Mindestens einen Ex-Musikschullehrer gibt es.
Aber ich hätte auch schon auf der ersten Seite abbrechen müssen. In der Regel unterrichtet man ein Instrument integriert, also nicht erst die Theorie und dann das Instrument. Wenn ein/e SchülerIn noch keine Noten kann, dann werden die halt mit dem Instrumentalspiel zusammen gelehrt.
Ebenso die Musikheorie (was immer das sein mag...). Wenn es sinnvoll ist, ein Werk auch theoretisch zu behandeln, dann macht man es (viele KollegInnen machen es nie).
Wie definiert sich in der Umfrage „Stück“? Wenn ein/e frische/r Anfänger/in vier Takte lernen soll, kann er/sie die häufig schon am Ende der Stunde. Für eine große Sonate brauchen auch Profis Monate.
„Eigene Interpretation“ - da zeigt sich meist am Deutlichsten das Talent. Das kann man üben, muss man aber auch empfinden können. Und das schaffen auch große TechnikerInnen manchmal nie. So ist auch die letzte Seite der Umfrage nicht beantwortbar. Es gibt SchülerInnen, die sehr gut vom Blatt spielen können, manche, die sofort alles auswendig spielen; manche, die keinen einzelnen Ton ohne Noten produzieren können bzw. wollen und manche, die vom ersten Tag an völlig frei herumdudeln.
Auch diese Umfrage wirkt wie ein theoretisches Konstrukt, für das es vielleicht eine Leitfrage gibt („Lernen Kinder besser mit der Kodàly-Methode?“), die Form der Umsetzung aber überhaupt nicht zielführend ist. Da fand' ich die letzte Umfrage geradezu sinnvoll.