Beiträge von SwinginPhone

    Sag' mal, liest du eigentlich, was ich schreibe??? Es geht mir nicht nur um mich selbst, sondern ich schrieb, dass ich wirklich viele Menschen kenne, die lieber früh aufstehen. Und dann antwortest du mit "Ja, für Dich!" und "Befindlichkeiten einzelner"?! Ähm... :rolleyes:

    Ja, das lese ich. Und auch, wenn es aus Deiner Sicht viele sind, bleiben es einzelne. Ich kenne auch viele, die katholisch sind, die kein Fleisch essen, die nicht bei Amazon bestellen und eben auch viele, die den späten Schulanfang begrüßen würden, neben vielen, die den frühen Anfang begrüßen würden. Das darf aber nicht die Grundlage dieser Diskussion sein.

    Es geht darum, ob ein späterer Schulanfang - von mir aus gerne auch das Gleitzeitmodell - zu einem besseren und gesünderen Lernen und Leben der SuS und LuL führt. Und diese Diskussion darf nicht abgebrochen werden, weil es für einzelne „die Hölle“ wäre, spät zu unterrichten (für mich ist es seit Jahren eine Qual*) oder weil in einzelnen Gebäuden der Hausmeister um 15:30 Uhr abschließt.

    Das ganze ist ein langer Prozess, der nicht mal eben in einer Legislaturperiode den Schulkonferenzen zur Entscheidung übertragen werden kann.

    *Ich habe mich damals bewusst gegen ein Schulmusikstudium entschieden, weil ich es nicht für möglich hielt, morgens so fit zu sein, dass ich einen Unterrichtsvormittag überstehen würde.

    Aber eben nur für einen Teil der Menschen. Ich kenne viele "Lerchen", die [...]

    Ja, für Dich! Für mich ist es komplett anders. Hier darf es aber nicht um die Befindlichkeit einzelner gehen! Wir sollten uns stattdessen damit beschäftigen, das System so einzurichten, dass die meisten(!) Menschen eben weniger Probleme haben.

    Die Diskussion nimmt ja hier immer wieder den Verlauf, dass eine Verlegung zeitlich nach hinten nicht möglich sei, weil ...

    a) der Bus nicht fährt,

    b) der Sportplatz schließt,

    c) die Sporthalle nicht mehr gereinigt werden kann,

    d) das Orchester schon früher probt (kam noch nicht, die fangen häufig eh erst um acht an)

    e) usw.

    Und das ist eben zu klein gedacht. Für einen Teil der Menschen wäre ein späterer Beginn (von was auch immer) sinnvoll. Und das sollte man mal durchdenken, ohne im Hinterkopf zu haben, dass es ja eigentlich normal wäre, bei 8 Uhr zu bleiben (war ja schon immer so), sondern dass man einfach mal ein neues System konstruiert, dass eben nicht dadurch wieder in die alte (vermeintliche) Normalität gedrängt wird, weil nämlich an irgendeiner Stelle die Bausachverständige nicht mehr zu ihrer Physiotherapie kommt.

    Nein, vom "späten Nachmittag" hätten wir alle dann auch nichts mehr! Nochmal: die 8. Stunde endet schon jetzt bei uns erst um 15:10 Uhr. Wenn SuS und KuK dann gegen 15:20 Uhr in der Schule loskommen (früher fahren z. B. die Busse nicht) und noch eine Stunde Heimweg haben, sind sie also gegen 16:20 Uhr daheim. Würden wir noch später anfangen, sagen wir mal eine Stunde später (also um 9:10 Uhr), würde die 8. Stunde dementsprechend um 16:10 Uhr enden und die 10. Stunde um 17:50 Uhr. Da ist - ehe man zuhause ist - der späte Nachmittag vorbei.

    Und auch bei einem Unterrichtsbeginn gegen 9 Uhr müssten unsere vielen weiter von der Schule entfernt wohnenden SuS auch gegen 7 Uhr aufstehen. Mit "Ausschlafen" wäre es also auch dann nichts und ob die SuS dann noch viel von ihrem Abend hätten, sei mal dahingestellt.

