal richtig "lernen". Ich habe so gut wie nix studiert in EW, hatte auf dem Papier aber ganze 36 SWS, die mir anerkannt wurden und daher locker reichten. Tatsächlich verwendbare Inhalte waren 1 Proseminar und 1 Hauptseminar, also ganze 6 SWS! Ich habe von vielen Unterrichtsinhalten noch nie was gehört!


    ABER: Sämtliche EW-Referendare, mit denen ich spreche, haben in ihrem Studium die Schul-Themen auch nie behandelt... Und sämtliche "alte Hasen" erzählen auch, dass die ersten Jahre eine wahre Einarbeitungszeit waren. Selbst mein Fachleiter hat das bestätigt. Ich denke, dass die ersten 2-3 Jahre anstregend sein werden (wobei ich seit Schuljahresbeginn einen neuen 11er-Kurs habe, bei dem ich schon wesentlich entspannter bin). Aber mit der entsprechenden Erfahrung und dem Spaß am Fach wird es dann immer besser gehen!


    FAZIT: Ich würde "wenig Ahnung vom Fach" nicht als Ausschlusskritetium werten!!!

    coco: Aber ich arbeite trotz der Kinder Vollzeit. Und ich hatte die Kinder ja schon vor OBAS. Hat das dann trotzdem Einfluss? Vielleicht sollte ich mal den Lehrerrat fragen.

    ...ich würde eher direkt bei der Bez.Reg. fragen. Der Lehrerrat ist ja eher nur der "Vertrauens-Rat" an Deiner Schule und das heisst nicht unbedingt, dass sie sich mit solchen Dingen auskennen (was natürlich nicht heisst, dass sie trotzdem - ganz lehrertypisch ;) - Behauptungen aufstellen würden). Frag eher beim Personalrat oder direkt bei der Bez.Reg. und lass Dir genaus saagen, wo Du das nachlesen kannst! Es gibt diese 3-Jahres-Regelung auf jeden Fall aber ich bin mir nicht sicher, ob es Einschränkungen gibt, wann die 3 Jahre gewesen sein müssen...

    Ich habe auf 18 Monate verkürzt (alte, ursprüngliche OBAS-Ordnung). Hatte vorher auch schon ein paar Jahre Vertretung und die PE vollständig gemacht. Ich weiß nicht, was von beidem der Grund für die Genehmigung der Verkürzung war. Beantragt habe ich das bei dem zuständigen Sachbearbeiter bei der Bez.Reg.. Von der Belastung in der Ausbildung her war das allerdings der Hammer, weil ich nicht weniger UBs o.ä. machen musste. Zwischen Abgabe der Hausarbeit und dem Examen lagen gerade mal 2 Monate. Es war meiner Erfahung nach weniger die qualitative Anforderung, sondern viel mehr die zeitliche, die das ziemlich anstrengend gemacht haben. Trotzdem war es (zumindest ohne eigene Familie) machbar.

    Also:


    ich (und auch noch eine Bekannte) haben nach der OBAS gewechselt. Also geht das auch. Bin inzwischen seit einem Jahr an meiner neuen Schule (auch NRW).


    Hier 2 Auszüge von alten Beiträgen von mir zu diesem Thema, wobei ich natürlich nicht weiß, ob das inzwischen alles noch genau so läuft (wobei eigentlich nichts dagegen spricht) UND wie es beim Bundeslandwechsel konkretb aussieht...


    1. Beitrag Juni 2011 (vor dem Stellenwechsel):


    Ich habe mich pünktlich NACH dem Schulleitergutachten über leo.nrw bei der Bezirksregierung Arnsberg zur "Erstbewerbung" registriert und meine Unterlagen nach Arnsberg geschickt. Es gab ja die unterschiedlichsten Meinungen der OBASis, Fachleiter, Schulleiter (und auch Äußerungen seitens der Bez.Reg) darüber, ob man nun nach der OBAS die Schule wechseln kann oder nicht...


    Jedenfalls habe ich dann eine Antwort von der Bez.Reg. erhalten, dass ich eine Verzichtserklärung für meine Stelle unterschreiben müsste (Vordruck hatten sie beigefügt) und dass ich, sobald diese einträfe, dann für das Bewerbungsverfahren zugelassen würde. Und das bin ich jetzt auch. Ich habs dann meiner SL gesagt, bevor diese es von der Bez.Reg erfährt.


