NRW hat doch schon länger den Sozialindex. Warum greift er nicht?
Im Grunde soll viel Geld in die Schulen fließen. (Infos zum "Startchancen-Programm")
Aus unserer Tageszeitung vom 15.Mai:
"Dieser Index – Stufe 1 bis 9 (am herausforderndsten) – ist ausschlaggebend für die Auswahl der Schulen. Er berücksichtigt die Kinder- und Jugendarmut im Einzugsgebiet der Schule, den Anteil der Schülerinnen und Schüler mit vorwiegend nicht deutscher Familiensprache, den Anteil der Zugewanderten und der Anteil jener mit Förderbedarf. 60 Prozent der geförderten Schulen sollen in NRW Grundschulen sein.
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Drei Säulen geben vor, wofür das Geld verwendet werden soll. Zum einen gibt es ein Investitionsbudget (Säule I), das genutzt werden soll, um eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung und Infrastruktur zu schaffen. Ein Chancen-Budget (Säule II) soll eine systemische Beratung zur Verbesserung des Unterrichts und der Schulentwicklung finanzieren. Mit Mitteln aus Säule III (Personal-Budget) können die Schulen ihre multiprofessionellen Teams stärken."
Nur ein paar Schwierigkeiten, die dabei auftauchen:
Ein Problem ist die 1. Säule, das Investitionsbudget. Hier ist ein Eigenanteil des Schulträgers von 30% eingeplant. Das ist für das nächste Schuljahr ohne gültigen Haushaltsbeschluss ziemlich schwierig. Auch andere Voraussetzungen sind unklar, wo soll z.B. das benötigte Personal (Säule 3) herkommen?
Die Schulen müssen (natürlich) Konzepte vorlegen, wissen aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wie viel Geld sie erhalten werden, usw.
Ob die "Startchancen" nach Sozialindex greifen, wird man erst in ein paar Jahren wissen.
Info zur Vorauswahl teilnahmeberechtigter Schulen für das Schuljahr 2024/2025