Beiträge von chemikus08

    die 88 jährige, seit 2 Jahren pflegebedürftige Mutter stirbt, braucht man keine drei Wochen regulär Urlaub, um das Ereignis zu verarbeiten.

    Na wenn sie im Pflegeheim versorgt wurde vielleicht nicht. Ich kenne aber viele Fälle wo die Lehrkraft zugleich betreuender Anhehöriger war. U d da habe ich mehr als einmal nach dem Tod dann denn vollständigen Zusammenbruch der Kollegin (meist waren es Frauen) erlebt. Psychiater nennen das Entlastungsdepression.

    Moebius

    Lies Dir bitte Mal bei pro Asyl Einzelschicksale durch. Da wirst Du feststellen, dass das mit dem Asyl beantragen in den durchreisten Ländern oftmals nicht so einfach ist die von Dir dargestellt. Insoweit bin ich schon dafür, dass jemand der an der Grenze anklopft und um Asyl bittet nicht anders behandelt wird, als jemand der es über die Grenze geschafft hat . Eine Behandlung nach Recht und Gesetz muss erfolgen. In Dublin Fällen ist ein ordnungsgemässes Dublin Verfahren mit nachfolgender Abschiebung durchzuführen. Gelingt dies nicht in der nach dem Gesetz vorgesehenen Zeit, so ist das Asylverfahren hier durchzuführen. Basta. Wir haben am Asylrechts schon genug herumgeschnipselt. Wie müssen nicht die letzten Reste auch noch beseitigen.

    Ganz abgesehen von der Beerdigung und deren Organisation selber. Ich kann mich noch daran erinnern, als meine Eltern gestorben sind. Wäre ich da im Schuldienst gewesen, wäre ich ehrlich gesagt psychisch nicht in der Lage gewesen zu unterrichten. Insoweit hätte ich mich da krank melden müssen. Da ich nicht im Schuldienst zu dem Zeitpunkt war, habe ich mir eine Woche Urlaub genommen.

    Was die Ausgangsfrage anbelangt:

    Vergleicht man dies mit der freien Wirtschaft, so muss man sagen, dass in vielen Bereichen die Situation schlechter ist. Allerdings gibt es auch immer mehr Firmen die letztlich bessere Bedingungen für KuKs mit Kindern bieten.

    Aber, bei Vergleich mit anderen Beschäftigungsverhältnissen im öD da schneiden wir signifikant schlechter ab. Ich habe gerade in diesem Bereich sehr viele Verwandte und Freunde die in diesem Sektor arbeiten und kann nur sagen bei vergleichbarer Qualifikation erfolgt:

    - bessere Bezahlung (weil vielfach TVöD und nicht TVL)

    - Homeoffice bis zu 4/5 der Arbeitszeit möglich

    - Gleittage können genommen werden

    - Um das Kind zur Kita zu bringen kann ich mich ausloggen und bei Rückkehr wieder einloggen.

    Und unter der Hand gibt es da noch Regelungen, da können wir nur von träumen. So kenne ich mindestens einen Arbeitgeber, da werden die Kindkrankentage gar nicht gezählt.

    Unter der Maßgabe, dass wir zunehmend Probleme haben (zumindest bei uns in den Sek1 Schulen) die Arbeitsplätze mit qualifizierten LK zu besetzen, sollte der Arbeitgeber sich was einfallen lassen. Ansonsten sehe ich zumindest für den MIND Bereich schwarz.

    Seph

    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir Landesbeschäftigte sind (Die Tarifbeschäftigten sind aufgrund einer Sondervorschrift im TVL bezüglich der Arbeitszeit wie Beamte zu behandeln). Damit haben wir insgesamt 41 h Arbeitszeit wöchentlich zu erbringen. Da kann mal etwas mehr dafür an anderen Wochen etwas weniger Zeit. Sollte sich aber herausstellen, dass man insgesamt über das Jahr verteilt mehr als 1800 h arbeitet, dann läuft etwas falsch.

    Mittlerweile habe ich in diesem Zusammenhang den Eindruck, dass zumindest in einigen Schulformen diese Zeiten bei Weitem überzogen werden. Dies hängt eben genau damit zusammen, dass in den vergangenen Jahren die Kollegen mit immer mehr Aufgaben neben der Unterrichtsverpflichtung betreut wurden ohne das dafür das Deputat reduziert wurde. Dies führt entweder zu einer Überschreitung der vorgesehenen Arbeitszeit oder zu einer qualitativen Verschlechterung des Unterrichts, kann man sich aussuchen. Leider habe ich den Eindruck, dass dies der Politik Sch.... egal ist, Hauptsache die Kinder sind verwahrt.

    Das ist nicht fair, wenn dann Kollegen im ein oder anderen Fall auch nicht fair spielen, dann ist das zumindest nachvollziehbar.

    Aus diesem Grunde bin ich ein absoluter Befürworter der Arbeitszeiterfassung, da hier die konkrete Zeitbelastung (denn es gibt noch andere Belastungsfaktoren) deutlich wird.

    Und nur bei belegbarer Überschreitung kann man den Arbeitgeber notfalls gerichtlich zwingen gegenzusteuern oder zumindest finanziell auszugleichen.

    Btw. Diesen Monat werden uns die Ergebnisse aus COPSOQ vorgestellt. Bin mal gespannt.

    nur weil das Kind krank ist und ggf. die "Kindkranktage" bereits aufgebraucht sind, wäre eine grobe Pflichtverletzung und ist keinesfalls empfehlenswert.

    Es besteht noch die Option diese Tage unbezahlt frei zu nehmen. Darauf besteht auch mehr oder weniger ein Anspruch.

    Mehr oder weniger heißt in dem Zusammenhang, es darf keine andere Möglichkeit geben wie das Kind in dem Moment versorgt werden kann.

    Diese amerikanischen Strafen finde ich einfach daneben. Es stellt sich mir immer die Sinnfrage und ein Unrecht durch ein anderes zu ersetzen ist einfach auch nicht die Lösung. Insoweit finde ich unser System schon korrekt, wenn es denn angewendet wird und nicht die Hälfte diverser Verfahren eingestellt wird, weil das Personal fehlt.

    Also weil man sich "in Scheidung befindet" kann man spontan Abordnungen abwende

    Also das sehe ich schon als eine schwerwiegende Begründung gegen eine Abordnung. Die Betreuungssituation für die gemeinsamen Kinder ändert sich ja in Gänze. Das hier ein wohnortnaher Einsatz selbst bei einfachster Betrachtung wesentlich zum Erhalt der Gesundheit beiträgt ist offensichtlich. Daher sollte dies aus Fürsorgegründen auch umgesetzt werden.

    Die BR Köln ist im Personaldezernat chronisch unterbesetzt. Das ist kein willkürlicher Umgang mit seinen Leuten.

    Du hast vollkommen Recht. Aber es wird von den Mitarbeitern nicht als besonders wertschätzend angenommen. Und in der Art und Weise, wie man das gegenüber Mitarbeitern kommuniziert, da ist, wie soll ich sagen, noch Luft nach oben.

    Ich habe zu Hause schön den Vergleich. Meine Frau arbeitet beim Rentenversicherungsträger, also auch öD. Die Art und Weise in denen aber beispielsweise Mitarbeitern ein BEM angeboten wird, ist wesentlich einladen der als die Schreiben, die wir bekommen. Bei uns ließt sich das, platt gesagt, wie der Steuerbescheid des Finanzamts und bei meiner Frau eher wie der Werbeflyer eines Sanatoriums😂.

    Das Mal so als Beispiel 🤷

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