Beiträge von chemikus08

    Aviator

    Ich habe mich bezüglich Deiner Schulform umgehört und erfahren, dass Ihr wohl eine exorbitante Überbesetzung habt (Schnitt so um 130 bis 140). Das ist für das Ministerium natürlich ein "gefundenes Fressen". Das passt nämlich genau in das Handlungskonzept, eben genau hier den Überhang da einzusetzen, wo er gebraucht wird. Das das nicht immer die bisherigen Handlungsfelder sind liegt auf der Hand, jedoch wird Dir jeder bestätigen, dass es sich hier um eine Mangelverwaltung handelt, bei der es darum geht den Unterricht irgendwie aufrecht zu erhalten. Insoweit wird es sehr schwierig werden, sich gegen eine Abordnung zu wehren. Diese Abordnungen können hierbei durchaus bis zu zwei Jahre dauern. Eine dauerhafte Versetzung hingegen erfordert m.W. nach immer noch Deine Zustimmung. Insofern würde ich das erst Mal entspannt angehen und schauen was auf mich zukommt. Vielleicht passt es ja und Du stellst fest, dass diese andere Form von Unterricht auch ihre Reize hat (mehr didaktische Freiheiten, handlungsorientierter Unterricht usw. ..) Falls es nicht passt, ist die Tür für eine spätere Rückkehr ja nicht zu. Aber ich denke, dass dieses Damoklesschwert der Abordnung noch über viele Kollegien schwebt. Das dies wieder Mal eine zusätzliche Belastung darstellt, ist ohne Zweifel der Fall. Die Grenze ist immer dann erreicht, wenn dies zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. In solchen Fâllen hat die Gesundheit natürlich Vorrang und muss ggf. auch erst einmal wiederhergestellt werden. Möglicherweise ist das bei dem ein oder anderen auch ein notwendiger Zwischenschritt, um Zeit für sich zu haben persönliche Strategien für die neuen Herausforderungen zu entwickeln 🤷

    Ohne Kenntnis Deiner konkreten Einschränkungen ist ein seriöser Vorschlag kaum möglich. Bei uns beraten die personalräte uns Schwerbehindertenvertretungen zu diesem Thema.

    Es macht schon einen erheblichen Unterschied ob man "nur" im orthopädischen Bereich sich langsam wieder einfinden muss, oder ob auch die Psyche mit betroffen ist. In letzterem Fall kann ich nur zu einer lang andauernden Wiedereingliederung über ein halbes Jahr raten.

    Kann es vielleicht sein, habe leider nur die Daten von der GEW, dass es sich bei den preiswerteren Verbänden durchweg um solche handelt, deren Anteil an tarifbeschäftigten Kolleg:innen signifikant niedriger ist. Die GEW besteht zu 40% aus Tarifbeschäftigten. So gut wie alle Gewerkschaften mit einem hohen Anteil Tarifkollegen liegen nämlich nicht unter einem pro Cent. Die Rückstellungen für Streikgelder sind natürlich nicht ohne🤷. Bei den Beamten werden indes nie Streikgelder anfallen. Es sei denn da kommt noch ein wegweisendes Urteil.

    Was Ihr dann aber auch nochmal prüfen müsst, ist die Sache mit dem Streikgeld. Ich weiß dass der DBB 50 Euro Streikgeld pro Streiktag rausrückt. Das wird dann von einigen Mitgliedsverbänden aufgestockt, ich weiß aber nicht, ob das für alle gilt. Da ich aber aktives Gewerkschaftsmitglied bin, sind da noch andere Kriterien, die für mich wesentlicher sind. Wichtig finde das ch, dass man a.) überhaupt irgendwo Mitglied ist und b.) als potentiell aktives Mitglied sich die örtlichen Gegebenheiten ansieht und da kleben bleibt, wo es gefällt. Könnte durchaus sein, dass man nach einem Umzug feststellt, dass die Gewerkschaft am neuen Wohnort ganz anders organisiert ist und man sich umorganisiert. Vieles hängt eben auch an den handelnden Personen und ob man da einen Draht aufbauen kann. Aber bitte, bitte bleibt nicht umorganisiert. Das könnte dem Dienstherrn nämlich am besten gefallen 🤷

    Du findest alle SbVen auf der Seite der Bezreg Düsseldorf. Ja, wir sind gem. Inklusionsvereinbarung schon ab GdB20 mit im Boot. Die Gespräche unterliegen der Vertraulichkeit. An die Dienststelle wenden wir uns nur, wenn wir dazu von Dir beauftragt werden . Ab GdB 20 hast Du ebenfalls einen Anspruch auf ein Jahresgespräch mit Deinem SL, vorausgesetzt Du informierst ihn über den GdB

    fossi74 Beiträge

    Ich horche Mal nach🤷. Niemand von uns hatte dieses Thema bei den letzten Parteitagen wirklich auf dem Schirm. Als Seiteneinsteiger habe ich das sowieso bislang ganz anders betrachtet. Ich war in der Verdi aber auch im IgBCE. In beiden Gewerkschaften liegt der Beitragssatz bei einem pro Cent. Somit war ich eher über den geringen Beitragssatz der GEW erstaunt. Aber es gibt bestimmt Argumente, insbesondere da unsere Rechnungslegung sehr transparent ist und ich den Schatzmeisterin, da doch sehr vertraue. Aber ich höre mich Mal um.

    Es ist nicht die Aufgabe der GEW sich zur Inklusion zu äußern, zu Flüchtlingen aus der Ukraine oder zur

    Was die Aufgabe der GEW ist, bestimmen die Mitglieder. Und hier gibt es nun Mal zu bestimmen Themen auch offizielle Positionen, die nach außen vertreten werden. Ich muss als Mitglied nicht mit jeder Position übereinstimmen. Das klappt weder in einer Gewerkschaft noch in einer Partei. Wenn der Dissenz jedoch erheblich wird, ja dann bin ich möglicherweise in der falschen Gewerkschaft. Genau das ist der Grund, warum man sich meist auch zwischen mehreren Vertretungen entscheiden kann.

    Und ja, die GEW ist kein Freund des viergliedrigen Schulsystems, jedoch kommt jetzt ein ganz großes Aber. Solange es noch Gymnasien gibt, bedarf es auch nach Ansicht vieler GEW Mitglieder der anderen drei Schulformen. Auch wenn innerhalb der GEW an der Stelle die Meinungen auseinandergehen, setzen sich die Kolleg:innen, die nicht an einer Gesamtschule tätig sind, intensiv für die Interessen ihrer Schulform ein, solange wir ein mehrgliedriges Schulsystem haben.

    Wie man auf das schmale Brett kommt, die GEW könne einen Dissenz zu anderen gesellschaftlichen Gruppen oder dem Ministerium nicht aushalten bleibt unklar. Der Einsatz für die Inklusion war i m m e r verbunden mit einem deutlichen Hinweis, dass das aber nur funktioniert, wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sind (20:5:2).

    Die GEW gehört im Übrigen auch mit zu den Vorreitern von Musterfeststellungsklagen. Daher verstehe ich diese Vorhaltung genausowenig.

    Und wem die GEW nicht gefällt, es gibt auch andere Interessensvertretungen. Ich hoffe daher inständig, dass die meckernden KuKs dafür woanders ihr gewerkschaftspolitisches zu Hause gefunden haben

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