Also was die 17 Jahre Dienstunfähigkeit anbelangt, da habe ich in meinem Klientel einige die dauerhaft nicht mehr "Schule können". Meist sind dies psychische und oder psychosomatische Erkrankungen. Häufig spielen Gewalterfahrungen in Schule eine Rolle oder auch Mobbingerfahrungen. Die Kollegen haben derartige Ängste im Universum Schule entwickelt, dass man keine Schule mehr betreten kann, ohne dass es eine hypertone Krise gibt. Das hat sich so ins Unterbewusstsein festgesetzt, dass das auch einer Psychotherapie nicht mehr zugänglich war. Und das ist auch nach 17:Jahren nicht weg und falls doch kommt es im Schullalltag ganz schnell wieder.
Was bleibt ist tatsächlich die Sache mit der Nebentätigkeit. Die hätte auf jeden Fall genehmigt werden müssen. Wie weit das aber zu ahnden ist, da muss dann erst Mal genauer drauf geschaut werden wieviel damit tatsächlich verdient wurde. Unter Umständen war dies auch mehr Schein als Sein. Wenn man über 10 Jahre beruflich nichts zu tun hat, dann kommt man vielleicht auf ganz verrückte Sachen.
Insofern ist das rechtzeitige Einschalten des Amtsarztes auch unter Fürsorgegründen dringend geboten. Denn desto länger es dauert bis man wieder in Arbeit kommt desto schwieriger wird eine berufliche Wiedereingliederung. Ggf. hätte der Amtsarzt auch noch Ideen gehabt wie man die Dienstfähigkeit wieder erlangen könnte . Alternativ hätte man schnellstmöglich ein Leistungsprofil erstellen können, damit über Vorfahrt für Weiterbeschäftigung eine anderweitige Verwendung geprüft werden kann. Aber hierzu muss die Dienststelle aktiv werden.🤷