    So wie ich das verstanden habe, gilt das für alle OBASis. Ich habe zeitgleich mit dem Schreiben aus Arnsberg auch einen Rückruf aus Münster bzgl. dieses Themas erhalten. Die sagten mir das gleiche. Die haben mir sogar sagen können, auf welches Schriftstück sie sich dabei berufen: "Protokoll der Arbeitsbesprechung vom 16. Juli 2003"


    2. Beitrag Mai 2012 (nach dem Stellenwechsel):


    Ich habe meine Bewerbunsgunterlagen pünktlich nach Erhalt des SL-Gutachtens wie ein normaler Regelbewerber an die Bez.Reg. Arnsberg geschickt. Von dort habe ich dann einen Vordruck mit dem "Verzicht auf die mir an meiner Stelle zugesicherte Stelle" zugeschickt bekommen. Den musste ich unterschreiben, um überhaupt ins Bewerbungsverfahren aufgenommen zu werden. Nicht risikolos, zumal ich bis dahin ja auch noch keine Ahnung hatte, mit welchen Noten ich mich bewerben würde - und die sind für die Einladungen zu den Auswahlgesprächen ja leider ziemlich wichtig. Aber die Entscheidung fiel mir nicht schwer, da ich mir sicher war, dass meine alte Schule mich auf Dauer krank machen würde. Nachdem ich die Verzichtserklärung abgeschickt hatte, habe ich meine SL kurz und knapp darüber in Kenntnis gesetzt. So gab es dann auch keinen Anlass mehr, noch groß darüber zu diskutieren. Ich durfte dann zwar "zur Strafe" die Vertretung und alles für meinen Examenstag selbst organisieren und sie hat noch ein paar Schoten gebracht aber das war letztlich egal. Am Ende hat es dann an einer der zuvor kontaktierten Schulen geklappt.


    Eine Kollegin/Freundin, mit der ich die OBAS gemacht habe, hat auch gewechselt. Sie ist von Münster zur BR Köln gegangen und hat Ihre Unterlagen zum Beginn des Bewerbungsverfahrens entsprechend dort hin geschickt. Dort musste sie keine Verzichtserklärung unterschreiben und ist einfach so ins Verfahren gekommen. Sie war bei einem Auswahlgespräch an einen Berufskolleg und hat am letzten Schultag vor den Sommerferien auf der Rückfahrt von der Schule nach Hause einen Anruf mit der Zusage bekommen. Darauf hin ist sie zurück zur alten Schule gefahren, hat ihre Sachen aus dem Lehrerzimmer geholt und hat dann anschließend aus dem Auto heraus Ihren SL angerufen, um zu sagen, dass sie nach den Ferien nicht mehr kommt. Abgesehen davon, dass der SL dort auch eine Tyrann war, mit dem man kein Mitleid haben muss, ist diese Vorgehensweise für die Schule natürlich eine Katastrophe- zumal die Unterrichtsverteilung und alles ja schon stand! Ich weiß gar nicht, wie das bei meiner Kollegin ansonsten weiter gelaufen wäre, also wann und von wem sie Vereidigt worden wäre. Es waren ja schon Ferien (ihre Prüfung hatte sie recht kurz vor den Ferien), die Ausbildung lief bei ihr bis zum 31.07. und sie hätte demnach zum 01.08. als Beamtin vereidigt werden müssen. Einen Folgevertrag gibt es in dem Sinne ja eh nicht, wenn Du verbeamtet wirst. Sehr gewöhnungsbedürftig! Da kriegst Du eine DinA4-Blatt auf dem steht, dass Du "als Studienrat (oder Lehrer) ins Beamtenverhältnis auf Probe berufen" wirst. Das war's. Ich hab erst mal gefragt, wann ich denn dann meinen Vertrag bekommen würde, weil ich das überhaupt nicht gerafft habe. Mit diesem Wisch bist Du jedenfalls Beamter in Funktion X - und damit ist quasi alles gesagt :)


    Ich habe keine Ahnung, wie das dieses Jahr aussieht bei den einzelnen BRs. Ich würde auf jeden Fall schnell handeln und bei allen (!) Einstellungsbüros anrufen und nachfragen, auch in deinem Wunsch-Bundesland!


    Hein

    Zitat von »hein« Gehalt A 13 mit Zulage
    Besoldung, kein Gehalt.

