Beiträge von chemikus08

    state_of_Trance

    Die Rechtsprechung hat sich nun Mal geändert. Mittlerweile gibt es nun Mal die Beweislastumkehr. Danach reicht es eben nicht mehr, dass man ein höheres Risiko für eine vorzeitige zur Ruhesetzung hat, vielmehr muss der Arzt den Nachweis erbringen, dass es konkrete Anhaltspunkte dafür gibt, das der Bewerber die Pensionsgrenze nicht erreicht. Das reine Vorliegen einer Adipositas reicht mit unter nicht aus. Liegt außerdem eine Behinderung vor, so kommt eben noch dazu, das jetzt nur noch ein Beurteilunhszeitrsum von fünf Jahren zu berücksichtigen ist.

    Das war der rechtliche Part. Über diesen hinaus ist das ganze aus ethischer Sicht ein sehr fragwürdiger Vorgang. Hier betreibt der Staat Rosinenpickerei, entfernt die wahrscheinlich nicht so kostenintensiven Bewerber aus dem gesetzlichen System (welches davon abhängig ist, das eben auch die gesünderen Menschen in das Sysrem einzahlen) und überlässt die weniger gesunden Kandidate dafür den sozialen Sicherungssystemen. Diese Vorgehensweise ist an sich schon ziemlich fragwürdig.

    Dann gibt es noch den medizinischen Part in der Darstellung von State of Trance. Ich habe so den Eindruck, dass Du in Bezug auf die Adipositas Forschung nicht so ganz auf der Höhe der Zeit angekommen bist. Vermittelst Du doch den Eindruck, als sei es rein die persönliche Entscheidung Adipositas zu haben oder nicht. Hier ist die Lage wesentlich komplizierter. Und es ist auch mehr als fraglich, ob Menschen mit einem hohen Adipositasgrad (2 und 3) überhaupt noch auf normalem Wege abnehmen können, selbst wenn sie es wollten. Meist gelingt dies nur unter zu Hilfenahme operativer Massnahmen (Magenverkleinerung etc). Die Entscheidung ob man das macht ist wirklich nicht einfach, da das Ganze kein Spaziergang ist. Es gibt hierbei auch gewisse Risiken und Nebenwirkungen, die man abwägen muss. Besteht dann auch noch eine Depression als CoErkrankung, was hâufig der Fall ist, stecken wir ganz tief in der ....., da dann eine OP zunächst nicht möglich ist. Die Depression ist mit eine Ursache von Essstörungen, gleichzeitig verstärkt die Adipositas die Depression. Um es gleich vorweg zu sagen. Diskussionen zu diesem medizinischen Teil in Richtung, es handle sich um Schutzbehauptungen oder dergleichen, würde ich ziemlich unsanft abwürgen, mit dem Hinweis sich den Stand der Forschung sowie die Leitlinien zur Therapie anzuschauen in der Intensität wie ich es getan habe, danach können wir gerne weiterdiskutieren.

    Was jetzt , eine Interessensvertretung für Schwerbehinderte ist sozial völlig inakzeptabel? Oder der Nachteilsausgleich bei Einstellung?

    Egal. Wenn wir in unserer Gesellschaft Inklusion leben wollen, dann sollten wir als öffentlicher Dienst mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn wir das nicht wollen und diese Werte auch den uns anvertrauten Kindern nicht vermitteln wollen, dann sollten wir nochmal überprüfen, ob wir wirklich den richtigen Beruf ergriffen haben

    Es muss schon einiges zusammen kommen, damit Du überhaupt einen hinreichenden GdB anerkannt bekommst. Das Betroffene dann Nachteilsausgleiche bekommen, das gehört in einer sozialen Gesellschaft zu den Selbstverständlichkeiten. Nur auf diesem Wege ist im beruflichen Bereich eine Teilhabe am sozialen Leben möglich. Und um das Mal ganz deutlich zu machen, auch mit dem Status "schwerbehindert" muss Du körperlich und geistig den beruflichen Anforderungen gewachsen sein. Lediglich der Prognosezeitraum wird verkürzt. Wâhrend beim Regelbewerber der Amtsarzt nachweisen muss, dass der Kandidat höchstwahrscheinlich vor der Pensionsgrenze ausscheiden wird, muss er beim schwerbehinderten Kolleg*in den Nachweis erbringen, dass die betroffene Person nicht in der Lage sein wird, die nächsten fünf Jahre ohne vorzeitige Pensionierung zu bestehen. Das halte ich durchaus für einen vertretbaren Nachteilsausgleiche.

    Wer da mit Sozialneid drauf schielt, dem würde ich gerne anbieten, dass er diesen Nachteilsausgleiche auch bekommt, aber nur wenn er die dazugehörige Beeinträchtigung auch nimmt. Die meisten würden unter diesen Umständen auf den Deal verzichten.

    @state of trance

    Mit den ellenlangen Konferenzen hast Du ein häufiges Problem benannt. Durch die Pflicht zur Zeiterfassung wird es Aufgabe der Schulleitungen sein, dafür zu sorgen Zeitdieben das Handwerk zu legen. Jetzt kann man in der Konferenz auch mal auf die Uhr gucken und sagen "So Leute, neben dem Unterricht habe ich dieses Woche nur noch sechs Stunden und korrigieren muss ich auch noch, jetzt aber mal dalli". Da kommt Schwung in die Bude.

    Ich habe so die Befürchtung, dass es bis zu den Herbstferien Zuckerbrot und Peitsche gibt. Irgend ein kleines Bonbon Rivhrung A13. Dafür aber einschneidende Massnahmen zur "Lehrkräfte Gewinnung". Kann mir ganz gut vorstellen, dass da so unattraktive Vorstellungen wie verstärkte Abordnungen, Generierung von Vorgriffstunden sowie engere Kriterien bei der Genehmigung von Teilzeit auf uns zu kommen. Ich traue dem Burgfrieden nicht, das ist eher die Ruhe vor dem Sturm. Ach verstärkte Abordnung in unliebsame Gebiete sowie in schlecht besetzten Schulen hätte ich noch im Angebot.

    Fireheart4

    Was sagt der zuständige Lehrerrat zu dem Problem hast Du den auf Deiner Seite? Falls ja, gemeinsames Gespräch mit der SL vereinbaren.

    Wenn Du den Lehrerrat nicht auf Deiner Seite hast: Gespräch mit der SL unter Beisein des Personalrates vereinbaren

    Führt auch das nicht zum Erfolg Beschwerde bei der Schulaufsicht mit der bitte um klärendes Dienstgespräch zwischen Schulaufsicht, Schulleitung und Dir (auch hier sollte ein Mitglied des PR anwesend sein)

    Falls auch das nicht zum Ergebnis führt, würde ich allerdings ernsthaft über eine Versetzung nachdenken. Insbesondere, wenn man die Schulaufsicht schon vorher im gemeinsamen Gespräch hatte, sollte sich hier ein Weg finden lassen.

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