Karl-Dieter
ich kann damit leben,dass es Menschen mit einer liberaleren Ansicht gibt. Das Problem ist jedoch immer, dass in dem Moment, wo ich eine nicht so liberale Meinung vertrete und es um eine Erkrankung geht, deren Auswirkungen ich noch nicht so klar abschätzen kann, meine Gesundheit durch Maßnahmen der Liberalen gefährdet wird. Und hier wirds immer kritisch, wenn meine Rechte auf körperliche Unversehrtheit durch "Freiheitsmaßnahmen" eingeschränkt werden. Hier prallen unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander. Gelöst werden kann dies Problem erst, wenn wir konkrete Erkenntnisse haben. Bis dahin müssen wir wohl mit dem Dissenz leben und ein jeder wählt die politische Richtung, die der eigenen Vorstellung am nächsten kommt. Dennoch bleibt es bei einm gesellschafttlichen Konflikt, der für beide Wertvorstellungsseiten existentiell ist.
Folgende Fragen sind zur Zeit noch unvollständig geklärt:
1.) Wie hoch ist mein persönliches Risiko, als Vorerkrankter, trotz Booster lebensgefährlich zu erkranken?
2.) Wie hoch sind die Risiken Langzeitschäden davon zu tragen?
3.) Wie hoch ist das Risiko einer Long Covid Erkrankung?
4.) Tragen Patienten mir Vorerkrankung ein erhöhtes Risiko für Long Covid?
All dies Karl-Dieter sind Fragen die tragen Menschen mit sich herum. Der eine mehr der andere weniger, je nach psychischer Konstitution aber auch Risikolage. Solange aber die o.g. Fragen als Damokles Schwert über den Kolleg:innen schweben, habe ich Verständnis für jeden, der bei hohen Infektionslagen jedes Angebot nutzt, sich dem Schulbetrieb zu entziehen. Egal ob dies durch Wahrnehmung von zusätzlichen Erziehungsurlauben erfolgt oder ob man Krankschreibungsangebote des Arztes häufiger annimmt, als man dies früher getan hätte. Hinweis: Nein ich billige es nicht krankzufeiern. Bei meiner Berufsgruppe beobachte ich jedoch einen Hang zum Präsentismus und wenn dieser entfällt, dass kann ich verstehen.