    Oh, natürlich. Ich bin einfach zu nachlässig mit meinem Beamten-Deutsch... ;)


    Ich wundere mich nur ein wenig, warum du für die PKV 300€ abdrücken musst. Musst du deine ganze Familie versichern? Bei mir ist es nämlich gerademal halbsoviel, allerdings nur für mich (meine Frau und Kinder bleiben erstmal in der gesetzlichen). Ich bin mal gespannt, wieviel mehr ich denn so verdienen werde. Bin gerade erst ganz frisch verbeamtet und warte noch auf den ersten "Gehaltsscheck"! 930,- Euro netto wären natürlich der Hammer und deutlich mehr als ich erwarte.


    Tja, ich bin auch nicht glücklich mit den 300 Euro. Hat 2 Gründe: 1. Als Mann ist es eh günstiger. 2. Ich war zu Zeiten meiner gesetzlichen Versicherung (ca. 1 Jahr vor der Verbeamtung) in einer Kinderwunsch-Angelegenheit beim Arzt. Und damit hatte sich die Aufnahme in die PKV leider erledigt. Habe bei vielen PKVs den Antrag ausgefüllt (auch mit Makler) aber nur Absagen erhalten. Zum Glück hatte ich aus alten zeiten noch eine sog. "Anwartschaft" bei einer PKV. Da war mein Gesundheitszustand von 2005 "eingefroren". Dafür habe ich seit 2005 monatlich 3 Euro bezahlt (Intuition, dass ich das brauchen würde). So musste mich die entsprechende PKV anstandslos aufnehmen. Nur kostet die leider 310 Euro (bei mittlerer Leistung). Da ich die private Pflegeversicherung nicht mit in der anwartschaft hatte, haben sie mir da 100% Risikozuschlag draufgehauen (das ist das maximale Mögliche) - auch wegen der Kinderwunschsache. Warum ich dadurch eher zu einem Pflegefall werde, konnte mir bei der PKV allerdings auch niemand erklären. Aber da mich sonst niemand aufnimmt, kann ich leider nix dagegen machen, obwohl das echt ne Sauerei ist. Und wegen genau der o.g. Sache liege ich nun seit nem halben Jahr mit meiner PKV im Rechtsstreit, weil sie nix zahlen wollen (Beihilfe ist kein Problem...).


    Allerdings sind 150 Euro für die PKV wie bei Dir auch schon extrem wenig. Meine Wunsch-Variante wäre auch bei 250 gewesen. Ich habe mich da genau beraten lassen, weil es viele Kleinigkeiten gibt, die im Fall der Fälle extrem wichtig sein können (offener/geschlossener Hilfsmittelkatalog, nächstgelegenes/ nächstgelegenes geignetes Krankenhaus, Ergotherapie,...)... die unkalkulierbaren Dinge eben.

    Das mit den 2 Wochen zum Monatsende stand auch in meinen unzähligen Vertretungsverträgen. In meinem Fall der Überschneidung (3 Wochen) habe ich mit beiden SL nach einer Möglichkeit gesucht (und just in diesem Moment dann meine PE-Festanstellung bekommen, so dass es nicht mehr bis zum Schluss "ausgehandelt" wurde). Bei 2 verschiedenen Bezirksregierungen (kann ja v.a. im Ruhrgebiet gut vorkommen) dürfte es noch einfacher sein...

    Ich sag zu fortgeschrittener Stunde in der Regel "Wurstfachverkäuferin" (mit einem Musikvideo von Helge Schneider im Hinterkopf), wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde. Ausser: Ich hab Lust über meinen Job zu reden... Das ist in der Regel nämlich genau das Ding: Die Wurstfachverkäuferin hat einen irritierten (und manchmal auch einen aufgrund der vermuteten niedrigen Bildung leicht verschämten) Blick des Gegenübers zur Folge. Und das Thema ist erledigt.


    Sag ich "Lehrer", dann ist das Thema definitiv nicht erledigt. Dannn kommt entweder das hier schon erwähnte "Respekt! Das könnte ich nicht!" ODER Annekdoten aus der eigenen Schulzeit inzwischen 40jähriger Menschen ODER Geschichten von Bekannten, die Lehrer sind und natürlich sooooo viel Zeit haben ODER die 6 Wochen Ferien ODER 13 Uhr Unterrichtsschluss ODER die blöden Beamten... Egal ob positiv oder negativ - irgendeinen Senf hat jeder zu diesem Job abzugeben. Wahrscheinlich, weil jeder als Schüler in der Schule war und automatisch meint zu wissen wie Schule läuft. Frei nach dem Motto (ein feiner Vergleich) "Ich lag letztens im Krankenhaus - Ich bin Arzt".


