Zitat
Ich hab so viele Ideen, die ich gerne umsetzen würde...
Das Problem kenne ich! Aber du hast genug Zeit, dich auszuprobieren. Nutze die Stunden, die du alleine in einer Klasse bist (auch die zusätzlichen Vertretungsstunden, über die man im ersten Moment innerlich stöhnt). Denn das 'Drumherum', das Wolkenstein schon schilderte, kann man nur in der Praxis erleben und ist mindestens genauso wichtig wie der eigentliche Unterrichtsinhalt. Mach lieber erst kleine Schritte, was methodische Neuerungen angeht. Beispiel: Eine Klasse, die noch nie Werkstattunterricht genossen hat, sollte nicht direkt mit einer Flut an Arbeitsangeboten erschlagen werden.
Ich hatte im Ref u.a. eine junge, aber nicht übermotivierte Mentorin, mit der ich zusammen ein erstes Schuljahr begann. Dort haben wir recht schnell einen Tagesplan eingeführt, dann Stationen (besonders beliebt zur Buchstabeneinführung) und etwas später eine Mini-Werkstatt (zu Weihnachten). Hat alles super geklappt, war in einem realistischen Umfang und würde ich auch alleine in einer Klasse durchführen können.
Überschlag dich nicht! Das führt entweder zu einer Überfrachtung deiner U-Einheiten oder zu einer Überorganisation (dazu neige ich immer noch ...), die leicht im Chaos enden kann, weil man den roten Faden und damit den Überblick verliert.
In welchen Klassenstufen bist du denn mit welchen Fächern? Welche Themen stehen demnächst an?
Vielleicht fällt mir ja spontan etwas ein, mit dem du starten kannst, ohne deine Mentorin allzusehr zu schocken und die Kinder direkt zu überfordern.
strucki