    Mein später Nachmittag geht bis 19:30 Uhr.

    Wie gesagt: Es reicht nicht, dass eine Schule einfach mal den Schulbeginn eine Stunde nach hinten schiebt. Da müssen natürlich alle (Verkehrsbetriebe, Sporthallen, Reinigungskräfte usw.) mit ins Boot.

    Und dann können die Schülis auch eine Stunde länger schlafen, weil dann eben der ÖPNV auch eine Stunde später fährt. Und dann können die Eulen entspannter aufstehen, haben einen Vormittag, der nicht so anstrengend ist und können die Zeit des Abends sinnvoll verwenden, weil sie sich eben nicht von dem anstrengenden Vormittag erholen müssen.

    Tageslicht ist um 9 Uhr leichter bereitzustellen als um 8 Uhr. Und der Lebenswandel wird ja nicht nur von außen vorgegeben. Man ist abends nicht nur länger wach, weil die anderen auch wach sind, sondern weil es eben geht. Wenn allen um 21 Uhr die Augen zufallen würden, wäre das Problem schon kleiner.

    Es ist klar, dass das alles nicht die Einzelentscheidung einer Schule sein kann, sondern sich das ganze System von der schon beschriebenen Tugend verabschieden muss.

    wenn ich daran denke, wie kaputt und wenig leistungsfähig únsere 8 Klässler in der 7./8. Stunde (bis 14:45) sind, würde ich von lange in den Nachmittag dauernden Schulstunden abraten.

    Das ist ja die Frage, wie kaputt sie wären, wenn sie nicht um 8 Uhr, sondern erst um 9:30 Uhr in die Schule hätten kommen müssen. Und Experten™ sagen eben, dass sie dann nicht kaputt wären.

    Und wer zur ersten Stunde so gar nicht fit ist, sollte abends einfach mal weniger zocken oder mit Freunden rumhängen (sicher, Ausnahmen mag es geben, aber ja, bei der Mehrzahl meiner Schüler kann ich das so pauschal sagen).

    Einer Eule zu sagen, dass sie früher schlafen sollte, ist wie einer Lerche zu sagen, dass sie länger schlafen sollte.

    Also bei uns gab es damals schon IT-Unterricht, nur war der technisch und mathematisch sehr viel tiefgründiger als heute. Wer versteht heute schon noch etwas von Interrups, IRQs und DMA-Kanälen?

    Unser IT-Unterricht beschränkte sich auf Turtle-Grafik mit dem Apple IIe und später das Bedienen von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation des MS-Works-Pakets.

    Solche Arbeitsblätter kommen dann halt nicht in den Pool.

    Womit die Sinnhaftigkeit des Pools mehr oder weniger reduziert wird. Für meinen Geschmack zu viel. Man kann dann zwar Material austauschen, aber keine kompletten Reihen mehr hinterlegen, so dass man sich wieder an zwei Orten organisieren muss.

    Die Arbeitserleichterung finde ich jetzt nicht so groß.

    Ich schon.

    Häh?

    Das heißt: „Wie bitte?“

    Das ist eine dieser Windows-Eigenarten. Ein Drucker hat einen gewissen Bereich am Rand, der nicht bedruckt werden kann. Dessen Maße sind im Druckertreiber hinterlegt. Wenn man jetzt ein Dokument z. B. in Word einlädt, werden die Seitenränder entsprechend angepasst (damit auch alles gedruckt werden kann) und schon sind sämtliche Zeilen- und Seitenumbrüche hinfällig. Manchmal behandelt auch eine Word-Version das Kerning (Unterschneidung) anders als eine andere und auch dann wird wieder das Layout zerschossen.

    Lösungen gibt es (PDF, LaTeX etc.), die aber wieder andere Probleme mit sich bringen.

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