    Ich kann nicht sagen, dass die Reaktionen immer nur negativ sind, sicher nicht. Aber Tatsache ist nach meiner Erfahrung, dass der Lehrerberuf nie unkommentiert bleibt. Und das kann auf Dauer schon ganz schön nerven. Wenn ich samstags auf ner Party bin, hab ich da einfach keinen Bock drauf...

    ...ich habe die Ferien letztes Jahr sogar bezahlt bekommen, obwohl ich nach der OBAS auf meine Stelle verzichtet - also quasi von mir aus gekündigt - habe (Vertrags- bzw. Ausbildungsende 31.07.) und an einer anderen Schule angefangen habe (Beginn 02.09.). Ich denke nicht, dass ich da einen rechtlichen Anspruch gehabt hätte. Trotzdem haben eine (zugegeben fast schon plumpe) Nachfrage und ein (wahrscheinlich besonders netter) Sachbearbeiter gereicht, um innerhalb von ein paar Stunden einen Ferienvertrag per Mail zu bekommen...


    ALSO: Immer nachfragen, nachfragen, nachfragen,...

    Wenn ich Deine Frage richtig verstanden habe:


    Vorteil PE gegenüber "keine PE":


    Durch die PE könntest Du grundsätzlich auch eine Festanstellung an einer staatlichen Schule bekommen (dürfte dann ebenfalls EG 12 sein). Wie das in der Praxis allerdings mit einer Versetzung an eine staatliche Schule ausehen würde: Keine Ahnung!


    Vorteil PE gegenüber OBAS:


    Viiiiiieeeeel stressfreier!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Vorteil OBAS gegenüber PE:


    Du hast nach erfolgreichem Abschluss ein volles Zweites Staatsexamen, bist also "vollwertiger" Lehrer. Du bekommst schon während der Ausbildung (zumindest an staatlichen Schulen) EG 13 und wirst (zumindest an staatlichen Schulen und sofern Du die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllst - z.B. Alter) im Anschluss an die Ausbildung verbeamtet (Gehalt A 13 mit Zulage). Das wiederum bedeutet dann:


    1. Nach 3 Jahren quasi unkündbar,


    2. bessere "Aufstiegschancen" in sogenannte Funktionsstellen (weil Du - ganz platt gesagt - bürokratisch besser ins System passt)


    3. Jeden Monat (vor allem wenn verheiratet und/oder mit Kind) deutlich mehr Kohle (bei mir - verh., mitte 30 - sind's im Verleich zu zuvor EG 13 Stufe 4 sage und schreibe 930,- Euro netto (!!!!!) im Monat, wobei ich von den 930 natürlich noch ca. 300 für die private Krankenversicherung abdrücken muss). Im Vergleich zu EG 12 ist es noch ein wenig mehr, wobei der Unterschied zwischen EG 12 und 13 eher gering ist.


    Zusammenfassend: Die OBAS ist sauanstrengend und vom Zeitaufwand z.T. echt heftig (PE ist eher locker). ABER - mal jeden Idealismus, den man für unseren Job braucht, vergessend - die Kohle (vor allem hochgerechnet bis zur Rente) spricht da, wie ich finde, eine deutliche Spache: Augen zu und durch (und wenn's zwischendurch ganz heftig ist, immer schön an die Dollars denken :thumbup: ). Wenn Du die Möglichkeit zur OBAS hast und am Ende der Ausbildung noch unter 40 bist, dann würd ich das machen. Wenn aus irgendwelchen Gründen eh keine Verbeamtung in Frage kommt, dann stellt sich die Frage, ob man sich den gewaltigen OBAS-Streß für die Differenz von EG 12 und EG 13 und für die anderen o.g. Vorteile antun möchte...!?


    So, und jetzt bin ich mal gespannt, ob ich für meine Worte in den letzten Zeilen hier gesteinigt werde :D

    Nur ein kurzer Hinweis, falls Dich das überhaupt betrifft:


    Das sogenannte "Lehramtserweiterungsstudium" in Informatik an der Fernuni geht nur, wenn Du schon ein erstes Staatsexamen hast. Ich wollte das (vor 5 Jahren, also vor dem OBAS-Zeitalter und auf Rat der ahnungslosen Bez.Reg. hin) machen, wurde aber dann vom Prüfungsamt in BO darauf hingewiesen, dass eben ein 1. StEx die Voraussezung ist (was mir in Hagen auch niemand gesagt hatte - obwohl sie meine Unterlagen schon hatten).

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